Das war Dienstag, der 27. Oktober 2015
Tja, da hat Wolfsburg ja immerhin noch ein Tor gemacht. Glückwunsch! Damit endet aber auch schon der Tag heute. Diese Artikel fanden heute viele Leser:
Ich hoffe Sie hatten einen schönen Abend und falls Sie Bayern-Fan sind wünsche ich Ihnen, dass Sie sich noch freuen können. Ich verabschiede mich, gute Nacht!
Hunderte Flüchtlinge warten an bayerischer Grenze
Gegen 21 Uhr haben 1000 bis 1200 Flüchtlinge am bayerischen Grenzübergang Achlaiten ausgeharrt. "Auch wenn die Gesamtzahl etwas niedriger ist als am Montag, sind die Rahmenbedingungen kritischer", sagte ein Sprecher der Bundespolizeidirektion Freyung. Gestern um diese Zeit waren es nur halb so viele. Da die Polizei unvorbereitet sei, tue sie sich schwer, die Flüchtlinge zeitnah aus der Kälte zu bringen.
Künast verwechselt Lincoln mit Washington
Renate Künast (einstige Verbraucherschutzministerin für die Grünen) weilt zurzeit in Washington, wo sie sich das Denkmal für Abraham Lincoln ansah. Und ein Foto von sich bei Facebook postete mit der Aufschrift: "Washington in Washington. Und ich." Nur war es eben Lincoln. Nicht Washington. Lincoln. Kann ja mal passieren. Frau Künast korrigierte ihren Fauxpas zeitnah.
Apple legt Gewinnsprung hin - China sei Dank
Auch die Chinesen sind ganz heiß auf das neue iPhone - und das beschert Apple einen Gewinnsprung im vierten Quartal.
Der Gewinn stieg auf 11,12 Milliarden US-Dollar - im vergangenen Jahr waren es "nur" 8,47 Milliarden gewesen.
Der Umsatz stieg um 22 Prozent auf 51,5 Milliarden US-Dollar.
Wolfsburg droht Pokal-Debakel gegen München
Es sind ja noch 45 Minuten zu spielen. Deswegen möchte ich jetzt nicht sagen, dass Wolfsburg bereits aus dem DFB-Pokal ausgeschieden ist. Aber zur Halbzeit liegen sie 0:3 zurück. Gegen Bayern München. Die Tore schossen Douglas Costa (11.) und Thomas Müller (20./34.). Aber wie heißt es so schön? Wunder gibt es immer wieder.
Bolivien empfiehlt Alternative zu rotem Fleisch
Es ist irgendwie im Schatten von Flüchtlingen, Griechenland und Syrien das Thema des Tages: Ist Fleisch nun gesundheitsschädlich? Nein, natürlich nicht, wir hoffen, das ist mittlerweile jedem klar. Allenfalls im mikroskopischen Bereich mag sich das Krebsrisiko erhöhen. Wie dem auch sei, Bolivien hätte da eine Alternative in der Speisekammer. Man solle einfach Lamas verspeisen, rät die dortige Gesundheitsministerin Vicky Aguilar. Es habe einen niedrigen Fettanteil und sei vorteilhaft für die Gesundheit. Spitzenrestaurants in Bolivien bieten schon Lama-Carpaccio an Quinoa mit Parmesan an. Hunger?
Flüchtlinge wollen nicht in Schwedens Wildnis bleiben
Schweden weiß langsam nicht mehr, wo es all die Flüchtlinge lassen soll. Nun wurde eine Gruppe von 20 Syrern und Irakern in das Wildnis-Dorf Limedsforsen an der norwegischen Grenze gebracht, eine Stadt gibt es weit und breit dort nicht, die Temperaturen können im Winter auf minus 30 Grad sinken und es bleibt im Winter monatelang dunkel. Die Flüchtlinge wollten dort nicht bleiben, manche weigerten sich aus dem Bus auszusteigen und verlangten teilweise, nach Deutschland zurückgebracht zu werden. "Wir haben nichts anderes", sagte eine Sprecherin der Einwanderungsbehörde dazu. Ausgang: offen. Jedes Woche kommen 10.000 Flüchtlinge in Schweden an.
