Donnerstag, 08. Juli 2010
IWF schließt Rückschlag nicht aus: Weltwirtschaft erholt sich gut
Der Internationale Währungsfonds hebt seine Prognosen für das Weltwirtschaftswachstum im laufenden Jahr an. Gleichzeitig erwarten die Währungshüter für 2011eine leichte Wachstumsdelle. Vor allem die Schuldenkrise n den Euro-Staaten bereitet Kopfzerbrechen.Die Weltwirtschaft erholt sich in diesem Jahr noch kräftiger als zunächst erwartet. Der Internationale Währungsfonds korrigierte seine Wachstumsprognose für 2010 erneut nach oben, diesmal um 0,4 Punkte auf 4,6 Prozent. Bereits im April hatte er seine Schätzungen angehoben, zu Jahresbeginn lag der Wert noch bei 3,9 Prozent.
Angetrieben wird das globale Wachstum vor allem von aufstrebenden asiatischen Wirtschaftsmächten wie China und Indien, aber auch von Brasilien, heißt es in dem jüngsten Wirtschaftsausblick des IWF, der in Hongkong vorgelegt wurde.
Nur moderate Erholung in Deutschland
Bei den reichen Ländern legen Kanada und die USA am stärksten zu. Moderat fällt die Erholung dagegen in Deutschland aus, allerdings wieder ein wenig besser als bislang angenommen. Der Konjunkturauftrieb werde in diesem Jahr bei 1,4 Prozent liegen und damit um 0,2 Prozentpunkte höher als zuvor prognostiziert. Für 2011 sehen die IWF-Ökonomen in Deutschland ein geringfügig nach unten korrigiertes Wachstum von 1,6 Prozent voraus, während es weltweit unverändert auf 4,3 Prozent Prozent geschätzt wird.
Der Aufschwung steht aber nach Angaben der Institution auf wackeligen Beinen. Vor allem die Schuldenkrise in den Euro-Staaten und dadurch ausgelöste Turbulenzen an den Finanzmärkten trüben den positiven Ausblick, schreiben die Konjunkturexperten in ihrem Report. Die Turbulenzen hätten das Vertrauen der Märkte in eine nachhaltige Erholung sinken lassen. Noch sei der negative Effekt für das globale Wachstum aber gering, da die Krise nicht auf die Wirtschaft in aufstrebenden und Entwicklungsländern übergegriffen habe.
dpa
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