Das war Montag, der 14. September 2015
Liebe Leser, es ist Ihnen nicht entgangen: der Tag ist fast vorüber. In der Redaktion gehen allmählich die Lichter aus und Benjamin Konietzny verabschiedet sich in den Feierabend.
Folgende Themen haben die Leser auf n-tv.de heute besonders interessiert:
USA unterstützen Nato-Beitritt Montenegros
Die USA unterstützen Montenegros Wunsch nach einem Beitritt zur Nato.
Das Weiße Haus teilte mit, US-Vizepräsident Joe Biden habe Regierungschef Milo Djukanovic in einem Telefongespräch gesagt, Montenegro müsse dafür seinen Weg der eingeschlagenen Reformen fortsetzen und mehr öffentliche Unterstützung für die Nato einwerben.
Die Nato-Außenminister sollen im Dezember förmlich über eine Beitrittseinladung an Montenegro entscheiden. Montenegro ist das kleinste Land Ex-Jugoslawiens. Es spaltete sich erst 2006 von Serbien ab.
Hollande will Syrien bombardieren
Frankreichs Präsident François Hollande will mit seiner Luftwaffe Stellungen der IS-Terrormiliz in Syrien angreifen.
"Wir haben Aufklärungsflüge angekündigt, um die Möglichkeit von Luftschlägen ins Auge zu fassen, wenn sie notwendig sind", sagte Hollande, "und es wird notwendig sein in Syrien."
Der Staatschef betonte die Entschlossenheit, die Frankreich beim Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) im Irak oder islamistische Terroristen in der Sahel-Zone zeige.
Frankreich hatte in der vergangenen Woche Aufklärungsflüge über Syrien begonnen, um mögliche Ziele für Luftschläge auszukundschaften.
Zetsche: Flüchtlinge könnten Wirtschaftswunder auslösen
Daimler-Chef Dieter Zetsche sieht im aktuellen Flüchtlingsstrom eine Chance für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland.
Mehr als 800.000 Menschen in Deutschland aufzunehmen, sei eine Herkulesaufgabe, sagte Zetsche im Vorfeld der IAA. "Aber im besten Fall kann es auch eine Grundlage für das nächste deutsche Wirtschaftswunder werden - so wie die Millionen von Gastarbeitern in den 50er und 60er Jahren ganz wesentlich zum Aufschwung der Bundesrepublik beigetragen haben."
Natürlich sei nicht jeder Flüchtling ein brillanter Ingenieur, Mechaniker oder Unternehmer, so Zetsche. Aber wer sein komplettes Leben zurücklasse, sei hoch motiviert. "Genau solche Menschen suchen wir bei Mercedes und überall in unserem Land."
Jaguar lässt neuen SUV durch Looping fahren
Der erste SUV von Jaguar hat zu seiner Weltpremiere der Schwerkraft getrotzt:
Im Vorfeld der Internationalen Automobilmesse IAA in Frankfurt raste der Wagen durch einen mehr als 19 Meter hohen Looping auf der Galopprennbahn Frankfurt.
Nach zwei Monaten Training bewältigte der britische Profi-Stuntfahrer Terry Grant die 360-Grad-Fahrt in dem zum Großteil aus Aluminium gefertigten Jaguar F-Pace in wenigen Sekunden problemlos.
Er und das Auto waren bei der Fahrt durch den Kreisel einer höheren Belastung ausgesetzt als Space-Shuttle-Piloten im Weltraum, teilte Jaguar Land Rover mit.
Elon Musk will 4000 Internet-Satelliten ins All schießen
Elon Musk - diesen Herren kennen Sie als Gründer von Tesla Motors und SpaceX, der ersten privaten Raumfahrtagentur. Nun hat der Mann wieder spektakuläre Visionen.
Wie "The Independent" berichtet, hat Musk bei der Federal Communications Commission - einer US-Behörde, die etwa mit der Bundesnetzagentur vergleichbar ist, um Genehmigung gebeten, 4000 Satelliten ins All zu schießen.
Die Flotte von Trabanten soll Internet über ein Funksignal auch in die abgelegensten Gegenden der Welt bringen.
Über mögliche Kosten des Projekts ist bisher nichts bekannt. Sie dürften jedoch gigantisch sein.
