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Wirtschaft

Montag, 01. März 2010

Kotau in China: Toyota entschuldigt sich

Nach den massiven Rückrufaktionen von Toyota bemüht sich Konzernchef Akio Toyoda nun auch in China um Schadensbegrenzung. Der Enkel des Firmengründers entschuldigte sich in Peking für die jüngste Pannenserie. China ist einer der Schlüsselmärkte für den Autobauer.
Schwere Zeiten für Akio Toyoda:

Schwere Zeiten für Akio Toyoda:
(Foto: REUTERS)

Zugleich bekräftigte der Firmenlenker Toyotas Absatzziel von 800.000 Fahrzeugen im laufenden Jahr für den weltgrößten Automarkt China. Er hoffe, dass die zügige Abwicklung des Rückrufs beim Modell RAV4 das Vertrauen der chinesischen Kunden zurückbringen werde, betonte Toyoda. In China gebe es lediglich bei diesem Modell Probleme mit der Beschleunigung. Die dort verkauften Fahrzeuge vom Typ Prius und Lexus seien hingegen nicht von den Rückrufaktionen betroffen.

Toyota hat in China 75.552 Fahrzeuge des Modells RAV4 zurückgerufen. Weltweit hat der Autobauer mehr als 8,5 Mio. Autos wegen ungewollter Beschleunigung und Bremsproblemen in die Werkstätten beordert, ein Großteil davon in den USA. Vergangene Woche hatte sich Toyoda bereits bei einer Anhörung vor einem US-Kongressausschuss für die Pannenserie bei dem weltgrößten Autobauer entschuldigt.

Der mit 53 Jahren bislang jüngste Toyota-Chef nimmt die Schuld für die Rückrufaktionen auf sich.

Der mit 53 Jahren bislang jüngste Toyota-Chef nimmt die Schuld für die Rückrufaktionen auf sich.
(Foto: REUTERS)

China hatte die USA 2009 als größter Automarkt der Welt abgelöst. In der Volksrepublik wurden im vergangenen Jahr 13,6 Millionen Fahrzeuge verkauft, ein Zuwachs von 53 Prozent. Toyota steigerte seinen Absatz in China 2009 jedoch lediglich um 21 Prozent auf 709.000 Fahrzeuge. Analysten bemängeln, dass Toyota und andere japanische Autobauer in der Volksrepublik nur wenige kleine und für die meisten chinesischen Familien erschwingliche Modelle anbieten.

Die Bedeutung des chinesischen Marktes sei der Grund für den Besuch Toyodas, sagte Analyst John Zeng von IHS Global Insight. Ein schlechtes Abschneiden in der Volksrepublik würde seiner Ansicht nach die weltweite Spitzenposition Toyotas gefährden. Der Konzern müht sich derzeit, in China nicht hinter Rivalen wie General Motors, Volkswagen und Ford Motor zurückzufallen. Bislang hätten die weltweiten Rückrufaktionen die Absatzzahlen Toyotas in China jedoch nicht stark einbrechen lassen, versicherte der Präsident des China-Geschäfts von Toyota, Masahiro Kato, am Montag.

rts

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