Munterer Dax überrascht Skeptiker
Mit einem deutlichen Plus von 1,2 Prozent schließt der Dax bei 12.298 Punkten.
Der Handel hatte zäh begonnen, auch die guten Auftragseingänge der deutschen Industrie brachten nur wenig Schwung. Doch am Nachmittag schoben die US-Arbeitsmarktdaten die amerikanischen Aktienmärkte an. Der Dollar legte gegenüber dem Euro deutlich zu und löste so die bis dahin angezogene Bremse des Dax. Viele Skeptiker, die mit einer größeren Korrektur in diesem Sommer rechnen, müssen noch etwas warten.
Der MDax schloss bei 25.104 Punkten mit einem Plus von 1,3 Prozent. Der TecDax legte 1,1 Prozent auf 2.283 Zähler zu.
Der Euro notierte am frühen Abend bei 1,75 US-Dollar, nachdem er sich am Morgen fast der 1,19-Dollar-Marke angenähert hatte.
Ratiopharm-Mutter stürzt dramatisch ab
Vor nicht langer Zeit galt Teva als aufstrebender Star und Börsenliebling der globalen Pharmaindustrie. Mit Übernahmen – unter anderem der deutschen Ratiopharm – wurde Teva zu einem der größten Generika-Hersteller der Welt. Nun steckt der israelische Konzern in einer tiefen Krise.
Seit Tagen befindet sich die Aktie im freien Fall. Heute ging es erneut 12 Prozent bergab. Seit Anfang der Woche beträgt das Minus mehr als ein Drittel.
Das Unternehmen macht die Sättigung und den Preisverfall auf dem US-Generikamarkt für die zuletzt enttäuschenden Zahlen verantwortlich. Doch es gibt auch hausgemacht Probleme. CEO Erez Vigodman war im Februar im Zug eines Korruptionsskandals zurückgetreten. Teva soll Politiker mit hunderten Millionen Dollar bestochen haben.
Nach Insolvenz: Asbeck will bei Solarworld investieren
Der Sonnenkönig will sich einen Teil seines Reiches offenbar zurückholen:
Der Gründer und frühere Vorstandschef der Solarworld AG, Frank Asbeck, soll zu einer Investorengruppe gehören, die Fabriken des insolventen Unternehmens übernehmen will. Asbeck stehe zusammen mit Investoren aus Katar hinter dem Übernahmeangebot für die Solarworld-Standorte im thüringischen Arnstadt und im sächsischen Freiberg, berichtet die "Thüringer Allgemeine". Ein Sprecher des Solarworld-Insolvenzverwalters wollte dazu keine Angaben machen.
Es liefen Verhandlungen mit der Investorengruppe, die Grundstücke, Maschinen, Vorräte übernehmen und 450 Arbeitsplätze an den beiden ostdeutschen Produktionsstandorten erhalten wolle, sagte der Sprecher von Insolvenzverwalter Horst Piepenburg auf Anfrage.
Dow Jones erreicht neues Allzeithoch
Dow Jones erreicht neues Allzeithoch bei 22.289 Punkten
Trump feiert sich selbst als Börsenstar
Neymar macht BVB-Aktionäre reicher
Wahnsinn oder nicht - die Rekordablöse für Barcelona-Spieler Neymar, hat indirekten Einfluss auf den Wert der Kader anderer Spitzenklubs und damit auch auf die Aktien des BVB. Experten gehen davon aus, dass in einer Art Domino-Effekt die Ablösesummen für begehrte Spieler, wie sie auch in Dortmund unter Vertrag sind, massiv ansteigen dürften.
Die SDax-Papiere liegen etwa 2,5 Prozent im Plus.
US-Börsianer warten gebannt auf Arbeitsmarktdaten
Die US-Indizes zeigen wenig Neigung, sich zum "Wochenendspurt" noch einmal richtig in Bewegung zu setzen. Das könnte sich allerdings noch etwas ändern, wenn die Anleger den Juli-Arbeitsmarktbericht ins Kalkül ziehen, der noch vor Börsenstart mitgeteilt wird.
Dieses herausragende Konjunktursignal liefert der US-Notenbank Orientierung für ihre künftige Geldpolitik und dürfte auch die Märkte, voran den Devisenmarkt, bewegen. Besonders die Entwicklung der durchschnittlichen Stundenlöhne wird stark beachtet werden.
Im übrigen setzt sich die Berichtssaison fort. Einige Unternehmen, die schon am späten Donnerstag an der Reihe waren, verzeichnen vorbörslich heftige Ausschläge. Gopro springen gut 14 Prozent in die Höhe. Yelp schnellen sogar um 18 Prozent hoch. Weight Watchers legen ebenfalls kräftig zu um 14 Prozent.
Dax im Plus - doch "heftiges Sommergewitter" droht
Der Dax hat es zwar im Laufe des Vormittags über die Nulllinie geschafft, die Anleger bleiben aber vorssichtig.
Der MDax rückte zuletzt um 0,63 Prozent auf 24.935,50 Punkte vor, während der TecDax 0,36 Prozent auf 2267,13 Zähler gewinnt.
Marktanalyst Jochen Stanzl sieht die Unterstützung für den Dax derzeit bei 11.940 Punkten. Rutsche der Leitindex nach den Jobdaten darunter, könnte es zu einem heftigen Sommergewitter im Handel kommen, fürchtet er.
