Das war Donnerstag, der 26. November 2015
Liebe Leser,
der Terror lässt uns nicht los. Auch heute nicht. Die Bundeswehr zieht nun doch mit einem Kriegsschiff, einem Tankflugzeug und "Tornados" in den Kampf gegen den IS. Der Anti-Terror-Kampf lässt auch Russland und Frankreich enger zusammenrücken. Die Präsidenten Putin und Hollande verständigen sich in Moskau auf ein gemeinsames Vorgehen. In Berlin gibt es eine Razzia, bei der mutmaßliche Islamisten gefasst werden. Derweil wird in Brüssel die höchste Terrorstufe wieder aufgehoben.
Ich hoffe, Sie können trotzdem gut schlafen. Wir lesen uns morgen wieder.
Hier wie gewohnt die meistgeklicktesten Themen des Tages.
Pegida-Demos gibt es demnächst als Theaterstück
Dresden. Montagabend, halb sieben. Es wehen deutsche Flaggen, auf einem Plakat ist eine durchgestrichene Moschee gemalt. "Lügenpresse" schallt es den Journalisten entgegen. Über den Köpfen schwebt ein Galgen, der für Sigmar Gabriel reserviert sein soll (auf dem Plakat steht Sigmar allerdings mit "ie")…Das sind die allmontäglichen Pegida-Demos. Der Regisseur Volker Lösch bringt nun das Stück "Graf Öderland/Wir sind das Volk" auf die Bühne. Die Inszenierung erzählt die Geschichte der Pegida-Kundgebungen und die der Dresdner, die sich dafür schämen. Das schreibt die "Süddeutsche". Die Premiere ist am Wochenende.
Niederlande will Kohlekraftwerke schließen
Das niederländische Parlament hat für die schrittweise Schließung der Kohlekraftwerke in dem Land gestimmt. Die Abgeordneten billigten mit knapper Mehrheit für das Gesetzesprojekt. Die Abstimmung spaltete die Koalition von Ministerpräsident Mark Rutte: Während seine Liberalen die Schließung der Kraftwerke entschieden ablehnten, stimmten die Sozialdemokraten dafür. Nach der Verabschiedung des Textes muss nun die Regierung darüber beraten. Es geht um elf Kohlekraftwerke, die bis 2020 abgeschaltet werden sollen.
Google verzeichnet 60.000 Löschanträge
Die Deutschen stellen nach den Franzosen die meisten Löschanträge bei Google. Laut dem US-Internetkonzern gingen im vergangenen Jahr 60.000 Anträge von Deutschen ein, die Suchergebnisse löschen lassen wollten. Einzig in Frankreich lag die Zahl mit 73.000 Ersuchen noch höher.
Vor allem wollten Nutzer Querverbindungen zu ihren Profilen im sozialen Netzwerk Facebook aus der Google-Suche löschen lassen. Auch andere Netzwerke wie Twitter, Google+ oder das Video-Portal YouTube waren häufig betroffen.
Im Mai des vergangenen Jahres hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) sein Urteil zum "Recht auf Vergessen" gefällt. Seit Ende Mai 2014 können Betroffene bei Google Anträge stellen, um Links aus den Suchergebnissen des Konzerns löschen zu lassen.
Insgesamt habe Google seit dem Urteil knapp 350.000 Löschanträge in Europa erhalten und 1,23 Millionen Internetadressen überprüft. In 42 Prozent der Fälle sei das Suchergebnis gelöscht worden, teilte der Konzern mit.
New Yorker feiern Thanksgiving mit gigantischer Parade
Was ist für ein Tag, wenn in New York riesige Sponge Bobs, Snoopys und Paddington Bären durch die Luft schweben? – Richtig! Thanksgiving. Trotz weltweiter Terrorgefahr haben die New Yorker auch dieses Jahr in bewährter Tradition ihre Thanksgiving-Parade gefeiert. Drei Millionen Besucher sahen sich das Spektakel in Manhattan an, wenngleich die Sicherheitsvorkehrungen in diesem Jahr besonders hoch waren. Überall war zusätzliche Polizei präsent. Die Parade findet seit 89 Jahren statt. Seit 60 Jahren wird sie auch im Fernsehen übertragen.
Umfrage: Die Deutschen sind verrückt nach Lichterketten
Haben Sie sich für die nächsten Wochen schon ausreichend mit Weihnachtsschmuck eingedeckt? Da sollte auf keinen Fall die Lichterkette fehlen. Denn die Deutschen sind offenbar verrückt nach den kleinen Lichtern.
