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Husqvarna ist ein fester Bestandteil der Rallye Dakar.
Husqvarna ist ein fester Bestandteil der Rallye Dakar.(Foto: picture alliance / dpa)

KTM freut's, die Kernmarke auch: BMW verkauft Husqvarna

BMW ordnet seine Motorradsparte neu. Dem Umbau fällt die Marke Husqvarna zum Opfer. Das erst 2007 erworbene Traditionsunternehmen mit einer mehr als 100-jährigen Geschichte wird verkauft. Ein neuer Eigentümer steht bereits fest, der Grund für den Verkauf auch.

Der Automobilkonzern BMW trennt sich nach fünf Jahren wieder von der Motorrad-Tochter Husqvarna. Der Münchner Autobauer hatte den traditionsreichen Hersteller von sportlichen Geländemaschinen 2007 übernommen - es war der erste Zukauf nach dem Rover-Debakel. Die Off-Road-Marke sollte vor allem junge Motorradfahrer anlocken. Nun will BMW das gesamte Zweiradgeschäft strategisch neu aufstellen, wie der Konzern mitteilte.

Dafür verkauft BMW die einst in Schweden begründete Marke an die österreichische Pierer Industrie AG, zu der auch der Motorradhersteller KTM gehört. Über den Preis wurde nichts bekannt. Die in Italien beheimatete Tochter verkaufte im vergangenen Jahr 10.751 Motorräder. Damit wuchs die Traditionsmarke Marke um fast 16 Prozent, war aber weit von ehemaligen Höchstständen entfernt.

BMW verkaufte 2012 insgesamt rund 117.000 Motorräder. 2011 hatte BMW mit Motorrädern insgesamt gut 1 Mrd. Euro erlöst. Umstrukturierungen bei Husqvarna ließen das operative Ergebnis der BMW Motorradsparte im vorvergangenen Jahr um mehr als ein Drittel einbrechen. Neuere Finanzzahlen liegen noch nicht vor.

Kernmarke im Mittelpunkt

Die Entscheidung zum Verkauf sei vor dem Hintergrund der sich verändernden Motorradmärkte, der demographischen Entwicklung und steigender Umweltanforderungen gefallen, erklärte BMW. Deshalb wolle man die Produktpalette der Kernmarke erweitern, um künftige Wachstumspotentiale zu erschließen. Schwerpunkte sollen im Bereich der urbanen Mobilität und der E-Mobilität liegen.

Husqvarna produziert seit dem Jahre 1903 Motorräder. Das Unternehmen stammt zwar ursprünglich aus Schweden, hat seinen Sitz mittlerweile aber in Varese in Italien. Die Marke ist seit Jahrzehnten erfolgreich im Rennsport unterwegs, unter anderem bei der traditionsreichen Rallye Paris-Dakar.

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Quelle: n-tv.de

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