Das war Mittwoch, der 11. März 2015
Das war es für heute vom "Tag bei n-tv". Wir verabschieden uns von Ihnen und wünschen eine geruhsame Nacht.
Morgen früh versorgt Sie dann der Kollege Johannes Graf mit allem, was Sie wissen müssen.
Medien: Polizeichef von Ferguson tritt zurück
Der Polizeichef der US-Stadt Ferguson wird nach schweren Vorwürfen des Justizministeriums gegen ihn in Kürze zurücktreten, berichten die "New York Times" und CNN. Am 19. März scheidet Thomas Jackson aus dem Amt.
Ein weißer Polizist hatte in dem Vorort von St. Louis im Sommer 2014 den unbewaffneten schwarzen Jugendlichen Michael Brown erschossen.
Das US-Justizministerium warf der Polizei weit verbreitete rassistische Diskriminierung gegen Afro-Amerikaner vor.
Schwarze sollen übermäßig häufig mit Geldstrafen belegt worden sein, um die städtischen Kassen zu füllen.
Deutsche Bank scheitert bei Stresstest
In den USA kann die Deutsche Bank den Anforderungen der US-Notenbank nicht genügen.
Die Aufseher monieren, wie die Bank potenzielle Risiken erfasst.
Unzufrieden sind sie auch mit der Überwachung der Unternehmensführung (Compliance).
Dass die Deutsche Bank mit einer Quote von 34,7 Prozent die am stärksten kapitalisierte Bank ist, kann sie nicht davor bewahren, am Test zu scheitern.
Die US-Notenbank hat insgesamt 31 Banken unter die Lupe genommen. Durch den Test fällt auch die spanische Santander. Die im US-Test geprüfte Deutsche Bank Trust macht weniger als fünf Prozent der Bilanzsumme der Deutschen Bank AG aus.
Endlich wieder Regen!
Der Südosten Brasiliens erlebt die größte Dürre seit mehr als 80 Jahren - und ist nun über ausgiebigen Regen erleichtert. Genug ist es trotzdem nicht. Die Metropole Sao Paulo rationiert das Trinkwasser auch weiterhin.
USA verweigern UN Gefängniszugang
Der UN-Sonderberichterstatter zu Folter, Juan Méndez, verlangt Aufklärung über die Haftbedingungen in den USA und will die US-Gefängnisse persönlich in Augenschein nehmen. Die Regierung in Washington habe dies aber bislang nicht erlaubt, sagt er.
Die US-Behörden hätten einen Besuch in den Bundesgefängnissen abgelehnt, wo Häftlinge in Hochsicherheitstrakten bis zu 23 Stunden täglich in abgeschirmten Einzelzellen verbringen müssen.
"Schätzungen zufolge sitzen 80.000 Gefangene in den USA in Isolationshaft", sagt Méndez. Es sei nicht unüblich, dass Insassen bis zu 30 Jahre in Isolationshaft verbringen. Dies könne schwere psychische Schäden verursachen.
"Die Gefangenen können zwar lesen, schreiben und TV schauen", erklärt der UN-Experte. Das Wichtigste, nämlich der Kontakt zu Menschen, bleibe ihnen aber verwehrt.
Méndez hatte im Jahr 2012 gefordert, dem US-Gefangenenlager Guantanamo einen Besuch abstatten zu dürfen. Auch hier verweigere Washington die Kooperation.
Moskau unterstützt Nordkorea in "Freundschaft"
Am 9. Mai gibt es in Moskau die Gedenkfeierlichkeiten zum Ende des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren. So weit, so bekannt, ließ doch die ebenfalls eingeladene Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits wissen, wegen Russlands Verstrickungen mit dem Ukraine-Konflikt werde sie nicht kommen. Dafür wird ein anderes bekanntes Gesicht anwesend sein: Nordkoreas Diktator Kim Jong Un.
Russland und Nordkorea haben ein "Jahr der Freundschaft" vereinbart, teilt das Außenministerium in Moskau mit. Geplant sei ein Programm zum kulturellen Austausch zwischen den beiden Ländern.
Im kommunistischen Nordkorea will Moskau etwa 20 Millionen Euro in den Ausbau des Bahnnetzes investieren.
Im Gegenzug erhält Moskau wohl Zugang zu Bodenschätzen in dem streng abgeschotteten Land.
