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Wirtschaft

Donnerstag, 22. Juli 2010

iPhone als Umsatz-Surfbrett: AT&T reitet die Apple-Welle

Für Randall Stephenson läuft es besser als erwartet. Der Chef des US-Telekomkonzerns AT&T freut sich über eine wachsende Kundenschar, die sich mit Mobilgeräten und Breitbandanschlüssen im Internet tummeln wollen. Bei den Festnetzanschlüssen bleibt das Geschäft dagegen zäh und schwerfällig.
Exklusiv-Vertrag mit Apple: Für Mr. Stephenson ein gutes Geschäft.

Exklusiv-Vertrag mit Apple: Für Mr. Stephenson ein gutes Geschäft.
(Foto: REUTERS)

Der US-Telekomkonzern AT&T hat im zweiten Quartal seinen Gewinn kräftig gesteigert. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 4,023 Mrd. Dollar - ein Plus von knapp 26 Prozent, wie das Unternehmen am Donnerstag in Dallas mitteilte. Auch für das Gesamtjahr rechnet AT&T nun mit einem Gewinnplus. Die Umsätze stiegen hingegen insgesamt nur minimal auf 30,8 Mrd. Dollar.

Telekomkonzerne weltweit leiden unter einem Umsatzrückgang im klassischen Festnetzgeschäft und versuchen das mit der Sparte mobiles Internet und den Breitbanddiensten aufzufangen. AT&T war das im zweiten Quartal gelungen. Sowohl die Umsätze im Mobilfunkgeschäft als auch mit Breitband-Dienstleistungen legten kräftig zu.

AT&T bietet in den USA immer noch das iPhone exklusiv an, deren Nutzer üblicherweise besonders hohe Umsätze einbringen. Im zweiten Quartal schaltete AT&T für 3,2 Mio. neue iPhones den Netzzugang frei. Zuletzt hatten die Nutzer allerdings über Problem mit dem Empfang geklagt. Der iPhone-Anbieter Apple hatte technische Probleme mit dem Gerät zunächst abgestritten, dann spezielle Empfehlungen zur Handhabe ausgegeben und schließlich allen Käufern eine kostenlose Schutzhülle versprochen.

Unter dem Strich gewann AT&T im abgelaufenen Quartal 1,6 Millionen neue Mobilfunkkunden und kam so zum Ende des zweiten Quartals auf 90,1 Millionen Mobilfunkkunden. Weitere 1,6 Millionen Nutzer hatten damit von einem bereits bestehenden AT&T-Vertrag auf das iPhone gewechselt. Den durchschnittlichen Umsatz je Kunden pro Monat (ARPU) bei den Vertragskunden steigerte AT&T um 3,4 Prozent auf 62,63 Dollar. Gleichzeitig war das Mobilfunkgeschäft profitabler als noch vor einem Jahr.

Im klassischen Festnetzgeschäft konnte AT&T den Umsatzrückgang abbremsen. Die Umsätze mit Breitbandverbindungen sowohl für Privat- als auch für Geschäftskunden legten kräftig zu. Die Erlöse im gesamten Festnetzgeschäft sanken aber immer noch um knapp 4 Prozent.

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dpa

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