Das war Dienstag, der 10. November 2015
Ein ereignisreicher Tag neigt sich dem Ende zu. Dieser 10. November wird als der Todestag von Helmut Schmidt in die Geschichtsbücher eingehen. Als Politiker gab der leidenschaftliche Raucher den Antivisionär und Macher, schreibt mein Kollege Wolfram Neidhard in seinem Nachruf. Schmidts Beliebtheit stieg nach seiner Abwahl als Kanzler von Jahr zu Jahr. "Er hat ohne Maulkorb sprechen können", erfuhr Nora Schareika von Martin Rupps. Während sich Politiker aller Parteien vor Schmidt verneigen, nutzte CDU-Frau Steinbach den Todestag für ganz eigene Zwecke.
Was waren sonst noch die Meldungen des Tages?
Der DFB bestätigte Beckenbauers Unterschrift auf dem brisanten Dokument.
Der Westen bleibt abhängig vom Krisenöl.
Das Grundeinkommen macht keineswegs faul.
Seal lästert über seine Ehe mit Heidi Klum.
Ich wünsche Ihnen eine geruhsame Nacht. Schlafen Sie gut.
Italiener schummeln beim guten Olivenöl
Verwenden Sie teures italienisches Olivenöl? Dann könnte es sein, dass sie einem Betrug aufgesessen sind. Mehrere italienische Unternehmen sollen der Staatsanwaltschaft zufolge minderwertiges Olivenöl als "extra vergine" (das Label steht für höchste Qualität beim Olivenöl) ausgegeben und verkauft haben. Wegen Betrugs laufen gegen insgesamt sieben Produzenten Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft kündigte für Mittwoch eine ausführliche Erklärung an.
Gibt es weiße Weihnachten?
Lebkuchen, Marzipankartoffeln und Weihnachtsmänner: Wer durch einen Supermarkt läuft, der spürt, Weihnachten steht vor der Tür. Dabei sorgt das Wetter momentan eher für Frühlingsgefühle. Von Weihnachtsstimmung keine Spur. Ist denn überhaupt mal Winter - und damit eine weiße Weihnacht in Sicht?
Unser Wetterexperte Björn Alexander hat die Antworten.
Unbekanntes Objekt aus dem All stürzt zur Erde
Am Himmel sind meistens nur einzelne Sterne zu sehen. Doch die Erde wird derzeit von rund 150.000 Objekten umkreist. Ein Stück dieses Weltraumschrotts wird am kommenden Freitag in die Atmosphäre zurückkehren:
Für Menschen besteht nur ein äußerst geringes Risiko, teilt die ESA mit.
Das "maximal einige Meter im Durchmesser" große Teil werde größtenteils verglühen, der Rest werde etwa 65 Kilometer vor der Südküste Sri Lankas ins Meer stürzen.
Mit dem Eintritt in die Atmosphäre ist laut dem Observatorium in Paris gegen 07.18 MEZ zu rechnen.
Übrigens: Ein junger Programmierer baute mit stuffin.space eine dreidimensionale Karte, die in Echtzeit alle Objekte anzeigt, die die Erde umkreisen.
Silvio S. in Einzelzelle der JVA Brandenburg verlegt
Silvio S., der mutmaßliche Mörder des Flüchtlingsjungen Mohamed und Elias aus Postdam wurde in die Justizvollzugsanstalt Brandenburg/Havel verlegt.
Die Ermittlungen in den beiden Mordfällen wurden der Potsdamer Staatsanwaltschaft übertragen, weil die Tatorte in Brandenburg lagen.
In dem brandenburgischen Gefängnis sei der 32-Jährige einem Psychiater vorgestellt worden, heißt es aus dem Postdamer Justizministerium. Dieser habe den Verdächtigen als derzeit nicht akut suizidgefährdet eingestuft.
Gleichwohl werde der Mann besonders beobachtet und komme nachts in einen Raum, der über eine Kamera überwacht werde.
Papagei Betty rettet Familie vor Feuer
"Feuer, Feuer, Feuer" ruft Papagei Betty, als im Nachbarhaus ein Brand ausbricht und wird damit zu einem echten Lebensretter. Ohne ihn hätten die Besitzer des sprechenden Vogels die Flammen erst viel später, wenn nicht sogar zu spät, bemerkt. Nach dem Alarm können Grettel Pereira mit Mann, ihren Kindern und dem Vogel rechtzeitig aus dem Haus fliehen. Drei Häuser wurden bei dem Brand nahe der costa-ricanischen Hauptstadt San José zum Teil schwer beschädigt.
