Das war Mittwoch, der 26. April 2017
Liebe Leser!
In der Türkei werden mehr als 1000 Polizeiangehörige festgenommen - sie sollen der Gülen-Bewegung nahe stehen. Die Festnahmen sorgen dafür, dass sich das Verhältnis zu Deutschland weiter anspannt - jetzt werden Wirtschaftshilfen zurückgehalten.
Das ist sonst noch wichtig:
Mehr Geld für Deutschlands Ruheständler: Ost-West-Gegensatz wird geringer
Trump möchte die "größte Steuersenkung der US-Geschichte" - und wird von einem Demokraten vorgeführt. Wie? Das hat Kollege Max Borowski aufgeschrieben.
Ungarns Präsident Viktor Orban bleibt beim neuen Hochschulgesetz hart. Die EU-Kommission schlägt Alarm.
Beim "Jahrhundert-Raub" in Paraguay ist der mögliche Drahtzieher offenbar kein Unbekannter.
Die Rangliste zur Pressefreiheit wird bekanntgegeben. Deutschland liegt nur auf Platz 16 - aber warum?
Jonathan Demme ist tot. Der Regisseur von "Das Schweigen der Lämmer" starb mit 73 Jahren.
Tennisspielerin Maria Scharapowa ist nach ihrer Dopingsperre zurück - und siegt wie zuvor.
Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht!
Mann will Wohnung der Freundin anzünden
Ein 35-Jähriger soll versucht haben, die Wohnung seiner Freundin anzuzünden. Deswegen wurde er in Aspach bei Stuttgart festgenommen. Zunächst habe er nach bisherigen Erkenntnissen seine Freundin geschlagen, dann Spiritus ausgeschüttet und angezündet, teilte die Polizei mit. Die Flammen erloschen jedoch. Die 41-Jährige bat eine Freundin per Handy um Hilfe, die die Polizei alarmierte. Als Motiv vermuteten die Ermittler Beziehungsprobleme. Wegen versuchter besonders schwerer Brandstiftung wurde Haftbefehl erlassen.
Gabriel und Wang - eine stürmische Begrüßung
37-Jährige in Uganda hat 38 Kinder
38 Kinder - so viele leben in manchem Dorf nicht. Oder wenn doch, haben sie zumindest viele verschiedene Erziehungsberechtigte. In Uganda aber haben 38 Kinder offenbar dieselbe Mutter. Und die ist gerade mal 37 Jahre alt.
Vier Mal habe Mariam Nabatanzi Drillinge und jeweils drei Mal Vierlinge und Zwillinge geboren, bestätigten öffentliche Behörden.
Die Kinder stammten alle von demselben Vater, sagte Samari Musenero vom Bezirksrat: "Der Älteste ist 23 Jahre und die Jüngste vier Monate alt."
Die Mutter kämpfe mit finanziellen Schwierigkeiten. Deswegen riefen Politiker in dem Dorf Kabimbiri, rund 50 Kilometer von der Hauptstadt Kampala entfernt, dazu auf, die Familie zu unterstützen.
Deutsche Börse will eigene Aktien zurückkaufen
Die Deutsche Börse spendiert ihren Aktionären nach dem gescheiterten Zusammenschluss mit der London Stock Exchange (LSE) einen Aktienrückkauf.
Im zweiten Halbjahr solle ein Programm mit einem Volumen von rund 200 Millionen Euro aufgelegt werden, teilte der Börsenbetreiber mit.
Allerdings müsse die Hauptversammlung Mitte Mai noch zustimmen, und der Vorstand müsse die Details festlegen.
Das Geld nimmt die Börse nach eigenen Angaben aus dem Verkaufserlös der US-Börse International Securities Exchange, angepeilt ist dafür rund eine Milliarde Euro.
Frau sitzt stundenlang auf Kran fest
Diese Frau hat offenbar weder Höhenangst noch es besonders eilig: Mehr als fünf Stunden lang hat eine Frau im kanadischen Toronto auf einem Kran in über 30 Meter Höhe festgesessen. In einer komplizierten Rettungsaktion befreite die Feuerwehr die junge Frau, wie kanadische Medien berichteten. Sie war auf den Kran geklettert und hatte sich dann an einem Kabel auf einen Flaschenzug hinabgeseilt, auf dem sie dann stundenlang saß. Der Grund für die Aktion war zunächst unklar. Ihr droht nun eine Strafe wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses.
Trump will Naturschutzgebiete verkleinern
US-Präsident Donald Trump möchte zumindest einen Teil der Naturschutzgebiete der USA wirtschaftlich nutzbar machen.