Nigeria fliegt Luftangriffe auf Boko Haram
Die nigerianische Luftwaffe hat mehrere Treibstoff- und Munitionslager der Terrorgruppe Boko Haram zerstört. Die Angriffe erfolgten im Norden des Landes mit Jagdbombern vom Typ Alpha Jet. Durch die Attacken seien die Terroristen weiter geschwächt worden, sagte ein Militärsprecher. Erst vergangene Woche hatte es zwei Selbstmordanschläge mit 37 Toten gegeben.
Dänischer Kampfjet stürzt in Nordsee
Vor der Nachbarinsel von Sylt ist ein dänischer Kampfjet abgestürzt. Der Pilot rettete sich mit dem Fallschirm und blieb unverletzt. Die F16 der dänischen Luftwaffe ging vor der Nordseeinsel Rømø herunter, Ursache könnte ein technisches Problem gewesen sein.
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US-Kriegsschiff provoziert China
Es ist nur ein Zerstörer, der an einer Inselgruppe im Pazifik vorbeigefahren ist, doch nun ist China sauer auf die USA. Was ist geschehen?
Der US-Zerstörer "USS Lassen" hat das Subi-Riff im südchinesischen Meer umkreist - das wird jedoch von China als Hoheitsgebiet beansprucht.
Mit ihrer Patrouille durch das Gebiet, machten die USA deutlich, dass sie diesen Anspruch nicht anerkennen.
Ein Pentagon-Sprecher sagte, die Operationen unter dem Titel "Freedom of Navigation" hätten das Ziel, Rechte und Freiheiten sowie die gesetzeskonforme Nutzung von Gewässern und Luftraum für alle Länder unter internationalem Recht zu gewährleisten.
Auch Taiwan, Vietnam, Brunei, Malaysia und die Philippinen erheben Anspruch auf das Seegebiet.
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105-jährige Afghanin kommt in Kroatien an
Nach dem 110-jährigen Afghanen, der neulich in Deutschland ankam, hat nun wieder eine Greisin vom Hindukusch in Europa erreicht. Eine 105-jährige Frau ist im Erstaufnahmelager Opatocav in Kroatien medizinisch untersucht worden. Sie ist der älteste Flüchtling, der bislang in Kroatien registriert wurde.
Neue Gerüchte: "Deso Dogg" Cuspert tot
Er ist in Deutschland eines der Gesichter des IS: Denis Cuspert, alias "Deso Dogg". Nun mehren sich Hinweise, dass der Terrorist und einstige Rapper tot ist.
Er soll bei Luftangriffen in Syrien getötet worden sein. Das auf Terrorismusbeobachtung spezialisierte US-Webportal Site berichtete, sein Fahrzeug sei in der Region von Tabkah unweit von Al-Rakka getroffen worden, der inoffiziellen Hauptstadt der Terrormiliz.
In sozialen Medien zirkulierten Bilder, die angeblich den Leichnam Cusperts nach einer Bombardierung am 16. Oktober zeigen.
USA entgehen dem "Shutdown"
Erinnern Sie sich noch an den Herbst 2013? Da konnte sich die US-Politik nicht auf einen Haushalt einigen, sodass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig und das halbe Land lahmgelegt wurde. Die gute Nachricht: Das dürfte dieses Jahr nicht passieren.
Die US-Regierung und der Kongress haben sich auf einen bis März 2017 geltenden Haushalt und eine Anhebung des Schuldenlimits geeinigt.
Wenn Abgeordnetenhaus und Senat zustimmen, ist damit der befürchtete "Shutdown" vom Tisch.
Mehr dazu hier.