Finnland setzt Zelte für Flüchtlinge ein
Finnland liegt mittlerweile an vierter Stelle in der EU in der Anzahl aufgenommener Flüchtlinge pro Kopf der Bevölkerung. Um den Menschen ein Dach über dem Kopf zu bieten, sollen ab nächster Woche auch beheizbare Zelte zum Einsatz kommen:
Insgesamt wurden in diesem Jahr 27.400 neue Asylbewerber in Finnland registriert, davon 7058 allein im Oktober. Die meisten kommen über Schweden ins Land.
Die Zahl der Afghanen hat die der Iraker mittlerweile überholt. Die Zahl der syrischen Migranten ist dagegen weiter sehr gering.
Kinder lassen Erfurter Domplatz strahlen
Die traditionelle Martinsfeier lockte heute Tausende Kinder auf den Erfurter Domplatz. Ihre Laternen verwandelten den Platz in ein Lichtermeer. Der ökumenische Gottesdienst auf der Treppe zum Mittelalter-Dom war abendlicher Höhepunkt des Festes. Für die Katholiken steht der barmherzige Heilige Martin im Mittelpunkt. Der Bischof von Tours teilte der Überlieferung zufolge seinen Mantel mit einem Bettler. Die evangelischen Christen feiern am 10. November den Geburtstag des Reformators Martin Luther, der in Erfurt studierte und Mönch wurde.
Woody Allen konnte nichts anderes werden
Woody Allen ist ein Tausendsassa und ein Genie. Seine Filme zählen zu den Klassikern der Filmgeschichte. Jetzt gesteht der Meisterregisseur:
Mein Beruf war eher ein "Unfall". "Man darf ja nicht vergessen, dass ich von der Schule geflogen bin", sagte er der "Stuttgarter Zeitung".
Er sei "ein miserabler Schüler" gewesen. Alle seine Freunde seien Anwälte und Ärzte geworden. "Das hätte ich nie geschafft", bekannte der Starregisseur. "Mein Beruf ist eher ein Unfall, weil ich nichts anderes konnte."
Merkel verteidigt ihren Flüchtlingskurs
Die Bundesregierung sendet ein weiteres Abschreckungssignal an Flüchtlinge aus. Das Dublin-Verfahren gilt grundsätzlich wieder für alle Herkunftsländer und damit auch für Syrien. Die Rückführung in andere europäische Staaten dürfte allerdings kurzfristig tatsächlich schwierig werden, denn nur wenige der Flüchtlinge, die zuletzt ins Land gekommen waren, wurden zuvor in einem anderen EU-Staat registriert. Derweil warb die Kanzlerin in den eigenen Reihen um Geduld. "Wir arbeiten am Problem", sagte Merkel. Sie appellierte an die Abgeordneten, sie dabei zu unterstützen. Merkel betonte, dass unter anderem "signifikant" abgelehnte Asylbewerber abgeschoben werden müssten. Hier sollten die von der Union regierten Länder vorbildlich handeln.
Snoop Dogg enthüllt völlig neue Cannabisprodukte
Rapper Snoop Dogg ist bekennender und begeisterter Kiffer. Für Gleichgesinnte startet er jetzt ein Webportal. Die Website Merryjane.com wird wie die Enzyklopädie der Welt des Cannabis sein", sagt der Musiker. "Es ist ein wahrer Segen, dass ich die Produkte, die ich so sehr liebe, jetzt mit allen teilen kann", sagt Snoop. Zum Repertoire gehören unter anderem Erdnussbutter, Drops, Schokoladen und hochwertige Kuvertüre - alles mit Cannabisöl versetzt.
Neuer Steinbach-Eklat: CDU-Frau postet Schmidt-Zitat
Während sich Politiker aller Couleur vor Helmut Schmidt verneigen, fällt CDU-Frau Erika Steinbach zum Tod des Altkanzlers als erstes ein Zitat über Ausländer ein.
Hach, was soll man dazu sagen? Ich schließe mich dem SPD-Vize Thorsten Schäfer-Gümbel an, der Frau Steinbach folgendes antwortete: Missbrauch von Helmut Schmidt Tods durch @SteinbachErika ist ungeheuerlich, pietätlos und schamlos. Konservative ohne jeden Funken Anstand!
Die ausführliche Geschichte hat mein Kollege Martin Morcinek für Sie aufgeschrieben. Hier entlang bitte.
