Mehr im Lager als erwartetUS-Ölverbrauch knickt ein
Die wöchentlichen Daten zu den Lagerbeständen für Rohöl lieferen Analysten in der Regel wertvolle Hinweise auf den Energiebedarf der USA und damit indirekt auch auf den Zustand der US-Wirtschaft. Die jüngsten Angaben aus Washington mahnen Konjunkturoptimisten zur Vorsicht.
Die Rohöllagerbestände in den USA sind in der Vorwoche entgegen den Erwartungen gestiegen, während die industriellen Bestände an Ölprodukten deutlicher als erwartet zulegten. Wie das Department of Energy (DoE) mitteilte, stiegen die Rohöllagerbestände im Vergleich zur Vorwoche um 0,36 Mio. Barrel (zu je 159 Litern) auf 353,456 Mio. Barrel. Analysten hatten dagegen einen Rückgang um 1,1 Mio. Barrel prognostiziert.
Die Lagerbestände an Mitteldestillaten wie Diesel und leichtes Heizöl erhöhten sich um 3,935 Mio. Barrel auf 166,575 Mio. Barrel. Hier war ein Anstieg um nur 1,6 Mio. Barrel erwartet worden. Die Lagerbestände an bleifreiem Superbenzin stiegen um 1,118 Mio. Barrel auf 222,254 Mio. Barrel, während die Prognose auf einen Zuwachs um 0,7 Mio. Barrel gelautet hatte.
Die Kapazitätsauslastung der US-Raffinerien belief sich auf 91,5 Prozent, nach 90,5 Prozent in der Vorwoche. Die Rohölimporte erhöhten sich um 0,696 Mio. Barrel auf 9,977 Mio. Barrel pro Tag (Barrel per Day, bpd). Die strategische Ölreserve der Vereinigten Staaten umfasste unverändert 726,591 Mio. Barrel.