Bei den sogenannten National Monuments, die sich über mehr als 40.000 Hektar erstrecken, soll geprüft werden, ob ein Teil des Landes vom Schutz ausgenommen werden kann.
Trump bezeichnete die Unterschutzstellung großer Gebiete als "Landnahme" des Bundes. Den Menschen vor Ort sei der Einfluss entzogen worden.
National Monuments können im Gegensatz zu Nationalparks vom Präsidenten unter Schutz gestellt werden.
Barack Obama hatte unter anderem große Meeresgebiete unter Schutz stellen lassen. Dies hatte Einfluss auf Fischfang und Ölförderung.
Schlagzeile auf Schlagzeile
Österreich freut sich über weiße Tiger-Vierlinge
Flauschalarm - was sind die süß! Vor einem Monat sind in Österreich weiße Tiger-Vierlinge geboren worden. Sie seien ganz mit Essen und Trinken beschäftigt, hieß es im Kameltheater Kernhof bei St. Aegyd am Neuwalde. Bei ihrer Geburt wogen die Tiger zwischen 940 und 1200 Gramm. In der Zwischenzeit haben sie mit Muttermilch bereits fünf Kilo zugelegt. Die Babys mit den Namen Falco, Toto, Mia und Mautzi sind laut Zoo-Direktor Herbert Eder "kerngesund und stramm". Die vier seien auf natürliche Weise gezeugt worden. Tiger-Mutter Thalie und der bereits 25-fache Vater Samir hätten in dem ruhigen Tal ohne elektrische Zäune ein gutes Leben. "Und die Tiere haben extrem gute Gene", sagte Eder. Allerdings müssen die Tiger-Babys mit spätestens einem Jahr den Zoo verlassen, um Inzucht zu vermeiden.
Tochter reist aus, Frankreich muss zahlen
Frankreich muss Eltern entschädigen, deren 17-jährige Tochter trotz einer Vermisstenmeldung das Land verlassen und nach Syrien reisen konnte. Das oberste Verwaltungsgericht verurteilte den Staat zur Zahlung von 15.000 Euro. Die Minderjährige hatte im November 2013 die Kontrollen am Flughafen Paris-Orly passiert und war nach Istanbul geflogen, obwohl sie bereits seit Juni als vermisst gemeldet war. Von Istanbul reiste sie ins Bürgerkriegsland Syrien. Für die Fahrlässigkeit der Grenzpolizei müsse der Staat zur Rechenschaft gezogen werden, teilte der Staatsrat mit. Seit Januar dieses Jahres brauchen alleinreisende Minderjährige die schriftliche Erlaubnis eines Erziehungsberechtigten, um Frankreich zu verlassen.
Tschernobyl-Katastrophe ist 31 Jahre her
31 Jahre ist die Atomkatastrophe von Tschernobyl her: Anlässlich dieses unrühmlichen Tages will Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko die Zusammenarbeit mit der Ukraine ausweiten. "Wir nutzen das Potenzial unserer Kooperation nicht in Gänze aus", sagte Lukaschenko laut der Agentur Belta bei einem gemeinsamen Gedenken mit dem ukrainischen Staatschef Petro Poroschenko in Tschernobyl. Wissenschaftler, Ärzte und Umweltexperten könnten noch viel mehr für den Schutz der Bevölkerung in der Region unternehmen. Der Super-Gau in Tschernobyl am 26. April 1986 zählt zu den schlimmsten Atomkatastrophen in der Geschichte der zivilen Nutzung der Nuklearenergie. Die radioaktive Wolke breitete sich von der damaligen Sowjetrepublik über Westeuropa aus. Teile der Region um den havarierten Reaktor sind bis heute unbewohnbar.
Trauer um "Schweigen der Lämmer"-Regisseur
Der Oscar-gekrönte Regisseur Jonathan Demme ist tot. Er sei im Alter von 73 Jahren in seiner Wohnung in New York gestorben, sagte seine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Seine Frau und seine drei Kinder seien bei ihm gewesen. Demme habe an Speiseröhrenkrebs gelitten. Die Familie habe eine kleine Beerdigung im privaten Kreis geplant. Demme hat unter anderem bei Erfolgsfilmen wie "Das Schweigen der Lämmer" und "Philadelphia" Regie geführt.
