Aktionäre mit VW über KreuzZoff bei Scania
Die Besetzung des Aufsichtsrats erweist sich beim schwedischen Lkw-Bauer als äußerst schwierig. Die Vertreter von Alecta und der Swedbank Robur verlassen nach einem Streit mit VW das Nominierungskomitee.
Beim Lastwagenhersteller Scania ist es zwei schwedischen Fonds und Scania-Aktionären zufolge zum Streit mit Haupteigner Volkswagen über die Besetzung des Aufsichtsrats gekommen. Die Vertreter von Alecta und der Swedbank Robur traten vom Nominierungskomitee zurück.
Für einen einstimmigen Vorschlag gebe es keine Basis, begründeten die viert- und fünftgrößten Scania-Eigner ihren Entschluss. Die Haupteigner, neben VW auch MAN, hätten die Meinungen der Minderheitsaktionäre nicht berücksichtigen wollen. Ein Volkswagen-Sprecher erklärte, VW halte sich strikt an die Regeln der Unternehmensführung, die auch in Schweden Gültigkeit hätten.
Die Wolfsburger halten rund 71 Prozent der Stimmrechte bei Scania, MAN rund 17,4 Prozent. VW wiederum kontrolliert MAN zu knapp 30 Prozent. Swedbank Robur und Alecta verfügen über 0,9 beziehungsweise 0,7 Prozent der Scania-Stimmrechte.