Politik
Szenen nach dem Angriff des Attentäters A. bei Würzburg: Auf den Stern-RTL-Wahltrend wirkt sich das so gut wie nicht aus.
Szenen nach dem Angriff des Attentäters A. bei Würzburg: Auf den Stern-RTL-Wahltrend wirkt sich das so gut wie nicht aus.(Foto: dpa)
Mittwoch, 27. Juli 2016

Wenig Bewegung in Umfrage: Terror beeinflusst Stern-RTL-Wahltrend kaum

Mit dem Axtangriff eines jungen Flüchtlings in der Nähe von Würzburg erreicht der IS-Terror Deutschland. Spürbare Effekte auf den Stern-RTL-Wahltrend hat das allerdings zunächst nicht.

Die Meldungen über Terrorattacken in Deutschland haben bisher keinen nennenswerten Einfluss auf die Umfragewerte der Parteien im Stern-RTL-Wahltrend. Die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD verharren mit 35 und 22 Prozent auf dem Niveau der Vorwoche. Auch Linke und AfD stagnieren bei je 9 Prozent. Die FDP gibt dagegen einen Punkt ab und liegt bei 6, die Grünen gewinnen einen Punkt hinzu und kommen auf 13 Prozent.

Die Umfragedaten wurden zwischen dem 18. und dem 22. Juli erhoben. Am 18. Juli verübte der islamistisch motivierte Angreifer Riaz A. einen Anschlag in einem Regionalzug bei Würzburg. Der Amoklauf von München am Abend des 22. Juli sowie der Bombenanschlag von Ansbach am Abend des 24. Juli fielen außerhalb des Erhebungszeitraums und haben damit keinen Einfluss.

Effekte sind möglicherweise in der Zuschreibung politischer Kompetenz ablesbar: Nur 8 Prozent der Befragten glauben, die SPD halte für die Probleme des Landes die besten Lösungen bereit. Lediglich 26 Prozent trauen dies der Union zu. Beide Werte sind um einen Punkt im Vergleich zur Vorwoche zurückgegangen. Auch von den sonstigen Parteien sind die Befragten weniger überzeugt. Dagegen halten 56 Prozent keine Partei geeignet, das Land auf Kurs zu bringen.

Leichte Veränderungen sind auch in der Kanzlerpräferenz zu verzeichnen: Mit 47 Prozent würden etwas weniger Befragte Angela Merkel zur Kanzlerin bestimmen, falls es eine Direktwahl gäbe. SPD-Chef Sigmar Gabriel erhält erneut nur 15 Prozent Zustimmung.

Für den Stern-RTL-Wahltrend wurden vom 18. bis zum 22. Juli 2508 Personen befragt. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei 2,5 Punkten.

Quelle: n-tv.de

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