Wirtschaft

Immer mehr arbeitslose KundenBurger King spürt die Krise

04.02.2010, 14:56 Uhr

Die Fastfood-Kette Burger King bekommt die hohe Arbeitslosigkeit zu spüren. Im abgelaufenen Geschäftsquartal läuft das Geschäft nur noch durchwachsen. Der Umsatz steigt nur noch durch Neueröffnungen.

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Wer um seinen Job fürchtet, isst offenbar lieber daheim. (Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Die Fastfood-Kette Burger King bekommt die hohe Arbeitslosigkeit zu spüren. Im zweiten Geschäftsquartal (Ende Dezember) lief das Geschäft durchwachsen. Die Kunden hielten ihr Geld zusammen, sagte Burger-King-Chef John Chidsey am Donnerstag in Miami. Er kündigte an, mit günstigen Angeboten dagegen halten zu wollen. Denn große Hoffnungen auf eine schnelle Besserung macht er sich keine: "Der Arbeitsmarkt wird sich vermutlich kaum erholen."

Zwar konnte Burger King den Gewinn binnen eines Jahres um 13 Prozent auf 50 Mio. Dollar steigern. Auch der Umsatz stieg um zwei Prozent auf 645 Mio. Dollar. Das gelang aber einzig durch die Eröffnung von neuen Filialen. Diese herausgerechnet, verzeichnete Burger King einen Rückgang um zwei Prozent. Vor allem US-Amerikaner, Kanadier, Deutsche und Niederländer griffen seltener zum Whopper.

Damit hat sich Burger King ein ums andere Mal schlechter geschlagen als der Erzrivale McDonald's, der in einer ganz anderen Liga spielt mit einem Quartals-Umsatz von zuletzt 6,0 Mrd. Dollar und einem Überschuss von 1,2 Milliarden Dollar.

Um den Anschluss nicht gänzlich zu verlieren, geht Burger King neue Wege. Schon bald sollen die Kunden in ausgewählten US-Filialen zu ihrem Fastfood ein Bier bestellen können. In Deutschland schenkt die Kette schon seit 2004 in ihren selbst geführten Restaurants "Miller Beer" aus, davor gab es vereinzelt regionale Biersorten zu kaufen.

Quelle: dpa