Der TagUSA verweigern UN Gefängniszugang
Der UN-Sonderberichterstatter zu Folter, Juan Méndez, verlangt Aufklärung über die Haftbedingungen in den USA und will die US-Gefängnisse persönlich in Augenschein nehmen. Die Regierung in Washington habe dies aber bislang nicht erlaubt, sagt er.
Die US-Behörden hätten einen Besuch in den Bundesgefängnissen abgelehnt, wo Häftlinge in Hochsicherheitstrakten bis zu 23 Stunden täglich in abgeschirmten Einzelzellen verbringen müssen.
"Schätzungen zufolge sitzen 80.000 Gefangene in den USA in Isolationshaft", sagt Méndez. Es sei nicht unüblich, dass Insassen bis zu 30 Jahre in Isolationshaft verbringen. Dies könne schwere psychische Schäden verursachen.
"Die Gefangenen können zwar lesen, schreiben und TV schauen", erklärt der UN-Experte. Das Wichtigste, nämlich der Kontakt zu Menschen, bleibe ihnen aber verwehrt.
Méndez hatte im Jahr 2012 gefordert, dem US-Gefangenenlager Guantanamo einen Besuch abstatten zu dürfen. Auch hier verweigere Washington die Kooperation.