Wirtschaft
Gleisbau in Deutschland.
Gleisbau in Deutschland.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Schienen-Aktie auf Talfahrt: Vossloh verschreckt Anleger

Der Schienentechnikspezialist Vossloh muss seine Ziele für das laufende Jahr erneut deutlich nach unten korrigieren. Die Planer des Lok- und Gleisbauunternehmens aus dem Sauerland haben offenbar die Schwierigkeiten in Russland und China unterschätzt. In Libyen bringen die anhaltenden Kämpfe den Zeitplan durcheinander.

Massive Probleme im China-Geschäft und enttäuschende Umsätze in Russland zwingen den Bahntechnikkonzern Vossloh erneut zu Korrekturen bei der Prognose.

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Vossloh erwartet für 2011 nun nur noch einen Umsatz von rund 1,2 Mrd. Euro und einen operativen Gewinn (Ebit) zwischen 90 und 100 Mio. Euro. Vossloh kassiert Prognose seine Prognose gekürzt - damals hatte er noch einen Umsatz von 1,25 Mrd. Euro und ein Ebit zwischen 120 bis 130 Mio. Euro als Ziel ausgegeben.

Ursprünglich hatte Vossloh seinen Anteilseignern ein operatives Ergebnis von mehr als 160 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Vossloh-Aktien reagierten mit deutlichen Verlusten und notierten zeitweise knapp zehn Prozent im Minus.

Vossloh führte eine "Reihe ungünstiger Faktoren" als Begründung für die erneute Kürzung der Jahresziele an. Für Hochgeschwindigkeitsstrecken in China werde deutlich weniger ausgeliefert als ursprünglich erwartet. Unfälle und Fälle von Korruption hatten den milliardenschweren Ausbau von Hochgeschwindigkeitszügen in China ins Stocken gebracht. Vossloh verfüge über einen Auftragsbestand in China von rund 200 Mio. Euro, erklärte der Konzern.

Libyen-Krieg stoppt Bauprojekt

Aber auch in anderen Regionen der Welt blieb Vossloh hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. Die Umsätze in Russland hätten sich schwächer als geplant entwickelt. Die Kämpfe in Libyen führten zu einem Baustopp für ein in dem nordafrikanischen Land geplantes Projekt und in Südeuropa und auch Skandinavien seien weniger Aufträge als erwartet vergeben worden.

Für das kommende Jahr erwarte der Konzern aus dem sauerländischen Werdohl im Vergleich zu 2011 "steigende Umsätze und auch ein steigendes Ergebnis". Im Juli war noch ein "deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum" in Aussicht gestellt worden.

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Quelle: n-tv.de

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