Hund namens "Abzug" schießt auf Besitzerin
So etwas gibt es nur in den USA: Ein Hund hat am Abzug einer Schrotflinte gezogen und damit seinem Frauchen in den Fuß geschossen. Name des Hundes: "Trigger", was so viel bedeutet wie "Abzug". Das Ganze ereignete sich in einem Wald im US-Bundesstaat Indiana. Die 25-jährige Frau hatte das Gewehr einfach ungesichert auf den Boden gelegt.
"Niemand muss Angst haben, wenn er eine Bratwurst isst."
Warum Fleisch-Konsum jetzt nicht plötzlich lebensgefährlich ist, lesen Sie hier.
Katalonien macht ernst mit Unabhängigkeit
Die Regionalwahl hatten sie zum Plebiszit über die Unabhängigkeit gestellt, nun leiten katalanische Parteien tatsächlich den Prozess zur Loslösung von Spanien ein.
Die separatistischen Parteien einigten sich auf einen Resolutionsentwurf, über den kommende Woche abgestimmt werden soll. Da die Allianz "Junts pel Sí" und die Partei CUP die Mehrheit haben, kommt dieser höchstwahrscheinlich durch.
Der neue Staat werde sich "den Entscheidungen der Institutionen des spanischen Staates, insbesondere des Verfassungsgerichtes, nicht unterordnen", heißt es darin.
Lesen Sie hier unseren Kommentar, warum Katalonien ein Teil Spaniens bleiben sollte.
Schlagzeilen zum Feierabend
Schweiz zapft Notreserve für Benzin und Diesel an
Treibstoffknappheit bei den Nachbarn: Die Schweiz muss erstmals seit 2010 ihre Diesel- und Benzin-Reserven anzapfen.
Dem Land droht ein Engpass. Gründe: Eine Raffinerie hat technische Probleme, außerdem führt der Rhein derzeit so wenig Wasser, dass Tankschiffe das Land nicht erreichen.
Nun sollen 2,5 Prozent der Benzin- und 4,5 Prozent der Dieselvorräte angezapft werden.
Deutschland hat seit dem Aufbau einer nationalen Ölreserve 1978 drei Mal einen Teil der Bestände auf den Markt geleitet, zuletzt wegen Lieferunterbrechungen im Zuge der Libyen-Krise. Erstmals geschah dies 1990 nach dem irakischen Angriff auf das ölreiche Kuwait. Danach wurde die Reserve angezapft, als Hurrikan "Katrina" die Erdölförderung im Golf von Mexiko zum Erliegen brachte.
USA zu Bodeneinsatz gegen IS bereit
Bislang haben die USA sich das letztlich auch von ihnen mitverursachte Chaos im Irak nur aus der Luft angesehen - und IS-Stellungen bombardiert. Doch das muss nicht so bleiben. Die USA sind auch zu Einsätzen am Boden bereit.
Washington werde nicht davor zurückschrecken, Partner bei Attacken gegen den IS zu unterstützen oder solche Einsätze selbst auszuführen, "ob durch Angriffe aus der Luft oder direkte Handlungen am Boden", sagte Verteidigungsminister Ashton Carter.
Eine Flugverbotszone habe er dem Präsidenten bislang nicht empfohlen, die Option bleibe aber auf dem Tisch.
Eine US-Spezialeinheit hatte vergangene Woche mit kurdischen und irakischen Kämpfern rund 70 Geiseln im Nordirak befreit. Kritiker befürchten, die USA ließen sich schleichend in einen neuen Krieg ziehen.
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Zalando schickt Kundin versehentlich Mettwurst
Shopping hat viel mit Lust zu tun, aber eben nicht mit Fleischeslust. Deswegen war eine Kundin not amused, als ihre bislang letzte Zalando-Bestellung bei ihr eintraf. Es handelte sich um eine Tasche, die allerdings nicht leer war. Darin fand die Dame eine Zwiebelmettwurst. Nun ja. "Wir wissen nicht, wie die Wurst in die Tasche gekommen ist", sagte ein Zalando-Sprecher. Ein Lebensmittelversand sei nicht geplant.
