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Die Modellpalette soll schnell wachsen.
Die Modellpalette soll schnell wachsen.

Qoros in den Startlöchern: Neue Automarke gibt Debüt

Die Chinesen starten ihren nächsten Versuch zur Eroberung des europäischen Automarktes. Und diesmal meinen sie es ernst. Die Automarke Qoros bereitet ihren Markteintritt mit einer viertürigen Limousine im Kompaktwagen-Segment vor. Für das Design ist ein Deutscher zuständig.

Chinas Autohersteller konnten außerhalb der Heimat bisher nicht Fuß fassen. Die neue Marke Qoros will das nun besser machen – mit europäischer Unterstützung. Auf dem Genfer Autosalon (7. bis 17. März 2013) feiert das erste Modell Premiere. Danach soll es Schlag auf Schlag gehen.

Das Design wirkt modern.
Das Design wirkt modern.

Ihr Debüt gibt die Marke mit einer kompakten Limousine, die mit hochwertiger Verarbeitung und großzügigem Platzangebot überzeugen soll. Als Wettbewerber haben sich die Chinesen etablierte Kräfte wie den VW Jetta ausgeguckt. Bei gleicher Qualität will man jedoch deutlich preiswerter sein. Auch an der Sicherheit wird nicht gespart, versichert man bei Qoros. So soll ein ähnlicher Reinfall wie bei den ersten europäischen Gehversuchen der China-Marken Brilliance und Landwind verhindert werden, die nach verheerenden Ergebnissen beim EuroNCAP-Crashtest schnell wieder aus Deutschland verschwanden.

Nach der Genf-Premiere wird das erste Qoros-Modell im April auf der Shanghai Motor Show gezeigt, um kurz darauf in China und wenige Monate später auch in Europa auf den Markt zu kommen. Der Viertürer wird wohl nicht lange allein bleiben, alle halbe Jahre sollen weitere Modelle und Varianten folgen. Neben konventionell angetriebenen Fahrzeugen sind auch Hybrid- und Elektrofahrzeuge angekündigt.

Junge und dynamische Kunden im Visier

Als Kunden hat man vor allem jüngere Europäer und Chinesen im Visier. Der typische Käufer soll Mitte 30 und Stadtbewohner sein, hohe Qualitätsansprüche stellen und Wert auf ständige Vernetzung legen. Zum Start soll die jährliche Fahrzeugproduktion bei 150.000 Einheiten liegen, mittelfristig wird mit 450.000 Autos geplant.

Hinter Qoros stehen der chinesische Autohersteller Chery und der israelische Mischkonzern Israel Corporation; beide Partner halten 50 Prozent der Anteile. Auch in der Chefetage gibt es bekannte Namen. Designer etwa ist der ehemalige Mini-Stylist Gert-Volker Hildebrand, im Vorstand sitzt der frühere VW-US-Chef Volker Steinwascher. Als wichtigste Zulieferer nennt das Unternehmen Bosch, Continental, Magna Steyr und Microsoft. Entwickelt werden die Fahrzeuge in München, Graz und Shanghai.

Quelle: n-tv.de

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