Der Tag

Kritik an KritikernBauern gegen "ideologischen" Natur- und Tierschutz

23.06.2015, 22:19 Uhr

Deutschlands Bauern wollen gegen die wachsende Kritik an ihrer Arbeit in die Offensive gehen. "Die gesellschaftliche Debatte um die Zukunft und Ausrichtung der Landwirtschaft polarisiert sich zunehmend und gibt den Bauernfamilien Anlass zur Sorge", konstatierte Bauernpräsident Joachim Rukwied vor dem Deutschen Bauerntag, der morgen in Erfurt beginnt.

  • "Wir haben bisher viel erreicht und hohe Standards etabliert, was jedoch zunehmend infrage gestellt und wegdiskutiert wird."

  • Die Kritik entzündet sich unter anderem an umstrittenen Praktiken in der Tierhaltung wie das Schreddern männlicher Küken, das Kastrieren von Ferkeln ohne Betäubung und den Einsatz von Antibiotika.

  • Die Bauern lehnen neue Vorschriften ab und verweisen auf bereits eingeleitete Anstrengungen für bessere Bedingungen in den Ställen - etwa mit der Initiative Tierwohl.

  • "Wir fordern einen ehrlichen und nicht ideologisch geprägten Dialog mit allen Akteuren", betonte Thüringens Bauernpräsident Helmut Gumpert.

Quelle: ntv.de