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"Ich verstehe den Notruf der Bayern"
„Ich verstehe den Notruf der Bayern. Bayern nimmt quasi jeden Tag eine Kleinstadt auf. Was die Österreicher machen, geht so nicht. Die können nicht einfach ein paar tausend Flüchtlinge bewusst an Stellen an der Grenze abliefern, wo die Bundespolizei nicht steht. Das ist ja klassisches Schleusen.“
CDU-Innenpolitiker Armin Schuster gegenüber n-tv.de zu Seehofers Ultimatum, das Merkel übrigens kalt lässt. Laut bayerischem Innenministerium sind seit Anfang September 318.000 Flüchtlinge nach Bayern eingereist.
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Köln verbannt Fernbusse aus der Innenstadt
Fernbusse haben in den vergangenen Jahren viele Fans gefunden - einfache Buchung, relativ komfortables Reisen und vor allem spottbillige Preise sind das Erfolgsrezept. Doch dadurch tummeln sich auch zig neue grüne, gelbe oder weiße Busse in deutschen Innenstädten und sorgen für Staus, Behinderungen, Wartezeiten. "Schluss damit!", sagt nun die erste deutsche Großstadt. Köln verbannt die Busse aus der Innenstadt. Stattdessen müssen sie am Flughafen Köln/Bonn halten. "Mein Fernbus" hat bereits reagiert und fährt künftig nur noch das benachbarte Leverkusen an. "Postbus", "Dein Bus" und "Megabus" haben allerdings gehorcht und verlegten die Haltepunkte an den Flughafen.
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Was halten Sie davon? Stimmen Sie ab.
Roaming ja, Netzneutralität nein?
Das ist ja erstmal eine gute Nachricht: Die Roaming-Gebühren fallen nächstes Jahr weg. Wer also mit dem Handy im EU-Ausland telefoniert, muss nicht mehr Extra-Gebühren bezahlen. Doch gleichzeitig wurden Beschlüsse zur Netzneutralität gefasst, die Aktivisten Sorge bereiten. Sie fürchten ein schnelleres Internet für alle, die dafür zahlen - und nicht wie jetzt eines, das gleich schnell für alle ist.
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IS sprengt drei Geiseln in Palmyra in die Luft
Britische Medien berichten von einer neuen Gräueltat des IS. Die Terroristen sollen in der syrischen Ruinenstadt Palmyra drei Geiseln an römische Säulen gebunden haben und diese dann in die Luft gesprengt haben. Laut dem "Guardian" berichtet darüber die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Demnach ereignete sich die Tat am Montag.
Kondome nicht gut "für 21 Orgasmen"
"Nein, so geht das nicht", sagt ein Gericht. Adressat des Tadels ist der Berliner Kondomhersteller Einhorn. Der druckt auf seine Präservativpackungen mit sieben Exemplaren "entspricht bis zu 21 Orgasmen" - das könne aber zum Mehrfachgebrauch verleiten, so das Gericht. "Deswegen haben wir das verboten", sagte die Vorsitzende Richterin.
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Russischer Soldat in Syrien getötet
Seit vier Wochen bombardieren russische Kampfjets Stellungen von Assad-Gegnern, Hunderte Rebellen starben bereits, nun traf es erstmals einen russischen Soldaten.
Seine Eltern bestätigten dies einer Nachrichtenagentur. Allerdings sei ihnen gesagt worden, ihr 19-jähriger Sohn habe sich aus Liebeskummer erhängt. "Diese Version glaube ich niemals", sagte seine Mutter Swetlana.
Ein Offizier bestätigte, dass ein Soldat getötet wurde, die Regierung hat sich noch nicht geäußert.
