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Auf das falsche Pferd gesetzt: Jeb Bushs Rückzug trifft seine Unterstützer und Wahlkampfhelfer hart.
Auf das falsche Pferd gesetzt: Jeb Bushs Rückzug trifft seine Unterstützer und Wahlkampfhelfer hart.(Foto: REUTERS)

South Carolina stimmt für Trump: US-Vorwahlen: Jeb Bush gibt auf

Der frühere Gouverneur von Florida, Jeb Bush, zieht sich aus dem Präsidentschaftsrennen der US-Republikaner zurück. Bush reagiert damit auf sein enttäuschendes Abschneiden bei der Vorwahl der Republikaner in South Carolina.

Der frühere Gouverneur von Florida, Jeb Bush, hat seinen Rückzug aus dem Präsidentschaftsrennen der US-Republikaner erklärt. "Heute Abend setze ich meine Kampagne aus", sagte Bush nach seinem enttäuschenden Abschneiden bei den Vorwahlen der Republikaner im US-Bundesstaat South Carolina.

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Wegen seiner Kontakte zum republikanischen Establishment und zu finanzkräftigen Wahlkampfspendern galt der Sohn und Bruder zweier Ex-Präsidenten (George H. W. Bush und George W. Bush) ursprünglich als ein Favorit gegolten.

In South Carolina konnte Bush ersten Auswertungen zufolge lediglich rund acht Prozent der Stimmen auf sich vereinen, obwohl er in dem Südstaat viele Wahlkampfauftritte absolvierte und Millionensummen für Wahlspots ausgegeben hatte. Schützenhilfe bekam er dabei auch von Ex-Präsident George W. Bush, der in South Carolina zu Wochenbeginn erstmals einen Wahlkampfauftritt für seinen Bruder absolviert hatte.

Hohn und Spott für Bush

Beim Vorwahl-Auftakt in Iowa Anfang Februar hatte Jeb Bush weniger als drei Prozent der Stimmen erhalten. In New Hampshire kam er anschließend auf elf Prozent. "Die Menschen in Iowa und in New Hampshire und in South Carolina haben gesprochen, und ich respektiere ihre Entscheidung", sagte er in einer emotionalen Rückzugsrede.

An der Spitze des republikanischen Bewerberfeldes liegt damit weiterhin der populistische Geschäftsmann Donald Trump, der sich bei den Vorwahlen in South Carolina klar durchsetzen konnte. Trump hatte sich während des Wahlkampfes immer wieder über Bush lustig gemacht und dem Ex-Gouverneur fehlende Energie für das Präsidentenamt vorgeworfen. Tatsächlich wirkte Jeb Bush überraschend farblos. Selbst im eigenen Lager hatte er sichtlich Mühe zu überzeugen. Bei einem seiner Auftritte musste er das Publikum sogar anbetteln, ihm Applaus zu spenden.

Quelle: n-tv.de

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