Das war Dienstag, der 23. Juni
Liebe User, auch heute müssen wir an dieser Stelle Schluss machen, ohne dass der Euro und Griechenland gerettet wurden. Es sind aber außer den Verhandlungen darüber viele andere spannende, kuriose und traurige Dinge passiert in Deutschland und der Welt. Hier eine kleine Auswahl aus unserer Berichterstattung:
Tausende heißen die Queen in Berlin willkommen
In den USA stirbt ein Jugendlicher an Beulenpest
Kurdische Verbände rücke auf die "Hauptstadt" des IS vor
Merkel hat Angst vor der Entscheidung, kommentiert unser Politik-Chef Hubertus Volmer
Mutter Teresas Nachfolgerin ist tot
Schwester Nirmala Joshi, die ehemalige Vorsitzende der Missionarinnen für Nächstenliebe und Nachfolgerin von Mutter Teresa, ist im Alter von 81 Jahren in Kalkutta gestorben. Die Nachfolgerin von Mutter Teresa habe seit Längerem an Herzproblemen gelitten, sagte Kalkuttas Erzbischof.
Nirmala hatte 1997 sechs Monate vor dem Tod der Friedensnobelpreisträgerin Mutter Teresa den Vorsitz der Mission übernommen und den Orden zwölf Jahre lang geleitet.
Auch Indiens Premierminister Narendra Modi kondolierte der in eine Hindufamilie geborenen Nirmala. Im Laufe ihres Lebens kam sie zum katholischen Glauben. "Schwester Nirmala widmete ihr Leben dem Dienst an und der Sorge für die Armen und Benachteiligten", schrieb Modi bei Twitter.
Bauern gegen "ideologischen" Natur- und Tierschutz
Deutschlands Bauern wollen gegen die wachsende Kritik an ihrer Arbeit in die Offensive gehen. "Die gesellschaftliche Debatte um die Zukunft und Ausrichtung der Landwirtschaft polarisiert sich zunehmend und gibt den Bauernfamilien Anlass zur Sorge", konstatierte Bauernpräsident Joachim Rukwied vor dem Deutschen Bauerntag, der morgen in Erfurt beginnt.
"Wir haben bisher viel erreicht und hohe Standards etabliert, was jedoch zunehmend infrage gestellt und wegdiskutiert wird."
Die Kritik entzündet sich unter anderem an umstrittenen Praktiken in der Tierhaltung wie das Schreddern männlicher Küken, das Kastrieren von Ferkeln ohne Betäubung und den Einsatz von Antibiotika.
Die Bauern lehnen neue Vorschriften ab und verweisen auf bereits eingeleitete Anstrengungen für bessere Bedingungen in den Ställen - etwa mit der Initiative Tierwohl.
"Wir fordern einen ehrlichen und nicht ideologisch geprägten Dialog mit allen Akteuren", betonte Thüringens Bauernpräsident Helmut Gumpert.
Wie viele iPhones halten eine Kugel auf?
In dramatischen Filmszenen retten manchmal Amulette, Sheriff-Sterne oder andere Gegenstände den Helden das Leben, indem sie vermeintlich tödliche Kugeln aufhalten. Ich habe mich zwar noch nie gefragt, ob und wenn ja wie viele Smartphones das auch könnten. Dieses Experiment mit Kalaschnikow und iPhones beantwortet die Frage dennoch.
Knöllchen für Kunstwerk war ein Scherz
Hohn und Spott übergoss sich über einen vermeintlich trotteligen Ordnungshüter in Karlsruhe. Er hatte einem Kunstwerk ein Knöllchen verpasst. Doch die Spötter haben schlicht ihrerseits einen Scherz nicht verstanden, erklärte die Stadtverwaltung.
Der Lieferwagen, der als Installation an einer Hauswand nach oben gebogen mitten in der Stadt steht, bekam laut Stadt zwar tatsächlich einen Strafzettel - aber nicht aus Humorlosigkeit seitens des Beamten, sondern als Gag.
"Das war von dem Kollegen von vornherein als Witz gemeint", sagte eine Stadtsprecherin. Der Mann habe das Knöllchen am Freitag ausgedruckt, unter die Scheibe geklemmt - und dann den Vorgang wieder gelöscht.
Der knallrote Transporter ist von dem österreichischen Künstler Erwin Wurm "in Form gebracht" und vom Zentrum für Kunst und Medientechnologie aufgestellt worden. Die Räder des Kunstwerks "Truck" standen im Halteverbot.