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Schichtwechsel
Über die Autorin
Nora Schareika ist längst entschwunden, genießt hoffentlich die schöne Oktobersonne. Volker Petersen übernimmt und begleitet Sie dann jetzt durch den Rest des Tages durch denselben. ]
Polizisten "wahrscheinlich" am Tod Oury Jallohs beteiligt
Mehr als zehn Jahre liegt der Tod von Oury Jalloh zurück - verbrannt in Polizeigewahrsam. Zwei Brandsachverständige, ein Rechtsmediziner und ein Experte für Giftstoffe aus dem Ausland haben den Fall noch einmal aufgerollt. Sie halten es für wahrscheinlich, dass Polizisten am Tod des damals 36 Jahre alte Sierra Leoners beteiligt waren. Die "Initiative in Gedenken an Oury Jalloh" verficht die Mordthese, wonach Polizisten Jalloh getötet haben sollen. Das lässt sich aber auch mit den neuen Gutachten nicht nachweisen.
Vor gut zwei Wochen griff der "Tatort" den Fall Oury Jalloh auf. Hier lesen Sie die Rezension.
Auch Flüchtlinge dürfen bei Olympia mitmachen
Wer als Flüchtling bisher gerne an Olympischen Spielen teilgenommen hätte, hatte folgendes Problem: Wie sollte er oder sie für das Land starten, aus dem er oder sie geflohen war? IOC-Präsident Bach hat vor der Uno-Vollversammlung in New York einen Vorschlag zur Lösung dieses Problems gemacht (das vermutlich auch eine nicht übermäßig große Personengruppe betrifft):
Uno-Mitgliedsstaaten sollen das Internationale Olympische Komitee unterstützen, talentierte Sportler unter den Flüchtlingen zu finden.
Ab den Sommerspielen 2016 können dann theoretisch auch Flüchtlinge antreten - sofern sie sich qualifizieren konnten.
Diese Top-Athleten unter den Flüchtlingen dürfen dann unter neutraler Flagge starten.
Fünf Bundespolizisten sollen nach Slowenien
Sage und schreibe fünf Bundespolizisten sollen noch in dieser Woche nach Slowenien geschickt werden, um dort beim Flüchtlingschaos zu helfen. Die Zahl klingt lächerlich gering. Laut Bundesinnenministerium geht es aber erst einmal darum, den europäischen Polizeieinsatz in dem Land vorzubereiten. Den hatte am Sonntag der EU-Sondergipfel in Brüssel beschlossen.
Schwerer Beschuss am Donezker Flughafen
Bei einem Angriff prorussischer Separatisten auf die Ruinen des Flughafens von Donezk in der Ostukraine ist nach Darstellung des ukrainischen Militärs ein Soldat getötet worden. Die Armeestellungen seien am Montag von den Ortschaften Piski und Opytne aus beschossen worden, sagte ein Militärsprecher. Die Rebellen wiederum werfen der ukrainischen Armee vor, die Ruinen des Flughafens zu beschießen. Der Armeesprecher wies das zurück. Bewohner des nahegelegenen Viertels Oktiabrski sprachen indes von schwerem Beschuss in der Nacht zum Dienstag.
Chewbacca vor ukrainischem Gericht
Gestern berichteten wir von der Festnahme des aus Star Wars bekannten Zottelmonsters Chewbacca.
Und so sieht es aus, wenn es vor Gericht gestellt wird:
BKA bestätigt Nichtexistenz von NSU-Nebenklägerin
In der Affäre um ein erfundenes Opfer eines NSU-Bombenanschlags hat ein Zeuge vor dem Oberlandesgericht München Klarheit geschaffen. Die Nebenklägerin Meral Keskin gebe es gar nicht, sagte ein Ermittler des Bundeskriminalamtes im Münchener NSU-Prozess. Der Beamte war vom Gericht beauftragt worden, die Existenz der Frau zu klären. Die Affäre war vor einem Monat ins Rollen gekommen.