Skepsis gegenüber Zuwanderung wächst
Weniger Menschen in Deutschland wollen sich ehrenamtlich für Flüchtlinge einsetzen, die Bereitschaft ist im vergangenen Jahr gesunken. Das zeigt eine Untersuchung, die das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) veröffentlichte. Danach wollten sich im Februar und März 2016 noch 20 Prozent der Befragten künftig vor Ort engagieren. Zum Jahreswechsel waren dazu nur noch etwa elf Prozent der in Deutschland lebenden Menschen bereit. Ausschlaggebend sei wohl der Eindruck, dass Hilfe angesichts der im Vergleich zu 2015 gesunkenen Zuwanderungszahlen nun weniger dringend sei, sagte der Direktor des sozio-ökonomischen Panels des DIW, Jürgen Schupp. Das Institut stellte außerdem fest, dass knapp die Hälfte der Bevölkerung inzwischen mit "großen Sorgen" auf die Zuwanderung blickt. Am größten sei die Besorgnis im Osten Deutschlands, wo die wenigsten Migranten lebten.
Drogenkurier hatte 46 Heroin-Päckchen im Körper
Was für eine lebensgefährliche Fracht: 46 Heroin-Päckchen hatte ein Drogenkurier im Körper, als er am Münchner Hauptbahnhof aufgeflogen ist. Er sollte die Drogen am vergangenen Sonntag von Witten in Nordrhein-Westfalen ins italienische Verona schmuggeln. Insgesamt handelte es sich um fast ein Kilogramm Heroin, die im Krankenhaus in so genannten Body Packs aus ihm herausgeholt wurden. Dafür, dass er sein Leben aufs Spiel setzte, sollte der Kurier 500 Euro erhalten.
Russen fordern Medwedews Rücktritt
Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew soll zurücktreten - das fordern zahlreiche Russen. Grund sind schwere Korruptionsvorwürfe. Fast die Hälfte der Teilnehmer einer repräsentativen Umfrage seien für einen Wechsel an der Regierungsspitze, teilte das renommierte Lewada-Zentrum in Moskau mit. Demnach sind Medwedews Zustimmungswerte seit Monaten im Sinkflug. Sprachen ihm im Mai 2016 noch 53 Prozent ihr Vertrauen aus, sind es im April 2017 nur 33 Prozent. Der Oppositionelle Alexej Nawalny hatte im März eine Dokumentation veröffentlicht, die belegen soll, dass Medwedew sich über Strohmänner ein großes Vermögen mit Villen, Jachten und Weinbergen zugelegt haben soll.
Schlagzeilen zum Feierabend
Lindners FDP-Spot erntet Spott von SPD
Kennen Sie schon den neuen Werbe-Clip von Christian Lindner? Der FDP-Chef landet damit derzeit einen Hit im Internet. Doch der Spott ist ebenfalls nicht weit. Und so kontert der SPD-Abgeordnete in Nordrhein-Westfalen, Ibrahim Yetim, den Clip mit einem eigenen Video. Es ist sozusagen ein Spott-Spot, der den Duktus und die Art von Lindners Video konterkariert. "Haben Sie mal was gemacht, von dem Sie überzeugt waren, dass es richtig ist?" - mit diesem Satz steigen beide Videos ein. Dann folgen bei Lindner etliche kritische Sprüche, die Politiker ständig zu hören bekommen. Bei Yetim folgt die witzige Abrechnung mit dem FDP-Chef. Aber vergleichen Sie selbst.
Dreimal in dieselbe Radarfalle gerast
Das nennt man dann wohl dumm gefahren … Gleich drei Mal innerhalb von vier Stunden ist ein Mann in Westfalen von derselben Radarfalle geblitzt worden. Sein Wagen sei mit 126, 122 und 106 Stundenkilometern unterwegs gewesen, teilte die Polizei mit. Auf der Strecke bei Münster gilt allerdings eine Höchstgeschwindigkeit von 70 Stundenkilometern. Der Raser wird für seine Vergehen vom Freitag nun mit 600 Euro zur Kasse gebeten, außerdem bekommt er fünf Punkte in Flensburg und muss für zwei Monate seinen Führerschein abgeben.
Kritik an Anbietern von Fitness-Armbändern
Tragen Sie auch so ein sportliches Fitness-Armband? Und wissen Sie eigentlich, was die Anbieter mit Ihren Daten machen? Nein? Dann ist die folgende Nachricht für Sie bestimmt interessant: Verbraucherschützer aus Nordrhein-Westfalen haben führende Anbieter von Fitness-Armbändern, Computer-Uhren und entsprechender Apps wegen ihrer Datenschutz-Bestimmungen abgemahnt. Mit Apple, Garmin, Fitbit, Jawbone, Polar, Runtastic, Striiv, UnderArmour und Withings sind die bekanntesten Namen der Branche betroffen.
