Wirtschaft

Kritik an der AbwrackprämieUmsatzeinbruch im Möbelbau

31.08.2009, 16:46 Uhr

Die deutsche Holz- und Möbelindustrie verzeichnet im ersten Halbjahr 2009 einen dramatischen Umsatzeinbruch. Der Branchenverband macht auch die Auswirkungen der Abwrackprämie dafür verantwortlich. Anders als in anderen Ländern kommen die staalichen Kaufanreize hierzulande nur den Autobauern zugute.

image
Erste Lichtblicke im Auftragseingang. (Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Neben einem wegbrechenden Export machte der Branche nach eigenen Angaben auch die Abwrackprämie für Autos zu schaffen - denn die Verbraucher hätten statt zur Schrankwand vielfach lieber zum Neuwagen gegriffen.

In den ersten sechs Monaten 2009 sank der Umsatz der Branche um 16,1 Prozent auch 13,9 Mrd. Euro, teilte der Chef des Verbandes der Möbelindustrie, Elmar Duffner, mit. Dies habe auch am staatlich geförderten Neuwagen-Boom gelegen, beklagte er. Denn die Verbraucher könnten "jeden Euro nur einmal ausgeben".

Die Ausgaben der Kunden für Autos fehlten nun bei anderen Konsumgütern wie etwa Möbeln, so Duffner.

Die Branche schöpfe aber bereits wieder Hoffnung, erklärte der Verbandschef weiter. Der Auftragseingang signalisiere, dass die Lage wieder besser werde.

Ende der Abwrackprämie in Sicht

Nach dem Auslaufen der Abwrackprämie für Altautos werden noch 15.000 weitere Autokäufer eine Chance auf die Prämie bekommen. Das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) wird - wie bereits berichtet - eine Warteliste für Autokäufer einrichten, die zunächst leer ausgegangen sind und nachträglich noch Geld erhalten könnten.

Die freiwerdenden Mittel werden in der Reihenfolge der gestellten Anträge ausgezahlt, teilte das Amt mit. Diese Autokäufer kommen dann zum Zug, wenn das Amt Anträge anderer Autofahrer wegen formaler Mängel ablehnt.

Laut Bafa wird der Fördertopf bald leer sein. Mittlerweile seien mehr als 98 Prozent der vorgesehenen Gelder vergeben.

Quelle: mmo/rts