Menschenrechtsbeauftragter in Russland "nicht erwünscht"
Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Christoph Strässer, hat eine Reise nach Russland kurzfristig abgesagt. Die russische Seite habe ihm "schriftlich und mündlich sehr deutlich zu verstehen gegeben", dass sein Besuch in Russland "gegenwärtig nicht erwünscht" sei, erklärte Strässer.
Strässer kritisierte, das Verhalten Moskaus sei "geeignet", die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland "in schwierigen politischen Zeiten zusätzlich zu belasten".
Strässer wollte ursprünglich nach Moskau und Wladikawkas im Kaukasus reisen. Er wollte unter anderem russische Menschenrechtsaktivisten und Vertreter der Zivilgesellschaft treffen.
Ungarn brüskiert EU: Keine Flüchtlings-Aufnahme mehr
Zwischen Brüssel und Budapest bahnt sich ein Eklat an: Nach der Ankündigung Ungarns, keine Flüchtlinge mehr aufzunehmen, hat die Europäische Union eine "sofortige Klarstellung" verlangt.
Die sogenannten Dublin-III-Verordnung, die besagt, dass Flüchtlinge in den EU-Ländern bleiben müssen bzw. dorthin zurückkehren müssen, wo sie als erstes das Gebiet der Union betraten
Budapest hatte gegenüber der Kommission in Brüssel erklärt, sie habe die Aussetzung des Dublin-III-Abkommens aus "technischen Gründen" ausgesetzt..
"Das Boot ist voll", sagte ein Regierungssprecher allerdings unverholen der österreichischen Zeitung "Die Presse" und dem ungarischen Internetportal "Index". Die Regierung müsse "ungarische Interessen und die Bevölkerung schützen."
TV-Abschied: 80 Raab-Mitarbeiter entlassen
Von TV-Total bis Wok-WM: Die Firma Brainpool produziert alle Fernsehshows von Stefan Raab - noch. Der Starmoderator will bekanntlich seine "Fernsehschuhe" Ende des Jahres an den Nagel hängen. Die Auswirkungen bei Brainpool sind drastisch, wie "Bild" und "Express" berichten.
Brainpool-Gründer Jörg Grabosch teilte seinen Mitarbeitern demzufolge mit, dass 80 - etwa die Hälfte von ihnen - gehen müssen. Das sei angesichts der Einstellung der Raab-Sendungen "unvermeidlich".
Betroffen sind alle, die bisher direkt an den Raab-Shows mitarbeiten.
"Bild" zitiert eine enttäuschte Mitarbeiterin mit den Worten: "Stefan lässt uns hängen".
Bildhauer droht Haft wegen Erdogan-Beleidigung
Zunächst erzielte Mehmet Aksoy einen spektakulären Sieg vor Gericht gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Letzterer hatte Aksoys Kunstwerk "Denkmal der Menschheit", das für die Versöhnung zwischen Türken und Armeniern werben sollte, als Monströsität bezeichnet und war daraufhin wegen Beleidigung verurteilt worden. 10.000 türkische Lira Schadensersatz sollte der Bildhauer bekommen.
Doch der Gegenschlag Erdogans ließ nicht lange auf sich warten. Aksoy ließ sich auf Anfrage zu der Bemerkung hinreißen, mit diesem "dreckigen Geld" werde er niemals ein Kunstwerk machen. Das wiederum könnte ihm nun als Beleidigung des Staatsoberhauptes ausgelegt werden.
Die Strafe für Aksoy könnte wesentlich höher ausfallen, als die für Erdogan - bis zu vier Jahre Haft.
Ägyptens Demokraten erbost über Berlin und Mansur
Ägyptens Militärregime hat der Bundesregierung angeblich bereits verziehen, dass der al-Dschasira-Journalist am Ende nicht von Deutschland an Ägypten ausgeliefert wurde.
Demokratie-Aktivisten sind dagegen. Deutschland habe al-Mansur die Möglichkeit gegeben sich als Opfer der Diktatur und Kämpfer für Meinungsfreiheit und Demokratie zu inszenieren.
Dabei haben Ägyptens Revolutionäre noch gut in Erinnerung, wie al-Mansur sich zu Zeiten des Muslimbruder-Präsidenten Mursi, keineswegs für die Rechte der auch damals bedrängten Opposition stark machte, sondern Hofberichterstattung betrieb.
Zwölfjährige sprengt sich für Boko Haram in die Luft
Ein etwa zwölfjähriges Mädchen hat sich im Nordosten Nigerias auf einem belebten Markt in die Luft gesprengt und mindestens 16 Menschen mit in den Tod gerissen.
