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Zeit für Schnäppchenjäger: Rabattschlacht ums Auto

Auf dem deutschen Automarkt tobt in diesem Herbst ein heftiger Rabattkrieg. Laut der regelmäßigen Marktanalyse der Universität Duisburg-Essen haben die Hersteller im September mit 435 Sonderaktionen versucht, ihre Modelle in den Markt zu drücken.

Bei Europas Autobauern geht es ans Eingemachte. Noch ist das ganze Ausmaß der Absatzkrise unklar. Um mehr Wagen an den man zu bringen, tobt auf dem deutschen Automarkt derzeit eine Rabattschlacht. Laut der Marktanalyse der Universität Duisburg-Essen haben die Hersteller im September mit 435 Sonderaktionen versucht, ihre Modelle in den Markt zu drücken. So viele Verkaufsförderungen habe es noch nie gegeben, berichtete der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer am Montag.

Der durchschnittlich offerierte Nachlass habe bei leicht rückläufigen 12,9 Prozent gelegen, für die gängigsten 30 Modelle sogar bei 18,5 Prozent. In der Spitze bieten die Hersteller Honda und Citroën bis zu 30 Prozent für einzelne Modelle.

So viele Verkaufsförderungen habe es noch nie gegeben, anlalysiert die Universität Duisburg-Essen.
So viele Verkaufsförderungen habe es noch nie gegeben, anlalysiert die Universität Duisburg-Essen.(Foto: picture alliance / dpa)

Dem Erfindungsreichtum der Marketing-Experten scheinen dabei kaum Grenzen gesetzt zu sein. So wird mit Gutscheinen für Benzin oder Inspektionen ebenso operiert wie mit zinslosen Finanzierungen und hohen Gebrauchtwagenüberzahlungen. Premium-Hersteller wie Mercedes-Benz und BMW mischen eher dezent mit Leasing-Angeboten mit, aus denen Dudenhöffer aber auch kräftige Preisnachlässe von rund 25 Prozent errechnet hat.

Gängigste Methode im Preiskrieg bleiben die Eigenzulassungen, die laut Dudenhöffer im September mit fast 63.000 Autos 27,8 Prozent des Gesamtmarktes ausmachten. Die Tageszulassungen der Hersteller und Händler werden mit hohen Rabatten in den permanenten Ausverkauf gestellt. Auch bereits vom Hersteller über die Ausstattung subventionierte Sondermodelle sind als Tageszulassungen erhältlich.

Besonders aggressiv sei bei den Eigenzulassungen der koreanische Hersteller Hyundai, der in den vergangenen drei Monaten 44 Prozent seiner Neuwagenverkäufe zunächst auf eigene Rechnung genommen habe. Der Importeur scheine mit aller Macht seine Verkaufsziele erreichen zu wollen und setze damit insbesondere die europäischen Volumenhersteller stark unter Druck. Das sei eine neue Qualität im Markt. Der außerordentlich intensive Rabattwettbewerb lasse auf deutliche sinkende Verkaufszahlen in den kommenden Monaten schließen.

Die Studie wertet nur offen beworbene Rabatte und Angebote von Internetvermittlern aus.

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Quelle: n-tv.de

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