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Auto-Lebensdauer steigt kaum noch: Zwölf Jahre im Schnitt

Autos landen in Deutschland durchschnittlich nach rund zwölf Jahren auf dem Schrottplatz. Nach Erhebungen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hat sich dieser Wert von 1995 bis 2006 kaum verändert. In Deutschland sind rund 45 Millionen Autos für den Straßenverkehr zugelassen. Ihr Durchschnittsalter beträgt gut acht Jahre. 1995 waren es erst 6,8 Jahre.

"Wir sind bei der Haltbarkeit des Autos bei einem hohen Niveau angelangt", sagt ADAC-Fahrzeugtechniker Arnulf Volkmar Thiemel. "Die Wagen sind in ihrer ganzen Konstruktion wartungsärmer geworden." Während ein VW-Käfer der 70er Jahre im Abstand von 5000 gefahrenen Kilometern einen Ölwechsel brauchte, sei das bei neuen Autos nur noch alle 30 000 bis 50 000 Kilometer notwendig. Zudem gebe die Technik in heutigen Wagen frühzeitig Warnhinweise, sobald Wartungsbedarf besteht.

Eine längere Betriebsdauer des Durchschnittswagens ist nach Auskunft des ADAC-Technikers dennoch möglich. "Die Zeiträume zwischen den Wartungen werden immer noch größer", sagt Thiemel. Die Haltbarkeit von Fahrzeugteilen ließe sich noch verlängern.

Von 1960 bis 1995 zeigte sich in den KBA-Statistiken zur "Löschung" von Kraftfahrzeugen, dass ein Pkw immer länger in Betrieb blieb. Lag seine durchschnittliche Fahrzeit 1960 noch bei 7,9 Jahren, hatte sie 35 Jahre später schon einen Wert von 11,8 Jahren. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Autos am längsten genutzt: 1955 lag die Betriebsdauer im Schnitt bei 14,6 Jahren.

Quelle: n-tv.de

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