Pjöngjang will die Abhängigkeit seines Landes vom großen Nachbarn China verringern.
Kuba hat die USA wieder direkt am Hörer
Die USA und Kuba stellen nach mehrjähriger Unterbrechung wieder direkte Telekommunikationsverbindungen her.
Die staatliche kubanische Telefongesellschaft Etecsa teilt mit, dass sie eine entsprechende Vereinbarung mit dem US-amerikanischen Telekommunikationsunternehmen IDT unterschrieben hat.
Die Wiederherstellung beschränkt sich zunächst auf Telefongespräche.
Die Telefonverbindungen zwischen beiden Staaten waren seit den 60er Jahren immer wieder zeitweise, seit 1999 völlig unterbrochen.
BDI gibt falsche Zahlen über TTIP zu
Dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) ist bei Angaben zu den Effekten des umstrittenen EU-Freihandelsabkommens mit den USA ein peinlicher Fehler unterlaufen.
Die zu erwartenden Wirtschaftseffekte des TTIP-Abkommens seien zehn Mal kleiner als behauptet, teilte die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch mit. Sie hatte die Panne öffentlich gemacht.
Der BDI habe in Broschüren und Interviews von einer jährlichen Wachstumssteigerung um etwa 100 Milliarden Euro gesprochen. Eine Studie ging aber davon aus, dass eine solche Steigerung erst binnen zehn Jahren erreicht werden könnte - konkret ist von knapp 120 Milliarden Euro als Einmaleffekt die Rede.
"Es ist richtig, dass (..) der Eindruck entstehen konnte, als wäre der Effekt von rund 100 Mrd. Euro jährlich zu erwarten", schreibt die verantwortliche BDI-Expertin Stormy-Annika Mildner. Die entsprechenden Stellen seien geändert worden.
Foodwatch wirft auch der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft vor, mit "falschen Angaben" zu "hantieren". Eine im Februar veröffentlichte Broschüre mit Fakten zu dem Abkommen enthalte "fehlerhafte oder verzerrte Darstellungen".
Lesen Sie hier ein Interview mit Foodwatch-Gründer Thilo Bode.
IWF pumpt 17,5 Milliarden Dollar in die Ukraine
Über fehlende Hilfe kann sich Kiew kaum beklagen – militärisches Gerät aus den USA, jetzt auch eine kräftige Finanzspritze des Internationalen Währungsfonds.
Der IWF-Verwaltungsrat billigte Hilfskredite in Höhe von 17,5 Milliarden Dollar.
Der militärische Konflikt mit den prorussischen Separatisten im Osten des Landes hat die Ukraine in eine schwere Wirtschaftskrise gestürzt.
Knast statt Sex auf Casting Couch
Ein angeblicher Assistent einer Model-Agentur ist nach sexuellen Übergriffen auf Kandidatinnen schuldig gesprochen worden - nun muss er ins Gefängnis.
Das Berliner Landgericht verurteilt den Mann zu sechs Jahren und drei Monaten Gefängnis.
Der Angeklagte habe im Juli 2012 beschlossen, über fiktive Anzeigen im Internet Kontakt zu Mädchen aufzunehmen, steht für das Gericht nach dem zweimonatigen Prozess fest.
Mit falschen Identitäten habe er die Opfer "auf subtile Weise" ausgespäht und "ihre Naivität gnadenlos ausgenutzt". Eine 19-Jährige habe er unter der Drohung, Nacktfotos von ihr zu veröffentlichen, zur Prostitution gezwungen.
Der 26-Jährige ist der Vergewaltigung zweier 19 und 16 Jahre alter Frauen, der Zuhälterei, Nötigung sowie der Körperverletzung im Falle eines dritten Opfers schuldig.
Dax spurtet nach oben
Wie entfesselt steigt der Dax in einem sensationellem Schlussspurt nach oben. Der EZB und dem schwachen Euro sei Dank.
Mit Gewinnen von fast drei Prozent knackt der deutsche Leitindex heute gleich zwei 100er Marken und steigt erstmals in seiner Geschichte sogar über 11.800 Punkte.
Hier finden Sie den Marktbericht mit allen Indizes.
USA liefern Ukraine gepanzerte Fahrzeuge
Die USA wollen die Ukraine im Kampf gegen prorussische Separatisten mit weiterem Gerät unterstützen.
