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Neben dem Corsa wird nun auch der Opel Adam in Eisenach produziert.
Neben dem Corsa wird nun auch der Opel Adam in Eisenach produziert.

Opel startet Produktion des Kleinen: Eva kann jetzt Adam kaufen

Von Holger Preiss

Klein, knuffig und kontrastreich. Der Opel Adam lässt sich von bunt bis klassisch vielfältig individualisieren. Bis jetzt sollen bereits 16.000 Europäer den Kleinstwagen bestellt haben. Darunter wahrscheinlich viele Frauen. Lange muss Eva nun auch nicht mehr warten, denn die Produktion ist gestartet.

Opel hat im Augenblick nicht viele Gründe, zu feiern. Die Absatzzahlen sind so trübe wie die Aussichten. Insofern nimmt es nicht Wunder, dass die Rüsselsheimer bei neuen Eigenentwicklungen wie einem Opel Adam mit Pauken und Trompeten den Produktionsstart im thüringischen Eisenach einläuten. Der hoffnungsfrohe Stadtflitzer soll nämlich den Autobauer wieder in die Spur bringen.

Etwa 16.000 Bestellungen sollen in Eisenach schon vorliegen.
Etwa 16.000 Bestellungen sollen in Eisenach schon vorliegen.

Den Startschuss für die Produktion des 3,70 Meter kurzen Stadtflitzers gab das Opelmanagement heute also vor Ort. Dabei ist der nunmehr kleinste Opel, der ob seines hippen Äußeren vor allem jüngere Käuferschichten ansprechen soll, nur Teil einer milliardenschweren Modelloffensive. Von 2012 bis 2016 wird Opel insgesamt 23 neue Fahrzeuge und 13 neue Motoren auf den Markt bringen. Mit ihnen will Opel bis 2016 verlorene Marktanteile zurückerobern und in den nächsten Jahren aus den roten Zahlen fahren.

Da die Individualisierung bei Fahrzeugen immer mehr die Kaufentscheidung beeinflusst, bietet Opel für den Kleinstwagen mehr als 61.000 Ausstattungsvarianten allein im Exterieur und fast 82.000 im Interieur an. Das reicht von etlichen Farben und Farbkombinationen bis hin zu den 31 unterschiedlichen Felgen und kleinen aber feinen Details wie einem unterschiedlichen Dachhimmel. "Wer sich heute einen Adam bestellt, kann ziemlich sicher sein, dass er keinem identischen Auto begegnet. Fast jeder Adam wird ein Unikat", so Opel-Interimschef Thomas Sedran. Bereits jetzt sollen bei Opel mehr als 16.000 Bestellungen aus ganz Europa für den Adam eingegangen sein.

Extras für Freaks und Romantiker

Wenn Eva also einen Adam kauft, wird sie neben individueller Optik auch noch mit smarten und erschwinglichen Technologien erfreut. Das IntelliLink-Infotainment-System macht den ADAM zum bestvernetzten Kleinwagen, betont Werksleiter Stefan Fesser. Das System ist mit iPhones und Android-Software betriebenen Smartphones kompatibel, in Kürze wird auch das Siri "Eyes Free" Feature im iPhone unterstützt. Damit es auch innen nicht gewöhnlich aussieht, kann der Kunde mithilfe farbiger Dekore, einem LED-Lichtpaket sowie verschiedener Dachhimmelausführungen – darunter für Romantiker ein LED-Nachthimmel - seine eigenen Wünsche konkretisieren.

Auch im Innenraum geht es bunt zu.
Auch im Innenraum geht es bunt zu.

Darüber hinaus bietet der Lifestyle-Stadtflitzer einige weitere Innovationen, die bislang bestenfalls aus höheren Klassen bekannt waren: Einzigartig im Segment sind etwa ein automatischer Parkassistent der neuesten Generation, das beheizbare Lenkrad, ein Toter-Winkel-Warner oder – Opel-exklusiv - der vollintegrierte Heckfahrradträger FlexFix, den man schon vom Corsa kennt.

All diese Individualisierungsmaßnahmen haben aber ihren Preis. Die ab 11.500 Euro erhältliche und nicht personalisierbare Basisversion markiert lediglich den Anfang einer sich schier endlosen aufschaukelnden Preisliste. Für die Zukunft plant Opel auch eine offene Variante des Adam. Der Wagen soll dann mit elektrischem Faltdach vor allem dem Fiat 500 und Citroen DS3 Konkurrenz machen und könnte schon im Frühjahr 2013 präsentiert werden. Als Antrieb dienen im Adam die aus dem Corsa bekannten drei Benziner mit 70 PS, 87 PS und 100 PS. Die Vierzylinder sind jeweils an ein Fünfgang-Getriebe gekoppelt, optional ist ein automatisiertes Schaltgetriebe erhältlich. Das Cabrio soll in der Basis für lediglich 12.500 Euro zu haben sein.

Adam ist ein echter Deutscher

Als regionalen Pluspunkt heften sich die Opelianer den Umstand an die Brust, dass der Adam, dessen Name übrigens nichts mit Adam Opel zu tun hat, das einzige Modell seiner Klasse ist, das komplett in Deutschland produziert wird. Sedran verwies zum Produktionsstart des City-Flitzers zudem darauf, dass das Werk in Eisenach mit der exklusiven Produktion stabilisiert werde. Opel hat zu diesem Zweck 190 Millionen Euro in die neue Produktionsstrecke investiert. Bis dato stellten die 1600 Beschäftigten nur den Corsa her.

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Quelle: n-tv.de

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