Wirtschaft

"Beige Book" macht HoffnungUS-Wirtschaft kommt in Schwung

01.12.2010, 22:19 Uhr

Rund 70 Prozent der US-Wirtschaft hängen vom privaten Konsum ab. Da hilft es der Konjunktur, wenn die US-Bürger so langsam wieder in Kauflaune kommen. Da zudem die Industrieproduktion in die Gänge kommt, stehen die Zeichen dem "Beige Book" zufolge auf Erholung.

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Schwung kehrt in US-Wirtschaft zurück. (Foto: picture alliance / dpa)

Die amerikanische Wirtschaft kommt allmählich in die Gänge. Dem jüngsten regionalen Konjunkturbericht der US-Notenbank zufolge verbesserte sich in den vergangenen Wochen die Lage in den meisten Landesteilen zusehends. In beinahe allen der zwölf Bezirke der Federal Reserve lege die Industrieproduktion zu, auch die Verbraucher zeigten wieder mehr Kauflaune. Problematisch bleibe hingegen die Situation auf dem Immobilienmarkt, hieß es in dem Bericht.

Dem sogenannten "Beige Book" zufolge gehe es vor allem für die Metallverarbeitung und die Autoindustrie voran. Gut entwickelt habe sich auch landauf, landab der Tourismus. Das Kreditgeschäft bezeichnet der Fed-Bericht derweil als "stabil".

Immobilienmarkt bremst

Die Erwartungen für das Weihnachtsgeschäft seien "im allgemeinen positiv". Bei ihren Einkäufen achteten die Amerikaner allerdings noch sehr auf Preise und seien bei nicht unbedingt notwendigen Dingen noch eher zurückhaltend. Der Absatz von Neuwagen sei leicht gestiegen. Rund 70 Prozent der US-Wirtschaft hängen vom privaten Konsum ab.

Am Häusermarkt bleibe die Lage unterdessen nach wie vor trübe, mehrere Fed-Bezirke hätten in den vergangenen sechs Wochen sogar noch eine Verschlechterung verzeichnet. «Die Aktivität bleibt auf niedrigem Niveau», hießt es in dem Report weiter.

Verbrauchervertrauen gestärkt

Die US-Konsumenten blicken inzwischen optimistischer in die Zukunft. Nach einem überraschenden Plus bereits im Vormonat war das Verbrauchervertrauen im November stärker als erwartet gestiegen. Das Konjunkturbarometer hatte derweil im Oktober um 0,5 Prozent zugelegt und war damit den vierten Monat in Folge gestiegen.

Allerdings hatte die US-Notenbank ihren jüngsten Konjunkturausblick deutlich nach unten korrigiert. Für dieses Jahr erwartet die Federal Reserve nun nur noch ein Wachstum zwischen 2,4 und 2,5 Prozent und nicht mehr wie noch im Juni zwischen 3,0 und 3,5 Prozent. Auch die Aussichten für den Jobmarkt trübten sich ein: Selbst für das nächstes Jahr rechnet die Zentralbank noch mit einer Arbeitslosenquote um die neun Prozent.

Quelle: dpa