Die "Welt" zitiert in diesem Zusammenhang eine Umfrage im Auftrag des Energieunternehmens LichtBlick. Demnach dürften in den kommenden Wochen bundesweit neun Milliarden Lampen in der Weihnachtsbeleuchtung zum Einsatz kommen.
Das sei die höchste Zahl an Leuchtmitteln seit der ersten derartigen Umfrage des Instituts YouGov im Jahr 2011.
Der rückläufige Trend der letzten Jahre kehre sich also um. Jetzt geht das Energieunternehmen davon aus, dass die diesjährige Festbeleuchtung etwa 760 Millionen Kilowattstunden Strom schlucken wird, was dem Jahresverbrauch einer Stadt mit 250.000 Einwohner entspricht.
Papst Franziskus wird zum Filmstar
In Italien kommt nächste Woche eine Filmbiografie über Papst Franziskus in die Kinos. Die deutsche Übersetzung des Filmtitels lautet "Nennt mich Franziskus - der Volkspapst". In dem Film unter der Regie des italienischen Regisseurs Daniele Luchetti spielt Rodrigo de la Serna die Rolle des Argentiniers Jorge Mario Bergoglio – allerdings vor seiner Zeit als Kirchenführer. Das internationale Debüt ist für den 13. März 2016 geplant. Das ist der dritte Jahrestag der Papstwahl.
Jugendhilfe betreut 40.000 junge Flüchtlinge
Deutschlandweit befinden sich weit mehr als 40.000 unbegleitete junge Flüchtlinge in Obhut der Jugendhilfe. Allein in den ersten zehn Tagen im November seien mindestens 4594 unbegleitete Jungen und Mädchen angekommen. Das berichtet die "Thüringer Allgemeine" und beruft sich dabei auf das Bundesfamilienministerium.
Die meisten davon wurden in Nordrhein-Westfalen (935), Bayern (506) und Niedersachsen (477) aufgenommen.
Ende Oktober hatten sich bundesweit 40.455 junge Flüchtlinge in Obhut der Jugendhilfe befunden.
Ruhrgebiet: Radschnellweg wird immer länger
In den Niederlanden gibt es sie schon zu Hauf und auch hierzulande setzen sie sich immer mehr durch. Am Freitag wird nun auch im Ruhrgebiet ein weiteres Teilabschnittes eines Radschnellwegs eröffnet.
Der Weg ist sechs Meter breit, asphaltiert und hat eine klare Abgrenzung zum Fußgängerweg. Damit entspricht die in Mülheim den Ausbaustandards für Radschnellwege.
Die neuen fünf Kilometer sind ein Teilstück des geplanten rund 100 Kilometer langen Radwegs, der von Duisburg über Mülheim, Essen, Bochum und Dortmund nach Hamm führen soll.
2020 soll der Radschnellweg komplett fertig gestellt sein. Auf dem Weg sollen möglichst viele Menschen schnell und umweltfreundlich zur Arbeit kommen.
Niederlande errichten Denkmal für MH17-Opfer
Am Amsterdamer Flughafen Schiphol soll eine Gedenkstätte für die Opfer der Katastrophe von Flug MH17 errichtet werden. Für jedes der 298 Opfer soll auf einem Gelände am Rande des Flughafens ein Baum gepflanzt werden. Als Eröffnungstag wurde der 17. Juli 2017 festgelegt. Die Boeing der Malaysia Airlines war vom Amsterdamer Flughafen am 17. Juli 2014 vom Amsterdamer Flughafen mit Ziel Kuala Lumpur gestartet. Nur wenige Stunden später wurde sie über der Ostukraine von einer Rakete abgeschossen. Alle 298 Menschen an Bord starben. Die meisten von ihnen waren Niederländer.
Mazedonien: Flüchtlinge versuchen Zaun zu durchbrechen
An der Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien liegen die Nerven blank. 200 Flüchtlinge haben dort versucht, den Grenzzaun bei Idomeni zu durchbrechen. Sie warfen Steine und Abfälle auf die mazedonische Polizei. Mindestens fünf Flüchtlingen gelang es, auf die mazedonische Seite zu gelangen. Sie wurden aber von der Polizei wieder auf die griechische Seite zurückgedrängt. Vor einer Woche erließ die mazedonische Regierung eine Neuregelung, nach der nur noch Syrer, Afghanen und Iraker durchgelassen werden. Alle anderen Flüchtlinge werden von Mazedonien als Wirtschaftsmigranten angesehen und werden nicht ins Land gelassen.