"Aufgrund ihrer rechtlichen Analyse kommen die Marktwächterexperten zu dem Schluss, dass die geprüften Anbieter Nutzer häufig darüber im Unklaren lassen, was mit den gesammelten Daten passiert", erklärten die Verbraucherschützer. Unter anderem behielten sich sechs Anbieter das Recht vor, Änderungen in Datenschutzerklärungen jederzeit und ohne aktive Information des Nutzers vornehmen zu können.
Riesenkaninchen stirbt bei Flug
Trauer um ein Kaninchen: Das zehn Monate alte Tier namens Simon ist im Frachtraum einer United-Airlines-Maschine gestorben. Simon - ein Nachkomme des größten Kaninchens der Welt - sollte von London Heathrow zu seinem neuen Besitzer nach Chicago geflogen werden. "Ich habe schon Kaninchen um die ganze Welt geflogen, aber so etwas ist noch nie passiert", sagt die Besitzerin des Tieres, Annette Edwards gegenüber "The Sun". Drei Stunden vor dem Flug sei Simon noch von einem Tierarzt untersucht worden - und "fit wie ein Turnschuh" gewesen, versichert Edwards. Warum das 90 Zentimeter große Tier gestorben ist, ist noch unklar.
Le Pen stiehlt Macron die Schau
Mit einem Überraschungsauftritt hat die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen ihrem Konkurrenten Emmanuel Macron die Schau gestohlen. Die Rechtspopulistin tauchte unangekündigt vor dem Werk des US-Haushaltsgeräteherstellers Whirlpool im nordfranzösischen Amiens auf, das nach Polen verlagert werden soll. Sie schüttelte dort Arbeitern die Hände und ließ Selfies mit sich machen. Sie kam damit Macron zuvor, der in seiner Heimatstadt Amiens Gewerkschaftsvertreter traf. Der wollte das nicht auf sich sitzen lassen und kündigte an, das Werk von Whirlpool ebenfalls besuchen zu wollen. Er warf Le Pen vor, sie wolle aus dem Schicksal der Firma politischen Profit schlagen.
Neunter "Star Wars"-Teil startet 2019
Alle Star-Wars-Fans aufgepasst: Sie müssen sich noch gut zwei Jahre gedulden, bis Sie einen neuen Teil im Kino sehen können. "Star Wars: Episode IX" wird am 24. Mai 2019 Premiere feiern, teilten die Disney Studios mit. Die Dreharbeiten sollen im kommenden Jahr beginnen. Mit dabei sein werden wohl wieder die Schauspieler Adam Driver, John Boyega, Daisy Ridley und Oscar Isaac. Einstweilen können sich die Fans Teil acht des Epos anschauen, das seit Mitte Dezember in den Kinos läuft. Zudem wird es einen Film rund um die Figur Han Solo geben, der noch keinen Titel trägt. Dieser Streifen soll laut Disney am 25. Mai 2018 Premiere feiern.
Spürhunde suchen Riesen-Goldmünze
Jetzt weiß ich also auch, warum ich gerade auf dem Weg zur Arbeit einen Umweg in Kauf nehmen musste: Die geklaute Riesen-Goldmünze vom Bode-Museum wird mal wieder gesucht.
Einen Monat nach dem spektakulären Diebstahl auf der Berliner Museumsinsel setzt die Polizei nun Spürhunde ein. Die S-Bahnstrecke wurde gesperrt.
"Unsere Kolleg. des #LKA begeben sich dort mit Hilfe von Mantrailer-Hunden auf die Spur der Goldmünze aus dem Bodemuseum & deren Diebe", twitterte die Polizei.
Die kanadische 100-Kilo-Goldmünze hat einen geschätzten Materialwert von 3,8 Millionen Euro.
Mehr zur Goldmünze und der Suche nach ihr finden Sie hier.
Schichtwechsel
Mein Kollege Volker Petersen hat sich in den verdienten Feiernachmittag verabschiedet. Von nun an halte ich die Stellung und suche für Sie Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Anja Rau, ich begleite Sie gern bis in den späten Abend.
Japan gehen die Kartoffelchips aus
Falls Sie gerne Kartoffelchips essen, sollten Sie bei der nächsten Sendung, die Sie am Samstagabend statt "Wetten, dass ..?" im TV gucken, kurz innehalten. Denn das knusprige Vergnügen, in gut gesalzene Rösterzeugnisse zu beißen, ist nicht jedem vergönnt. In Japan beispielsweise werden die Kartoffelchips knapp. Die Kartoffelernte war schlecht. Zu viele Taifune. Die Chips-Produzenten Calbee und Koikeya mussten daher die Produktion einiger ihrer beliebtesten Geschmacksrichtungen stoppen - darunter "Pizza" und "French Salad". Der japanische Snack-Marktführer Calbee setzte bereits Mitte April landesweit den Verkauf von rund 30 Chipssorten aus. Wir müssen dankbar sein für das, was wir haben.
