Im Schlepptau der KriseZahl der Pleiten steigt
Trotz des überraschenden Anstiegs der deutschen Wirtschaftsleistung im Frühjahr 2010 bleiben die Folgen der Krise unübersehbar: Die Fälle von Firmenpleiten häufen sich wieder. Bei den Privatinsolvenzen gibt es sogar einen sprunghaften Anstieg.
Die insgesamt noch schwache Konjunkturlage treibt weiterhin tausende Firmen in die Pleite. Im Februar 2010 meldeten die deutschen Amtsgerichte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2558 Unternehmensinsolvenzen. Das waren 6,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Damit hat sich der Anstieg der Firmenpleiten zu Beginn des Jahres wieder beschleunigt: Im Januar hatte sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen nur um 4,2 Prozent erhöht.
Die Verbraucherinsolvenzen erhöhten sich im Februar binnen Jahresfrist um 15,9 Prozent auf 8632 Fälle. Die Gesamtzahl der Insolvenzen - in die auch ehemalige Selbstständige und Nachlässe einfließen - stieg um 11,3 Prozent auf 13.487.
Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte im Februar auf 3,0 Mrd. Euro. Ein Jahr zuvor waren die Forderungen noch um 500 Mio. Euro niedriger.