Krebskranker "Star Wars"-Fan ist tot
Vor wenigen Tagen durfte Daniel Fleetwood den neuen - bis dato noch nicht veröffentlichten - "Star Wars"-Streifen "Episode VII - Das Erwachen der Macht" sehen. Es war der sehnlichste Wunsch des krebskranken US-Amerikaners. Jetzt ist er gestorben. "Er ist nun eins mit Gott und der Macht", schreibt seine Frau Ashley auf Facebook. Daniel sei friedlich eingeschlafen.
Sind Sie auch "Star Wars"-Fan? Dann lege ich Ihnen diese geheimen Details zu Star Wars VII ans Herz, die meine Kollegin Anna Meinecke für Sie aufgeschrieben hat.
Elf Kleinkinder mit gefährlichem Darmkeim infiziert
Nach dem Ausbruch eines gefährlichen Darmkeims in der Neugeborenen-Intensivstation der Uniklinik Freiburg hat sich die Zahl der betroffenen Kinder erhöht.
Bei inzwischen elf Kleinkindern sei der Keim auf dem Köper nachgewiesen worden, teilt die Klinik mit.
Zwei Babys sind mit dem Bakterium (Serratia marcescens) infiziert, ihnen gehe es aber klinisch gut. Lebensgefahr bestehe nicht. Eine weitere Ausbreitung des Keims könne nicht ausgeschlossen werden.
Die Lage sei aber stabil und werde weiter genau beobachtet. Nichtinfizierte Kinder würden zu ihrem Schutz räumlich getrennt untergebracht.
Polizei sucht Besitzer: Wem gehört der ausgebrannte Smart?
Es ist ein seltsam skurriles Bild. Vor dem idyllischen Panorama der Allgäuer Berge steht im Oytal bei Oberstdorf ein ausgebranntes Autowrack und hinterlässt viele Fragen. Wem gehört der Smart? Wie kam er in das schwer zugängliche Gelände auf 1400 Meter Höhe? Und seit wann steht er dort schon? Der Polizei sei es inzwischen zwar gelungen, die stark verbrannten Ulmer Autokennzeichen zu rekonstruieren. Diese seien jedoch nicht für den gefundenen Wagen, sondern für ein anderes Modell ausgegeben und Anfang November auf einem Parkplatz in Ulm gestohlen worden. Die Spurensuche geht weiter. Wir sind gespannt und halten Sie auf dem Laufenden.
Schule will Schlabberlook verbieten
Bequem, schlabbrig, peinlich? Eine Schule im schwäbischen Schwieberdingen will die Jogginghose verbieten.
Kleidung habe auch was mit Haltung zu tun, sagte Schulleiterin Sandra Vöhringer und kündigte eine Arbeitsgruppe an, in der sich Lehrer, Eltern und Schüler Gedanken über eine neue Kleidungsordnung machen wollen.
Eins stehe für sie aber schon jetzt fest: Die Jogginghose passt nicht rein.
Jungs hätten aber schon angemerkt, dass man dann auch über die Leggings reden müsse.
Schlagzeilen zum Feierabend
Verärgerte Fahrgäste stoppen ICE
Wütende Fahrgäste eines liegen gebliebenen Regionalzuges haben einen ICE gestoppt, um ihre unterbrochene Reise fortsetzen zu können. Ihr Zug hatte wegen eines technischen Defekts im unterfränkischen Dettingen anhalten müssen. Rund 50 Fahrgäste mussten den Zug verlassen. Als der kaputte Zug dann plötzlich ohne sie wegfuhr, wurden einige Reisende so wütend, dass sie einen ICE, der vor Dettingen warten musste und gerade weiterfahren wollte, wieder zum Stehen gebracht haben.
Die ausführliche Geschichte lesen Sie später hier.
Jetzt isser im Himmel, der Helmut Schmidt
Mit Helmut Schmidt ist einer der zentralen politischen Verantwortungsträger der Nachkriegszeit im Alter von 96 Jahren gestorben. Auch im hohen Alter blieb Schmidt eine der am höchsten geachteten Persönlichkeiten des Landes: Laut Umfragen aus den vergangenen Jahren war er das größte lebende Vorbild der Deutschen, und auch bei der Frage nach dem bedeutendsten Kanzler der Bundesrepublik lag er vorne.
Hier lesen Sie den Nachruf meines geschätzten Kollegen Wolfram Neidhard zum Tod des Anti-Visionärs und Macher Helmut Schmidt.
Wie eng wird es jetzt für Beckenbauer?
