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Pedelecs sind im Trend, zeigen sich aber als recht teuer in der Anschaffung.
Pedelecs sind im Trend, zeigen sich aber als recht teuer in der Anschaffung.
Dienstag, 15. März 2011

Pedelecs vom Discounter : Vorsicht bei Billig-Stromern

E-Bikes werden immer beliebter – und immer günstiger. Aber Vorsicht: Mit Angeboten vom Discounter wird man nur in den seltensten Fällen glücklich.

Fahrräder mit "elektrischem Rückenwind", die sogenannten Pedelecs, rollen seit Jahren auf der Überholspur und schaffen einen Absatzrekord nach dem anderen. Im vergangenen Jahr entschlossen sich in Deutschland rund 180.000 Radfreunde zum Kauf eines E-Bikes, und diese Zahl dürfte angesichts der sich stürmisch entwickelnden Modellvielfalt weiter zunehmen, Schließlich sind die Zeiten vorbei, als diese Räder noch den Charme von Gehhilfen ausstrahlten. Heute haben die Modelle alle Segmente erobert, und rollen inzwischen sogar als sportliche E-Mountainbikes durch die Wälder.

Allerdings gehören die elektrisch unterstützten Räder zu den kostspieligen Angeboten auf dem Markt. Die Preise beginnen bei rund 1.500 Euro und nach oben gibt es keine Grenzen. Da sind Preiswert-Angebote von Discountern oder Baumärkten durchaus verlockend. Doch bei Rädern für 700 bis 800 Euro ist Vorsicht geboten, meint zumindest der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC). Er empfiehlt, sich nicht von Discounter-Angeboten blenden zu lassen, sondern im Fachhandel zu kaufen.

Höhere Belastung

Einen entscheidenden Schwachpunkt bilden die Rahmen der billigen Pedelecs. Die Räder benötigen einen entsprechend stabil konstruierten Rahmen, weil die Konstruktionen durch das zusätzliche Gewicht und die höheren Geschwindigkeiten stärker belastet werden als ein einfaches Tourenrad. Daher reicht es nicht, einen gängigen Rahmen einfach mit einem Elektroantrieb und Akkus auszustatten. Vor allem bei den beliebten Tiefeinsteiger-Rahmen haben die Sonderangebote Defizite.

Neben den speziellen Rahmenkonstruktionen gehören vor allem die aufwendige Akkutechnik und Elektronik zu den Preistreibern. So kostet zum Beispiel ein leistungsstarker Akku alleine rund 600 Euro. Die bei den vermeintlichen Sonderangeboten montierten Energiespeicher haben zumeist eine begrenzte Lebensdauer, und häufig lässt sich im Fall des Totalausfalls kein Ersatz beschaffen, sodass der elektrische Rückenwind auf Dauer ausfällt. Außerdem werden immer wieder ungeeignete Steckverbindungen eingebaut, die Ausfälle verursachen können. Probleme bereiten bei den preiswerten Modellen auch die meist nicht vorhandene Beratung und die fehlende Möglichkeit einer Probefahrt.

Quelle: n-tv.de

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