Das war Donnerstag, der 3. September 2015
Ein Tag im Zeichen der Flüchtlingskrise: So ging es uns auch in der Redaktion.
Aus Sicht der Menschen, die täglich in Kähnen über Meere schaukeln und halbe Kontinente durchqueren, war eigentlich nichts anders. Doch das Foto des toten Aylan Kurdi hat einen großen Teil der Welt dazu gebracht, sich das Grauen zu vergegenwärtigen. Die Geschichte interessierte auch bei n-tv.de die meisten Leser.
Manche kritisierten, es sei effekthascherisch. Manche fanden es genau richtig, dass es gezeigt wurde. Ein Leser schrieb mir vorhin: "Aus meiner Sicht nimmt die Veröffentlichung des Fotos dem Kind nicht die Würde, sondern gibt ihm diese zurück und öffnet uns die Augen."
Hubertus Volmer kommentierte dieses Thema.
Die Nachrichtenredakteure beleuchteten zudem die Diskussion innerhalb der EU sowie
die traurige Geschichte des überlebenden Vaters von Aylan Kurdi.
Viele interessierten sich auch für den Text von Anna Meinecke über den Nude-Look, der eigentlich weiß meint.
Unsere Technikredakteure berichteten derweil von der IFA.
Und viele von Ihnen wollten natürlich wissen, wer die reichsten Deutschen sind.
Liebe Leser, "Der Tag" macht jetzt Feierabend, wie auch das Nachrichtenteam. In der Nacht wird ein Redakteur Sie weiterhin mit dem Wichtigsten auf dem Laufenden halten. Es verabschiedet sich Nora Schareika.
Spanische Polizisten leiden unter Haschisch
Auf spanischen Polizeiwachen fühlen sich Beamte nach Angaben einer ihrer Gewerkschaften häufig wie benebelt.
Und die katalanische Polizistenunion Uspac erklärt auch, warum:
Viele Ordnungshüter hätten bei ihrer Arbeit den Eindruck, "etwas Verbotenes geraucht" zu haben. Denn in kleinen Dienststellen auf dem flachen Land wird im Sommer haufenweise Haschisch sichergestellt.
Uspac erwähnte Fälle von Polizisten, die das Revier vor Ende ihrer Schicht verlassen mussten.
Polizeiwachen müssen Drogen so lange lagern, bis sie auf gerichtliche Anordnung vernichtet werden. Das kann mitunter länger als einen Monat dauern.
Die Polizeigewerkschaft fordert, das Rauschgift in verschlossenen Containern außerhalb der Kommissariate zu verwahren.
"Stellen Sie sich vor, jemand will auf dem Revier eine Diebstahlsanzeige stellen, und dann ist da dieser süßliche Duft."
Palästinenser halten US-Touristen für Siedler
Ohje, da ist aber einiges schiefgelaufen.
Palästinenser haben im Westjordanland eine Gruppe von US-Touristen für jüdische Siedler gehalten – und sie angegriffen.
Die Touristen trugen Kippas und hatten sich offenbar in ein Wohngebiet verirrt. Eigentlich wollten sie zum Grabmal der Patriarchen.
Die Palästinenser hätten das Auto der Touristen in Hebron mit Steinen und einer Brandbombe beworfen, erklärte die Polizei.
Hilfe kam von einem anderen Palästinenser. Er gewährte den fünf jungen Männern Zuflucht in seinem Haus, bis israelische Sicherheitskräfte eintrafen.
Zwei der Amerikaner wurden leicht verletzt.
Die Verwechslung war übrigens nicht so absurd: In Hebron leben rund 700 israelische Siedler unter dem Schutz der israelischen Armee inmitten von 200.000 Palästinensern.
Saudischer König besucht Obama
US-Präsident Barack Obama bekommt morgen Besuch. König Salman von Saudi-Arabien will ins Weiße Haus kommen.
Worum geht es beim Treffen der traditionell Verbündeten, die gerade eine schwere Zeit miteinander haben?
Sie wollen über die Kriege in Syrien und in Jemen sprechen.
Über den Atomdeal der Amerikaner mit dem Iran sind die Saudis nicht glücklich - Riad ringt mit Teheran um die Vorherrschaft am Golf und gönnt dem Rivalen die internationale Aufwertung nicht.
Salman wollte schon im Mai nach Washington reisen, sagte aber kurzfristig ab.