Franz Beckenbauer hat in der WM-Affäre beim Deutschen Fußball-Bund nicht mehr viele Freunde. Das brisante Vertragsdokument, das im Zuge der WM-Affäre 2006 einen versuchten Stimmenkauf durch die deutschen WM-Bewerber nahelegt, wurde von ihm unterschrieben. Das lässt kaum noch Zweifel an einem schmutzigen Deal zu. Wie eng wird es nun für den "Kaiser"? In den sozialen Netzwerken reagieren die Nutzer zwiegespalten.
Schambeinentzündung - Balotelli droht wochenlanger Ausfall
Seit Wochen gibt die Verletzung des für seine Eskapaden bekannten Stürmers Rätsel auf. Erst hieß es, Mario Balotelli falle nur kurzzeitig aus. Daraus wurden aber schon sechs Wochen und jetzt muss sich der Stürmerstar wegen einer Schambeinentzündung möglicherweise einer Operation unterziehen:
Damit würde der Angreifer voraussichtlich bis Jahresende ausfallen.
Sein Verein AC Mailand hatte am Montagabend mitgeteilt, Balotelli habe sich in Kopenhagen bei einem Spezialisten untersuchen lassen.
Milan und die Verantwortlichen des FC Liverpool, der Balotelli seit dem Sommer nach Italien ausgeliehen hat, wollen in Kürze über die weitere Behandlung entscheiden.
Hasskommentare? Facebook-Manager im Visier
Wegen vorsätzlicher Beihilfe zur Volksverhetzung leitet die Justiz in Hamburg auch gegen den deutschen Nordeuropa-Chef von Facebook, Martin Ott, ein Ermittlungsverfahren ein. Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft bestätigt einen entsprechenden Bericht von "Spiegel Online". Ott, der als "Managing Director Northern, Central and Eastern Europe" in Hamburg sitzt, war zuvor von einem Würzburger Anwalt angezeigt worden. Dieser macht Ott dafür verantwortlich, dass bekannte Hasskommentare nicht gelöscht werden.
Doping? Niemals! - Putin will Beweise sehen
In der internationalen Presse machen Schlagzeilen wie "Weltskandal" und "neuer Kalter Krieg" die Runde, doch Wladimir Putin will von einer Affäre ungeahnten Ausmaßes nichts wissen.
Der Kreml-Chef duckte sich einen Tag nach den Veröffentlichungen zum flächendeckenden Doping im russischen Sport weg und schickte seinen Pressesekretär vor.
"Wenn es irgendwelche Anschuldigungen gibt, dann müssen sie durch Beweise belegt sein", sagte Dmitri Peskow und wies die Vorwürfe der Korruption, Erpressung und Vertuschung von positiven Dopingproben zurück: "Bis Beweise vorliegen, sind solche Anschuldigungen nur schwer zu akzeptieren, zumal sie eher gegenstandslos erscheinen."
Mein Kollege Christoph Wolf hat aufgeschrieben, warum die Doping-Auswüchse in Russland ein neuer Höhepunkt im sportlichen Skandaljahr 2015 sind.
Bahn warnt vor betrügerischem Ticketportal
Spontan verreisen kann teuer werden. Zumindest wenn man mit der Deutschen Bahn fahren will und sich nicht bereits Wochen vorher um ein Ticket bemüht hat. Das Portal "bahnheld.com" lockt mit Schnäppchen-Angeboten. Doch Vorsicht:
Wer dort ein Online-Ticket erwerbe, laufe Gefahr, Teil eines polizeilichen Ermittlungsverfahren zu werden, teilt jetzt die Deutsche Bahn mit.
Es bestehe der Verdacht, dass die auf der Internetseite angebotenen Tickets mit gestohlenen Kreditkartendaten beschafft würden.
Bislang sei noch nicht klar, wer genau hinter bahnheld.com stecke, sagt Steltner. Es gehe um den Verdacht des "gewerbsmäßigen, bandenmäßigen Computerbetrugs".
Teenager steuert Bus und liefert sich Verfolgungsjagd
Ein Autofahrer alarmiert die Polizei, nachdem er einen auffallend jungen Busfahrer und seine unsichere Fahrweise bemerkt. Und tatsächlich: Am Steuer eines Gelenkbusses sitzt ein 14-Jähriger. Trotz Haltesignalen denkt der Teenager nicht daran den Bus zu stoppen und liefert sich eine etwa 30 Kilometer lange Verfolgungsjagd mit der Polizei. Er war mit dem Bus auf der A57 bei Chorweiler unterwegs, wechselte dann auf die A1, an der Ausfahrt Gleuel verließ er die Autobahn und gab einen Kilometer später auf. Bleibt die Frage, warum er mit dem Bus ausbüxte? Nach einem heftigen Streit mit dem Stiefvater in Dormagen schnappte sich der Junge unbemerkt den Schlüssel und startet seine gefährliche Spritztour.