Das Pentagon werde "in den kommenden Wochen" Humvee-Geländefahrzeuge sowie Drohnen vom Typ "Raven" an Kiew liefern, hieß es in Verteidigungskreisen in Washington.
Insgesamt sei die Übergabe von 230 Humvees geplant, von denen rund 30 gepanzert sein sollen.
Die Militärhilfen haben einen Umfang von 75 Millionen Dollar.
Bislang unterstützte Washington die ukrainischen Streitkräfte unter anderem mit Schutzwesten, Nachtsichtgeräten und Radarsystemen. Auch die gepanzerten Humvees und die Drohnen werden als "nicht-tödliche" Hilfe bezeichnet.
Schlagzeilen zum Feierabend
Neue Zahlen zur Grippewelle veröffentlicht
Hören sie jetzt auf, krank zu sein! Sie würden damit sogar einem Trend folgen, wie die aktuellen Zahlen vom Robert-Koch-Institut zeigen.
Die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen, zu denen insbesondere die Grippe gehört, ist in der vergangenen Woche besonders in Westdeutschland stark zurückgegangen.
Der Höhepunkt der Grippewelle ist damit überschritten. In vielen Regionen haben die Menschen das Schlimmste hinter sich, was die Grippe anbelangt.
Investor will Banksy-Enklave zerstören
Das "geistige" Zuhause des bekannten Streetart-Künstlers Banksy im englischen Bristol ist bedroht, berichtet der "Guardian". In Zentrum des Stadtviertels Stokes Croft wohnen viele Künstler, Hippies und Öko-Aktivisten.
Ein Investor hat den Großteil der Anteile an einem zentralen Gelände in Stokes Croft mit viktorianischen Gebäuden erstanden und will nun 118 Wohneinheiten bauen, aber nur 8 "erschwingliche" und keine Sozialwohnungen.
Das Areal soll zwar nicht per se unzugänglich werden, teilt der Investor mit, aber abgeschottet, wenn es zu "asozialem Verhalten" oder Obdachlose dort übernachten wollen.
Jahrzehntelang gab es keine Instandhaltung des Geländes, bis vor wenigen Jahren die Stadt anfing, mit den Anwohnern gemeinsam die Entwicklung mit lokalen Geschäften und Projekten voranzutreiben.
Bei Facebook ist jetzt niemand mehr "fett"
Albern, amüsiert, euphorisch, traurig - oder verliebt? Facebook bietet seinen Nutzern viele Stichworte an, mit denen sie ihren Gefühlszustand ausdrücken können. Aber "fett"? Ist das ein Gefühl? Naja, nicht ganz, eher "vollgestopft", wie es nun heißt.
Die Initiative "Endangered Bodies" hatte sich daran gestört und eine Petition gestartet.
16.771 Unterstützer führten zum Erfolg: Facebook strich den Begriff aus seiner Liste der Befindlichkeiten.
Lesen Sie hier mehr dazu.
Autodieb stiehlt auch schlafendes Kind
Ein Autodieb hat in Chile Medienberichten zufolge nicht nur einen Wagen gestohlen, sondern wohl versehentlich auch ein darin schlafendes Mädchen mitgenommen.
Die Mutter hatte die Sechsjährige schlafend in ihrem Auto gelassen, weil sie zum Telefonieren ausgestiegen war.
Der unbekannte Täter stahl das Auto, wohl ohne das Mädchen zu bemerken.
Kind und Auto wurden acht Stunden später unversehrt mehrere Straßenblocks vom Tatort entfernt aufgefunden, berichtet das Nachrichtenportal Emol unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Der Täter war geflüchtet.
Gascoigne: Alkoholsucht wegen Hacker-Angriffen
Der frühere englische Fußball-Star Paul Gascoigne erklärt seine Alkoholsucht mit wilden Theorien, berichtet der "Guardian". Sind das endlich die Erklärungen für die Probleme der "Bierdose", wie englische Medien den Mittelfeldspieler nannten?
Der Verlag MGN gibt zu, 18 Artikel auf Basis von Informationen veröffentlicht zu haben, die er durch Hacks von Gascoignes Telefon erlangt hatte. Sie erschienen im "Daily Mirror", "Sunday Mirror" und "People".
Vor Gericht sagt Gascoigne aus, die Hacker-Angriffe von Journalisten auf sein Handy hätten ihn paranoid gemacht. "Es ist furchtbar. Und dann können die Leute nicht verstehen, warum ich Alkoholiker geworden bin."