Geschmuggelte Drogen sind 28 Milliarden Dollar wert
Laut einem UN-Bericht gelangen jedes Jahr Heroin und Opium im Verkaufswert von 28 Milliarden Dollar (26,45 Milliarden Euro) von Afghanistan nach Europa. Die größten Märkte für die Drogen liegen in Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Italien. Hier wird alleine die Hälfte der Summe umgesetzt. Nur dem Iran und der Türkei gelinge es, einen erheblichen Teil der für Europa bestimmten Schmuggelware auf ihrem Staatsgebiet abzufangen. Die UN nun auf der Balkanroute in Südosteuropa den Kampf gegen den Rauschgiftschmuggel intensivieren.
Suchbild: Hier kommt die Auflösung
Und hier noch einmal ein Bildausschnitt. Erkennen Sie sie jetzt?
Bei dem Kunstwerk handelt es sich übrigens um "Nature Art". Genauer gesagt um ein herbstliches Bodypainting. Dabei handelt es sich um ein Projekt des Künstlers Jörg Düsterwald und des Fotografen Tschiponnique Skupin.
Suchbild: Wo haben wir eine nackte Frau versteckt?
Man muss schon ganz genau hinsehen. Aber irgendwo auf diesem Foto ist ein Mensch zu sehen. Genauer gesagt eine Frau. Zugegeben: Sie sieht etwas ungewöhnlich aus. Viel Spaß beim Suchen! Die Auflösung gibt es gleich....
Polizisten bauen Millionen Überstunden auf
Die Bundespolizei wird derzeit an vielen Ecken und Enden gebraucht. Die Polizisten helfen rund um die Uhr an der Grenze, wenn Flüchtlinge einreisen und sie müssen angesichts der Sicherheitsvorkehrungen nach den Anschlägen von Paris präsent sein. Dadurch häufen die Beamten immer mehr Überstunden an, berichtet "Focus online".
Von Mitte September bis Mitte Oktober liefen bei der Polizei eine halbe Million Überstunden auf. In den Bundesländern Berlin und Hamburg hätten die Beamten jeweils seit Jahresbeginn sogar über eine Million Stunden zu viel gearbeitet.
In Nordrhein-Westfalen kämen bis Mitte November allein die Bereitschaftspolizisten auf 686.127 Überstunden, die Polizei in Sachsen-Anhalt bis Ende Oktober auf 282.422.
Im Saarland kämen die Beamten im selben Zeitraum auf 204.733 Überstunden, die Polizei in Hessen auf 191.000. Die Polizisten in Baden-Württemberg kämen auf knapp 195.000 Überstunden bis Ende September.
Bundestagsmitarbeiter verdienen 2016 deutlich mehr
Diese Nachricht dürfte die Bundestagsmitarbeiter freuen, den Steuerzahler wohl eher weniger: Wie der "Spiegel" berichtet, soll das Personalbudget des Bundestages 2016 kräftig aufgestockt werden.
Jeder Angeordnete soll monatlich 3000 Euro mehr für Mitarbeiter ausgeben können. Bislang steht jedem Bundestagesabgeordneten laut dem Bericht ein monatliches Budget von 16.913 Euro zur Verfügung. In der sogenannten Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses wurde nun eine Erhöhung dieses Betrags um 3000 Euro beschlossen.
Es geht um jährlich 30 Millionen Euro.
Insgesamt beschäftigten Bundestagsabgeordnete mehr als 4000 Mitarbeiter.
Schleswig-Holstein nutzt mehr Ökostrom als Atomkraft
Schleswig-Holstein macht es vor: Dort haben sich mittlerweile erneuerbare Energien als wichtigste Stromquelle etabliert.
Im vergangenen Jahr sei ihr Anteil an der Stromproduktion auf 43,3 Prozent geklettert und habe damit erstmals den Anteil der Atomkraft (40,2 Prozent) übertroffen, sagte der Kieler Energiewende- und Umweltminister Robert Habeck (Grüne).
In diesem Jahr werde Schleswig-Holstein voraussichtlich bereits mehr Strom aus Wind, Sonne und Biogasanlagen erzeugen, als es selbst überhaupt brutto verbrauche, so Habeck.
Traditionell spielte die Atomkraft in Schleswig-Holstein eine wichtige Rolle. Von den drei dort gebauten Akw ist aufgrund des Atomausstiegs inzwischen aber nur noch eins am Netz, die anderen beiden wurden bereits 2011 abgeschaltet.
Hausmeister findet vermisste Seniorin im Heizungsraum
Zweieinhalb Tage wird eine 79-jährige Bewohnerin eines Seniorenstifts in Köln vermisst. Erst dann entdeckt der Hausmeister die Frau in einem Versorgungsraum.