Schichtwechsel
Liebe Leser! Volker Petersen hat sich in seinen wohlverdienten Feierabend verabschiedet. Ich darf Sie nun durch die zweite Tageshälfte begleiten und versorge Sie bis in den späten Abend mit wichtigen und spannenden Nachrichten. Mein Name ist Diana Sierpinski und ich wünsche Ihnen viel Spaß.
Schüsse auf Berliner Flüchtlingsheim
Das Wichtigste zuerst: Verletzt wurde niemand. Ein Unbekannter hat in Berlin auf ein Flüchtlingsheim geschossen. Dafür verwendete er ein Luftgewehr - die Kugeln prallten an den Fenstern im südöstlichen Stadtteil Köpenick ab. Im dortigen SPD-Wahlkreisbüro wurde zudem nach Angaben des Landesparlamentariers Tom Schreiber ein Mitarbeiter bedrängt und fremdenfeindlich beschimpft, zwei Rechtsextremisten zeigten demnach zudem den Hitler-Gruß.
Ibrahimovic zum zehnten Mal Fußballer des Jahres
Er ist eben einzigartig: Schwedens Fußballstar Zlatan Ibrahimovic ist zum zehnten Mal zum Fußballer des Jahres in seinem Land gewählt worden. Das ist bislang noch keinem Spieler gelungen, auch nicht außerhalb Schwedens. Der 34-Jährige spielt bei Paris St. Germain.
Schlechtester Bond-Statist gefunden
Haben Sie den neuen Bond-Film schon gesehen? Ist Ihnen der vielleicht schlechteste Statist der Filmgeschichte aufgefallen? Achten Sie mal auf den Mann im Hintergrund. Der mit dem Besen.
Achtklässlerin greift Mitschülerin mit Messer an
Schreck in Leipzig: Eine Schülerin aus der achten Klasse hat heute Morgen ein Mädchen aus ihrer Klasse mit einem Messer angegriffen. Sie sei zur zweiten Stunde in den Englischunterricht gekommen und auf ihr Opfer losgegangen, so die Polizei. Das Mädchen überlebte und kam ins Krankenhaus. Lebensgefahr besteht nicht. Die anderen Schüler retteten sich, indem sie aus dem Fenster sprangen. Die Täterin schloss sich anschließend auf der Toilette ein, wo Polizisten sie fanden.
Bierhoff will es auch nicht machen
Es geht um den DFB, die WM 2006 und die kommenden Länderspiele gegen Frankreich und die Niederlande. Die Pressekonferenz mit Oliver Bierhoff brachte neben dem üblichen Ankündigungen, Informationshappen und Statements eine wichtige Erkenntnis: Der Teammanager der Nationalelf will nicht DFB-Präsident werden.
Reisekosten des Bundestages schnellen hoch
Fast 25 Prozent mehr, das ist schon happig. Um diesen Teil sind die Reisekosten der Bundestagsabgeordneten in den vergangenen beiden Jahren gestiegen.
Zwischen Oktober 2013 und September 2015 habe das Parlament rund sechs Millionen Euro für Auslandsreisen ausgegeben, berichten Zeitungen der Funke-Gruppe.
Bundestagspräsident Lammert hat dafür eine Ekrlärung. Er begründete den Anstieg mit der "gestiegenen Verantwortung Deutschlands" in der Welt. Um ihrer internationalen Verantwortung gerecht zu werden, sei es für die Bundestagsabgeordneten erforderlich, eine intensive Zusammenarbeit mit ausländischen Politikern und Institutionen zu pflegen.
Insgesamt unternahmen Abgeordnete 1204 Reisen ins Ausland. Nach Ländern des europäischen Auslands besuchten sie am häufigsten die USA.
Schlagzeilen zur Mittagspause
SMS beim Autofahren verschickt - tödlicher Unfall
Eine 21-jährige Frau bittet in einem Stuttgarter Gerichtssaal um Verzeihung. Der Grund: Sie schrieb eine SMS, während sie Auto fuhr und soll so einen tödlichen Unfall ausgelöst haben.
Sie stieß mit zwei Rennradfahrern zusammen. Einer starb, der andere überlebte schwer verletzt.
Die Frau sagte, sie sei nach dem Unfall bei Renningen in Baden-Württemberg in Panik davongefahren. An den Unfall selbst könne sie sich nicht mehr erinnern.
