Wirtschaft

KKR im BörsenfieberToys'R'Us soll an den Start

28.05.2010, 08:06 Uhr

Seit Monaten wird über einen Börsengang der US-Spielzeugkette spekuliert. Jetzt verdichten sich die Gerüchte. Die Eigner KKR und Brain wittern die Gunst der Stunde. Das Börsenumfeld ist deutlich günstiger als noch vor ein paar Wochen.

TRU
Eine Milliarde Dollar soll der Börsengang von Toys'R'Us bringen. (Foto: REUTERS)

Die US-Spielzeugkette Toys'R'Us steht informierten Kreisen zufolge nun endlich unmittelbar vor einem Börsengang. Den Angaben zufolge könnte das IPO ein Volumen von einer Mrd. US-Dollar haben. Ein möglicher Börsengang des Unternehmens war von Monaten bereits angekündigt worden.

Toys'R'Us wollte die Spekulationen nicht kommentieren, ebenso wenig wie die Finanzinvestoren Kohlberg Kravis Roberts & Co (KKR), Bain Capital und Vornado Realty Trust, denen der Konzern gehört. Die Eigner hatten Toys'R'Us 2005 für 6,6 Mrd. US-Dollar erworben. Im August vergangenen Jahres hatte KKR bereits angekündigt, bis zu sechs seiner Unternehmensbeteiligungen innerhalb der nächsten zwölf Monate an die Börse bringen zu wollen, darunter eben auch Toys'R'Us.

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst

Mehrere Beteiligungen wurden seit dem Ende der Finanzkrise bereits an die Börse gebracht. Im November 2009 schaffte es KKR mit dem Discount-Händler Dollar General. Anfang Mai reichten KKR und Brain die Börsen-Dokumente für den US-Krankenhausbetreiber HCA ein. Auf einen Zeitpunkt für den Börsengang legten sie sich aber nicht fest. Angekündigt haben KKR und Bain auch ein IPO des Infineon-Rivalen NXP Semiconductors. Dafür, dass die Zeit fürs Parkett nun reif ist, würde sprechen, dass die Chancen für erfolgreiche Börsengänge sich in den vergangenen Wochen deutlich verbessert haben.

KKR ist derzeit an 50 Firmen beteiligt, die insgesamt 200 Mrd. US-Dollar Umsatz generieren. Der Finanzinvestor in selbst erst im Oktober 2009 an die Börse gegangen. Das von Henry Kravis und George Roberts gegründete Private-Equity-Haus nutzte dabei die rasante Aufwärtsentwicklung der Börsen seit dem Frühjahr.

Toys'R'Us konnte seinen Gewinn im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern. Dabei ging so viel Spielzeug über die Theken, dass die schwächere Nachfrage bei Videospielen ausglichen werden konnte. der Spielzeughersteller verkauft neben Spielzeug auch Babyartikel.

Quelle: ntv.de, ddi/rts