Airbus bekommt Großauftrag aus China
Airbus-Manager dürften mal wieder anstoßen, wieder kommt eine große Order herein - aus China. Die Fluggesellschaft China Southern will 20 Exemplare des jüngsten Modells Airbus A350-900 kaufen. Laut Preisliste hat der Auftrag einen Gesamtwert von knapp 6 Milliarden US-Dollar (5,5 Mrd Euro). Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen hohe Rabatte üblich.
Festnahme nach Mord auf offener Straße
Im Januar schockiert ein mutmaßlicher Blutrache-Mord auf offener Straße nicht nur die Menschen im niedersächsischen Visselhövede. Jetzt nimmt die Polizei einen Tatverdächtigen fest.
Es handelt sich um einen 22-jährigen Mann, der seine Tatbeteiligung bereits zugegeben habe, wie die Staatsanwaltschaft Verden mitteilte. Gegen ihn erging Haftbefehl wegen des Verdachts auf gemeinschaftlich begangenen Mord.
Ein weiterer Mann wurde in Amsterdam festgenommen, aber wieder auf freien Fuß gesetzt.
Bei dem Opfer handelt es sich um einen 46-jährigen albanischen Flüchtling, der am 9. Januar in dem Ort Visselhövede auf der Straße vor einer Schule erschossen wurde.
Von der Leyen feuert Chefausbilder
Der Chef-Ausbilder der Bundeswehr muss sich einen neuen Job suchen. Seine Chefin, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, hat ihn gefeuert. Die CDU-Politikerin macht Generalmajor Walter Spindler für die schleppende Aufklärung von mutmaßlichen Missbräuchen verantwortlich.
Mehr dazu hier.
EU leitet Verfahren gegen Ungarn ein
Der Konflikt zwischen Ungarn und der EU verschärft sich - die EU-Kommission leitet ein Verfahren gegen das Land ein. Stein des Anstoßes ist das neue Hochschulgesetz. Das schränkt das Recht von Universitäten mit Hauptsitz außerhalb der EU ein, ungarische Abschlüsse zu verleihen. Es richtet sich im Wesentlichen gegen die von George Soros finanzierte Universität in Budapest.
Mehr dazu hier.
USA bauen Raketenschild über Südkorea aus
Schweres Zugunglück auf dem Brenner
Zwei Eisenbahner kommen bei einem schweren Zugunglück in Südtirol ums Leben.
Auf der Brennerbahnstrecke werden zudem drei Bauarbeiter verletzt, als die Bremsen eines Bauzugs offenbar versagten und dieser in einen anderen Bauzug krachte.
Die Kollision in der Nähe von Brixen im Norden Italiens löste eine Explosion aus. Die Strecke soll erst am Nachmittag wieder freigegeben werden.
Schlagzeilen zur Mittagspause
EuGH erschwert illegales Streamen von Filmen
Wer einen Mediaplayer nutzt, der illegal Filme und Serien aus dem Internet streamt, hat künftig ein Problem. Der Europäische Gerichtshof hat nun geurteilt, dass ein Abspielen von urheberrechtlich geschützten Werken über bestimmte Player nicht vom Vervielfältigungsrecht ausgenommen ist.
Dies gilt nach Meinung der Richter zum Beispiel dann, wenn auf dem Player sogenannte Add-ons vorinstalliert sind, die kostenlosen Zugang zu illegalen Streaming-Websites ermöglichen.
Über den Verkauf von solchen Mediaplayern wird nach Auffassung des Gerichts eine "öffentliche Wiedergabe" geschützter Werke vorgenommen, die grundsätzlich dem Rechtsinhaber vorbehalten ist.
Ausgangspunkt für das Verfahren am EuGH war die Klage einer niederländischen Stiftung gegen den Anbieter Filmspeler. Sie kann nun erwarten, dass der Verkauf der beanstandeten Mediaplayer vom zuständigen niederländischen Gericht verboten wird.
Wirtschaft soll um 1,5 Prozent wachsen
Die deutsche Wirtschaft wird auch in diesem Jahr wieder wachsen. Die Bundesregierung rechnet mit 1,5 Prozent, wie nun mitgeteilt wurde. Die Wirtschaftsleistung steige im Jahr 2017 "voraussichtlich geringfügig stärker als noch bei der Jahresprojektion im Januar erwartet", erklärte das Wirtschaftsministerium. Damals waren 1,4 Prozent erwartet worden.
