Auto
Das neue Punktesystem soll im Mai kommenden Jahres in Kraft treten.
Das neue Punktesystem soll im Mai kommenden Jahres in Kraft treten.(Foto: picture alliance / dpa)

Bundesrat winkt Punktereform durch: Verkehrsdelikte werden 2014 teurer

Mit der Zustimmung im Bundesrat hat das neue Punktesystem für Verkehrssünder seine letzte Hürde genommen. Damit werden ab Mai 2014 neue Richtwerte für die Bußgelder und die Punkteverteilung in Kraft treten.

Das ab 1. Mai 2014 geltende neue Punktesystem für Verkehrssünder steht. Der Bundesrat stimmte jetzt den Details zu, die in einer Verordnung geregelt werden. Damit werden für mehrere Verstöße die Geldbußen angehoben. Wer im Auto mit dem Handy telefoniert oder mit fehlenden Winterreifen erwischt wird, zahlt jetzt 60 Euro statt wie bisher 40 Euro. Das ist in Zukunft auch die Bußgeldschwelle, ab der Delikte in Flensburg erfasst werden.

Die Anhebung der Bußgelder für bestimmte Verstöße war bereits bei der Verabschiedung des Gesetzes zur Punktereform im Juli signalisiert worden. Hintergrund ist, dass nur noch sicherheitsgefährdende Delikte in der Flensburger Kartei gespeichert werden sollen. Im Gegenzug werden die nicht mehr bepunktete Verstöße teurer.

1, 2 oder 3 Punkte

Festgelegt wurde auch, welche Delikte im neuen Punktesystem je nach Schwere mit 1, 2 oder 3 Punkten bewertet werden. Bisher gilt eine Skala von 1 bis 7 Punkten. Der Führerschein wird nach 8 statt 18 Punkten entzogen. Punkte in Flensburg verjähren künftig jeweils getrennt.

Mit 3 Punkten erfasst werden unter anderem fahrlässige Tötung oder Trunkenheit im Verkehr. Wer beispielsweise auf der Autobahn wendet, bekommt 2 Punkte. In Flensburg mit 1 Punkt gespeichert wird etwa, wer trotz erheblicher Sichtbehinderung durch Nebel, Schnee oder Regen außerhalb geschlossener Ortschaften am Tage ohne Abblendlicht fährt.

Die Verordnung regelt auch das neu konzipierte Fahreignungsseminar, das verkehrspädagogische und verkehrspsychologische Elemente umfasst. Die Möglichkeit, auch weiterhin Punkte durch ein freiwilliges Fahreignungsseminar abzubauen, ist dabei ein wichtiger Bestandteil. Wird noch nach altem Recht ein Aufbauseminar oder die verkehrspsychologische Schulung freiwillig absolviert, ist ein Rabatt von bis zu vier Punkten bei der Umstellung zu berücksichtigen.

Quelle: n-tv.de

Video-Empfehlungen
Empfehlungen