Fünfmal pro Monat habe er sein Telefon wechseln müssen, führt der 47-jährige Gascoigne aus. Seine Paranoia sei so schlimm gewesen, dass er deswegen einen Therapeuten aufgesucht habe. Dieser habe ihm aber nicht geglaubt.
Lange Haft für saudischen Menschenrechtler
Ein prominenter Menschenrechtsaktivist ist in Saudi-Arabien zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden.
Laut der Menschenrechtsorganisation GCHR wurde Mohammed al-Badschadi, Gründer der Bürgerrechtsorganisation Acpra, zu zehn Jahren Haft verurteilt.
Al-Badschadi sei bereits vergangene Woche in einem Prozess ohne Anwälte für ihn verurteilt worden - von einem Gericht das auf Verfahren wegen Terrorismusverdachts spezialisiert ist.
Ihm wurde zur Last gelegt, verbotene Bücher verkauft zu haben. Seine Organisation Acpra gehört zu den wenigen unabhängigen Menschenrechtsorganisationen in dem Land.
Zuletzt sorgte der Fall des Bloggers Raif Badawi für Aufsehen: Er war wegen Beleidigung des Islam zu zehn Jahren Haft und 1000 Stockhieben verurteilt.
Älteste Brotzeit der Welt entdeckt
Bei Ausgrabungen in Regensburg haben Archäologen die älteste Brotzeit der Welt entdeckt - etwa 250 Jahre soll sie alt sein.
Die Forscher fanden eine Brezel, verkohlte Semmelreste und ein Stück Hörnchen.
"Es handelt sich garantiert um die älteste gefundene Breze", sagte Silvia Codreanu-Windauer vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege.
"Der Fund ist etwas Besonderes, weil er ein Stück Alltagsgeschichte beschreibt", resümierte Regensburgs Bürgermeister, Joachim Wolbergs.
Die historische Mahlzeit wurde am Donaumarkt gefunden, einer seit Jahren für Archäologen spektakulären Ausgrabungsstätte. Dort wurden bereits ein möglicherweise etwa 1200 Jahre altes Haus, eine mittelalterliche Hinrichtungsstätte und ein Steg aus dem Mittelalter gefunden, der einst zur Donau führte.
Dax wird mehr und mehr zur Rekord-Fabrik
Kräftig aufwärts geht es heute wieder mal an der Frankfurter Börse: Der Dax springt über 11.700 Punkte auf ein neues Rekordhoch. Den Rückgang des deutschen Leitindex am Vortag nutzen Anleger zum Einstieg.
Das Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) entfaltet seine Wirkung bei Aktien, Devisen und Zinsen.
Am frühen Nachmittag steht der Dax mit einem Plus von 1,7 Prozent bei 11.700 Punkten.
Mehr Informationen zum Handelstag finden Sie in unserem Marktbericht.
Vaterschaftsklage gegen Juan Carlos abgewiesen
Hat Juan Carlos uneheliche Kinder gezeugt? Ob die Frage jemals beantwortet wird, bleibt unklar: Das Oberste Gericht Spaniens hat eine Vaterschaftsklage gegen den ehemaligen König zurückgewiesen.
Die Richter gaben damit dem Einspruch des 77-Jährigen statt. Der hatte sich gegen eine Entscheidung des Obersten Gerichts von Anfang des Jahres gewandt.
Niger: Über 500 Boko-Haram-Kämpfer getötet
Das nigrische Militär berichtet, es habe in den vergangenen Wochen 513 Kämpfer der Extremistenmiliz Boko Haram getötet.
Bei Kämpfen seit Anfang Februar seien außerdem 24 Soldaten und Polizisten getötet worden. Unabhängig konnten die Informationen nicht überprüft werden.
Über 200 weitere Boko-Haram-Kämpfer seien in Polizeigewahrsam, so die Sicherheitskräfte.
Boko Haram hatte am 7. Februar erstmals Dörfer im Niger angegriffen. Zuvor hatten die Islamisten schon Orte in Kamerun überfallen. Insgesamt führte die Regionalisierung der Angriffe dazu, dass die Miliz inzwischen von einer multinationalen Truppe bekämpft wird.
Zuletzt erlitt Boko Haram einige zum Teil drastische militärische Niederlagen.