Standesbeamtin schließt keine Homoehen - Gefängnis
Die USA ringen weiterhin mit der Homo-Ehe. Nun muss eine Standesbeamtin deshalb ins Gefängnis.
Ein Bundesrichter ordnete die sofortige Festnahme von Kim Davis an.
Begründung: Sie missachte das Urteil des Obersten Gerichtshofs. Der hatte Ende Juni landesweit die Homoehe erlaubt.
Doch Davis weigerte sich. "Mein Glauben kann von mir nicht losgelöst werden", sagte sie und berief sich dabei auf eine konservative Auslegung des Christentums.
Die Richter finden dagegen, dass religiöse Überzeugungen nicht von Amtspflichten entbinden.
Davis meinte, sie sei gewillt, die Konsequenzen zu tragen.
Ritterhude nach Chemieexplosion: Boden voller Gift
Vor einem Jahr explodierte in Ritterhude bei Bremen eine Entsorgungsfirma für Chemieabfälle.
Nun haben Messungen teils erhebliche Schadstoffbelastungen ergeben.
Es gebe allerdings keine unmittelbare Gefahr für Anwohner des Betriebsgeländes, teilte das niedersächsische Umweltministerium mit.
Die Entsorgungsfirma war am 9. September 2014 mitten in einem Wohngebiet in die Luft geflogen. Ein Mitarbeiter kam ums Leben.
Die Ursache der Explosion ist noch immer unklar. Die Ermittlungen werden voraussichtlich noch Monate dauern.
Migration sichtbar gemacht
Kennen Sie dieses Tool? Wer wissen möchte, von wo Migranten weltweit wohin ziehen, kann sich einmal diese interaktive Karte der Internationalen Organisation für Migration ansehen.
Im Screenshot zu sehen: Einwanderer nach Deutschland.
Selbstmordattentäter töten Dutzende Kameruner
Noch ist unklar, ob es abermals ein Anschlag von Boko Haram war. Klar ist aber: Zwei Selbstmordattentäter haben im Norden Kameruns ein Blutbad angerichtet.
Auf einem Markt in der Stadt Kerawa sprengte sich der erste in die Luft.
Die zweite Bombe detonierte in der Nähe eines Militärlagers.
Mindestens 30 Menschen wurden getötet, mehr als 140 verletzt.
Bisher hat sich keine Gruppe zu den Anschlägen bekannt. Aber die dem IS nahestehende Terrorgruppe Boko Haram aus Nigeria hat im Juli schon einmal in Kamerun zugeschlagen.
Feuerwehrmann findet Paris Hiltons Diamantring
Ob der Hotelerbin Paris Hilton überhaupt aufgefallen war, dass ihr Diamantring weg war?
Zwischen den Polstern einer VIP-Limousine hat ein polnischer Feuerwehrmann den mit Diamanten besetzten Verlobungsring Hiltons gefunden.
Wert des Klunkers: 100.000 Dollar.
Der Feuerwehrmann lieferte den Ring im Fundbüro ab. Normalerweise dürfte er sich jetzt auf 10 Prozent Finderlohn freuen - umgerechnet knapp 9000 Euro.
Allerdings saß Hilton nach absolvierter Fashion-Show bereits in ihrem Privatjet über den Wolken.
Sollte Hilton sich ans Gesetz halten und dem Feuerwehrmann Finderlohn zahlen, will der Pole nach eigenen Angaben mit seiner Frau von dem Geld eine schöne Reise "in warme Länder" machen.
16-Jähriger fährt 500 Kilometer in geklautem Auto
Ein 16-Jähriger wollte wohl im wahrsten Sinne des Wortes mal ausbrechen.
Er fuhr mit dem Auto seiner Betreuerin von Bückeburg in Niedersachsen bis an die Mecklenburgische Seenplatte. Das sind mehr als 400 Kilometer; mit Umwegen kam der Junge auf 500 Kilometer Fahrstrecke.
Wie die Polizei mitteilte, wurde der Jugendliche nach einer kurzen Verfolgungsfahrt mit der Polizei unweit von Möllenhagen gestellt.
Die Polizei hatte einen Hinweis erhalten, dass der Jugendliche wegen möglicher Bekannter an der Seenplatte auftauchen könnte.
Das Auto blieb heil, der Jugendliche wurde wieder nach Hause gebracht.
