Übernahmepläne auf HaldeXstrata nimmt Kohle in die Hand
Die Wachstumsraten in Brasilien und China stimmen die Xstrata-Manager zuversichtlich: Der multinationale Konzern baut seine Kapazitäten auf dem Gebiet der Kraftwerkskohle aus - für ganze fünf Milliarden Dollar.
Der schweizerisch-britische Bergbaukonzern Xstrata richtet nach einem guten ersten Halbjahr seinen Blick auf weiteres Wachstum. Der weltgrößte Exporteur von Kraftwerkskohle will daher über fünf Milliarden US-Dollar in neue Minen investieren. Die Kupfermine "Las Bambas" in Peru und das australische Kohleprojekt "Ulan West" versprächen weitaus größere Wachstumsraten, als der Konzern über Zukäufe erzielen könnte, erläuterte Finanzvorstand Trevor Reid die Milliardeninvestitionen.
Eine erneute Offerte für Konkurrent Anglo American schloss Reid aus. "Das war damals eine verlockende Idee, aber es ist nichts woran wir derzeit arbeiten." Das Vorhaben war vergangenen Herbst gescheitert.
Wie andere Branchengrößen auch, äußerte sich Xstrata zur kurzfristigen Entwicklung der Weltwirtschaft vorsichtig. Mittelfristig sei die Lage aber wegen der großen Nachfrage nach Rohstoffen aus China und Brasilien positiv, sagte der Finanzchef.
Im ersten Halbjahr verdoppelte der Bergbauriese dank stark gestiegener Rohstoffpreise seinen Gewinn. Je Aktie erwirtschaftete Xstrata 79 Cent nach 38 Cent im Jahr zuvor und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Die Nettoschulden fuhr der Konzern um ein Drittel auf 8,4 Mrd. US-Dollar zurück.
Die Börse nahm den Zwischenbericht äußerst positiv auf: Xstrata-Papiere notierten in London zeitweise 0,3 Prozent im Plus. Dagegen gaben die Aktien der Konkurrenten BHP Billiton 1,3 Prozent, Anglo American 0,5 Prozent und Rio Tinto 0,7 Prozent wegen sinkender Metallpreise nach.