Kämpfen Dutzende Israelis für den IS?
Nach Angaben des israelischen Verteidigungsministers Mosche Jaalon kämpfen in Syrien und im Irak mehrere Dutzend israelische Staatsbürger mit arabischen Wurzeln für die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS).
"Es handelt sich um kein weit verbreitetes Phänomen unter den arabischen Bürgern Israels", sagte Jaalon.
"Wenige Dutzend sind zum Kampf für den IS aufgebrochen. Einige von ihnen wurden getötet, andere bei ihrer Rückkehr festgenommen", erklärte der Minister.
Der IS hatte kürzlich ein Video verbreitet, in dem ein angeblicher Agent des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad, Mohammed Said Ismail Musallam, hingerichtet wird. Jaalon bestritt jegliche Verbindung des Mannes zum Mossad.
Schlagzeilen zur Mittagspause
Deutsche spenden rund fünf Milliarden
Die Deutschen haben 2014 rund fünf Milliarden Euro und damit etwa 5,4 Prozent mehr als im Vorjahr gespendet. Das gab der Deutsche Spendenrat bekannt.
Demnach haben 22,4 Millionen Menschen Geld für den guten Zweck hergegeben.
Die Durchschnittsspende lag bei 36 Euro.
Australiens Premier schockt Aborigines
Australiens Premierminister Tony Abbott hat mit einer Bemerkung zum Lebensstil der Ureinwohner des Landes einen Sturm der Entrüstung ausgelöst.
In Zusammenhang mit Plänen, rund 12.000 Aborigines in Westaustralien umzusiedeln, sagte er: "Wir können ihnen nicht endlos ihren gewünschten Lebensstil finanzieren".
Das Argument, Aborigines lebten dort, wo sie seit Jahrhunderten zu Hause seien, wolle er nicht gelten lassen. "Wenn Sie oder ich beschließen würden, an einem entlegenen Ort zu leben, inwieweit müsste der Steuerzahler dann dafür aufkommen, dort Dienstleistungen bereitzustellen?", fragte Abbott.
Vertreter der Ureinwohner sind entsetzt und verlangen eine Entschuldigung.
Die Aborigines gehören zu den ärmsten und am schlechtesten ausgebildeten Gesellschaftsgruppen in Australien.
IS beginnt Offensive auf Kurdengebiet
Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat im Nordosten Syriens eine neue Offensive auf eine von Kurden kontrollierte Region begonnen.
Rund 1000 IS-Kämpfer seien an dem Angriff beteiligt, berichtet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.
Demnach hätten die Islamisten zwei Orte südlich der Grenzstadt Ras al-Ain angegriffen. Bei den Kämpfen seien auf beiden Seiten dutzende Menschen ums Leben gekommen.
Ras al-Ain liegt etwa 180 Kilometer östlich von Kobane.
Räuber erbeuten neun Millionen bei Überfall
Bei einem spektakulären Überfall auf einen Schmuck-Transporter bei Avallon in Zentralfrankreich haben die Täter Beute im Wert von mindestens neun Millionen Euro gemacht.
Wie die Polizei mitteilt, seien die beiden schwer gesicherten Transporter von einer Gruppe von etwa 15 Tätern überfallen worden.
Die Gruppe schlug zu, als die Transporter eine Mautstation nahe des Ortes Avallon passierten.
Die Täter flüchteten, die Polizei suchte bisher ohne Ergebnis.
Griechischer Minister will deutsches Eigentum pfänden
Der griechische Justizminister Nikos Paraskevopoulos will erlauben, dass deutsche Immobilien in Griechenland gepfändet werden, wollte es zwischen Athen und Berlin zu keiner Einigung im Streit um die griechischen Reparationsforderungen kommen.
"Ich beabsichtige die Erlaubnis zu geben", sagte er im griechischen Fernsehen. Die endgültige Entscheidung werde jedoch die Regierung unter Premier Alexis Tsipras treffen, hieß es.
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Nicaragua-Kanal lockt deutsche Investoren
Das Megaprojekt Nicaraguakanal sehen deutsche Unternehmen als "große Chance". Das teilte die Regierung des mittelamerikanischen Landes nach Gesprächen mit Unternehmern und Wissenschaftlern mit.