Mohamed: Polizei lobt 10.000 Euro Belohnung aus
Im Fall des seit dem 1. Oktober verschwundenen vierjährigen Mohamed Januzi hat die Berliner Polizei neue Fahndungsfotos veröffentlicht. Neue Videosequenzen von einer privaten Aufnahme zeigen den mutmaßlichen Entführer in der Moabiter Stromstraße. Sie sind auf der Webseite der Polizei zu sehen.
Etwa eineinhalb Stunden zuvor ist der Flüchtlingsjunge vom Gelände des Landesamtes für Gesundheit und Soziales von demselben Mann weggeführt worden. Für Hinweise aus der Bevölkerung, die zur Ergreifung des Mannes führen, lobte die Polizei außerdem eine Belohnung von 10.000 Euro aus.
Schlagzeilen zur Mittagspause
Flüchtlinge in Dobova: Lage bleibt prekär
Schwarzwälder Schinkenhersteller wehren sich gegen Krebsvorwurf
Die WHO-Warnung vor Krebs durch verarbeitetes Fleisch erzürnt auch den Schutzverband Schwarzwälder Schinkenhersteller. Der wirft der Weltgesundheitsorganisation eine Verunsicherung der Verbraucher vor. Von Schinken gehe keine Gesundheitsgefahr aus, sagte Verbandschef Hans Schnekenburger. Er könne ohne Bedenken gegessen werden. Die WHO habe ihre Vorwürfe nicht mit Zahlen belegt, die Debatte sei ideologisch gefärbt.
Was ist dran an der Warnung und wie viel Fleisch ist tatsächlich ungesund? Hier finden Sie mehr dazu.
Koffer am Alexanderplatz gesprengt
Der verdächtige Koffer am Berliner Alexanderplatz ist gesprengt worden - gemäß der üblichen Praxis mit einem Wasserstrahl. Es war nur Kleidung darin.
Indonesier dürfen auf Kriegsschiffen frische Luft schnappen
Seit Wochen brennt es in Indonesien. Illegale Brandrodungen verpesten die Luft. Viele Menschen sind schon krank. Das Land bietet deshalb jetzt Schiffstouren an, damit Betroffene mal wieder frische Luft einatmen können. Dabei kommen keine Ausflugsdampfer zum Einsatz, sondern Kriegsschiffe. Elf Schiffe sind bereits auf dem Weg zu den Inseln Borneo und Sumatra.
Und hier was zum Gucken für Kardashian-Fans
Kim Kardashian veröffentlicht ja eigentlich Bilder von allem, so auch von ihrer Babyparty mit Freundinnen. Zu sehen ist ihr inzwischen ziemlich runder Bauch. Der "Baby Shower" wird traditionell etwa zwei Monate vor dem errechneten Geburtstermin veranstaltet.
"Die wahre Beverly-Hills-Truppe" schrieb Kardashian zu einem der zahlreichen Bilder, die sie auf Instagram postete.
Auch Kims Halbschwestern Kylie und Kendall Jenner waren dabei. Kylie soll ja die neue Konkurrenz für Kim sein. Anna Meinecke hat ihr eine Bilderserie gewidmet.
Türkei greift Kurden in Syrien an
Die türkischen Streitkräfte haben Stellungen kurdischer Kämpfer in Syrien angegriffen. "Wir haben zwei Mal angegriffen", sagte Regierungschef Davutoglu im Fernsehen. Ankara habe die kurdische Partei PYD gewarnt, den Euphrat nicht Richtung Westen zu überqueren, sagte er zur Begründung. Ob die kurdischen Einheiten aus der Luft oder von Bodentruppen angegriffen wurden, ist unklar.
Die PYD und ihre Miliz YPG haben im Norden von Syrien eine Selbstverwaltung aufgebaut, leiden aber sowohl unter der türkischen Blockade als auch unter Angriffen des IS. Mehr dazu erfahren Sie in diesem Interview.