Mehr als 25 Menschen seien bei dem Anschlag im Bundesstaat Yobe teils schwer verletzt worden, sagte ein Beamter.
Das Mädchen kam demnach mit einem Motorroller zu dem Markt in Wagir und zündete ihren Sprengsatz. Sie sei etwa zwölf Jahre alt gewesen.
Der Anschlag trug die Handschrift der islamistischen Terrororganisation Boko Haram.
Mehr dazu lesen Sie hier.
Die Queen ist gelandet
Die britische Königin Elizabeth II ist zu ihrem Staatsbesuch in Berlin eingetroffen. Pünktlich auf die Minute traf ihr Flugzeug auf dem Flughafen Tegel ein.
Über alle weiteren Programmpunkte wird n-tv.de Sie auf dem Laufenden halten.
Antworten auf erste Fragen bekommen Sie hier.
Überraschung: Brüderle wird Lobbyist
Der frühere FDP-Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle geht in die Pflegebranche. Der ehemalige Politiker wird allerdings nicht bettlägerige Senioren waschen, sondern den Chefposten eines neuen Wirtschaftsverbands in Berlin übernehmen.
Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) gründete einen neuen Arbeitgeberverband für die private Pflegewirtschaft mit Brüderle als Vorsitzendem, wie der bpa mitteilte.
Brüderle stehe für klare Positionen in der Mittelstandspolitik, sagte bpa-Präsident Bernd Meurer. "Wir werden uns stärker in die Lohnfindung einschalten, vor allem auf eine ausreichende Finanzierung drängen."
Ein Geschmäckle, wie andere Wechsel vom Kabinett in die Wirtschaft in jüngster Zeit, hat Brüderles neuer Job kaum. Er ist bereits 2013 aus der Regierung ausgeschieden und würde damit auch die neue Regelung zur Abkühlungszeit für Regierungsmitglieder für Wechsel in die Wirtschaft erfüllen.
Facebook kann Sie erkennen, auch ohne Gesichtsfoto
Forscher bei Facebook haben einen Algorithmus entwickelt, der Menschen auf Fotos auch dann erkennen kann, wenn ihr Gesicht nicht klar zu sehen ist. Das berichtet das Fachblatt "New Scientist".
Mitarbeiter in Facebooks Forschungslabor zu Künstlicher Intelligenz hätten diese Methode zur Personenerkennung entworfen. Das Programm sei aktuell aber nicht im Einsatz, erklärte Facebooks PR-Agentur auf Anfrage der DPA.
Der Algorithmus verwendet dem Bericht zufolge Eigenschaften wie die Frisur, Kleidung, Figur und Körperhaltung, um eine Person zu identifizieren.
Die Facebook-Forscher entwickelten das Programm anhand von 40 000 öffentlich hochgeladenen Bildern von der Fotoseite Flickr. In 83 Prozent der Fällen habe das Programm Personen korrekt identifiziert.
Facebook setzt in den USA und einigen anderen Ländern auch Verfahren zur klassischen Gesichtserkennung ein, um beispielsweise in der Foto-App "Moments" Aufnahmen mit ähnlich aussehende Gesichtern zu gruppieren.
In Deutschland verzichtet das Netzwerk allerdings auf die Gesichtserkennung. Deshalb ist die App "Moments" auch hierzulande nicht verfügbar.
Kaninchen schlägt Würgeschlange in die Flucht
Aus diesem Stoff werden ganze Hollywood-Streifen gemacht: Um ein (sein/ihr?) Junges zu retten, wagt ein kleines, vermeintlich schwaches Kaninchen alles. Im aussichtslos erscheinenden Kampf gegen die böse Schlange schafft der possierliche Nager das Unmögliche - oder so ähnlich. Sehen Sie lieber selbst.
Nackter fängt Autoknacker
Splitterfasernackt hat ein Mann aus Ludwigshafen einen Autoknacker verfolgt und dingfest gemacht.
Der 44-Jährige wurde nach Angaben der Polizei in der vergangenen Nacht von der Alarmanlage seines Wagens aus dem Schlaf gerissen. Ohne sich anzuziehen, rannte er sofort nach draußen.
Beim Anblick des Nackten nahm der 17 Jahre alte Dieb Reißaus. Der Verfolger holte ihn aber ein, brachte ihn nach einem Gerangel zu Fall und hielt ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest.
Die Beute des 17-Jährigen, zwei Koffer und eine Laptoptasche, erhielt der 44-Jährige zurück.
Schlagzeilen zum Feierabend
Lucke verweigert Parteigericht die Folgschaft
Laut einer Entscheidung des Schiedsgerichts der AfD muss Parteigründer Bernd Lucke seinen neuen Verein "Weckruf 2015" wieder auflösen. Doch Lucke sperrt sich, wie die "FAZ" berichtet.
In einer Mail an den Parteivorstand bezeichnet Lucke die Entscheidung demzufolge als "grob fehlerhaft".
Luckes Rivalen im Kampf und die Kontrolle der Protestpartei begrüßten die Auflösungsverfügung dagegen.
Mit dem Verein "Weckruf" wollte Lucke seine wirtschaftsliberalen Verbündeten sammeln, um zu verhindern, dass der rechts-konservative Flügel der Partei die Oberhand gewinnt.
Mansur ist frei, Bundesregierung in Erklärungsnot
Die deutsche Polizei verhaftet einen ausländischen Journalisten und hält ihn mehrere Tage fest. Für die Bundesregierung wird die Situation unangenehm.
Mansurs Anwalt Andreas Wattenberg betont nun in Berlin, die Verhaftung seines Mandanten hätte nicht erfolgen dürfen. Ägypten habe schon im Oktober 2014 ein Fahndungsersuchen an die internationale Polizeibehörde Interpol gestellt. Dieses sei jedoch abgelehnt worden.
Wattenberg sagte, er habe keinerlei Erkenntnisse darüber, ob es politische Einflussnahme auf den Fall gegeben habe. Interessant sei dennoch, wie es überhaupt zu der Festnahme kommen konnte und was im Vorfeld der Verhaftung passiert sei. Erst Anfang Juni war der ägyptische Präsidenten Al-Sisi in Berlin zu Gast gewesen.
"Ich war von Anfang an sicher, dass diese Sache gegen mich manipuliert war", sagt Mansur selbst.
Lesen Sie die ausführliche Analyse unseres Kollegen Sofian Philip Naceur.
E-Mails zurückholen - Gmail macht's möglich
Die Adresszeile mit "Auto-Vervollständigen" gefüllt, schnell auf "Senden" gedrückt, ...
... und dann gemerkt, dass die private E-Mail an den Chef geht. Ein Albtraum, der so oder ähnlich immer wieder wahr wird. Google will in der neuen Browserversion von Gmail nun Abhilfe schaffen, teilweise zumindest.
Bis zu 30 Sekunden nach dem Abschicken kann der Sendevorgang künftig gestoppt werden, teilt Google mit.
Die Funktion muss vorher in den Einstellungen aktiviert werden.
Südkoreaner müssen lebenslang ins Lager im Norden
Zufall oder geplante politische Provokation? Genau an dem Tag, an dem in Seoul ein Beobachtungszentrum für die Menschenrechtslage in Nordkorea eröffnet, werden zwei Südkoreaner im Norden zu lebenslanger Haft im Arbeitslager verurteilt.
Wie Nordkoreas staatliche Nachrichtenagentur KCNA meldete, wirft das oberste Gericht des Landes Kim Kuk-Gi und Choe Chun-Gil zudem einen Umsturzversuch gegen die kommunistische Regierung in Pjöngjang vor. Demnach habe die Staatsanwaltschaft wegen "abscheulichem und staatlich gefördertem Terrorismus gegen die ehrenwehrte Führung" Nordkoreas eigentlich die Todesstrafe für die beiden Männer gefordert.
In Seoul wurde indes heute in Anwesenheit des UN-Hochkommissars für Menschenrechte, Zeid Ra'ad Al Hussein, ein neues Büro zur Beobachtung der Menschenrechtslage in Nordkorea eröffnet.
Pjöngjang hatte Vorwürfe zu Menschenrechtsverletzungen zurückgewiesen und dem Süden "gnadenlose Bestrafung" für den Fall angedroht, dass das UN-Büro in Seoul seine Arbeit aufnehme.
Zschäpes Zahnschmerzen halten Prozess auf
Seit zwei Jahren läuft schon der NSU-Prozess gegen die mutmaßliche Rechtsterroristin Zschäpe. Immer wieder geraten die Verhandlungen seitdem ins Stocken. Jüngste Hürde für den Prozess: Zschäpes Zähne.
Das Oberlandesgericht München beendete die Verhandlung heute vorzeitig. Von den drei geladenen Zeugen wurde nur einer angehört.
Auf die eskalierende Vertrauenskrise zwischen Zschäpe und ihren Verteidigern ging das Gericht nicht ein. Über ihren Antrag, ihre Verteidigerin Anja Sturm abzuberufen, hat das Gericht noch nicht entschieden.
Zschäpe hatte vor wenigen Wochen in einem Brief an das Gericht gebeten, nur noch an zwei Tagen pro Woche zu verhandeln. Dem kam das Gericht nach. Ursprünglich hatte der Senat drei Sitzungstage pro Woche geplant.
Berlin verbietet bettelnde Kinder
Es gehe allein um das Wohl der Kinder, heißt es - nicht etwa um die störende, sichtbare Armut im Straßenbild: Die Berliner Landesregierung will das Betteln von Kindern oder von Erwachsenen in Kinder-Begleitung verbieten.
Bei Verstößen könnten demnach Bußgelder von bis zu 500 Euro verlangt werden.
Immer wieder schicken vor allem Roma-Familien Kinder zum Geldverdienen in die Einkaufsstraßen.
Bislang konnte die Polizei in der Hauptstadt nur dagegen vorgehen, wenn die Bettler besonders aggressiv waren.
Anderenorts, etwa in München, ist das Betteln von Kindern bereits verboten.
Bilanz einer Nacht - 2741 Flüchtlinge gerettet
Leider ist das keine Ausnahmen mehr, sondern trauriger Alltag. Täglich wagen sich tausende in untauglichen Booten auf das Mittelmeer, um nach Europa zu gelangen.
Allein in der vergangenen Nacht haben internationale Rettungskräfte in mehreren Einsätzen vor der libyschen Küste mehr als 2700 Migranten in Sicherheit gebracht. Insgesamt wurden bei 18 Rettungsaktionen 2741 Flüchtlinge gerettet, wie eine Sprecherin der italienischen Küstenwache sagte.
An den Einsätzen im Mittelmeer, die von der italienischen Küstenwache koordiniert wurden, waren mehrere internationale Handelsschiffe sowie Einsatzkräfte der europäischen Marine und der Frontex-Operation "Triton" beteiligt.
Am Dienstag gingen erneut Hilferufe von Flüchtlingsbooten in Not bei der Küstenwache ein. Besonders in den Sommermonaten bei gutem Wetter wagen viele Migranten von Afrika aus die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer nach Europa.
In diesem Jahr sind schon mehr als 60.000 Menschen an den italienischen Küsten angekommen. Mehrere Tausend sind bei dem Versuch ertrunken.
Schichtwechsel
Liebe User, an dieser Stelle verabschiedet sich Tobias Nordmann. Von nun an führt Sie Max Borowski durch das heutige Nachrichtengeschehen.
Neuer Manipulationsskandal im italienischen Fußball
Der italienische Fußball kommt nicht zur Ruhe: Nun gibt es einen neuen Wettskandal um den Zweitligisten Catania Calcio. Die Fakten im schnellen Überblick:
Sieben Verdächtige, darunter Präsident Antonio Pulvirenti, wurden unter Hausarrest gestellt.
Ihnen wird Betrug vorgeworfen, sie sollen in der abgelaufenen Saison Partien gegen Geld manipuliert haben.
Die Sizilianer hatten die vergangene Saison in der Serie B auf Rang 15 beendet, zwei Zähler vor der Abstiegszone.
Aus den letzten fünf Partien hatte das Team nur noch zwei Punkte geholt, zuvor war ihm eine Siegesserie von fünf Spielen gelungen.
Null-Euro-Kandidatin beklagt Psycho-Terror
Bei "Wer wird Millionär" scheiterte Tanja Fuß spektakulär an der ersten Frage. Jetzt gibt sie Moderator Günther Jauch Mitschuld an ihrer Blamage.
"Bessere Publicity, als dass eine blonde Mode-Studentin an der ersten Frage scheitert, gibt es ja wohl nicht", sagt sie dem Magazin "Closer".
Die 20-jährige Studentin sprach von einem Spießrutenlauf an dem Tag nach der Ausstrahlung der Sendung: "Teilweise musste ich mich sogar verstecken, weil einige Leute zu aufdringlich wurden." Die Häme in sozialen Netzwerken sei für sie "reinster Psycho-Terror" gewesen.
Hier lesen Sie die ausführliche Geschichte.
Yoga soll zum Pflichtfach an Schulen werden
Das mal eine ziemliche "entspannende" Nachricht: Yoga soll an staatlichen Schulen in Indien zum Pflichtfach werden. Kinder der sechsten bis zehnten Klasse würden bald in der alten indischen Lehre unterrichtet. 80 Prozent des Schulfaches seien für Praxis-Übungen vorgesehen, 20 Prozent für Theorie. Keine schlechte Idee, oder?