26 Tote bei Autobomben-Anschlägen in Syrien
Mindestens 26 Menschen sind bei zwei Autobomben-Anschlägen in der von Kurden und Regierungstruppen gehaltenen syrischen Stadt Hasaka getötet worden.
Der erste Sprengsatz wurde nach Angaben der Syrischen Beobachterstelle für Menschenrechte im Norden der Stadt gezündet und tötete sechs kurdische Milizionäre. Die zweite Autobombe explodierte in der Innenstadt und tötete 20 Menschen, berichtete das syrische Staatsfernsehen.
Hasaka im Nordosten des Landes war bis vor kurzem zweigeteilt in einen von Kurden und einen von Regierungstruppen beherrschten Teil. Nach schweren Angriffen der Extremistengruppe Islamischer Staat (IS) sind die regierungstreuen Truppen nach Angaben der Kurdenmiliz YPG nahezu aufgerieben. Weite Teile der Stadt seien nun unter Kontrolle der YPG.
Bahn erhöht Preise dieses Jahr nicht
Sie haben richtig gelesen: Die Deutsche Bahn will ihre Ticketpreise zum Fahrplanwechsel im Dezember nicht erhöhen.
"Die Preise im Fernverkehr bleiben in der ersten und zweiten Klasse stabil. Wir verzichten in diesem Jahr auf eine Preiserhöhung, übrigens trotz erheblich gestiegener Kosten", sagte Bahn-Chef Rüdiger Grube der Tageszeitung "Die Welt".
Das sei Bestandteil der angekündigten Kundenoffensive im Fernverkehr. Dem Bericht zufolge hatte der Bund zuvor Druck gemacht, die Kundenzufriedenheit stärker in den Mittelpunkt zu stellen.
Tödliche Schießerei an US-Universität
Bei Schüssen auf dem Gelände einer Universität im US-Bundesstaat Mississippi ist mindestens ein Mensch getötet worden.
Die Polizei teilte mit, dass der Schütze an der Delta State University in der Stadt Cleveland noch nicht gefasst sei.
Bei dem Opfer handelt es sich nach Angaben der Zeitung "Clarion-Ledger" um einen Professor. Die Studenten seien angewiesen worden, sich einzuschließen.
In Kürze mehr.
Flüchtlinge: EU-Minister einigen sich nur grundsätzlich
Die europäischen Innenminister haben sich bei ihrem Krisentreffen nur grundsätzlich auf die Verteilung von 160.000 Flüchtlingen verständigt. Das sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Eine endgültige Entscheidung sei für den 8. Oktober geplant.
Orban will Krisenzustand ausrufen
Die ungarische Regierung wird nach den Worten von Ministerpräsident Viktor Orban am Dienstag wegen des Andrangs von Flüchtlingen wahrscheinlich den Krisenzustand über das Land verhängen. Er rechne zudem damit, dass mit dem Inkrafttreten der verschärften Gesetze sehr viele Asylanträge abgelehnt würden, sagt Orban in einem TV-Interview.
Studie: Raucher verlieren Zähne deutlich früher
Dass Rauchen nicht gut für Zähne und Zahnfleisch ist, kommt Ihnen sicherlich nicht neu vor. Eine Studie besagt jetzt jedoch: Raucher verlieren ihre Zähne um ein Vielfaches früher.
Die Wissenschaftler, darunter ein Mitarbeiter des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam, untersuchten mehr als 23.300 Teilnehmer.
Im Vergleich zu Nichtrauchern lag bei Rauchern das Risiko, ihre Zähne vorzeitig zu verlieren, um das 2,5- bis 3,6-Fache höher.
Menschen, die mit dem Rauchen aufhörten, könnten ihr Risiko aber innerhalb kurzer Zeit verringern, schreiben die Forscher im "Journal of Dental Research".
Wollen Sie mehr wissen? Klicken Sie hier.
Nackter Mann flaniert vor KZ-Gedenkstätte in Auschwitz
Ein nackter Mann ist am Eingang zur KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau herumspaziert und hat damit einen Polizeieinsatz ausgelöst.
