Wirtschaft

Leben nach der Bundesbank : Weber will wieder lehren

Axel Weber will für ein Jahr nach Chicago.
Axel Weber will für ein Jahr nach Chicago.(Foto: dapd)

Der scheidende Bundesbankchef Axel Weber hat etwas Licht ins Dunkel der Spekulationen um seine berufliche Zukunft gebracht. Er werde sich ein Auslandsjahr in den USA gönnen, um dann ab dem Frühjahr 2012 wieder wie vor seiner Berufung zum Bundesbankchef als Professor an der Kölner Universität zu arbeiten, sagte der 54-Jährige.

Zuvor plant er einen Gastaufenthalt an der Universität von Chicago, einer der renommiertesten Hochschulen der Welt - zumindest, wenn es um Geldpolitik geht. Derzeit liefen Verhandlungen über seinen Wechsel in die USA, sagte Weber, der Anfang Februar überraschend seinen Rückzug vom Amt für Ende April bekannt gegeben hatte. Er musste damit auch alle Chancen begraben, im Herbst Nachfolger von Jean-Claude Trichet an der Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) zu werden.

Auch mit der Universität Köln spreche er derzeit noch über die genauen Modalitäten einer Rückkehr, sagte Weber. Die Hochschule hatte ihn für die Zeit als Bundesbank-Präsident beurlaubt. Zuletzt war Webers Name auch immer wieder für die Nachfolge von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann genannt worden, dessen Vertrag 2013 ausläuft.

Weber wird bei seiner Rückkehr in die Welt der Wissenschaft wohl einen deutlichen Einkommensverlust hinnehmen müssen. Wie aus dem Jahresbericht der Bundesbank hervorgeht, erhielt Weber im vergangenen Jahr ein Salär von insgesamt rund 391.000 Euro. Er lag damit erneut etwas über dem Gehaltsniveau von Trichet, der 2010 etwa 360.000 Euro verdiente.

Quelle: n-tv.de

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