Mann blockiert Strommast und fordert de-Gaulle-Rückkehr
Es bleibt verrückt: Ein 73-jähriger Mann ist in Südfrankreich auf einen Hochspannungsmast geklettert und hat damit eine wichtige Stromleitung nach Spanien lahmgelegt. Was er da gemacht hat? Hier gibt's die Antwort:
Von dort oben aus forderte er, dass der 1970 verstorbene französische Staatschef Charles de Gaulle ab 2017 wieder Präsident des Landes werden solle.
Er hatte er auf dem Mast Transparente entrollt mit Aufschriften wie "Betrüger raus" und "General de Gaulle 2017 an die Macht".
23-Jähriger fährt mit 5,5 Promille noch Auto
Dieser Knabe ist stabil am Glas, anders lässt sich das wohl nicht beschreiben: Mit 5,5 Promille Alkohol im Atem ist ein Autofahrer in der lettischen Hafenstadt Liepaja von der Polizei gestoppt worden.
Die Ermittler veröffentlichten auf Twitter ein Bild des Messgeräts. Dessen Maximalwert liegt den Angaben zufolge bei 5,5 Promille.
Einen weiteren Alkoholtest zur Bestätigung lehnte der ertappte 23-Jährige ab. Eine dicke Strafe wird ihn dennoch erwarten.
Hitzewelle mit bis zu 40 Grad rollt auf Deutschland zu
Diese Meldung sorgt in unserer Redaktion kollektiv für ungläubiges Kopfschütteln, aber nun denn, hilft ja nichts: Wie die "Bild"-Zeitung berichtet - unter Berufung auf Experten - rollt ab nächste Woche eine Hitzewelle auf Deutschland zu. "In einer Modellberechnung der US-Wetterkollegen wird sogar die 40-Grad-Marke in Deutschland gerissen und das gleich für mehrere Tage hintereinander", wird Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net zitiert. Nun, ein bisschen mehr Sonne und ein bisschen mehr Wärme wären ja wirklich schön - aber muss es denn gleich wieder so gewaltig daherkommen? Noch heute Morgen wurden wir Berliner vom Radiomann mit den Worten: "Ich wünsche Ihnen einen schönen Novembertag" begrüßt.
Weil wir von Berufswegen ja eher skeptisch sind, haben wir noch mit unserem Wetterexperten gesprochen. Lesen Sie, was Björn Alexander für die nächsten Tage erwartet.
Heger tönt: "Hab die neue Bachelorette entdeckt"
Angelina Heger ist sich ganz sicher: "Ups, sorry Leute, aber ich glaube, ich hab zufällig die neue 'Bachelorette' entdeckt: man beachte das Kleid. Sie hat mich eingeladen, die Bachelorette-Facebookseite zu liken." Diese Nachricht postete die Ex-Bachelor-Kandidatin auf ihrer Facebook-Seite. Um ihre These zu untermauern, machte sie einen Screenshot der Seite von Userin Netti Spagetty und stellte das Cover-Foto der neuen "Bachelorette"-Staffel online. Auf beiden Bildern sind blaue Kleider und ein bisschen Wasser zu sehen - mehr allerdings nicht. Ein ganz schön dünnes Indizienfeld. Das bemerkte auch Userin Elana Flah. Sie schaffte Abhilfe. Sie kannte das Profilbild von Fräulein Spagetty im blauen Kleid bereits. Allerdings von einem Buchcover von Autorin Nora Roberts. Nun ja, Frau Heger ...
Schlagzeilen am Mittag
Lafontaine pöbelt: "Fuck the US-Imperialism"
Oha, Oskar, was war denn da los? Mit harschen Worten hat Oskar Lafontaine die Ukraine-Politik der USA kritisiert. "Fuck the US-Imperialism", schrieb der Linken-Politiker zum Europa-Besuch von US-Minister Ashton Carter auf seiner Facebook-Seite. Carter sei als "US-"Verteidigungs-" also -Kriegsminister in Berlin". "Der US-Kriegsminister ruft die Europäer dazu auf, sich der russischen "Aggression" entgegenzustellen. Dabei hätten die Europäer allen Grund, sich der Aggression der USA entgegenzustellen", argumentierte der einstige SPD-Vorsitzende.
Kurden rücken auf IS-Hochburg Rakka vor
Eine Wende im syrischen Bürgerkrieg ist diese Nachricht (noch) nicht, bemerkenswert ist sie dennoch:
Die Kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) nähern sich der IS-Hochburg Rakka. Sie sollen bis auf 50 Kilometer an die Stadt herangerückt sein.