Museumsbedienstete wurden auf den entblößten Mann aufmerksam, wie der polnische Nachrichtensender TVN24 berichtete. "Es war nicht möglich mit ihm zu reden - er war aggressiv", sagte ein Sprecher der Gedenkstätte.
Polizisten führten den Mann ab und brachten ihn in eine Klinik. Dort sollte der 36-Jährige auf Alkohol und Drogen getestet werden.
Lammert: Flüchtlingskrise rückt Europa zusammen
Vielerorts wurden in den vergangenen Tagen und Wochen Befürchtungen laut, die Flüchtlingskrise könne Europa spalten. Bundestagspräsident Norbert Lammert sieht die Sache anders:
"Ich habe den Eindruck, dass in den letzten Tagen die Einsicht gewachsen ist, dass es sich um eine gemeinsame europäische Aufgabe handelt", sagte er.
Niemand erwarte, dass sich alle Länder im gleichen Ausmaß an der Bewältigung dieser Aufgabe beteiligten, aber alle Länder müssten sich beteiligen. Es zeige sich aber auch einmal mehr, dass die Bereitschaft, große Aufgaben gemeinsam anzugehen, immer erst dann entstehe, wenn sich zeige, dass die einzelnen Staaten sie nicht bewältigen können, sagte Lammert.
Insider: Russische Panzer auf syrischem Flugfeld
Russland hat nach Angaben aus US-Regierungskreisen etwa ein halbes Dutzend Panzer an einem Flugfeld nahe der syrischen Küstenstadt Latakia in Stellung gebracht.
Sieben Panzer des Typs T-90 seien nahe dem Flugplatz gesichtet worden, hieß es in Washington. Russland habe dort auch Artillerie aufgefahren. Diese sei defensiv angeordnet und solle offenbar dort stationierte russisches Personal schützen.
Russland ist ein enger Verbündeter des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, der im Bürgerkrieg im eigenen Land zunehmend in Bedrängnis gerät. Seit einiger Zeit kursieren Meldungen, Russland wolle Assad daher verstärkt militärisch unter die Arme greifen.
IS-Kämpfer aus Berlin zu vier Jahren Haft verurteilt
Ein Dschihadist aus Berlin muss nach seiner Rückkehr aus Syrien für vier Jahre ins Gefängnis.
Der 41-Jährige sei der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat schuldig, befand das Landgericht.
Der Angeklagte sei ab August 2013 dreimal nach Syrien gereist, um sich dort dem militanten Dschihad anzuschließen. Er habe sich ein Sturmgewehr beschafft und daran ausbilden lassen.
"Der Angeklagte war fest entschlossen, gegen Soldaten der syrischen Armee zu kämpfen", sagte die Vorsitzende Richterin. Zu einer tatsächlichen Beteiligung am Geschehen sei es aber nicht gekommen. Der in der Türkei geborene Mann hatte gestanden.
Jede dritte Geburt ist Kaiserschnitt
Fast jede dritte Geburt in Deutschland ist ein Kaiserschnitt. Ob Kinder auf diese Weise auf die Welt kommen, hängt auch vom Wohnort der Mutter ab.
Die Operationsrate ist in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Im Saarland war sie demnach mit 40,2 Prozent am höchsten. Die wenigsten Kaiserschnittentbindungen gab es mit 24,2 Prozent in Sachsen.
Insgesamt blieb der Anteil der Frauen, die per Kaiserschnitt entbunden haben, gegenüber 2013 unverändert: 31,8 Prozent der 692 096 Krankenhausentbindungen des vergangenen Jahres waren Kaiserschnitte.
Frankreich verkauft Aids-Schnelltests für zu Hause
Aids-Schnelltests für zu Hause werden ab morgen in französischen Apotheken verkauft.
Frankreichs Gesundheitsministerin Marisol Touraine bezeichnete die HIV-Tests als neue Möglichkeit, eine Infektion mit dem Virus zu erkennen.
"In unserem Land haben rund 30.000 Menschen das HI-Virus, ohne es zu wissen", sagte die Sozialistin. "Wir brauchen neue Wege, eine Erkennung zu fördern und zu erleichtern."
