Auto
Ob der RX-7 sich an die Studie des Shinari anlehnen wird, muss abgewartet werden.
Ob der RX-7 sich an die Studie des Shinari anlehnen wird, muss abgewartet werden.

Wankelmütige Japaner: Mazda RX-7 kommt zurück

Totgesagte leben länger: Das scheint in diesem Fall nicht nur für den Mazda RX-7 zu gelten, sondern auch für den Wankelmotor. Der soll, wenn man den Gerüchten Glauben schenkt, ab 2017 wieder das Herz des Sportwagenlegende RX-7 bilden.

Der Mazda RX-7 ist eine Legende und das ist nicht nur dem Einsatz des Wankelmotors geschuldet. Jetzt soll der japanische Sportler erneut mit Kreiskolbenmotor auf die Straßen geschickte werden. Das zumindest will das Magazin "Car News" vom Mazda-MX-5-Produktmanager Nobuhiro Yamamoto erfahren haben. Bis 2017 soll der Sportwagen erneut den Sprung in die Serienproduktion schaffen.

RX-7 auf der Plattform des MX-5?

Mit seinen "Klappaugen" fand der RX-7 eine große Fangemeinde.
Mit seinen "Klappaugen" fand der RX-7 eine große Fangemeinde.

Bei gesteigerter Leistung soll der RX-7 deutlich weniger Sprit verbrauchen als sein doch sehr durstiger und soeben eingestellter Bruder RX-8. Für den Vortrieb wird ein 1,6-Liter-Kreiskolbenmotor mit rund 300 PS sorgen. Später könnte eine Turboaufladung für noch mehr Kraft sorgen. Einem Wankel-Hybrid-System wie beispielsweise beim Acura NSX soll Yamamoto jedoch eine Absage erteilt haben.

Die Basis des RX-7 könnte die erweiterte Plattform des MX-5 bilden. Das deutet darauf hin, dass der Nippon-Renner auch in der Neuauflage ausschließlich als Zweisitzer angeboten wird. Um das Gewicht den Fahranforderungen anzupassen, sollen große Teile der Karosserie aus Aluminium bestehen. Rund 1300 Kilogramm wird der Bolide dann noch auf die Waage bringen. Über die Preise lässt sich noch nichts sagen, doch laut Yamamoto werde sich der neue Mazda irgendwo zwischen dem Nissan 370Z und dem Nissan GT-R ansiedeln. Damit wäre er allerdings deutlich teurer als der RX-8. Den gab es zuletzt für 38.190 Euro. Noch heute gehört der RX-7 zu den Mazda-Klassikern. Zwischen 1978 und 2002 lief er in vier Generationen vom Band, bevor er vom RX-8 abgelöst wurde.

Wankelmütige Japaner

Als die NSU-Motorenwerke 1957 zusammen mit seinem Erfinder Felix Wankel den Kreiskolbenmotor präsentierten, glaubten nur wenige an seinen Durchbruch. Vor allem die Abdichtung der Brennkammern erwies sich als problematisch. Das führte zu einem hohen Verschleiß und einer, mit Hubkolbenmotoren verglichen, extrem geringen Laufleistung. 1961 unterzeichnet Mazda einen Lizenzvertrag mit NSU. Von nun an arbeiten die Japaner an der Weiterentwicklung des Kreiskolbenmotors, bis er 1967 zum ersten Mal in der Serienproduktion des Cosmo Sport zum Einsatz kommt.

In den darauf folgenden Jahren bringt Mazda weitere Fahrzeuge mit dem Wankel-Aggregat auf den Markt. Darunter sind das Familia Rotary Coupé, der Savanna und der RX-7. Immer wieder verbessern die Ingenieure von Mazda den Kreiskolbenmotor. Sie erhöhen die Leistung und senken den Kraftstoffverbrauch. Auch im Motorsport gehen die Japaner mit dem Wankelmotor an den Start. Größter Erfolg ist der Sieg des 24-Stunden-Rennens von Le Mans im Jahr 1991. Der Vierscheiben-Kreiskolbenmotor im Mazda 787B fährt den ersten und einzigen Sieg für Mazda im bekanntesten französischen Langstreckenrennen ein.

Einen weiteren Erfolg in seiner Geschichte feiert Mazda mit dem Renesis-Kreiskolbenmotor, der bis 2011 auch im RX-8 den Takt angibt. Eine internationale Jury wählt das Aggregat zur "International Engine of the Year 2003".

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen