Samstag, 13. März 2010
Insolvenverwalter präsentiert Plan: Karstadt-Verkauf in heißer Phase
Die Suche nach einem Investor für die insolvente Warenhauskette Karstadt geht in die heiße Phase. Zu Wochenbeginn will Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg den Insolvenzplan beim Essener Amtsgericht vorlegen. Bislang steht fest, dass 13 Filialen geschlossen werden und die Belegschaft einen Sanierungsbeitrag in dreistelliger Millionenhöhe leistet. Weitere Einzelheiten des Sanierungskonzepts, das ein dauerhaftes Überleben der Warenhauskette sichern soll, sind noch nicht bekannt.
Die Karstadt-Gläubiger hatte vor vier Monaten grünes Licht für einen Verkauf gegeben. Von ursprünglich 30 Interessenten sind derzeit noch sechs im Rennen. Spätestens bis zur Jahresmitte soll ein Käufer gefunden werden, der nach den Vorstellungen des Insolvenzverwalters die Warenhauskette als Ganzes übernehmen soll. Eine vom "Handelsblatts" genannte Frist, wonach bis zum 31. Mai ein neuer Eigentümer gefunden werden solle, wollte ein Sprecher von Görg nicht bestätigen. Der Termin sei pure Spekulation.
Sollte es nicht gelingen, einen Käufer für das Komplettpaket von 120 Filialen zu finden, droht dem Warenhausunternehmen mit rund 25.000 Stellen die Zerschlagung. Interessenten für einzelne Filialen, darunter der Karstadt-Konkurrent Metro, wurden in dem Verkaufsprozess bislang nicht berücksichtigt. Für die Karstadt-Mutter Arcandor hatten die Gläubiger angesichts von offenen Forderungen in Milliardenhöhe bereits Ende vergangenen Jahres das Aus beschlossen. Auch für die zweite Arcandor-Tochter Quelle gab es keine Rettung.
dpa
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