Der Test, der ein Ergebnis in 15 bis 30 Minuten liefert, kann künftig ohne Rezept in Apotheken gekauft werden und kostet zwischen 25 und 30 Euro. Ein mögliches positives Ergebnis muss aber durch einen Labor-Test bestätigt werden.
Schlagzeilen zum Feierabend
Ungarn schließt Grenzübergang zu Serbien
Als Reaktion auf den massiven Flüchtlingsstrom von Serbien nach Ungarn, hat die ungarische Regierung den Hauptgrenzübergang nahe Röszke geschlossen.
Wie mehrere AFP-Reporter beobachteten, schlossen Beamte eine Lücke in dem zuvor errichteten Grenzzaun. Weitere Polizisten bewachten demnach die angrenzenden Gleise, über die in den vergangenen Tagen zahlreiche Flüchtlinge die Grenze übertreten hatten.
CDU will Rechtsanspruch auf schnelles Internet
Die Bundes-CDU will "einen Rechtsanspruch" auf schnelles Internet einführen.
Einen entsprechenden Beschluss fasste die Parteispitze. Im Fokus steht dabei bis 2018 eine flächendeckende Versorgung mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde im Download.
Das Vorhaben der CDU entspricht den Planungen der Bundesregierung, doch diese sind ambitioniert.
Nach den aktuellen Zahlen des Breitbandatlas' für Mitte 2015 haben erst 68,7 Prozent aller Haushalte in Deutschland die Möglichkeit, einen solchen 50 Megabit-Zugang zu nutzen.
Razzia wegen Fotomontage mit Erdogan-Selfie
Mit einer Razzia der Anti-Terror-Polizei sind die türkischen Behörden erneut gegen eine Erdogan-kritische Publikation vorgegangen.
"Uns wird neben Volksverhetzung vorgeworfen, den Präsidenten beleidigt und Terrorpropaganda begangen zu haben", sagte der Chefredakteur des Magazins "Nokta", Cevheri Güven.
"Nokta" hatte vor Erscheinen der neuen Auflage deren Titelbild in sozialen Medien verbreitet. Es zeigt eine Fotomontage mit Präsident Recep Tayyip Erdogan, der lächelnd ein Selfie vor dem Sarg eines getöten türkischen Soldaten macht.
Neues iPhone: Apple erwartet Rekordnachfrage
Apple verzeichnet eigenen Angaben zufolge eine sehr starke Nachfrage nach seinem neuen iPhone.
Der mit dem Vorgängermodell im vergangenen Jahr aufgestellte Rekord von zehn Millionen Vorbestellungen am ersten Wochenende könne übertroffen werden, teilte das US-Unternehmen mit. Genaue Zahlen wurden jedoch nicht genannt.
Der Aktienkurs legte zum Auftakt an der Wall Street um knapp zwei Prozent zu. Apple hatte die beiden neuen Modelle 6S und 6S Plus des Smartphones vergangene Woche vorgestellt.
Venezolanische Kampfjets dringen in Kolumbien ein
In Südamerika droht eine weitere Verschärfung des Grenzstreits zwischen Venezuela und Kolumbien.
Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos kündigte eine offizielle Protestnote "für die Verletzung unseres Luftraums" an. Die Maschinen drangen nach Kolumbien ein, überflogen eine Einheit der Streitkräfte und drehten dann ab, wie das kolumbianische Verteidigungsministerium mitteilte.
Venezuelas Außenministerin Delcy Rodríguez wies bei Twitter eine gezielte Verletzung des Luftraums zurück: "Wir sehen mit Sorge eine systematische Tendenz der kolumbianischen Regierung, Zwischenfälle zu erfinden, die nicht existieren."
Im August hatte Venezuela mehrere Grenzübergänge nach Kolumbien geschlossen und über eintausend Kolumbianer ausgewiesen. Damit reagierte die Regierung in Caracas auf einen Zwischenfall, bei dem drei venezolanische Soldaten verletzt worden waren.
Auch Niederlande verschärfen Grenzkontrollen
Die Niederlande werden ihre Grenzkontrollen verschärfen. Das teilte der für Asyl zuständige Staatssekretär Klaas Dijkhoff nach einem Bericht der niederländischen Nachrichtenagentur ANP mit. Mit zusätzlichen Kontrollen solle überprüft werden, ob der Zustrom von Flüchtlingen sich nun in die Niederlande verlagere.
