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Die neue Laternen-Zapfsäule soll 90 Prozent günstiger als eine herkömmliche Ladesäule sein.
Die neue Laternen-Zapfsäule soll 90 Prozent günstiger als eine herkömmliche Ladesäule sein.(Foto: imago stock&people)

Neue Ladetechnik für Elektroautos: Erste Laternen-Tankstelle in Betrieb genommen

In Berlin wird derzeit eine neue Ladesäule getestet, mit deren Hilfe gleich mehrere Probleme der Elektromobilität auf einmal gelöst werden sollen. Die neue Technik ist günstig, einfach und platzsparend, da sie sich in konventionelle Straßenlaternen integrieren lässt.

Der Herstellerverband VDA will mit einer neuartigen Ladetechnik für Elektroautos die Elektromobilität revolutionieren. Auf der Markgrafenstraße im Berliner Stadtteil Mitte ist die erste Laternen-Ladesäule eröffnet worden.

Herzstück ist eine vom Unternehmen Ubitricity entwickelte Steckdose, die sich mit kleinem Aufwand in konventionelle Laternenmasten integrieren lässt - das spart Platz und soll zudem deutlich günstiger sein als die Installation einer kompletten Ladesäule. Der Hersteller rechnet mit Kosteneinsparungen von bis zu 90 Prozent. Die Vermarktung des Systems soll 2014 beginnen.

Abgerechnet wird über ein eigens entwickeltes "intelligentes Kabel". Es enthält ein Modul mit einer SIM-Karte und übermittelt die Daten via Mobilfunk zum Stromversorger. Das intelligente Kabel soll weniger als 200 Euro kosten. Mit der neuen Technik will Ubitricity gleich mehrere Probleme auf einmal lösen: Nicht nur, dass wegen des deutlich günstigeren Installationspreises die Infrastruktur an Lademöglichkeiten sehr schnell wachsen könnte. Auch für die städtischen Laternenparker wird ein Elektroauto plötzlich interessant. Bisher wurde die größte Zielgruppe der E-Mobile bei denjenigen gesehen, die das Elektroauto in ihrer Garage oder an ihrem Arbeitsplatz aufladen können.

Quelle: n-tv.de

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