Montag, 19. Juli 2010
Verkehrsunfall in China: VW verliert Top-Manager
Liu Jian, Chef des deutsch-chinesischen Gemeinschaftsunternehmens Shanghai Volkswagen Automotive, ist tot. Der Auto-Manager kam bei einem Verkehrsunfall ums Leben.Der Chef eines der beiden großen Volkswagen-Joint-Ventures in China ist bei einem Verkehrsunfall gestorben. Liu Jian, Chef von Shanghai Volkswagen Automotive (SVW), sei am vergangenen Samstag zusammen mit drei weiteren Menschen bei einem Unfall in der zentralchinesischen Provinz Gansu ums Leben gekommen, teilte das Unternehmen mit. Dort habe er zuvor Händler getroffen und an Testfahrten teilgenommen, hieß es. Zum Unfallhergang machte der Konzern keine Angaben.
An dem Gemeinschaftsunternehmen SVW halten Volkswagen und Chinas größter Autobauer SAIC jeweils 50 Prozent. Daneben betreibt der Wolfsburger Autobauer ein zweites Joint Venture mit der chinesischen FAW Group, das in der nordchinesischen Stadt Changchun angesiedelt ist.
China ist einer der wichtigste Märkte für Volkswagen. Der Autobauer hat dort allein im ersten Halbjahr fast eine Million Autos verkauft. Erst vergangene Woche hatte der Konzern den Bau seines elften Werks in China angekündigt. Das Fahrzeugwerk im ostchinesischen Yizheng soll seinen Betrieb 2013 aufnehmen und rund 300.000 Fahrzeuge im Jahr produzieren, teilte VW mit. In dem neuen Werk entstünden rund 4000 Arbeitsplätze.
Insgesamt sollen laut VW bis 2013/14 etwa drei Millionen Fahrzeuge in China vom Band rollen. Im ersten Halbjahr 2010 seien mit mehr als 950.000 ausgelieferten Fahrzeugen die Zahlen des Vorjahres um 45,7 Prozent übertroffen worden.
Im vergangenen Jahr war am Standort Shanghai das fünfmillionste SVW-Fahrzeug vom Band gelaufen. Zugleich hatte das Unternehmen das 25-jährige Bestehen dieses ersten deutsch-chinesischen VW-Projekts gefeiert.
mmo/AFP/dpa
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