Wirtschaft

Heimathafen für Offshore-SchifferBremen setzt auf Wind

26.01.2010, 17:25 Uhr

Die Suche nach neuen Energiequellen für Wirtschaft und Verbraucher bietet strukturschwachen Regionen an Nord- und Ostsee neue Perspektiven. Im Rennen um den Heimathafen zum Bau der geplanten Offshore-Windparks in der Nordsee plant Bremen neue Hafenanlagen

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Generatorengondeln und Propellernaben warten an der Weser auf ihre Verladung. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Bremen will einen Hafen für die Verschiffung von Windrädern für Anlagen auf See bauen. Bis 2014 soll für 170 bis 200 Mio. Euro ein Hafen entstehen, in dem je nach Ausführung jährlich 80 bis 160 Windanlagen vormontiert und auf Schiffe verladen werden können.

Mit der Investition solle die Zukunft Bremerhavens als Zentrum der Offshore-Windenergie sicher gestellt werden, sagte Wirtschaftssenator Ralf Nagel. Als Betreiber soll ein privates Unternehmen ausgesucht werden. Bei der größeren und auch wirtschaftlicheren Variante, dem Standort "Erdmannsiel", besteht das Problem, das er im Naturschutzgebiet liegt und eine Ausnahmegenehmigung für den Bau nötig wäre.

Potenzielle Nutzer des Hafens sind Energiekonzerne wie Eon und EWE, die von dort aus Windräder aus Fabriken etwa von Nordex, Repower oder Siemens verschiffen könnten. Die Windenergieerzeugung auf See gilt als vielversprechende Zukunftstechnologie. Bislang ist vor der deutschen Küste allein der Windpark "Alpha Ventus" der Betreiber EWE, Eon, Vattenfall 45 Kilometer vor Borkum in Probebetrieb.

Im Bau befindet sich zudem der Park "Bard Offshore 1", der rund 90 Kilometer nordwestlich der Insel Borkum entstehen soll. 21 weitere Windparks sind bereits genehmigt.

Quelle: rts