Papst hält Rede über Gin und Macht bei TED
Kennen Sie die TED-Talks? Das ist eine Art internationale Vortragsreihe, in deren Rahmen schlaue Menschen kluge Gedanken zu allen möglichen Themen äußern. Sehr sehenswert, da gibt es auch eine App. Nun hat sich ein besonders prominenter Mann unter die Redner gemischt. Papst Franziskus ließ sich per Video zu einer TED-Konferenz in Kanada schalten. Er rief die Mächtigen der Welt zu mehr Bescheidenheit auf. "Je mächtiger man ist, desto mehr werden sich die eigenen Handlungen auf andere auswirken, desto mehr ist man verpflichtet, demütig zu handeln. Ansonsten wird Ihre Macht Sie und andere ruinieren", sagte er. "Es gibt ein Sprichwort in Argentinien: Macht ist wie Gin auf leeren Magen zu trinken. Man fühlt sich schwindlig, betrinkt sich, verliert seine Balance und schadet schließlich sich selbst und allen um einen herum, wenn man seine Macht nicht mit Demut und Zärtlichkeit verbindet."
Köster: Bayern muss den Frust aus den Klamotten schütteln
Mann im Gorilla-Kostüm kriecht Londoner Marathon
Nur auf den ersten Blick wirkt Tom Harrison wie ein typisch britischer Spaßvogel - der hauptamtliche Polizist nimmt in seiner Freizeit am Londoner Marathon teil. Dabei trägt er nicht nur ein Gorilla-Kostüm, sondern legt die Strecke auch noch krabbelnd zurück. Deswegen hat er nun nach drei Tagen auch erst die Hälfte der Strecke absolviert, wie die BBC berichtet. Das Ziel von Mr Gorilla ist aber nicht nur sportlicher Natur. Er sammelt Spenden für den Schutz der Menschenaffen, insbesondere im östlichen Kongo, wo die "Gorilla Organization" aktiv ist. 2000 Pfund möchte er sammeln, dafür krabbelt der 41-Jährige noch je 10 bis 12 Stunden pro Tag durch die britische Hauptstadt. Und ja, die Knochen tun ihm bereits weh, wie er sagte. Donnerstag oder Freitag wird mit seiner Ankunft im Ziel gerechnet.
Frankreich: Assad-Regime schuld an Giftgas-Angriff
Der Giftgas-Angriff von Chan Scheichun in Syrien geht auf das Konto des Assad-Regimes - diese westliche Sicht der Dinge findet nun neue Bestätigung. Laboruntersuchungen von Proben aus Syrien hätten zweifelsfrei die "Handschrift des Regimes", teilt das französische Außenministerium mit. 87 Menschen starben bei dem Angriff am 4. April - die USA reagierten mit Luftschlägen gegen das syrische Regime. Russland hatte dagegen bezweifelt, dass die syrische Armee Giftgas eingesetzt hatte.
Madonna sauer über Verfilmung ihrer frühen Jahre
Dass ihre frühen Jahre vor ihrem Durchbruch verfilmt werden sollen, gefällt Madonna gar nicht. "Nur ich kann meine Geschichte erzählen", schrieb die 58-jährige Sängerin auf Instagram. "Jeder andere, der es versucht, ist ein Scharlatan und ein Dummkopf." Es sei eine "Krankheit unserer Gesellschaft", nach "sofortiger Befriedigung" zu suchen, "ohne die Arbeit zu machen". Die Universal Studios wollen den Film laut Medienberichten unter dem Titel "Blond Ambition" in die Kinos bringen.
Wildschweine trampeln drei IS-Kämpfer nieder
Nicht nur von Waffen geht eine tödliche Gefahr aus, sondern auch von wilden Tieren, ja selbst Wildschweinen. Im Norden des Iraks sollen nun drei IS-Kämpfer gar von einer Herde Wildschweine zu Tode getrampelt worden sein. Das berichtet die Londoner "Times" unter Berufung auf einen Stammesführer aus der Region. Demnach hätten die Kämpfer sich 80 Kilometer südwestlich von Kirkuk versteckt, um einen Angriff aus dem Hinterhalt vorzubereiten. Dabei, so der Mann, müssen sie die Herde aufgeschreckt haben, die dort und in angrenzenden Maisfeldern lebten. Die getöteten Kämpfer sollen zuvor 25 Menschen ermordet haben, die aus dem IS-Gebiet fliehen wollten.