Passanten finden Neugeborenes vor Klinik
Immerhin haben die (unbekannten) Eltern in diesem Fall dafür gesorgt, dass ihr Kind gefunden wird. Trotzdem ist unklar, warum sie das neugeborene Mädchen nicht einfach an einer Babyklappe abgegeben haben.
Vor einer Klinik in Berlin-Buch fanden Passanten das Baby an einer Haltestelle.
Es wurde offenbar ohne ärztliche Hilfe zur Welt gebracht.
Das Baby lag auf einem Kopfkissen, trug Windel, Strampler und ein Jäckchen. Trotzdem war es schon leicht unterkühlt.
Die Beamten suchen nun nach Zeugen des Vorfalls und vor allem nach den Eltern.
Militärexperten erreichen bald den "Nazi-Zug"
Polnische Militärexperten werden wohl noch an diesem Freitag den Wald im niederschlesischen Walbrzych untersuchen.
Dort wird ein deutscher Panzerzug aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet.
"Das ist eine Sache von Stunden, nicht von Tagen", sagte Verteidigungsminister Tomasz Siemoniak im Radio.
Gleichzeitig warnte er vor Erwartungen, dass die Soldaten gleich mit Spaten oder Bohrgerät anrücken: "Das ist nur eine Erkundungsaktion. Danach entscheiden wir weiter."
Strände auf Mallorca wegen Dreck gesperrt
Rote Flaggen wehen an drei Ständen nahe der Ferien-Hauptstadt Palma de Mallorca: Baden verboten!
Wie das kommt?
Bei Regenfällen in den vergangenen Tagen wurden verunreinigende Substanzen ins Meer geschwemmt, teilte die Stadtverwaltung mit.
Die Niederschläge hätten das Abwassersystem überlastet. Dadurch sei ungeklärtes Wasser ins Meer geflossen.
Klingt ja nicht so appetitlich. Da würde ich auch aufs Baden verzichten.
Schlagzeilen zum Feierabend
Erschossener Orang-Utan kommt ins Museum
Vor zwei Tagen haben wir an dieser Stelle über den Orang-Utan berichtet, der in Duisburg erschossen worden ist.
Nun ist offenbar entschieden, was mit dem Kadaver des Menschenaffen geschehen soll.
Der Zoo teilte mit, "Nieas" werde in einem Museum ausgestellt.
Römer schläft mit 007-Stift-Revolver unterm Kissen
Die Polizei in Rom hat bei einer Wohnungsdurchsuchung eine ganze Menge skurriler Waffen gefunden.
Ein 57 Jahre alter Mann hortete unter anderem Gewehre verschiedener Kaliber, fast 7000 Gewehr-Patronen, Schießpulver und Schalldämpfer, Dolche und Bajonette.
Sein Schmuckstück war aber ein Revolver im Kugelschreiber-Format, der schon sehr an James Bond erinnert.
Der Stift hatte einen Schlagbolzen, mit dem explosionsfähige Kugeln mit Kaliber 22 herausgeschossen werden können.
Die Waffe hatte der römische Waffennarr immer unter seinem Kopfkissen - man weiß ja nie.
Hotel muss für Basketballer 40 Betten verlängern
Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, welcher besonderen Vorbereitungen es bedarf, wenn in einer Stadt eine Basketballmeisterschaft ausgetragen wird?
Naja, müssen Sie ja nicht, aber für ein Berliner Hotel stellt die Vorrunde der Europameisterschaften eine besondere Herausforderung dar.
Das Andels Hotel Berlin hat auf Bitten des Deutschen Basketballbundes insgesamt 40 Betten auf eine Länge von 2,50 Metern erweitert.
In dem Hotel sind fünf der sechs Vorrundenteilnehmer untergebracht, darunter die deutsche Nationalmannschaft um NBA-Superstar Dirk Nowitzki.
"Das sind zusammen fast 20 Meter mehr Bettfläche für die Jungs", sagte eine Sprecherin des Hotels.
Wie XXL- und normale Betten unter den Spielern aufgeteilt werden, überlässt das Haus seinen Gästen.
Mit einer Länge von 2,13 Metern dürfte zumindest Nowitzki Ansprüche auf eine besonders große Schlafstatt anmelden.
Chlorgas tritt in Schwimmbad aus
Klingt gefährlich, war es in diesem Fall aber zum Glück nicht:
Aus einem Technikraum eines Freibades in Frankfurt ist heute Morgen Chlorgas ausgetreten.