Nördlich von Rakka soll die YPG eine Militärbasis in Ain Issa von den Dschihadisten erobert haben. Beide Seiten liefern sich nun heftige Gefechte. Sollten die Kurden den Ort einnehmen, würden die Dschihadisten eine weitere wichtige Nachschubroute verlieren.
Unterstützt werden die Volksschutzeinheiten bei ihrem Vormarsch von Luftangriffen der internationalen Koalition.
Gemeldet hat das die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die ihren Sitz in London hat und ihre Nachrichten über ein Informantennetz in Syrien bezieht.
Knast tauscht wegen Filmbeitrag 600 Schlüssel aus
Eieiei, was für eine Panne: Der Regionalsender NDR hat einen Fernsehbeitrag in einem Hamburger Untersuchungsgefängnis gedreht. In dem Beitrag ging es um ein Konzert des Rappers Jan Delay hinter Gittern. Dabei hat das Team einen Schlüssel des Sicherheitsbereichs gefilmt. Und weil der Beitrag gesendet wurde, musste die Anstalt sofort reagieren: Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, wurden nach Bekanntwerden der Panne 600 Schlüssel ausgetauscht. Und das war auch dringend nötig. Denn sonst hätten möglicherweise nachgemachte Schlüssel in die Anstalt geschmuggelt werden können - Schleusen und Hafträume wären nicht mehr sicher gewesen.
Moscovici ist von Einigung mit Griechen "überzeugt"
Und nochmal Griechenland. Und nochmal Optimismus (siehe weiter unten): Nun glaubt auch EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici daran, dass in dieser Woche eine Einigung zwischen dem Land und seinen Gläubigern erzielt wird. "Ich bin überzeugt, dass wir eine Übereinkunft finden werden, weil nun eine Einigung in dieser Woche möglich ist", sagte Moscovici im Radiosender France Inter. Nun, wir bleiben gespannt.
SEK soll Kollegen tagelang gefesselt haben
Was war denn da los? Polizisten eines Spezialeinsatzkommandos der Kölner Polizei sollen einen jungen Kollegen heftig schikaniert haben.
Unter anderem soll der "Neue" im Zuge eines Aufnahmerituals gegen seinen Willen festgebunden worden sein.
Entsprechende Vorwürfe habe der junge Polizist erhoben, berichteten die "Rheinische Post" und der "Kölner Stadt-Anzeiger".
Das Kölner SEK wurde von seinen Aufgaben entbunden.
Mehr lesen Sie hier.
"Matthäus befriedigt sein Aufmerksamkeitsdefizit"
Gestern haben wir im "Tag" noch darüber berichtet, wie die einstige Fußball-Ikone Lothar Matthäus gegen Lukas Podolski geätzt hat. Nun fängt sich der Rekordnationalspieler den Konter aus Poldis Umfeld.
"Da es gerade ein Sommerloch gibt, nutzt er es sinnvoll, um sein Aufmerksamkeitsdefizit zu befriedigen, und wie es am besten funktioniert, weiß er ja schon seit letzten Winter, als er einfach über Lukas herzog", sagte Berater Nassim Touihiri der "Bild"-Zeitung.
Was war zuvor passiert? Auf die Frage, wer ihm den Status des Rekordspielers abnehmen könnte, hatte Matthäus am Montag im "Kicker" gesagt: "Wenn der Poldi sich weiter so schonen darf, vielleicht er. Ich habe immer 90 Minuten gespielt, Podolski spielt immer nur neun Minuten bei Inter …"
Schlagzeilen am Morgen
"Titanic"-Komponist James Horner ist tot
James Horner ist tot. Der "Titanic"-Komponist stürzte mit einem Kleinflugzeug rund 100 Kilometer nordwestlich von Los Angeles ab. Das berichten mehrere Medien, unter anderem der "Guardian". Der 61-Jährige komponierte Musik zu Kino-Klassikern wie "Titanic", "Avatar" und "Braveheart". "Wir haben eine faszinierende Person mit einem großen Herzen verloren", schreibt seine Assistentin Sylvia Patrycja auf Facebook. "Er starb bei dem, was er liebte."
Hier lesen Sie mehr dazu.
Radarpanne legt Flugverkehr in Neuseeland lahm
Eine Radarpanne hat in Neuseeland den Flugverkehr für zwei Stunden lahmgelegt. Die Fakten im Überblick:
Ursache sei ein "internes Netzwerkproblem" gewesen, so die Luftfahrtbehörde des Landes.
Der Flugverkehr sei sofort eingestellt worden, alle Starts wurden verschoben.
Flugzeuge in der Luft durften aber noch landen.
