Die Angst der KonsumentenUS-Bürger ahnen Einschnitte

In den Vereinigten Staaten blicken die Verbraucher wenig zuversichtlich in die Zukunft: Ein viel beachteter Index zum Konsumklima bleibt zum Herbstanfang nahezu unverändert. Viele Konsumenten fürchten offenbar Einbußen beim Gehalt. Die sonst so lebhafte Kauflaune der Amerikaner fällt als Wachstumsmotor bis auf weiteres aus.
Das Konsumklima in den USA bleibt weiterhin kühl: In Umfragen zeigen sich die Verbraucher tief verunsichert.
Der Index für das Verbrauchervertrauen stieg im September leicht auf 45,4 Punkte, teilte das Forschungsinstitut Conference Board mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 46,0 Punkte gerechnet. Den Wert für August revidierten die Konsumforscher auf 45,2 Zähler.
Die Verbraucher schätzten trotz der leicht verbesserten Stimmung ihre Einkommensperspektiven schlechter ein. "Das verheißt nichts Gutes für den privaten Verbrauch", sagte Forschungsdirektorin Lynn Franco. Die Stimmung der Verbraucher gilt als zentraler Indikator für die Konsumausgaben, die etwa zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmachen.
Von einem Ende des Pessimismus könne keine Rede sein, urteilten Ökonomen. So drücke vor allem die hohe Arbeitslosigkeit in den USA weiterhin aufs Gemüt. Vor dem Beginn der Wirtschaftskrise im Dezember 2007 hatte der Zuversichtsindex noch durchschnittlich bei 98 Punkten gelegen.