Demnach soll eine Delegation mit Investoren aus Deutschland, Dänemark und Frankreichdemnächst nach Nicaragua reisen, um sich ein Bild von dem umstrittenen Megaprojekt zu machen.
Nicaragua verspricht sich vom Bau des rund 280 Kilometer langen Kanals einen wirtschaftlichen Aufschwung.
Das Projekt, das von dem chinesischen Unternehmen HKND durchgeführt wird, kostet rund 40 Milliarden Euro. Das Bruttoinlandsprodukt des kleinen Landes beträgt etwa 10 Milliarden Euro.
2019 soll der Kanal fertig sein.
Indiens Ex-Premier wegen Korruption angeklagt
Indiens früherer Premierminister Manmohan Singh muss sich in einem Kohle-Skandal vor Gericht verantworten.
Der 82-Jährige, der bis Mai vergangenen Jahres Premierminister des Landes war, wird verdächtigt, an der illegalen Vergabe von Lizenzen zum Kohleabbau beteiligt gewesen zu sein.
Dem Staat sind so jahrelang Milliardeneinnahmen entgangen.
Singh muss sich wegen mutmaßlicher Verschwörung, Untreue und Korruption verantworten.
Zahl der Insolvenzen so niedrig wie zuletzt 1999
Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland sinkt weiter.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gingen 2014 24.085 Firmen pleite. Das sind 7,3 Prozent weniger als im Jahr zuvor.
Auch die Zahl der Privatinsolvenzen ist gesunken, sie fiel um 5,4 Prozent auf 86.298 Fälle.
Schlagzeilen am Morgen
Fall Nemzow: Wurde Verdächtiger gefoltert?
Nach Ansicht der russischen Ermittlungsbehörden ist Saur Dadajew der Hauptverdächtige im Fall des ermordeten Kreml-Kritikers Boris Nemzow. Nun gibt es Hinweise darauf, dass der Tschetschene während der Haft gefoltert wurde:
"Es gibt Grund zur Annahme, dass Saur Dadajew unter Folter gestanden hat", sagte ein Mitglied der Menschenrechtskommission.
Dadajew weise zahlreiche Verletzungen am ganzen Körper auf, die auf Folter hinwiesen.
Ein Mitglied der Menschenrechtskommission hatte den Verdächtigen in seiner Zelle besucht.
Mehr Hintergründe dazu lesen Sie hier.
Chinas Sorge vor Abschwung wächst
In China wächst die Sorge vor einem wirtschaftlichen Abschwung. Aktuell enttäuschen schwache Konjunkturdaten aus den ersten beiden Monaten des neuen Jahres die wirtschaftliche Nummer zwei.
Die Industriebetriebe steigerten ihre Produktion um 6,8 Prozent, der niedrigste Wert seit 2008.
Die Einzelhandelsumsätze stiegen um 10,7 Prozent.
Investitionen nahmen um 13,9 Prozent zu.
Auch wenn all diese Daten ein Wachstum beschreiben, haben Ökonomen dennoch für jeden dieser Werte mit jeweils etwa einem Prozent mehr gerechnet.
Die Daten nähren Spekulationen, dass Regierung und Notenbank demnächst zu Konjunkturhilfen greifen werden. "Zweistellige Wachstumsraten bei der Industrieproduktion werden der Vergangenheit angehören", sagte ein Volkswirt des Analysehauses Forecast Pte.
Wutbürgerin sucht Wutbürger
Alleine zum Pegida-Spaziergang? Das muss doch nicht sein. Alleine Stammtischparolen klopfen? Nicht nötig. Es gibt doch Gleichgesinnte, man muss sie nur finden. Zum Beispiel im Kontaktanzeigen-Teil der "Sächsischen Zeitung":
Eon macht drei Milliarden Euro Verlust
Das Geschäftsjahr 2014 ist für den Energieriesen Eon ein Debakel:
Das Unternehmen machte unter dem Strich 3,16 Milliarden Euro Verlust.
Eon hatte im Vorfeld bereits angekündigt, dass hohe Verluste zu erwarten sind.
Bereits 2011 beliefen sich die Verluste auf 2,2 Milliarden Euro.
Mehr Hintergründe lesen hier.
Ozean-Gigant passiert Ems-Nadelöhr
Eins der größten jemals in Deutschland gebauten Kreuzfahrtschiffe, die "Anthem of the Seas", hat das letzte Nadelöhr auf dem Weg zur Nordsee gemeistert.