Zoll entdeckt über 11.000 Potenzpillen
Mit mehr als 11.000 Potenzpillen im Gepäck haben Zöllner am Flughafen Köln/Bonn einen Reisenden aus der Türkei ertappt.
Der Mann hatte den Ausgang für anmeldefreie Waren gewählt und war in eine Kontrolle geraten, wie das Hauptzollamt in Köln mitteilte.
Als die Beamten den Koffer öffneten, sahen sie, dass er randvoll mit den Pillen gefüllt war. Die Zöllner beschlagnahmten die Arznei und leiteten ein Steuerstrafverfahren ein.
Mutter und Tochter machen Selfies auf Bahngleisen
Hirn aus, Handy an: Für Selfies haben eine 42-Jährige und ihre 22-jährige Tochter nahe Stendal auf Bahngleisen posiert.
Nach Polizeiangaben wurde die Bahnstrecke Stendal-Wittenberge deshalb gesperrt, Beamte holten die beiden Frauen von den Schienen.
Schienen als Hintergrundmotiv würden immer beliebter, so die Bundespolizei. Die Gefahr durch heranfahrende Züge werde unterschätzt. In den vergangenen Jahren habe es im ganzen Bundesgebiet mehrere tödliche Unfälle deswegen gegeben.
Facebook will gegen Hass-Kommentare vorgehen
Facebook hat erste Schritte zur Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus im Internet angekündigt.
Geplant sei unter anderem eine Task-Force mit führenden deutschen Organisationen zum Umgang mit Hass-Kommentaren, wie das Online-Netzwerk mitteilte.
Weiterhin strebt Facebook auch eine Partnerschaft mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) an, eine der führenden deutschen Organisationen im Bereich Internetsicherheit. Wer in dem Online-Netzwerk bedenkliche Inhalte entdecke, könne dies dem Community Operations-Team melden.
Facebook will zudem verstärkt auf "counter speech" (zu deutsch: Gegenrede) setzen. Das bedeutet, dass Hass-Tiraden mit mehr rationalen Argumenten begegnet werden soll.
Deutlich mehr Menschen sterben beim Baden
Der schöne Sommer in diesem Jahr hat Schattenseiten: In deutschen Gewässern sind seit Jahresbeginn 374 Menschen ertrunken - 55 mehr als im Vorjahreszeitraum. Rund 97 Prozent der Opfer starben in Binnengewässern. An der deutschen Nord- und Ostseeküste starben bis Ende August elf Menschen. "Die meisten Opfer ertranken in unbewachten Gewässern", sagte DLRG-Präsident Hans-Hubert Hatje. Ursachen seien oft Selbstüberschätzung, Leichtsinn und Unkenntnis über mögliche Gefahren.
Kalaschnikow und Pumpgun bei Durchsuchung gefunden
Die Aachener Polizei hat in Zusammenarbeit mit kroatischen Behörden eine Drogen- und Waffenhändlerbande gesprengt.
Kopf der Gruppierung soll ein 45-Jähriger mit Lebensmittelpunkt in Aachen gewesen sein, wie die Staatsanwaltschaft Aachen mitteilte.
Bei Durchsuchungen seiner Wohnung und einer Garage fanden die Ermittler Drogen und zahlreiche Waffen - darunter eine Pumpgun, zwei Maschinenpistolen, zwei Kalaschnikow-Sturmgewehre, zwei vollautomatische und drei halbautomatische Pistolen sowie 1233 Schuss scharfe Munition .
Gegen den 45-Jährigen und seine gleichaltrige Lebensgefährtin wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aachen Haftbefehl erlassen.
Schichtwechsel
[kein Linktext vorhanden]Liebe Leser, frisch aus dem Urlaub zurück begrüßt Sie Benjamin Konietzny zur Spätschicht in "Der Tag". Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreiben Sie mir bei Twitter oder per Mail an:
benjamin.konietzny (at) nachrichtenmanufaktur.de
Ungarn bringt Flüchtlinge wieder zur Grenze
Ungarn registriert Flüchtlinge , die aus Serbien kommen, nicht mehr. Es bringt sie in Zügen direkt zur österreichischen Grenze. Das berichtet das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR). Vor gut einer Woche brachte Ungarn Flüchtlinge schon einmal an die Grenze, damals mit Bussen.
