Wirtschaft

Die Krise wird abgehakt: United Continental glänzt

Die frisch fusionierten US-Fluglinien United und Continental weisen im letzten Quartal als eigenständige Fluggesellschaften jeweils einen Gewinn ausgewiesen. Durch den Zusammenschluss der United-Mutter UAL und Continental Airlines war am 1. Oktober die weltgrößte Airline entstanden.

(Foto: REUTERS)

Die neue Nummer eins am Himmel hat einen Glanzstart erwischt: United Continental schrieb im dritten Quartal einen Gewinn von unterm Strich 741 Mio. Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte die Krise die beiden Gesellschaften noch mit zusammen 75 Mio. Dollar ins Minus gedrückt. Die US-Firmen waren jüngst zur weltgrößten Fluggesellschaft nach Passagieren fusioniert. Beide Linien seien stark unterwegs, sagte Gesamtkonzernchef Jeff Smisek.

Bereits am Vortag hatten die großen US- Rivalen wie Delta, US Airways oder American Airlines satte Gewinne vermeldet. Die Lufthansa-Beteiligung JetBlue vermeldete am Donnerstag sogar Rekordzahlen.

Von der schweren Krise, in der vor allem die Geschäftsreisenden ausgeblieben waren, hat sich die Branche damit erholt. Bei United Continental stieg der Umsatz insgesamt um 21 Prozent auf 9,3 Mrd. Dollar. Beide Gesellschaften verbesserten sich dabei im Gleichschritt. "Wir haben mit der Integration begonnen", sagte Firmenchef Smisek. "Vor uns liegt noch eine Menge Arbeit."

Seit Monatsbeginn agieren die beiden Unternehmen unter dem Dach der United Continental Holdings. Nach Außen hin tritt die weltgrößte Fluglinie unter dem Namen United auf, hat aber das Continental-Logo übernommen, die stilisierte Weltkugel. Der Anfang Mai angekündigte Zusammenschluss schafft einen Giganten, der im Jahr mehr als 144 Mio. Passagiere zu 370 Zielen in 59 Ländern bringt.

Das Streckennetz der beiden Fluggesellschaften ergänzt sich fast perfekt: United ist vor allem auf den Routen in die Region Asien-Pazifik stark, Continental auf den Strecken nach Europa und Lateinamerika. Die zwei Airlines sind bereits über das Luftfahrt-Bündnis Star Alliance miteinander verflochten, dem auch die Deutsche Lufthansa angehört.

Bislag war Delta Air Lines die Nummer eins am Himmel. In der Branche herrschten durch die Krise Sparzwänge und ein starker Konsolidierungsdruck. In der Wirtschaftskrise waren die Fluggäste ausgeblieben, nun lasten die steigenden Treibstoffpreise auf den Unternehmen. Bis zur Jahresmitte waren Verluste noch gang und gäbe.

Quelle: n-tv.de

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