Staus und Spritpreisen zum TrotzPendler fahren am liebsten mit dem Auto
Die Spritpreise steigen, die Straßen sind verstopft, die meisten Pendler steigen auf dem Weg zur Arbeit trotzdem am liebsten ins Auto, daran hat sich in den letzten Jahren nichts geändert. Die Länge der zurückgelegten Strecke aber ist eine andere.
Wenn sich Millionen Deutsche morgens auf den Weg zur Arbeit machen, ist vor allem in Großstädten oft Geduld gefragt: Auf den Autobahnen steht der Verkehr still, die Einfallstraßen sind überlastet, springt eine Ampel auf grün, heißt das nicht, dass es vorangeht. Nach Feierabend sieht die Situation meistens nicht viel anders aus. Kein Wunder, denn das Auto ist nach wie vor mit großem Abstand das wichtigste Verkehrsmittel für den Arbeitsweg - Staus und steigenden Spritpreisen zum Trotz.
Im Jahr 2012 fuhren rund 66 Prozent der Erwerbstätigen regelmäßig mit dem Auto zur Arbeit, wie aus Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervorgeht. Nur 14 Prozent nutzten öffentliche Verkehrsmittel, jeweils 9 Prozent fuhren mit dem Fahrrad oder gingen zu Fuß.
An der Wahl des Verkehrsmittels hat sich dabei in den letzten zwölf Jahren nur wenig verändert. Im Jahr 2000 lag bei den Berufspendlern der Anteil der Autofahrer bei 67 Prozent, während 13 Prozent öffentliche Verkehrsmittel nutzten.
Für den Weg zur Arbeit mussten Pendler im Jahr 2012 im Durchschnitt etwas größere Entfernungen bewältigen als zwölf Jahre zuvor: Für nur noch 49 Prozent (2000: 51 Prozent) der Erwerbstätigen lag die Arbeitsstätte weniger als zehn Kilometer von der Wohnung entfernt. 26,5 Prozent fahren bis zu 25 Kilometer, 12 Prozent pendeln bis zu 50 Kilometer zur Arbeit.