Wirtschaft

Einstieg bei Offshore-Projekten?VW will auch Wind machen

13.05.2011, 13:39 Uhr

Dass VW Autos baut, ist hinlänglich bekannt. Nun entdecken die Wolfsburger eine neue Sparte, an der sie sich beteiligen wollen. So hat das Dax-Unternehmen Interesse an Offshore-Windparks. Unterdessen bleibt VW bei der Automobilproduktion weiter auf Erfolgskurs.

23683093
Wind und Wasser werden auch für VW interessanter. (Foto: picture alliance / dpa)

Der Volkswagen-Konzern will sich nach Informationen der "Financial Times Deutschland" an Windpark-Projekten auf hoher See beteiligen. Gespräche darüber seien im Gange, berichtete das Blatt unter Berufung auf die Windkraftbranche und VW.

Eine Sprecherin des Autobauers bestätigte das Interesse des Konzerns an Offshore-Windparks. Dies sei eine logische Folge des bisherigen Engagements. VW wolle führend im Bereich der effizienten individuellen Mobilität sein.

Volkswagen setze sich für die Umsetzung CO2-neutraler Mobilität auf Basis regenerativer Energieträger ein, sagte die Sprecherin weiter. Daher seien alle Formen der nachhaltigen Energiegewinnung interessant, etwa Solaranlagen auf Werksdächern, Windkraftanlagen oder Wasserkraftwerke. Am Standort Emden steht eine der leistungsfähigsten Windkraftanlagen der Welt, ein Drittel des gesamten Bedarfs für die Passat-Fabrik wird dort aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt.

Schwung beim Absatz bleibt

Bei seinem eigentlichen Kerngeschäft, den Automobilbau, bleibt VW auf Erfolgskurs. Mit 690.900 verkauften Neuwagen im April steigerte Europas größter Autobauer den Absatz im Vergleich zum Vorjahresmonat um 14,5 Prozent. "Diesen Schwung wollen wir auch in die nächsten Monate mitnehmen", sagte Vertriebsvorstand Christian Klingler in Wolfsburg. In den ersten vier Monaten des Jahres lieferte der Konzern 2,66 Millionen Fahrzeuge aus, fast 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

1305277761-jpg232629276049865320
In den VW-Hallen herrscht reger Betrieb. (Foto: AP)

Den größten Zuwachs verzeichnete VW in Zentral- und Osteuropa - mit 155.400 verkauften Fahrzeugen und damit einem Plus von 30 Prozent. Zuwächse in zweistelliger Höhe gab es auch in der Region Asien/Pazifik. Dort wurden im April 837.300 Neuwagen verkauft (plus 22,5 Prozent), die meisten davon mit 741.200 in China. Zweistellig fiel auch das Plus in Nordamerika aus, wo 201.700 Fahrzeuge (plus 17,9 Prozent) verkauft wurden.

Im Heimatmarkt Deutschland setzte der VW-Konzern 367.000 Fahrzeuge ab, was einem Zuwachs um 6,2 Prozent entspricht. Am erfolgreichsten verkaufte sich zwischen Januar und April die Kernmarke Volkswagen Pkw mit weltweit 1,66 Millionen Fahrzeugen.

Quelle: dpa