Trump muss noch 493 Regierungsjobs vergeben
Wenn es einen Regierungswechsel gibt, werden nicht nur die Minister ausgetauscht, sondern auch viele Top-Positionen darunter, wie stellvertretende Minister, Staatssekretäre, Finanzverantwortliche oder Botschafter. In der Trump-Administration sind derzeit 530 solcher Stellen noch unbesetzt. Der Präsident hat auch erst 37 Vorschläge eingereicht, die der Senat absegnen muss. Laut "Washington Post" hatte Obama zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als doppelt so viele Jobs vergeben. Das behindert die Ministerien, die nicht mit voller Kraft arbeiten können. Grund dafür sind schwierige Abstimmungsprozesse im Weißen Haus selbst. Trumps Stabschef Reince Priebus sagte dazu, dass ein Kandidat wahrscheinlich nicht weiter beachtet wird, wenn einer der mit am Tisch Sitzenden Einwände hat - dazu gehören der rechte Chefstratege Steve Bannon und Trumps eher liberale Tochter Ivanka und ihr Mann Jared Kushner, die in vielen Punkten geteilter Meinung sind.
Schlagzeilen am Morgen
"Cassini" durchfliegt Saturn-Ringe
Saturn ist der Planet mit den Ringen drumherum - und dorthinein soll nun erstmals ein von Menschen gemachtes Gerät eintauchen. Die Raumsonde "Cassini" soll heute erstmals durch die Ringe fliegen und dieses Manöver in den kommenden Monaten noch 21 Mal wiederholen. "Was wir von 'Cassinis' wagemutigen abschließenden Umkreisungen lernen werden, wird unser Verständnis davon verbessern, wie gigantische Planeten und Planetensysteme überall sich formieren und entstehen. Das ist wirklich Entdeckung in Aktion bis zum Schluss", sagt Nasa-Manager Thomas Zurbuchen dazu. Die Sonde trat ihre Reise 1997 auf der Erde an und erreichte sieben Jahre später die Umlaufbahn des Saturn.
Mehr als 2000 Hinweise zu vermisster Inga
Vor zwei Jahren verschwand ein fünfjähriges Mädchen in einem Wald bei Stendal - die Anteilnahme am Schicksal Ingas ist noch immer groß. Die Polizei bekommt noch immer Hinweise aus der Bevölkerung - insgesamt seien es bereits mehr als 2000. 600-mal sei Inga irgendwo auf der Welt gesichtet worden, so die Polizei. In keinem Fall war am Ende sicher, dass es sich um das Mädchen aus Schönebeck handelte. Hinweise seien aus New York, Norwegen, England, der Schweiz und vielen Regionen Deutschlands gekommen. "Wir suchen immer noch nach dem Mädchen und wir wollen auch nicht aufgeben", sagt der Magdeburger Polizeisprecher Mike von Hoff.
Kunde schlägt Supermarkt-Räuber nieder
Ein Kunde beweist in einem Supermarkt in Baden-Württemberg Wagemut - der nicht unbedingt zur Nachahmung empfohlen ist.
Der Mann schlug einen Räuber nieder, der mit Messer und Brecheisen bewaffnet war. Der mit Schal und Kapuzenjacke maskierte Mann bedrohte in Rheinhausen eine Kassiererin.
Als er sich mit Geld aus der Kasse davonmachen wollte, schlug ihm ein Supermarktkunde mit einem Gegenstand gegen Kopf. Der Räuber stürzte und verlor den Großteil seiner Beute, bevor er zu Fuß fliehen konnte.
Bullen fallen in Gülleschacht, Bauer klettert hinterher
Aus einem Gülleschacht rettet die Feuerwehr im Emsland drei Bullen.
In einem Stall in Emsbüren waren die Holzbretter zerbrochen, auf denen die Tiere standen. Die drei Bullen stürzten dabei in den Schacht mit der Gülle. Wenig später stieg der Besitzer hinunter, um den Tieren zu helfen.
Er legte Gurte um die Bullen, sodass die Feuerwehr sie mit einem Trecker herausziehen konnte. Der Besitzer und die drei Bullen seien wohlauf, hieß es von der Polizei.
23-Zentimeter-Spinne in Mexiko entdeckt
Diese Spinne ist so groß wie aus einem Horrorfilm. Das muss ich sagen, auch wenn es mir leid tut, so das schlechte Image der Spinnen fortzuspinnen. 23 Zentimeter misst ein nun neu entdecktes Exemplar einer bislang unbekannten Art. "In all den Jahren meiner Arbeit habe ich nie eine so große Spinne gesehen, fast so groß wie ein normaler Teller", sagte eine Spinnenexpertin. Die Spinne wurde Califorctenus Cacachilensis getauft, weil sie im Nordwesten Mexikos auf der Halbinsel Baja California beheimatet ist und dort in Höhlen lebt.