Die demente Frau sei sichtlich geschwächt, aber gesundheitlich wohlauf, sagte ein Polizeisprecher. Trotzdem wurde sie vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.
Bleibt die Frage, warum niemand in dem Seniorenstift auf die Idee kam, die Frau auch mal im Heizungs- und Versorgungsraum zu suchen.
In Afrika werden immer mehr Kinder zwangsverheiratet
In Afrika werden immer mehr Mädchen schon als Kinder zwangsverheiratet. Wenn der Trend anhalte, werde sich die Zahl der zu Ehen gezwungenen Minderjährigen bis 2050 auf 310 Millionen mehr als verdoppeln, heißt es in einem Unicef-Bericht.
Unter den heute 20 bis 24 Jahre alten Frauen sei jede dritte (also 125 Millionen ) verheiratet worden, als sie jünger als 18 gewesen sei.
Wenn die Verheiratung von Minderjährigen nicht bekämpft werde, werde es deshalb zu einem drastischen Anstieg der Kinderehen kommen, steht in dem Bericht.
Boko Haram tötet 20 Menschen
Traurige Nachrichten aus Niger: Die Extremistenmiliz Boko Haram hat bei einem Angriff auf ein Dorf im Südosten des Niger fast 20 Menschen getötet.
Es gebe 18 Tote und elf Verletzte, sagte der Bürgermeister eines Nachbarortes. Bei der Attacke auf das Dorf Wogom an der Grenze zu Nigeria seien hundert Wohnstätten niedergebrannt worden.
Erst Ende Oktober hatten Boko-Haram-Extremisten bei einem Angriff auf ein Dorf in der Region 13 Menschen enthauptet und drei weitere mit Schüssen verletzt.
Seit Februar hat die islamistische nigerianische Miliz ihre Attacken im Niger verstärkt, den Streitkräften gelingt es bislang nicht, sie zu stoppen.
Verwaltung lässt Brücke an falscher Stelle bauen
Hoppla! Das ist ja mal eine peinliche Panne, die den Steuerzahler mal wieder ganz schön viel Geld kostet: Beim Ausbau der Ost-West-Autobahn A2 hat die Straßenbauverwaltung bei Hamm an falscher Stelle eine Brücke bauen lassen.
Das ging mit einer Abweichung von 45 Zentimetern zwar nur knapp daneben. Dennoch musste die Autobahn auf einem 600 Meter langen Teilstück angepasst werden.
Der Bundesrechnungshof deckte das 600.000 Euro teure Malheur auf. Ursachen waren Messfehler und mangelnde Kontrolle.
Die Brücke wurde während des sechsspurigen Ausbaus der A2 am Kamener Kreuz in den Jahren von 2008 bis 2012 errichtet.
Lehrerin klagt gegen Kopftuchverbot
Das Kopftuchverbot für Berliner Lehrerinnen kommt erstmals auf den Prüfstand. Eine abgelehnte Lehramts-Bewerberin hat das Land auf Entschädigung verklagt. Die Frau mache geltend, wegen des Kopftuchs benachteiligt worden zu sein. Über den Fall soll am 14. April 2016 verhandelt werden. Nach dem Berliner Neutralitätsgesetz dürfen Lehrer, Polizisten und Juristen keine religiösen Symbole tragen.
Nachrichten Kompakt
Südafrikaner dürfen wieder mit Nashorn-Hörnern handeln
In Südafrika darf wieder mit Nashorn-Hörnern gehandelt werden. Ein Gericht in Südafrika hat das nationale Verbot des Handels aufgehoben. Ein Richter in der Hauptstadt Pretoria gab einer Klage von zwei Wildzüchtern statt und setzte damit das seit 2009 geltende Moratorium der Regierung aus.
Die beiden Züchter hatten argumentiert, der Verkauf der Hörner sei ein ihnen von der Verfassung gegebenes Recht und das Hornmaterial eine erneuerbare Ressource. Einer der beiden Züchter hofft nach Angaben seines Anwalts zudem, dass mit dem legalen Handel auch die Zahl der gewilderten Tiere zurückgehen würde.
Im vergangenen Jahr wurden in Südafrika über 1200 Nashörner von Wilderern getötet.
Das Umweltministerium will das Urteil prüfen und anschließend über eine mögliche Berufung entscheiden, wie eine Sprecherin sagte.
Achtjährige erkrankt an Brustkrebs
Im US-Bundesstaat Utah wurde bei einem achtjährigem Mädchen Brustkrebs diagnostiziert. Chrissy Turner gilt damit als eine der weltweit jüngsten Brustkrebs-Patientinnen. Doch nun die gute Nachricht: Das Mädchen hat eine gute Chance auf Heilung.