160.000 Wohnungen für Flüchtlinge benötigt
Wo sollen all die Flüchtlinge in Deutschland künftig wohnen? Zelt- und Containersiedlungen sind keine Lösung für die Dauer. Die Wohnungswirtschaft legt nun eine Schätzung vor.
Demnach braucht Deutschland für die in diesem Jahr ankommenden Flüchtlinge bis zu 160.000 zusätzliche Wohnungen.
Es sei damit zu rechnen, dass bis zu 400.000 Menschen dauerhaft in Deutschland blieben, sagte Verbandspräsident Axel Gedaschko. Damit steige das Wohnungsdefizit im Land auf mindestens 800.000 Wohnungen.
"Es ist kein Hexenwerk, diese Unterbringung sicherzustellen", sagte er. Allerdings müssten die Wohnungsunternehmen dabei vom Bund unterstützt werden. "Wir brauchen eine Neubau-Offensive", sagte er.
Lufthansa klagt gegen Flugbegleiter-Streik
Die Lufthansa wehrt sich gegen die Flugbegleiter - der Streik ist teuer und tut der größten deutschen Airline richtig weh. Jetzt klagt sie gegen die Flugbegleitergewerkschaft Ufo und versucht so den Ausstand zu unterbinden.
Mehr dazu hier.
Lidl greift den größten Markt an
Aldi ist schon da, nun will es auch Lidl probieren. Der Discounter expandiert in die USA. Bis Anfang 2018 solle eine mittlere zweistellige Zahl von Filialen eröffnet werden. "Das ist für uns eine große Sache, das ist der Schritt in einen ganz neuen Markt", sagte Seidel. Dass der große Konkurrent schon da ist, macht ihm nichts aus. "Wenn Aldi in den USA Gas gibt", sagte er, bereite das "ja auch ein Stück weit den Markt vor".
Mehr dazu hier.
De Maizière ist die Person der Woche
Unser Kolumnist Wolfram Weimer nennt ihn einen "Revolutionär wider Willen" - ohne Zweifel, Innenminister Thomas de Maizière hat die Debatte der vergangenen Tage bestimmt. Weil er unangenehme Wahrheiten ausgesprochen habe, sei er zum Helden aller Bürgerlichen geworden. Lesen Sie hier das Porträt unserer Person der Woche.
Bruchhagen sagt DFB ab
Wer wird neuer DFB-Präsident? Heribert Bruchhagen jedenfalls nicht.
"Ich scheide doch nicht als Vorstandsvorsitzender von Eintracht Frankfurt aus, um ein neues Amt anzutreten. Nein, das ist nicht vorstellbar", sagte er "Sport1.de".
Er sei sich sicher, dass man bis zum nächsten DFB-Bundestag einen geeigneten Kandidaten finden werde.
Über den gerade zurückgetretenen DFB-Chef sagte er: "Wolfgang Niersbach ist über jeden Zweifel erhaben, was seine Integrität angeht. Aber ich hatte auch das Gefühl, er war befreit."
Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Tobias Nordmann. Er findet, dass Niersbachs Abgang nichts gebracht hat.
"Bauer sucht Frau" holt Top-Quote
Es ist und bleibt ein Quotenerfolg: "Bauer sucht Frau" hatte am Montagabend die meisten Zuschauer im deutschen Fernsehen.
6,09 Millionen schalteten gestern ab 21.15 Uhr ein, was einem Marktanteil von 19,6 Prozent entspricht.
Zuvor hatten bereits 5,57 Millionen Menschen "Wer wird Millionär?" geguckt.
Drittmeistgesehene Sendung war der ZDF-Fernsehfilm "Slivia S. - Blinde Wut", der 4,56 Millionen Zuschauer erreichte.
Lesen Sie hier unsere Kritik zu "Bauer sucht Frau".
DFB: Beckenbauer soll Fragen beantworten
Nach dem Rücktritt von Wolfgang Niersbach als DFB-Präsident richten sich immer mehr Augen auf Franz Beckenbauer. Der Chef des WM-Organisationskomitee soll nun Licht ins Dunkel um die 6,7 Millionen Euro bringen, fordert DFB-Interimspräsident Rainer Koch.
Er müsse sich "Intensiver in die Aufklärung der Vorgänge einbringen", sagte Koch dem ZDF. "Das ist auch die große Bitte der gesamten Spitze des DFB, diese Fragen zu beantworten.
Beckenbauer müsste allem Anschein nach wissen, was es mit der dubiosen Zahlung von 6,7 Millionen Euro auf sich hat.