Rentner überfährt zwei Menschen
Ein 72-jähriger Autofahrer überrollt in der Eifel zwei Menschen. Um das Ausmaß einer Panne zu erkennen, hatten sich ein 29-Jähriger und ein 13-Jähriger unter ihr Fahrzeug gelegt. Ihre Unterkörper ragten heraus. Der Rentner übersieht die beiden. Der 29-Jährige erleidet schwere Verletzungen an den Beinen. Der 13-Jährige schwebt sogar in Lebensgefahr.
Immer mehr EU-Staaten verstärken Grenzkontrollen
Deutschland macht den Anfang - und mehrere EU-Staaten folgen. Nachdem die Bundesrepublik am Wochenende die Grenzkontrollen zu Österreich verschärft hat, ziehen etliche Länder nach.
Tschechien und die Slowakei führen wieder Kontrollen an der Grenze zu Österreich und Ungarn ein.
Österreich mobilisiert das Militär, um die Grenzen zu Ungarn zu sichern. 2200 Soldaten sollen zum Einsatz kommen.
Die dänische Regierung plant schon seit Längerem die Wiedereinführung von Grenzkontrollen. In den vergangenen Tagen gab es bereits diverse Kontrollen.
Dreijähriger wird von Hoftor erschlagen
Ein rund 150 Kilogramm schweres Hoftor hat einen dreijährigen Jungen am Niederrhein erschlagen. Der Junge habe das Metalltor selbst zur Seite geschoben, um die Einfahrt nach dem Ende einer Familienfeier in Weeze zu öffnen, berichtet ein Polizeisprecher. Das Rolltor nahm Fahrt auf, sprang - am Ende angekommen - aus den Führungsschienen und fiel vor den Augen der entsetzten Familie auf den kleinen Jungen.
Merkel-Sprecher: "Es bleibt dabei: Wir schaffen das"
Bundeskanzlerin Angela Merkel hält auch nach dem Zustrom Zehntausender Flüchtlinge binnen weniger Tage an ihrer Überzeugung fest, dass Deutschland die Situation meistern wird. "Es bleibt dabei: Wir schaffen das", sagt Regierungssprecher Steffen Seibert. Er fügt aber hinzu: "Niemand hat gesagt: Wir schaffen das über Nacht."
Anarchisten verwüsten Büro für Athens Treuhandfonds
Griechische Anarchisten verwüsten die Büros des Privatisierungsfonds Taiped-Hradf in Athen. Die Aktivistengruppe Rubikon veröffentlicht anschließend im Internet ein Video vom Überfall. Zum Zeitpunkt der "Intervention", wie die Anarchisten ihre Aktion nennen, um 8.00 Uhr Ortszeit sind die Büros noch leer.
Schlagzeilen zur Mittagspause
SPD-Mann siegt - und stirbt am Wahlabend
Der SPD-Politiker Werner Esser war bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen klarer Favorit. Mit 45 Prozent gewinnt er den ersten Wahlgang. Zwischen ihm und dem Amt des Bürgermeisters von Bad Münstereifel steht scheinbar nur noch die Stichwahl. Doch Esser erlebt das Schließen der Wahllokale nicht. Er bricht am frühen Sonntagabend zusammen und - das ist jetzt bekannt geworden - erholt sich nicht mehr.
Polizei kontrolliert Grenzen zu Belgien und Luxemburg
Mit der Wiedereinführung von Kontrollen an der Grenze zu Österreich ist die Bundespolizei auch verstärkt im Gebiet zu Belgien und Luxemburg unterwegs. Es gebe "stichprobenartig" Kontrollen auf Straße und Schiene, sagt ein Sprecher der Bundespolizei. "Es gibt aber keine Vollkontrollen." Sachsens Innenminister kündigt zudem Kontrollen an der Grenze zu Tschechien an.