Das Mädchen hat schon einen Termin für eine Operation im Huntsman Cancer Institute in Utah. Über eine Spendenkampagne, die Freunde der Familie gestartet haben, wurden bereits mehr als 50.000 US-Dollar (umgerechnet 47.000 Euro) für die Behandlung gesammelt.
Experten vermuten, dass genetische Faktoren für die Krebsentstehung verantwortlich sind. Denn beide Eltern des Mädchens waren bereits schon mal an Krebs erkrankt.
Liebe Leserschaft, das ist nun natürlich eine traurige erste Nachricht, mit der ich in den Nachmittag starte. Aber sicherlich finden sich in den nächsten Stunden auch noch allerhand lustige und kuriose News. Markus Lippold genießt nun auf jeden Fall seinen verdienten Feierabend. Nun übernehme ich. Viele Grüße, Ihre Kira Pieper.
Gesetzlich Versicherte zahlen nicht für Flüchtlingsversorgung
Beitragszahler von Krankenkassen in Deutschland werden laut Bundesregierung derzeit nicht für die Kosten medizinischer Versorgung der Flüchtlinge herangezogen:
"Das ist nichts, was die gesetzlich Versicherten belastet in ihrer Beitragszahlung", sagt Gesundheitsminister Hermann Gröhe in den Haushaltsberatungen im Bundestag.
Es gebe etwa ein standardisiertes Konzept für Erstuntersuchungen oder Aufklärung übers Impfen und über Infektionskrankheiten in mehreren Fremdsprachen.
Finanziert würden die Schritte durch die zusätzlichen Milliarden des Bundes für die Flüchtlinge, so Gröhe.
Die meisten rassistischen Übergriffe gibt es in Sachsen
Die meisten ausländerfeindlichen Übergriffe in Deutschland gibt es in Sachsen. Das geht aus Zahlen der Informationsplattform "Mediendienst Integration" hervor:
Fast ein Viertel aller bisher in diesem Jahr registrierten Brandanschläge auf Asylunterkünfte wurden demnach in Sachsen verübt. Genau sind es 24.
17 Angriffe gab es in Nordrhein-Westfalen, 10 in Baden-Württemberg und 8 in Bayern.
Einschließlich der Brandanschläge gab es 459 Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte - mit 126 Fällen ist Sachsen auch hier Spitzenreiter vor Nordrhein-Westfalen (59) und Bayern (36).
Die Daten stammen aus Zahlen der Polizei und von Opferberatungen.
Mal was zum Lachen für zwischendurch
Kaczynski droht polnischen Richtern
Die neue polnische Regierung ruft heftige Kritik hervor: In der Nacht erklärte sie die Wahl von fünf Verfassungsrichtern für ungültig, die noch das alte Parlament bestimmt hatte - und will sie durch eine eigene Auswahl ersetzen. Nun legt der konservative Politiker Jaroslaw Kaczynski nach:
Er droht Richtern mit Disziplinarverfahren, die die umstrittene Gesetzesänderung kritisiert hatten.
Die Vorwürfe der Juristen nennt Kaczynski, der Vorsitzende der regierenden Partei Recht und Gerechtigkeit, "skandalös". Damit hätten die Richter gegen Vorschriften verstoßen, die sie zur politischen Neutralität verpflichteten, sagt er.
Nicht nur hochrangige Richter, auch Menschenrechtler und Oppositionelle hatten zuvor gegen das Vorgehen der neuen Regierung protestiert.
Orgasmus-Slogan bleibt verboten
Sieben Kondome sind in der Verpackung und drauf steht: "Entspricht bis zu 21 Orgasmen." Ein anderer Hersteller von Verhütungsmitteln klagt gegen den Werbespruch - nun fällt das Urteil im Düsseldorfer Landgericht:
Die Angabe "entspricht bis zu 21 Orgasmen" auf einer Verpackung mit sieben Kondomen sei irreführend und bleibe verboten.
Die Aussage könne zum Mehrfachgebrauch verleiten, heißt es.
Die Berliner Firma Einhorn hatte gegen die bereits im August erlassene einstweilige Verfügung Widerspruch eingelegt. Bei dem Satz habe es sich um einen Spaß gehandelt, teilt das Unternehmen mit. Geklagt hatte der Konkurrent Fair Squared.
Nachrichten kompakt
Flüchtlinge kommen trotz Wintereinbruchs nach Bayern
Sie müssen bei Schnee und Kälte warten. Aber die Zahl der Flüchtlinge nimmt an der Grenze zu Bayern nicht ab. Gestern kamen nach Angaben der Bundespolizei etwa 6050 Menschen an. Davor seien es ähnlich viele gewesen. "In den letzten Tagen war die Zahl nahezu konstant. Wir merken vom schlechteren Wetter noch nichts", heißt es.
