Spielzeug nur für MädchenZapf will Markenhersteller werden
Trotz "Baby born" oder "Little Sunshine" - Zapf Creation hat seit geraumer Zeit mit Umsatzrückgängen und Verlusten zu kämpfen. Nun will sich der Puppenhersteller breiter aufstellen, neue Märkte erschließen und so wieder zurück in die Gewinnzone.
Die Zapf Creation will sich vom klassischen Puppenhersteller zum international erfolgreichen Markenkonzern für Mädchenspielzeug entwickeln. Eine breitere Produktpalette, ein hohes Innovationstempo, die Erschließung neuer Märkte und Kosteneffizienz sollen die Rückkehr auf einen profitablen Wachstumspfad ermöglichen, betonte Vorstandschef Stephan F. Brune auf der Hauptversammlung. Dazu plant Zapf Creation auch den Ausbau des Lizenzgeschäftes.
Infolge der weltweiten Wirtschaftskrise war der Umsatz des Konzerns im vergangenen Jahr um 5,5 Prozent auf 104,4 Mio. Euro zurückgegangen. Unter dem Strich ergab sich ein Verlust von 6,3 Mio. Euro nach einem Minus von 2,7 Mio. Euro im Jahr 2007.
Im Verlauf der ersten neun Monate dieses Jahres hat sich zwar der Erlösrückgang deutlich verlangsamt. Mit 47,7 Mio. Euro lag der Umsatz aber immer noch um 15,3 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau. Der Fehlbetrag stieg auf 4,4 Mio. Euro nach 0,9 Mio. Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Angesichts der anhaltenden konjunkturelle Unsicherheit lasse sich noch nicht abschätzen, ob bereits 2010 wieder wachsende Umsätze und ein positives Ergebnis zu erzielen seien, sagte Finanzchef Jens U. Keil.
Vermarktungsvereinbarung mit Disney
Zu den Umsatzträgern im laufenden Weihnachtsgeschäft zählen nach Angaben von Vorstandsmitglied José Antonio Santana bewährte Puppen wie "Baby born" oder "Chou Chou". Auf starkes Interesse stießen auch neue Produktlinien wie "Little Sunshine", die Ballettpuppe "Jolina Ballerina" und das Zwillingspaar "Sam & Sally". Nach der erfolgreichen Kino- und Buchfigur "Hexe Lilly" hat Zapf Creation vor kurzem auch eine Vereinbarung mit dem Disney-Konzern über die Vermarktung der Disney-Prinzessinnen geschlossen.
Related contentWeitere neue Produkte will der oberfränkische Puppenhersteller auf der Spielwarenmesse im Februar 2010 in Nürnberg präsentieren. Einstiegspreise sollen den Absatz außerhalb der Weihnachtszeit sowie in Zukunftsmärkten mit geringerer Kaufkraft in Osteuropa und Asien erhöhen.