Mehr dazu hier.
Ursprüngliche Zschäpe-Verteidiger wollen entlassen werden
Die drei ursprünglichen Pflichtverteidiger im NSU-Prozess gegen Beate Zschäpe wollen von ihren Ämtern entbunden werden. Das dürfte etwas mit dem Entschluss Zschäpes zu tun haben, ihr Schweigen zu brechen.
Mehr dazu hier.
Tourismus in Deutschland nähert sich Rekord
Bayerischer Wald, Mecklenburgische Seenplatte, Dresden, Heidelberg oder der Harz: Deutschland hat viele schöne Orte. Das schlägt sich dieses Jahr besonders im Tourismus nieder.
Im September hat es wieder ein Übernachtungsplus gegeben. Die Zahl stieg im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent auf 43,1 Millionen Übernachtungen, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.
Die Zahl der ausländischen Gäste erhöhte sich mit plus vier Prozent überdurchschnittlich.
Damit ist das deutsche Tourismusgeschäft auf dem Weg zum sechsten Jahresrekord in Folge.
Halbe Tonne Kokain in kolumbianischem Fan-Bus
Eine große Reise haben Fans der kolumbianischen Nationalmannschaft angetreten - mit dem Bus wollten sie bis nach Santiago de Chile fahren und dort ihr Team bei der WM-Qualifikation anfeuern. Doch dann war da diese Kontrolle an der peruanischen Grenze. Polizisten stellten 575 Kilo Kokain und Kokainpaste sicher. Ups. Aber die Fans hatten Glück: Nur die Busfahrer wurden festgenommen - die Fußballfreunde konnten mit anderen Verkehrsmitteln weiterfahren.
Mehr dazu hier.
Union und SPD legen in Wählergunst wieder zu
Die Flüchtlingskrise führt nicht dazu, dass nun die Umfragewerte der Union ins Bodenlose fallen - der neue Stern-RTL-Wahltrend zeigt das Gegenteil. Demnach legen CDU/CSU wie auch die SPD leicht zu - die AfD bleibt dagegen stabil. Die genauen Werte lesen Sie in der folgenden ausführlichen Meldung.
Schlagzeilen am Morgen
Arzt: Keine Hoffnung mehr für Helmut Schmidt
Es sieht nicht gut aus für Helmut Schmidt: Auf die Frage, ob sich der 96-Jährige wieder erholen werde, sagte Professor Heiner Greten dem "Hamburger Abendblatt": "Nein, das glaube ich leider nicht." Und: "Die Lage ist außerordentlich prekär." Schmidt sei nur sehr selten bei Bewusstsein, seit Samstag habe sich sein Zustand kontinuierlich und dramatisch verschlechtert.
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Am Flughafen Budapest geht nichts mehr
So, da seht ihr mal, wie das ist, liebe Ungarn, wenn der Hauptstadtflughafen lahmliegt. Gut, irgendwie ist das, was gerade am Flughafen Budapest passiert, nicht so ganz mit dem BER-Fiasko vergleichbar. Folgendes:
Eine Softwarepanne hat den Flughafen gegen vier Uhr morgens lahmgelegt.
Flugzeuge können seit Tagesbeginn nicht starten - "Wir arbeiten an der Beseitigung des Fehlers".
Tja. Das sagen die Leute vom BER auch immer.
Rhein verdurstet
Nein, das ist keine kroatische Karstlandschaft. Das ist der Rhein bei Spay in Rheinland-Pfalz. Mittlerweile führt der Fluss so wenig Wasser, dass er sich einem Rekord-Tiefststand nähert.
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Eon macht dicken Verlust
Es läuft nicht gut bei Eon - einem Insider zufolge macht der Energiekonzern große Verluste.
In den ersten neun Monaten des Jahres summierte sich der Verlust demnach auf fünf Milliarden Euro.
Morgen stellt das Unternehmen seine Zahlen vor.
Mehr dazu hier.
Poschmann moderiert ohne Schuhe
Na, sehen Sie, worauf die Moderation von Wolf-Dieter Poschmann fußt?
Spritztour im Einkaufswagen endet tödlich
Es sollte ein großer Spaß werden, es wurde das krasse Gegenteil. Zwei junge Schweden sind im australischen Sydney in einem Einkaufswagen eine abschüssige Straße hinabgerollt - jetzt ist einer der beiden 28-Jährigen tot, der andere liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Während sie hinabrollten, kam an einer Kreuzung plötzlich ein Auto von der Seite, mit dem der Einkaufswagen zusammenstieß.