Blatter fühlt sich wie von der "Inquisition" verfolgt
Da fühlt man sich doch glatt an Silvio Berlusconi erinnert, der sich stets von linken Mächten verfolgt sah:
Joseph S. Blatter jedenfalls bezeichnet sich nicht nur als "guten Christen".
Schweizer Medien zitieren ihn auch mit den Worten: "Was die Ethikkommission mit mir macht, ist wie eine Inquisition."
Eigentlich überflüssig zu erwähnen, dass der suspendierte Fifa-Präsident seine Strafe nicht akzeptiert: Die Suspendierung sei grundsätzlich "eine Demütigung für den Fifa-Präsidenten, ob ich es nun bin oder jemand anderes".
Kürzlich fühlte sich Blatter übrigens wie zwischen Engeln und dem Teufel.
Schlagzeilen zum Mittag
Um 12.30 Uhr gibt es bei n-tv ein News Spezial zum Kampf gegen den Terror. Verfolgen können Sie dies auch im Livestream.
Schäuble will Bau billiger Wohnungen fördern
Mit Steueranreizen will Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble den Bau von preiswerten Wohnungen fördern.
Vorgesehen ist für die Jahre 2016 bis 2018 eine Sonderabschreibung von bis zu zehn Prozent, um Wohnungsknappheit in betroffenen Regionen schnell zu beseitigen, geht aus einem Schreiben Schäubles an Bauministerin Barbara Hendricks hervor.
Steuerliche Maßnahmen sollten möglichst zielgenau sein, wenig Mitnahmeeffekte erzeugen und wenig Verwaltungsaufwand erfordern, heißt es weiter.
Der Grund für die Maßnahme ist die verschärfte Lage am Wohnungsmarkt infolge der Aufnahme von Flüchtlingen.
Pol1z1stensohn Böhmermann rappt Gangster zu Grunde
"Haust du ein Polizei kaputt, kommen 25 neue." Außerdem haben die Panzer und dürfen bei Rot über die Ampel fahren: Jan Böhmermann gibt den bösen Jungs saures - mit Hilfe der Polizei:
Zwei mal drei macht vier - nach Pippi Langstrumpf
Pippi Langstrumpf wird 70 - im November 1945 erschienen die Geschichten von Astrid Lindgren erstmals als Buch. Herzlichen Glückwunsch!
Die "Hackfressen" vom Islamischen Staat
Sie wollen mal den ganzen Frust über die Mörderbande des Islamischen Staats weglachen? Es gibt da eine Idee. Wobei man wohl betonen muss: Wir haben nichts gegen Enten! Nun wirklich nicht.
Staatsanwaltschaft ermittelt wegen KZ-Tattoo
Beim Besuch eines Schwimmbads in Oranienburg wird das rassistische Tattoo eines Mannes sichtbar:
Es zeigt die Silhouette des Konzentrationslagers Auschwitz und die Worte "Jedem das Seine" - die auch am Eingangstor des KZ Buchenwald standen.
Ein Journalist fotografiert das Tattoo und informiert den Bademeister. Allerdings wird der Mann erst nach mehrmaliger Beschwerde des Hauses verwiesen.
Auch die Staatsanwaltschaft Neuruppin reagierte nicht sofort. Inzwischen wurde jedoch ein Strafverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet.
"Die Staatsanwaltschaft hat bejaht, dass dieser Körperschmuck strafbar ist", zitiert die "Bild"-Zeitung einen Polizeisprecher.
Nord- und Südkorea sprechen miteinander
Es sind zwar keine hochrangigen Gespräche, aber ein Treffen zwischen Nord- und Südkorea macht trotzdem Hoffnung auf eine Entspannung:
Beide Länder nehmen mit den Gesprächen auf Arbeitsebene einen neuen Anlauf zum Abbau der Spannungen.
"Wir werden unser Bestes tun, die Vereinbarungen der vorigen hochrangigen Gespräche umzusetzen", erklärt der südkoreanische Gesandte Kim Ki Woong.
Zur Erinnerung: Noch im August beschossen sich die verfeindeten Länder mit Artillerie.
Zahl der HIV-Diagnosen in Europa erreicht Rekordhoch
2014 wurden in Europa 142.197 neue Ansteckungen mit dem HI-Virus registriert, berichten das europäische Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation WHO und das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC). 2013 waren es noch 136.235 Erstdiagnosen. Einen enormen Anstieg gibt es vor allem in den östlichen Ländern der Europäischen WHO-Region, zu der auch Russland und Kasachstan gehören.
