Demag-Aktionäre sind unwilligTerex hat Probleme
Die Übernahme des deutschen Kranherstellers Demag Cranes durch Terex kommt nicht so richtig voran. Die Demag-Aktionäre zeigen den Amerikanern die kalte Schulter. Großaktionär Cevian kritisierte den Angebotspreis als völlig unzureichend.
Der US-Baumaschinenhersteller Terex beißt mit seinen Übernahmeplänen für den deutschen Rivalen Demag Cranes bei dessen Aktionären auf Granit. Bis zum Abend des 1. Juni verfügte der Konzern über insgesamt 223.592 Aktien oder 1,06 Prozent des Grundkapitals. Damit wechselten seit Beginn der Annahmefrist vor zwei Wochen 7412 Aktien den Besitzer.
Terex bietet 885 Millionen Euro oder 41,75 Euro je Aktie für den Düsseldorfer Traditionskonzern. Die im Nebenwerteindex MDax gelisteten Demag-Titel notieren seit Wochen deutlich über dem Angebotspreis.
Zwar dürfte sich aus taktischen Gründen bis kurz vor Ablauf der Annahmefrist kaum etwas tun. Doch scheint es unwahrscheinlich, dass viele Anteilseigner die bis 30. Juni laufende Frist nutzen, um ihre Papiere an Terex zu verkaufen. Großaktionär Cevian, der über zehn Prozent an Demag hält, kritisierte den Angebotspreis als völlig unzureichend. Analysten schätzen den fairen Wert des Unternehmens auf 50 Euro je Aktie.
Terex hat dennoch die Hoffnung auf eine Übernahme von Demag Cranes noch nicht aufgegeben. Terex-Chef Ronald M. DeFeo lud den Demag-Vorstandsvorsitzenden Aloysius Rauen zu einem kurzfristigen Treffen ein.