Bundespolizei greift gut 13.000 illegale Einwanderer auf
Neue Zahlen der Bundespolizei zeigen, wie wenige illegale Einwanderer noch nach Deutschland kommen.
In den ersten drei Monaten griffen die Beamten gut 13.000 Personen ohne Papiere auf - nur noch ein Bruchteil einstiger Zahlen.
Etwa ein Drittel der illegal Einreisenden nutzten dem Bericht zufolge die Route über Österreich nach Deutschland (4557 Personen). Andere Asylsuchende kamen demnach vor allem über die Schweiz (1880) und Frankreich (1052).
Dafür kommen übrigens mehr Flüchtlinge übers Mittelmeer.
Trump kassiert Niederlage im Einwanderungsstreit
Schlappe für Donald Trump - ein Bundesrichter in San Francisco erklärt ein Dekret zur Einwanderungspolitik für verfassungswidrig. Das sah vor, jenen Städten die Bundeshilfen zu streichen, die illegale Einwanderer nicht behelligen, die sogenannten "sanctuary cities" - neben San Francisco zählen auch die Metropolen New York, Los Angeles und Boston dazu. Die sind Trump ein Dorn im Auge, weil sie sich weigern, mit Bundesbehörden in dieser Frage zusammenzuarbeiten. Die Städte argumentieren unter anderem, dass sie die Einwanderer nicht als Zeugen in schweren Verbrechen verlieren wollen - sie fürchten, dass diese untertauchen könnten. Die Entscheidung des Richters könnte insgesamt mehr als 300 Städte und Bezirke betreffen. Trumps Anordnung hatte die Überweisung von Bundesmittel in Milliardenhöhe an San Francisco und den Bezirk Santa Clara infrage gestellt, die dagegen geklagt hatten.
Beute aus "Jahrhundertraub" gefunden
Nach dem spektakulären Raubüberfall in Paraguay meldet die Polizei einen Erfolg. Die Beamten stellen einen Teil der Beute sicher.
Geld im Wert von 1,3 Millionen Euro wurde sichergestellt, zudem zwölf Personen festgenommen.
Laut brasilianischer Polizei wurden rund 1,27 Millionen US-Dollar konfisziert, dazu noch größere Summen brasilianische Reais und paraguayische Guarani.
Rund 50 schwerbewaffnete Verbrecher hatten wie bei einer Kriegsoperation mit Sprengsätzen und Sturmgewehren das Depot einer Geldtransportfirma in der Grenzstadt Ciudad del Este überfallen, um an den Tresor zu kommen.
Das wird heute wichtig
Ich konnte beim DFB-Pokalspiel gestern nur die erste Spielhälfte verfolgen, aber da haben mich die Frankfurter doch sehr überrascht. Der perfekte Auftakt für das fußballerische Hochamt an diesem Abend. Das wird heute wichtig:
US-Präsident Trump stellt heute Einzelheiten zu seiner geplanten Steuerreform vor.
Außerdem tauscht er sich mit Senatoren und Ministern zu Nordkorea aus.
In Berlin endet der W20-Gipfel.
Daimler legt Quartalszahlen vor, bei Munich Re und Axel Springer treffen sich die Aktionäre zur Hauptversammlung.
In München empfängt der FC Bayern seinen Rivalen Borussia Dortmund im DFB-Pokalhalbfinale. (20:45 Uhr, n-tv.de-Liveticker.)
Über die Autorin
Ich heiße Volker Petersen und wünsche einen guten Morgen. Kontakt: volker.petersen (at) nama.de oder bei Twitter. Auf geht's!
Oft Schauer und Graupelgewitter
Heute geht es verbreitet mit leichtem Frost oder Bodenfrost los und besonders im Süden kann es dabei teilweise auch glatt sein. Denn vom Schwarzwald über die Schwäbische Alb bis herüber nach Bayern fällt aus dichten Wolken zum Teil Schnee oder Schneeregen. Später liegt die Schneefallgrenze dann an den Alpen aber bei etwa 1000 Metern. Ansonsten startet der Tag häufiger freundlich und meistens trocken, bevor sich im ab dem Mittag wieder oft Schauer und örtliche Graupelgewitter dazugesellen. Besonders im Bereich der Mittelgebirge mit Schnee vermischt. Dabei ist es weiterhin ziemlich unterkühlt bei Höchstwerten zwischen 3 Grad im Allgäu und bis zu 12 Grad am Rhein. Ich wünsche Ihnen einen guten Tag. Ihr Björn Alexander