Kalifornien setzt VW Frist für Rückrufplan
Gerade erst berichteten wir, dass Volkswagen in Südkorea eine Millionenstrafe zahlen muss. Aber auch in den USA steigt der Druck auf den Konzern, wegen der größeren Diesel-Fahrzeuge:
Die kalifornische Umweltbehörde CARB setzt Volkswagen, Audi und Porsche eine Frist von 45 Geschäftstagen, um einen Rückrufplan für Fahrzeuge mit 3,0-Liter-Dieselmotoren einzureichen.
Der VW-Konzern hatte eingeräumt, den US-Behörden seit 2009 in Zulassungsverfahren insgesamt drei Programme nicht offengelegt zu haben. Eines davon wird nach geltender US-Gesetzgebung als verbotene Software zur Manipulation von Abgas-Messwerten betrachtet.
Betroffen sind mehr als 85.000 Fahrzeuge, davon rund 15.000 in Kalifornien. Zudem hat VW in den USA bei mehr als 480.000 Autos mit kleineren 2,0-Liter-Dieselmotoren getrickst.
Dass die EU seit 2012 vom Abgas-Betrug bei VW wusste, hat Diana Dittmer aufgeschrieben.
Weniger Flüchtlinge erreichen griechische Inseln
Kommen im Winter weniger Flüchtlinge nach Europa? Zumindest scheinen derzeit weniger Menschen den Weg von der Türkei nach Griechenland zu wagen.
Am vergangenen Sonntag zählte die Internationale Organisation für Migration (IOM) auf den griechischen Inseln lediglich 155 neue Flüchtlinge - am Tag zuvor waren es noch knapp 3000 Menschen.
Als Hauptgrund für den abrupten Rückgang gilt das schlechte Wetter.
In der IOM-Mitteilung heißt es: "Die Abnahme ist signifikant, zumal seit Anfang November IOM-Schätzungen zufolge rund 100.000 Flüchtlinge nach Griechenland übergesetzt haben, also durchschnittlich 4500 Menschen pro Tag."
Schlagzeilen am Morgen
Feuer in Slum machte Tausende obdachlos
Ein Großbrand zerstört in einem philippinischen Slum mehr als 800 Häuser. Tausende Menschen verlieren durch das Feuer in der Hauptstadt Manila ihre Unterkunft. Todesopfer gibt es laut Behörden aber keine. Schon kurz nach Ausbruch des Feuers am Nachmittag verlassen die Bewohner fluchtartig ihre Häuser - mit kleinen Kindern auf dem Arm und allen Habseligkeiten, die sie tragen können. 2000 Familien kommen vorerst in Zelten unter.
Viele Deutsche fürchten Demenz-Erkrankung
Ohne Frage gehören ernste Erkrankungen zu den größten Sorgen der Deutschen. Manche machen den Menschen dabei regelrecht Angst:
Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit hat jeder zweite Deutsche Angst, an Demenz zu erkranken.
Vor allem über 60-Jährige fürchten demnach, Alzheimer und ähnliche Erkrankungen zu bekommen.
Vor Krebs fürchten sich allerdings noch mehr Menschen: Es sind 68 Prozent der Befragten.
Philadelphia 76ers stellen Negativrekord auf
Rekorde, Rekorde. Allerdings keine von den guten:
26 Niederlagen in Folge erleben die Philadelphia 76ers in der NBA - saisonübergreifend.
Allein seit Beginn der laufenden Saison verliert das Team 16 Begegnungen, zuletzt mit 80:84 gegen die Boston Celtics.
Diese miese Bilanz erlebten die 76ers aber bereits zu Beginn der letzten Spielzeit - was bisher noch keinem anderen Team gelungen ist.
Der schlechteste NBA-Start aller Zeiten ist zum Greifen nah: 2009/10 kassierten die New Jersey Nets 18 Pleiten in Serie.
Oppositionspolitiker in Venezuela erschossen
Anfang Dezember wählt Venezuela ein neues Parlament. Die Partei von Präsident Nicolás Maduro könnte dabei ihre Mehrheit verlieren, erstmals seit 16 Jahren. Hängt damit diese blutige Tat zusammen?
Luis Manuel Díaz, ein Regionalpolitiker der Oppositionspartei Acción Democrática (AD), wird bei einer Wahlkampfveranstaltung erschossen.
Dies bestätigt der Generalsekretär der Partei, Henry Ramos. Er macht "bewaffnete Banden" der Regierungspartei dafür verantwortlich.