Während der Panne hätten Fluglotsen Funkkontakt zu den Piloten gehabt, sagte Transportminister Simon Bridges dem Nachrichtenportal "Stuff".
Athen: Wir sind nahe an einer Einigung
Nun, wer sie bislang vermisst hat, hier die tägliche Dosis zur hellenischen Schuldenkrise: Griechenland und seine Gläubiger sind nach Ansicht eines Athener Regierungssprechers in der Schuldenkrise nahe an einer Einigung! Wie er zu dieser Einschätzung kommt? Hier gibt's die Antwort:
Es gebe einige Punkte, über die man noch verhandelt, sagte Gabriel Sakellaridis im griechischen Fernsehen. "Die Zeichen deuten darauf hin, dass wir ganz nahe an eine Übereinkunft sind", so der Sprecher.
Sobald die Details einer Einigung stehen, werde Ministerpräsident Alexis Tsipras seine Regierung informieren. Danach werde das Parlament das Abkommen billigen, sagte Sakellaridis.
Wann dies geschehen soll, ließ er offen - natürlich ...
Banken: Das Filialsterben geht weiter
Der Trend geht zum Online-Banking - und das hat Folgen: Viele Bankkunden in Deutschland müssen sich auf noch längere Wege zum nächsten Schalter einstellen.
Trotz der Schließung tausender Filialen bereits in den vergangenen Jahren wird die Zahl der Zweigstellen nach Erwartung des Bundesverbands Deutscher Banken weiter sinken.
"Das Netz wird deutlich ausgedünnt werden", sagte Hauptgeschäftsführer Michael Kemmer.
Die bundesweite Zahl der Bankfilialen sank nach Angaben des Verbands von gut 63.000 im Jahr 1997 auf gut 36.000 im Jahr 2013.
Militärhubschrauber landet auf Mine - vier Tote
Trauriger Vorfall in Kolumbien: Vier Soldaten sind ums Leben gekommen, als ihr Hubschrauber bei der Landung auf einem Sprengsatz aufsetzte. Weitere sechs Besatzungsmitglieder wurden bei der Explosion verletzt. Das kolumbianische Militär geht von einem Anschlag der Farc-Guerilla aus. Die Explosion ereignete sich nahe der Stadt Teorama. Die Soldaten unterstützten Reparaturarbeiten an der Ölleitung Caño Limón-Coveñas, die vor einer Woche in der Nähe von Teorama von der Guerilla gesprengt worden war.
IS-Terroristen werben um Frauen aus Deutschland
Das sind keine guten Nachrichten am Morgen: Die Propaganda der IS-Terroristen zieht laut einem Bericht der "Augsburger Allgemeine" immer mehr junge Frauen und Mädchen aus Deutschland an. Bislang seien mindestens 110 weibliche Sympathisanten aus Deutschland nach Syrien und in den Irak gereist, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Behördenangaben. Die Zahl liege damit deutlich über der bisher vom Bundesverfassungsschutz geschätzten Zahl von 70 Islamistinnen.
Das wird heute wichtig!
Guten Morgen, liebe n-tv.de-User. Blicken wir doch mal auf das, was uns dieser bisher so trübe Dienstag noch bringen wird:
Thema Nummer eins ist für viele heute wahrscheinlich der Besuch von Queen Elizabeth II. Bis Freitag bleibt die britische Monarchin in Deutschland. Und das Programm für sie und ihren Mann Philip hat es in sich: Außer Berlin werden die beiden am Donnerstag zum ersten Mal auch Frankfurt am Main besuchen, am Freitag besichtigen sie das von den Briten befreite ehemalige Konzentrationslager Bergen-Belsen in Niedersachsen. Neben Bundespräsident Gauck treffen die Queen und ihr Mann am Mittwoch auch Bundeskanzlerin Merkel.
In Paris beraten die Außenminister von Deutschland, Frankreich, Russland und der Ukraine heute über die Lage in der umkämpften Ostukraine. Das Treffen von Steinmeier Fabius, Lawrow und Klimkin beginnt um 19.30 Uhr im französischen Außenministerium.
Gut zwei Wochen nach der Wahl in der Türkei tritt das neue Parlament in Ankara heute erstmals zusammen. Die konstituierende Sitzung wird vom Streit über die Regierungsbildung überschattet. Staatschef Erdogan drohte gestern mit Neuwahlen noch in diesem Jahr, falls sich die Parteien nicht bald einig werden sollten.
Mein Name ist Tobias Nordmann und ich begleite Sie bis heute Mittag durch den Tag!
Schlagzeilen aus der Nacht