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Wird der A3 G-Tron mit Audis "e-gas" betrieben, soll er CO2 neutral unterwegs sein.
Wird der A3 G-Tron mit Audis "e-gas" betrieben, soll er CO2 neutral unterwegs sein.(Foto: Abdruck fuer Pressezwecke honorarfrei)

A3 Sportback G-Tron: Audis neuer Saubermann

Von Holger Preiss

Nachdem Audi die Pläne für ein Elektroauto vorerst beerdigt hat, soll nun mit dem A3 Sportback G-Tron - auch dank Audis "e-gas" - ein Schritt hin zur nachhaltigen Mobilität gemacht werden. Der kompakte Fünftürer, der Endes des Jahres auf den Markt kommt, soll mit Gas- und Benzinantrieb 1300 Kilometer rennen.

Optisch unterscheidet sich der A3 G-Tron nicht von seinen Benzin- und Diesel-Brüdern.
Optisch unterscheidet sich der A3 G-Tron nicht von seinen Benzin- und Diesel-Brüdern.(Foto: Abdruck fuer Pressezwecke honorarfrei)

Während die Pläne für den elektrischen Sportwagen R8 e-tron und die für den A2 mit Batteriebetrieb bei Audi vom Tisch sind, treiben die Ingolstädter die Entwicklung des A3 mit Plug-in-Hybridantrieb voran und präsentieren auf dem Genfer Autosalon (7. bis 17. März) den Audi A3 G-Tron, eine Version mit Gasantrieb.

Das ist nicht wirklich neu, aber Audi koppelt das Modell sozusagen an die ganz eigene Gasanlage. Die im niedersächsischen Werlte gebaute Power-to-Gas-Anlage soll künftig aus CO2 und erneuerbarem Strom, synthetisches Methan erzeugen. Wer das so produzierte Öko-Gas mit dem Namen "e-gas" in die Tanks des A3 G-Tron pressen lässt, kann davon ausgehen, dass er CO2-neutral unterwegs ist. Das ist aber nur ein zusätzliches Angebot der Ingolstädter. Selbstredend kann der Audi auch mit herkömmlichem CNG (Erdgas) betrieben werden.

Bivalenter Antrieb

Die Befüllung von Gas und Benzin erfolgt über zwei unterschiedliche Einlässe, aber hinter derselben Klappe.
Die Befüllung von Gas und Benzin erfolgt über zwei unterschiedliche Einlässe, aber hinter derselben Klappe.(Foto: Abdruck fuer Pressezwecke honorarfrei)

Womit wir auch schon beim Antrieb wären. Die  technische Grundlage für den Vortrieb des G-Tron bildet ein modifizierter 1,4 TFSI mit 110 PS und einem Drehmoment von 200 Newtonmetern. Der Spurt von 0 auf 100 km/h gelingt in 11 Sekunden. Die Spitze ist bei 190 km/h erreicht. Dank der Bivalenz sind diese Leistungswerte auch im reinen Gasbetrieb abrufbar. Im Mittel soll der Audi 3,5 Kilogramm Gas auf 100 Kilometer verbrauchen, was einem CO2-Ausstoß von 95 g/km entspricht. Verwendet der Fahrer das von Audi angebotene "e-gas", soll sich die absolute CO2-Bilanz auf unter 30 g/km herunterrechnen lassen.  Rechnen lässt sich so auch der Gaspreis. Auf 100 Kilometer schlagen lediglich 4,03 Euro zu Buche. Wer den A3 Sportback ohne zusätzlichen Gasvorrat betreibt, muss die doppelte Summe einplanen.

Bereitgestellt werden die 14 Kilogramm Gas in zwei speziellen Leichtbau-Drucktanks, die unter dem Gepäckraumboden versteckt sind. Das führt allerdings dazu, dass die vormals 380 Liter des Kofferraums auf 280 Liter schrumpfen, denn neben den Gastanks gibt es natürlich noch einen 50 Liter fassenden Benzintank unter dem Heck. Sind die Gasreserven nach 400 Kilometern aufgebraucht, wechselt das Motormanagement automatisch in den Benzinbetrieb. Damit lässt sich der Audi weitere 900 Kilometer vorantreiben. Die Gesamtreichweite von 1300 Kilometern sollte dann auch reichen, in dem doch etwas löchrigen Netz der Gas-Tankstellen eine entsprechende Zapfsäule zu finden.

In Genf wird der A3 G-Tron noch als Studie zu sehen sein, doch bereits Ende 2013 soll es die Serienversion geben. Preise hat Audi noch nicht bekannt gegeben. Gemunkelt wird von etwa 29.000 Euro. Das wären dann knapp 6500 Euro mehr, als für den reinen Benziner bezahlt werden müssen.

Quelle: n-tv.de

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