Hessens Grüne erwägen mehr "Sichere Herkunftsstaaten"
Angesichts steigender Flüchtlingszahlen schwindet bei den Grünen der Widerstand gegen die Aufnahme weiterer Balkanstaaten in die Liste "Sicherer Herkunftsländer". "Wir können nicht sagen: Auf keinen Fall reden wir darüber", sagt Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) der "Frankfurter Rundschau" und mahnte sein Partei zur Flexibilität.
Flüchtlinge wollen Ungarns Gesetzen zuvorkommen
Neuer Höchstwert: Allein am Sonntag zählte die ungarische Polizei 5809 neue Flüchtlinge, dreimal so viele wie der Tagesdurchschnitt der vergangenen Wochen. Das teilen die Behörden in Budapest jetzt mit.
Viele versuchen offenbar, dem Inkrafttreten neuer Gesetze zuvorzukommen.
Von Dienstag an gilt illegaler Grenzübertritt in Ungarn als Straftat, die mit Haft oder Abschiebung geahndet werden kann.
Bislang ist es nur eine Ordnungswidrigkeit.
Zeitung postet nur noch Akt-Bilder bei Facebook
"Die nackte Maja" von Goya, "die Venus der Poesie" von Romero de Torres - die BZ postet nur noch Aktbilder über ihren Facebook-Account.
Das Boulevard-Blatt aus Berlin will damit auf den Missstand aufmerksam machen, dass das soziale Netzwerk zwar konsequent gegen Inhalte mit sexuellem Kontext vorgeht, nicht aber gegen fremdenfeindliche Hasskommentare.
Eine Delegation des Unternehmens kommt heute auf Einladung von Justizminister Heiko Maas nach Berlin, um über Hetze im Internet zu sprechen.
Sido sagt "sorry" für alkoholbedingte Gedächtnislücken
Der Sänger Sido entschuldigt sich für seinen schrägen Auftritt in der ProSieben-Show "Schlag den Raab". Textunsicherheiten beim Song "Astronaut", den er mit Andreas Bourani sang, begründet er mit alkoholischen Getränken während der Wartezeit.
Börse in Tokio geht kräftig ins Minus
Die Börse in Tokio gibt vor einem Beschluss der Zentralbank zur Geldpolitik deutlich nach. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte schließt mit einem Minus von 298,52 Punkten oder 1,63 Prozent beim Stand von 17.965,70 Punkten. Der breit gefasste Topix gab um 17,82 Punkte oder 1,20 Prozent auf 1462,41 Zähler nach.
Zwillinge bekommen zwei Zwillinge - zum zweiten Mal
Die Geburt von Zwillingen scheint bei einer Familie im US-Bundesstaat Utah das Normalste der Welt zu sein. Zwei eineiige Zwillingsschwestern, Kerri Bunker und Kelli Wall, erwarten im kommenden Frühjahr im Abstand von zwei Wochen jeweils ihr zweites Zwillingspaar.
Beide Schwestern haben bereits Zwillinge bekommen, jeweils nach einer künstlichen Befruchtung.
Als Kelli im Juni zu ihrer eigenen Überraschung erfuhr, dass sie auf natürlichem Wege wieder mit Zwillingen schwanger ist, machte auch ihre Schwester einen Test. Das Ergebnis: ebenfalls mit Zwillingen schwanger.
Merkel sagt wegen Flüchtlingen Kabinettsklausur ab
Die Bundesregierung sagt wegen der zugespitzten Lage in der Flüchtlingspolitik ihre zweitägige Klausur in Meseberg bei Berlin ab. Kanzlerin Angela Merkel wolle mit ihren Bundesministern laut Koalitions- und Regierungskreisen stattdessen bei einer regulären Kabinettssitzung am Mittwoch über anstehende Entscheidungen beraten.
CSU-Politiker nennt Preis für Abkehr von Grenzkontrollen
Seit gestern Abend kontrolliert die deutsche Polizei wieder die Grenze zu Österreich. CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer stellt nun klar, was seiner Meinung nach die Bedingungen für eine Wiederkehr zum Schengen-Abkommen gegeben sind:
Die Grenzkontrollen müssten bleiben, "so lange nicht ganz konkrete Beschlüsse in Europa gefasst werden", sagt Scheuer der ARD.
Der CSU-Politiker erwartet diese Beschlüsse vom Sondertreffen der Innenminister der EU in Brüssel am Nachmittag.