Nervosität wegen eines Koffers am Alexanderplatz
Am Berliner Alexanderplatz hat die Polizei gerade um den Kaufhof eine Absperrung errichtet. Grund ist ein herrenloser Koffer. Das Kaufhaus öffnet normalerweise um 9.30 Uhr.
Wir werden Sie auf dem Laufenden halten, ob der Koffer wirklich Sprengstoff enthält oder ob er vergessen worden ist.
Sind Sie auch auf die Schallplatte gekommen?
Ganz weg war sie nie, aber seit Jahren feiert die Schallplatte ein wahres Comeback unter Musikfans. Unterwegs kommt die Musik digital aus Smartphone oder MP3-Player, aber zu Hause werden den Platten eigene Regale gebaut und die Sammlung stetig erweitert und umsortiert.
Da möchte ich gleich auch mal Sie fragen:
Schlagzeilen am Morgen
8000 Neuankömmlinge in Passau
Das meint Horst Seehofer wohl mit den fehlenden Absprachen mit Österreich, die er beklagt. Allein gestern sind laut Bundespolizei in Bayern 8000 Migranten im Raum Passau angekommen. Besonders viel los war am frühen Abend. In Wegscheid seien auf einen Schlag 2000 Migranten angekommen. "Wir konnten uns darauf nicht vorbereiten", sagte ein Sprecher. Von den österreichischen Behörden habe es keine Vorwarnung gegeben. Dabei seien die Flüchtlinge vermutlich mit Bussen zur deutschen Grenze gefahren worden.
Taliban wollen Erdbebenopfern helfen
Mehr als 300 Menschen sind bei dem Erdbeben in Afghanistan und Pakistan ums Leben gekommen. Das ist die vorläufige Zahl. Den Überlebenden wollen jetzt die Taliban helfen. Die Führung der Islamistenorganisation rief ihre Kämpfer auf, den Menschen zu helfen. Auch Hilfsorganisationen erhielten einen Appell der Taliban: Sie sollten den Opfern "Unterkunft, Lebensmittel und medizinische Versorgung" zukommen lassen.
Kinderjacke und -fahrrad lösen Großeinsatz aus
Ein herrenloses Kinderfahrrad und eine Jacke auf einem Weg nahe einer Brücke - was ist der naheliegende Schluss, wenn weit und breit niemand zu sehen ist?
In Mörlenbach hat genau so ein Fund zu einer großen Suchaktion geführt. Polizei, Feuerwehr, Rettungshundestaffel - 60 Einsatzkräfte waren beteiligt.
Einer der Hunde konnte den Geruch des Fahrrads aufnehmen und bis zu einem Wohnhaus verfolgen. Dort stellte sich heraus, dass die Kinder der Familie an der Brücke gespielt und Fahrrad wie Jacke vergessen hatten.
War Ihnen klar, WIE schwer es Donald Trump hatte?
Donald Trump will US-Präsident werden und weiß sich gut zu inszenieren. Bei einem Wahlkampfauftritt hat der Milliardär zum Besten gegeben, wie schwer er es am Anfang hatte.
"Ich hatte es nicht leicht", leitete Trump seine Geschichte gestern ein. Erst ein "kleiner" Kredit seines Vaters über eine Million Dollar habe ihm beim Einstieg ins Berufsleben geholfen.
Natürlich musste er den Kredit an Fred Trump zurückzahlen - mit Zinsen. Außerdem sei eine Million Dollar nicht viel im Vergleich zu dem, was er aufgebaut habe.
Geflohene Straftäter wieder gefasst
Gestern flohen fünf Straftäter aus dem Maßregelvollzug in Niedersachsen. Jetzt sind von der Polizei wieder gefasst worden, wie der NDR berichtet. Ein Polizeisprecher bestätigte das. Demnach wurden die Männer in Ostfriesland aufgegriffen.