Der neue Ozeanriese der Meyer Werft passierte am frühen Mittwochmorgen die 60 Meter breite Schifffahrtsöffnung des Ems-Sperrwerks.
Die "Anthem of the Seas" ist 348 Meter lang und 41 Meter breit. Das Schiff soll am Nachmittag die Nordsee erreichen.
China baut erstes AKW seit Fukushima
Zum ersten Mal seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima wurde in China wieder eine Genehmigung für den Bau eine Atomkraftwerks ausgestellt.
Wie staatliche Medien berichteten, wird das Atomkraftwerk Hongyanhe in Nordostchina um zwei Reaktorblöcke erweitert.
Nach der Katastrophe in Japan hatte China zunächst ein Moratorium verhängt und eine intensive Sicherheitsprüfung angekündigt.
China betreibt derzeit 23 Atomkraftwerke, 26 sind im Bau. Das Land bezieht rund 20 Gigawatt Strom aus Atomenergie. Bis 2030 sollen es 150 Gigawatt sein.
Utah will Erschießungskommandos zurück
Im US-Bundesstaat Utah werden zum Tode verurteilte Häftlinge demnächst wohl wieder von Erschießungskommandos exekutiert.
Mit 18 zu 10 Stimmen sprach sich der Senat für die Wiedereinführung der Methode aus.
Utahs Gouverneur Gary Herbert hatte zuvor geklagt, es sei immer schwieriger geworden, an die Substanzen für Giftspritzen zu kommen.
Utah hatte die Erschießungskommandos 2004 abgeschafft. Von den 32 Bundesstaaten, in denen die USA Gefangene töten lässt, werden derzeit lediglich in Oklahoma Häftlinge erschossen.
Einen Text mit mehr Details lesen hier.
Ecstasy in Irland vorübergehend legal
Durch eine Gesetzeslücke ist der Besitz von zahlreichen Drogen in Irland vorübergehend legal geworden. Ein Berufungsgericht hatte am Dienstag ein Gesetz aus dem Jahr 1977 gekippt. Teile des Gesetzes waren als verfassungswidrig eingestuft worden.
Daher gibt es derzeit keine gesetzliche Handhabe gegen den Besitz von Drogen wie Ecstasy, Ketamin oder Crystal Meth.
Nicht betroffen sind Heroin, Kokain und Cannabis.
Das irische Parlament kam noch am Dienstag zusammen, um die Gesetzeslücke so schnell wie möglich zu schließen. Innerhalb von 24 Stunden soll ein neues Gesetz rechtskräftig werden.
Das wird heute wichtig
[kein Linktext vorhanden]Es war ein harter Weg zur Arbeit: Der Wecker zu früh, die Nacht zu kurz, die Luft zu kalt, der Gegenwind auf dem Fahrrad zu hart. Aber was erzähle ich Ihnen, wenn Sie so früh auf den Beinen sind wie ich, geht es Ihnen wahrscheinlich nicht anders.
Gut, Schluss damit, das wird heute wichtig:
Angela Merkel trifft sich um 17 Uhr mit der Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, Weltbank-Präsident Jim Yong Kim und den Generalsekretären der OECD des OECD, Angel Gurria, der Welthandelsorganisation, Robert Azevedo und der Internationalen Arbeiterorganisation Guy Ryder. Dabei geht es um die Finanz- und Wirtschaftslage in Griechenland und der Ukraine.
Heute vor vier Jahren begannen in Syrien die Demonstrationen, die schließlich zu dem erbitterten Bürgerkrieg führten.
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ist auf dem Weg in die USA, um dort die Themen Ukraine-Konflikt, die Atomverhandlungen mit dem Iran, die Aufarbeitung des NSA-Skandals und das Freihandelsabkommen TTIP zu diskutieren.
Es wird gestreikt: In acht Bundesländern streiken die Lehrer, auch zahlreiche Amtsstuben bleiben heute leer. An den Flughäfen in Hannover und Düsseldorf legt das Bodenpersonal die Arbeit nieder.
Auch Unternehmenszahlen gibt es heute: Unter anderem von Eon, der Deutschen Post und MAN.
In Kiel beginnt außerdem der Prozess gegen einen 55-Jährigen, der in Rendsburg einen Beamten im Finanzamt erschossen haben soll.
Schlagzeilen aus der Nacht