Der TagSkepsis gegenüber Zuwanderung wächst
Weniger Menschen in Deutschland wollen sich ehrenamtlich für Flüchtlinge einsetzen, die Bereitschaft ist im vergangenen Jahr gesunken. Das zeigt eine Untersuchung, die das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) veröffentlichte. Danach wollten sich im Februar und März 2016 noch 20 Prozent der Befragten künftig vor Ort engagieren. Zum Jahreswechsel waren dazu nur noch etwa elf Prozent der in Deutschland lebenden Menschen bereit. Ausschlaggebend sei wohl der Eindruck, dass Hilfe angesichts der im Vergleich zu 2015 gesunkenen Zuwanderungszahlen nun weniger dringend sei, sagte der Direktor des sozio-ökonomischen Panels des DIW, Jürgen Schupp. Das Institut stellte außerdem fest, dass knapp die Hälfte der Bevölkerung inzwischen mit "großen Sorgen" auf die Zuwanderung blickt. Am größten sei die Besorgnis im Osten Deutschlands, wo die wenigsten Migranten lebten.