Zombie-Verdacht - "Walking Dead"-Fan tötet seinen Freund
Der Irrsinn findet immer wieder neue Wege. Dieser Schluss drängt sich jedenfalls auf, wenn man diese Geschichte aus New Mexico liest:
Ein Fan der Zombieserie "The Walking Dead" hat seinen Freund umgebracht. Er meinte, dieser sei dabei gewesen, sich in einen Zombie zu verwandeln.
Vorher hatte der 23-Jährige stundenlang die Serie geschaut und sich tüchtig betrunken.
Das Opfer starb an Messerstichen und Prügeln mit einer E-Gitarre und einer Mikrowelle.
Hier lesen Sie mehr dazu.
Mein Kollege Thomas Badtke mag auch Zombies aller Art, ist aber, wie ich Ihnen versichern kann, selbst weit davon entfernt, einer zu werden. Gestern schrieb er über Staffel 5 auf DVD.
Australier lästert über Fleischwarnung der WHO
Für die Warnung der WHO vor verarbeitetem Fleisch hat man vor allem in Australien nur Spott übrig. Niemand auf der Welt isst mehr Fleisch als die Australier - im Durchschnitt mehr als 100 Kilogramm pro Jahr und Person. Für die WHO sind Wurst und Schinken so gefährlich wie Asbest, Alkohol und Tabak.
Der Agrarminister Barnaby Joyce findet also klare Worte:
"Wenn wir all das aus unserer Ernährung streichen würden, was die WHO als krebserregend bezeichnet, können wir zurück in die Höhlen gehen."
"Das macht das Ganze doch vollends zur Farce - Würstchen mit Zigaretten zu vergleichen", meinte Joyce.
Das wird heute wichtig
Über die Autorin
Guten Morgen! Wir schauen auf einen jetzt schon nachrichtenreich beginnenden Dienstag und zu früher Stunde begrüßt Sie hier wieder Nora Schareika.
Schauen wir auf den heutigen Plan - das wird heute wichtig:
Vernachlässigt die Bundesregierung wegen der Flüchtlingskrise andere Themen? Das wirft die Opposition ihr vor. Doch viele Entscheidungen im Bundestag stehen unmittelbar bevor.
Viele Menschen in Deutschland fürchten, dass durch mehr Asylbewerber häufiger eingebrochen oder gestohlen wird. In Braunschweig gibt es eine "Sonderkommission Flüchtlinge" der Polizei - die will heute ihre Erkenntnisse dazu mit der Öffentlichkeit teilen.
Ob Merkel bei diesem Termin ganz bei der Sache sein wird? Am Mittag empfängt sie den Präsidenten von Honduras, Juan Orlando Hernández, mit militärischen Ehren.
Der BGH spricht sein Urteil gegen eine Islamistin aus dem Allgäu, die 2014 mit ihren kleinen Töchtern nach Syrien reiste.
Das EU-Parlament überlegt heute, wie Europa beim Thema Flüchtlinge besser mit der Türkei kooperieren könnte.
Außerdem verraten wir Ihnen, welche Dame die größte Konkurrenz für Kim Kardashian darstellt.
Das Wetter mit Björn Alexander
Nachdem der Oktober bisher eher zu wolkig und zu kühl gewesen ist, will er es auf der Zielgeraden besser machen. Denn auch heute bleibt es nach kaltem Start und Auflösung von Nebelfeldern oft schön. Nur in ungünstigen Lagen in der Südhälfte bleibt es neblig trüb. Dazu im Dauernebel kühle 10, mit Sonne hingegen im Rheinland bis 19 Grad. Von Mittwoch bis Freitag ziehen dann von Westen her schon mal mehr Wolken durch, bevor es sich am Wochenende wieder ruhiges und sehr mildes Hochdruckwetter durchsetzt. Dann mit Höchstwerten zwischen 10 Grad im Nebel und bis 20 Grad mit Sonnenschein.
Schlagzeilen aus der Nacht