Demnach wird Díaz in Altagracia im Bundesstaat Guárico durch Schüsse aus einem vorbeifahrenden Wagen ermordet.
Explosiver Banküberfall in Brandenburg
Das Dach wird angehoben, eine Wand fällt zusammen. Was ist passiert? Ein Banküberfall!
Im brandenburgischen Dorf Groß Leuthen sprengen sich in der Nacht unbekannte Täter in ein Bankgebäude.
Der Eingangsbereich des Instituts wird stark zerstört.
Augenzeugen sehen die Täter mit einem Auto flüchten. Ob sie Geld erbeuten, ist noch unklar - es gibt einfach zu viele Trümmer.
Mehr Trümmerteile: hier.
Südkorea verknackt VW zu Millionenstrafe
Der Skandal um manipulierte Abgas-Werte zieht immer weitere Kreise. Nun gibt es Zahlen aus Südkorea:
In dem Land muss Volkswagen mehr als 125.000 Autos in die Werkstätten rufen.
Die Behörden weisen die Manipulation mit eigenen Abgastests nach - und verknacken VW zu einer Strafe von 14,1 Milliarden Won. Klingt sehr viel, sind aber "nur" 11,6 Millionen Euro.
Betroffen sind Autos mit EA-189-Motoren, die vor allem zwischen 2008 und 2015 verkauft wurden, einschließlich des in Südkorea populären Tiguan.
Mann stürzt 80 Meter in die Tiefe
Ein Sturz über 80 Meter? Das kann tödlich enden. Ein 52-Jähriger hat aber Glück:
Er rutscht in den Weinbergen von Trier auf nassem Laub aus und stürzt einen Hang hinunter.
Doch es bleibt bei leichten Verletzungen: Der Mann bricht sich ein Bein und erleidet Schürfwunden sowie Prellungen.
Nach Polizeiangaben ist der Mann bei seinem Sturz betrunken.
Banken wegen Wettbewerbsverzerrung verklagt
Die Deutsche Bank vor Gericht. Das ist in den letzten Monaten keine Seltenheit gewesen. Nun gibt es eine weitere Klage, gegen das deutsche und weitere internationale Bankhäuser. Mit Absprachen sollen die Institute sowie zwei Handelsplattformen den Wettbewerb auf dem 320 Billionen Dollar schweren Markt für sogenannte Zinsswaps behindert haben. Die entsprechende Klage wird nun in Manhattan eingereicht.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen liebe Leser!
Ich bin heute überraschend gut aus den Federn gekommen. Wie lief es bei Ihnen? Hoffentlich ähnlich. Denn uns erwarten heute folgende Themen und Termine:
Die Beratungen zum weiteren Vorgehen in Syrien gehen heute weiter. Frankreichs Präsident François Hollande trifft sich mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin. Das ist gerade angesichts der türkisch-russischen Spannungen interessant.
Auch in Deutschland bleibt der Kampf gegen den Terror ein Thema. Schickt die Bundeswehr mehr Truppen nach Mali und in den Nordirak? Dazu empfehle ich Ihnen auch unseren Liveticker.
Außerdem erwarten wir ein Urteil in einem eher ungewöhnlichem Fall: Ein Kondomhersteller hatte mit "bis zu 21 Orgasmen" geworben - mit sieben Kondomen. Ist das zulässig?
In der Europa League tritt heute Borussia Dortmund an, beim FK Krasnodar. Dafür muss der BVB nach Südrussland reisen.
Aus unserer Serie über Städte der Zukunft erwartet Sie heute eine neue Folge.
Als Kinofan bin ich außerdem gespannt, was mein Kollege über "Bridge of Spies" von Steven Spielberg schreibt - seine Besprechung bringen wir ebenfalls nachher. Ich bin Markus Lippold und ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.
Das Wetter mit Björn Alexander
Heute bleibt es von den Mittelgebirgen südwärts überwiegend wolkig mit Schauern, oberhalb von etwa 500 fällt Schnee mit Glättegefahr. An den Alpen kann es auch länger anhaltend, aber zumeist nur leicht schneien. Nördlich der Mitte kommen Sie hingegen mit mehr Sonne und mehrheitlich trocken durch den heutigen Tag. Die Temperaturen erreichen im Süden und Südosten zwischen 1 und 5 Grad. Ansonsten sind häufig zwischen 5 und 9 Grad drin. Morgen dann nach Nebel zeitweise sonnig. Samstag und Sonntag wechselhafter und windiger bei Höchstwerten zwischen 1 und 10 Grad.
Schlagzeilen aus der Nacht