Bester Dax-Wert waren die Anteile des Halbleiterherstellers Infineon mit einem Plus von rund zweieinhalb Prozent. Als Treiber erwies sich eine frische Kaufempfehlung der Schweizer Großbank UBS.
Trump riskiert "sinnlosen" Handelskrieg
Industrieaufträge heben Dax ins Plus
In der deutschen Industrie stehen die Zeichen weiter auf Aufschwung. Der Auftragseingang stieg im Juni verglichen mit dem Vormonat um 1,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Das lässt auch die Anleger nicht kalt. Zahlreiche positive Stimmen von Ökonomen und Analysten machen ihnen Mut und heben den Dax auf 12.161 Punkte und damit ganz knapp ins Plus. Deutlicher gewinnt der MDax, der um 0,4 Prozent auf 24.875 Punkte steigt.
Zuletzt war die Stimmung in den deutschen Unternehmen stark gestiegen. Das Ifo-Geschäftsklima, das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer, erreichte im Juli ein Rekordhoch.
US-Billigflieger soll Air Berlin retten
Die Air-Berlin-Aktien machen am Morgen einen Sprung von mehr als 12 Prozent.
Investoren-Legende macht Gea Beine
Was er mit seinem Anteil vorhat, ist noch gar nicht bekannt. Aber allein die Nachricht, dass der belgische Multimilliardär Albert Frere mit drei Prozent bei Gea eingestiegen ist, hat die Papiere des Maschinenbauers an die Spitze des MDax katapultiert.
Bei Gea lief es zuletzt nicht gut: Im Juli hatte das Unternehmen nach einem schwachen Quartal eine Gewinnwarnung für 2017 ausgegeben. Vergangenen Herbst hatte das Unternehmen, das unter anderem Milchpulveranlagen produziert, die Anleger ebenfalls mit einer Gewinnwarnung überrascht. Seitdem hat die Aktie rund ein Viertel ihres Wertes verloren.
Frere ist bekannt für diverse Investments und auch dafür, dass er sich bei den Unternehmen einmischt. Über seine Groupe Bruxelles Lambert (GBL) ist er unter anderem bei Umicore, Engie, Total, Lafargeholcim oder auch Adidas engagiert.
Toyota wächst, aber verdient weniger
Kurz nach Börsenschluss in Japan hat Auto-Gigant Toyota seine Quartalszahlen vorgelegt:
Beflügelt von guten Verkäufen in Japan hat Toyota den Umsatz deutlich gesteigert. Allerdings ging das Wachstum zulasten der Profitabilität.
Das operative Ergebnis brach um knapp 11 Prozent auf 574,3 Milliarden Yen oder umgerechnet knapp 4,4 Milliarden Euro ein. Analysten hatten allerdings Schlimmeres erwartet. Die operative Marge sank in den drei Monaten per Ende Juni auf 8,1 Prozent von 9,5 Prozent vor einem Jahr.
Unter dem Strich erzielte der japanische Autokonzern allerdings einen deutlichen Gewinnzuwachs von 11 Prozent auf 613 Milliarden Yen. Der Umsatz stieg um 7 Prozent auf 7,05 Billionen Yen.
Rohöl am Morgen wieder billiger
Erneut geben die Ölpreise zu Tagesbeginn in Europa leicht nach: Am Morgen kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 51,93 US-Dollar. Das sind acht Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im September fällt ebenfalls um acht Cent auf 48,95 Dollar.
Im Verlauf der Woche war der jüngste Aufwärtstrend bei den Ölpreisen ins Stocken geraten. "Der Anstieg der Ölpreise ist sehr fragil", sagt Experte Barnabas Gan von der OCBC-Bank in Singapur. Derzeit hätten die Anleger vor allem Meldungen zur Fördermenge der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und zur Ölförderung in den USA im Blick. Ein Anstieg der Produktionsmengen könnte zu einem erneuten Einbruch der Ölpreise führen, warnte der Experte.
Dax-Anleger dürften vor US-Jobdaten zögern
In Erwartung wichtiger US-Konjunkturdaten werden sich Dax-Anleger Börsianern zufolge am Freitag mit Engagements zurückhalten. Am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex wegen durchwachsener Firmenbilanzen 0,2 Prozent auf 12.155 Punkte verloren.
Anleger fiebern dem monatlichen Beschäftigungsbericht entgegen, weil sie sich von den Zahlen Hinweise auf Zeitpunkt und Tempo der erwarteten US-Zinserhöhungen erhoffen. Analysten rechnen damit, dass im Juli außerhalb der US-Landwirtschaft 183.000 Jobs geschaffen wurden. Um die Talfahrt des Dollar aufzuhalten, müssten die Daten aber deutlich besser ausfallen als erwartet, betonte Analyst Neil Wilson vom Brokerhaus ETX Capital. Außerdem sei ein kräftiger Anstieg der Löhne notwendig, um Spekulationen auf eine anziehende Inflation und raschere Zinserhöhungen der Notenbank Fed anzuheizen.
An der Wall Street hatten sich die US-Indizes nach Börsenschluss in Deutschland kaum bewegt. Der Dow Jones beendete die Sitzung fast unverändert, während der Nasdaq 0,4 Prozent verlor. Der S&P-500 fiel um 0,2 Prozent.
In Tokio gab der Nikkei-Index am Freitag um 0,3 Prozent auf 19.968 Zähler nach. Der chinesische Shanghai Composite stieg um 0,4 Prozent auf 3286 Punkte.