Die Innenminister beraten unter anderem über ein Verteilsystem für 120.000 Flüchtlinge in Europa.
Waldbrände in Kalifornien fordern erstes Menschenleben
Bei den jüngsten Wald- und Buschbränden in Kalifornien stirbt nach Angaben der Brandschutzbehörde CalFire erstmals ein Mensch. Das berichtete der lokale Sender ABC 7 News.
Einzelheiten zur Todesursache liegen noch nicht vor.
Tausende Feuerwehrleute sind in den zwei betroffenen Regionen im Norden des US-Bundesstaates im Einsatz, um Siedlungen und einzelne Wohnhäuser vor den Flammen zu schützen.
Gouverneur Jerry Brown ruft den Notstand für mehrere Gebiete aus.
Wegen der extremen Trockenheit breiten sich die Flammen nach Angaben des Leiters des Katastrophenschutzes, Mark Ghilarducci, so schnell aus wie seit Jahrzehnten nicht mehr.
Taliban sprengen Gefangene frei
Ein Selbstmordattentäter sprengt das Eingangstor, ein dutzend schwer bewaffneter Kämpfer dringt in die Haftanstalt Ghazni ein - die radikalislamischen Taliban befreien mehr als 300 Menschen aus dem Gefängnis im Südosten Afghanistans.
Das wird heute wichtig
Die Flüchtlingskrise wird auch heute das große Thema sein. Die Innenminister der EU-Mitgliedsstaaten treffen sich in Brüssel zu einem Sondertreffen. Die Kommission hofft darauf, dass sie sich auf einen gerechten Verteilschlüssel für 120.000 Flüchtlinge einigen. Der Druck ist hoch, nachdem Deutschland vorübergehend wieder Grenzkontrollen eingeführt hat. Was steht sonst noch an?
Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen beginnt heute seine 30. Sitzung. Es liegen Berichte über Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea und Syrien vor. Aber auch Staaten wie die Ukraine, Somalia und Sudan sind ein Thema.
Das Kriminalgericht Berlin-Moabit fällt ein Urteil im Prozess gegen einen 41-jährigen Syrien-Rückkehrer.
Das Unternehmen Airbus eröffnet sein erstes Werk in den USA.
US-Justizministerin Loretta Lynch berichtet über den Stand der Ermittlungen gegen Fußball-Funktionäre der Fifa. Es geht um Geldwäsche, Betrug und etliche andere Delikte.
Das spanische Königspaar besucht die Vereinigten Staaten. Heute gilt es erst einmal anzukommen. Morgen treffen König Felipe von Spanien und seine Gattin Letizia US-Präsident Barack Obama.
Wer ist Miss America? Die Entscheidung fällt heute in Atlantic City.
Das Wetter mit Björn Alexander
Heute geht es beim Wetter recht turbulent zur Sache. Denn von West nach Ost überquert uns die Kaltfront von Tief Michael. Damit breiten sich teils kräftige Regengüsse mit Blitz und Donner immer weiter aus. In Schauer- und Gewitternähe sind stürmische Böen, vereinzelt auch Sturmböen drin. Am wärmsten wird es vor der Front in den östlichen Landesteilen mit 22 bis 26 Grad. Ansonsten werden es 15 bis 22 Grad.
Schlagzeilen aus der Nacht
Nach der Einführung von Kontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze wegen der Flüchtlingskrise kommt es zu kleineren Verkehrsstaus auf Autobahnen in Bayern. Abgesehen davon bleibt an der Grenze verhältnismäßig ruhig. Was geschah noch in der Nacht?
Ägyptische Sicherheitskräfte erschießen versehentlich zwölf Menschen, darunter auch Touristen aus Mexiko. Die Einheiten vermuteten Terroristen in ihrem Reisebus.
Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko fordert den Abzug "russischer Besatzungstruppen".
Notstand in etlichen Regionen Kaliforniens, denn die verheerenden Wald- und Buschbrände breiten sich aus.
Tennisstar Novak Djokovic holt sich seinen zweiten US-Open-Titel. Er setzt sich mit 6:4, 5:7, 6:4, 6:4 gegen Dauerrivalen Roger Federer durch.