Mittwoch, 16. Dezember 2009
Hoffnung für Saab: Spyker Cars ist noch dran
Der US-Automobilkonzern General Motors (GM) versucht mit dem niederländischen Sportwagenbauer Spyker Cars handelseinig zu werden. Spyker Cars soll die vom Aus bedrohte schwedische Tochter Saab übernehmen.Wie GM-Chef Ed Whitacre vor Reportern in Detroit bestätigte, ist Spyker Cars der einzig verbliebene Interessent. "Ich habe das Gefühl, dass es möglich ist", sagte er. GM will Saab abwickeln, wenn nicht bis Ende des Jahres ein Käufer gefunden wird.
Der auf die Herstellung hochpreisiger Kleinserien spezialisierte niederländische Sportwagenhersteller Spyker Cars sei nach Gesprächen mit GM am Wochenende in Zürich als Favorit für die Übernahme der schwedischen Traditionsmarke genannt worden, berichtete die Agentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise.
Zuvor hatte Saab den Verkauf von Technologie aus den Modellreihen 9-5 und 9-3 an den chinesischen Autokonzern BAIC mitgeteilt. Auch ein Teil der Fertigungsanlagen für diese Fahrzeuge wechselt den Besitzer. Die Chinesen erhalten so Zugriff auf wichtiges Knowhow, mit dem sie die eigenen Modelle aufpolieren wollen.
BAIC hatte sich bereits an einem Saab-Übernahmeversuch durch den kleinen schwedischen Sportwagenhersteller Koenigsegg beteiligt, der im vergangenen Monat aber gescheitert war. Bei Saab sind direkt noch etwa 3400 Menschen beschäftigt, weitere rund 3000 arbeiten Branchenangaben zufolge bei Subunternehmen.
dpa
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