Der November ist herbst
Zwölf Tote bei Schießerei in Hahnenkampfarena
Hahnenkampf ist ein in Mittelamerika durchaus beliebtes Hobby so mancher harter Typen. In Mexiko ist die Sache nun eskaliert.
In einer Hahnenkampfarena in der Ortschaft Cuajinicuilapa im Süden des Landes ist es zu einer Schießerei gekommen.
Zwölf Menschen wurden dabei getötet, darunter zwei Minderjährige.
Da Patronenhülsen aus Sturmgewehren gefunden wurden, schreibt der Bürgermeister den Angriff einer kriminellen Organisation zu.
Immer mehr Hundertjährige in Deutschland
Die Jugend dauert für manche bis 30, für andere geht sie dann ab 50 weiter. Das hat auch etwas damit zu tun, dass die Deutschen immer älter werden. Die Zahl der Hundertjährigen wächst und wächst. Im vergangenen Jahr zählte das Statistische Bundesamt 16.860 Männer und Frauen, die ein dreistelliges Alter aufwiesen. Drei Jahre zuvor waren es noch 14.436 gewesen. Die Vereinten Nationen schätzen, dass es in zehn Jahren schon 44.200 Menschen in Deutschland geben könnte, die mehr als 100 Jahre alt sind.
Westerwelle-Effekt bei Stammzellenspende
Guido Westerwelle hat in den vergangenen Tagen auf allen Kanälen von seinem Kampf gegen den Krebs erzählt - das hat positive Auswirkungen.
Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei verzeichnet einen sprunghaften Anstieg von Registrierungen zur Stammzellenspende.
Von Sonntag bis Montag registrierten sich mehr als 2100 Menschen als potenzielle Spender.
Sonst seien es nur 100 bis 200 täglich.
Mehr dazu hier.
Modigliani-Gemälde für Rekordpreis versteigert
Warum sind manche Bilder so unglaublich teuer? Weil sie als Wertanlage gelten. Ein Bild des italienischen Malers Amedeo Modgliani (1884-1920) wurde nun bei Christie's in New York versteigert. Es ging hoch hinaus: Der Endpreis lag bei 170,4 Millionen Dollar. Das Gemälde zeigt eine liegende nackte Frau und ist dementsprechend mit "Nu couche" (Liegender Akt) betitelt.
Lesen Sie hier mehr dazu.
Das wird heute wichtig
So, die Reiseflughöhe ist erreicht, wir überfliegen gerade den Dienstag, wir bewegen uns zurzeit mit einer Geschwindigkeit von 60 Minuten pro Stunde und erwarten gleich den Sonnenaufgang. Schnallen Sie sich ab und brühen Sie sich einen Kaffee auf. Das wird heute wichtig:
Heute sagt er, was er will: Der britische Premier Cameron hält eine Rede, in der er seine Bedingungen für einen Verbleib Großbritanniens in der EU ausbreitet. Mehr dazu hier.
Der Lufthansa-Streik geht weiter.
Nach der Aufsichtsratssitzung gestern ringt VW weiter mit seinem Abgas-Skandal.
An einem Krankenhaus in NRW soll sich jahrelang ein Hochstapler als Arzt ausgegeben haben.
Das Niedrigwasser des Rheins nähert sich Rekordwerten.
Nach dem Rücktritt von DFB-Präsident Niersbach - wer wird sein Nachfolger?
Über die Autorin
Natürlich bleibt auch die Flüchtlingskrise ein Thema. Ich bin Volker Petersen und grüße. Wollen Sie mir schreiben? Dann bitte unter volker.petersen (at) nachrichtenmanufaktur.de oder bei Twitter.
Das Wetter mit Björn Alexander
Das erste Novemberdrittel ist mit dem heutigen Tag rum. So langsam könnte es also auch schon mal in Richtung Winter gehen. Geht es aber nicht. Schnee und Eis sind weit entfernt, zum Beispiel im Norden Skandinaviens oder am Ural. Und dort wird sich der Winter auch in den nächsten Tagen aufhalten, denn hierzulande bleibt’s bei der strammen und milden West- bis Südwestströmung. Heute allerdings gilt das mehr für die Nordhälfte, wo bei einem kräftigen Wind immer wieder Wolken mit etwas Regen durchziehen. Im Süden wird es abseits beziehungsweise nach Nebelfeldern sonniger. Dazu bleibts mild mit meistens 11 bis 16, mit Sonne im Süden auch gerne mal 16 bis 19 Grad.
Schlagzeilen aus der Nacht