Verletzt wurde aber niemand, beruhigte die Feuerwehr. Menschen und die Umwelt seien nicht gefährdet gewesen. ´
Ein Mitarbeiter hatte kurz vor Öffnung des Silobades Höchst das Unglück bemerkt und die Feuerwehr alarmiert.
Ursache war ein technischer Defekt.
Sesamstraße kehrt ins arabische TV zurück
Morgen könnte ein großer Tag für arabische Kinder werden: Nach 25 Jahren kehrt die "Sesamstraße" ins arabischsprachige Fernsehen zurück! Auf Arabisch heißt sie "Iftah ya Simsim!" (Sesam öffne dich!). Das berichtet unter anderem "Al-Arabiya"
25 Jahre lang war die Sendung ausgesetzt. Bis dahin war sie seit 1979 in Studios in Kuwait produziert und in 22 Ländern der Region ausgestrahlt worden. Der Golfkrieg 1990 bedeutete das Ende.
Die Episoden sollen von insgesamt neun Fernsehkanälen auf Bildschirme in der ganzen Region übertragen werden.
Anstelle von Samson oder Tiffy heißen die zotteligen Stars Nuaman, Schams, Melsun oder Gargur.
Produktionsort ist jetzt das Emirat Abu Dhabi.
Schichtwechsel
Liebe Leser, ich habe ganz vergessen, mich vorzustellen. Volker Petersen ist in den verdienten Feierabend geradelt und ich werde Sie bis in den späten Abend mit kurzen oder auch abseitigen Nachrichten versorgen - eine Herausforderung angesichts der Dramen unserer Tage, aber vielleicht auch eine willkommene Flucht für den einen oder anderen.
Über die Autorin
Wir bekommen unzählige Lesermails wegen des toten Flüchtlingsjungen, der heute früh auf unserer Seite zu sehen war. Der Text dazu ist bislang hunderttausende Male angeklickt worden. Viele schreiben uns, dass sie das Foto nicht sehen wollen, dass es sie fertigmacht, dass sie es pietätlos und sensationsgierig fänden.
Auch ich habe einen Tag Anlauf gebraucht, um das Foto anzusehen - und schleppe es nun mit mir herum. Ist es pietätlos oder ist es einfach etwas, was wir nicht sehen wollen, weil es unsere heile Welt so drastisch in Frage stellt? Ich glaube, letzteres, und deshalb müssen wir es sehen, um endlich zu verstehen, was diese nicht enden wollende Flüchtlingstragödie konkret bedeutet.
Schreiben Sie mir oder schicken Sie mir auch gerne Anregungen via Twitter oder Mail!
Geklautes Heiligtum über Facebook identifiziert
Vor einer Woche haben Unbekannte in einer katholischen Kirche in Bremen gewütet: bis zu 30.000 Euro Sachschaden. Unter anderem nahmen die Täter einen Tabernakel mit, einen Hostien-Schrank. Den warfen sie in einen See.
Ein Mann sah ebendiesen Schrank und lud ein Foto davon bei Facebook hoch.
Eine Frau erkannte den silbernen Kasten und so erhielt die Kirche ihr Heiligtum zurück.
Laut Polizei hätte der Tabernakel viel früher entdeckt werden können. Doch Angler am Sodenmattsee hielten den Kasten für Sperrmüll.
Aktiver niederländischer Soldat schließt sich IS an
Das hat es noch nicht gegeben: Ein aktiver Soldat der niederländischen Armee hat sich dem IS angeschlossen.
Es handelt sich nach Angaben des Verteidigungsministeriums um einen 26-jährigen Feldwebel.
Der Mann sei von allen Zugängen zu militärischen Informationssystemen und Einrichtungen abgeschnitten worden.
Zurzeit halten sich vermutlich 130 niederländische Dschihadisten in Syrien und dem Irak auf.
Hier finden Sie eine ausführliche Meldung dazu, die in der Zwischenzeit von den Nachrichtenredakteuren zusammengestellt worden ist.
Das Dilemma der CDU in Großstädten
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Obama tanzt den Truthahn
Nicht nur Wladimir Putin, auch Barack Obama weiß mit Körpereinsatz zu beeindrucken. Der US-Präsident tanzte in Alaska lässig mit Kindern, während Putin (siehe unten) im Fitness-Studio seine Muckis präsentierte - ziemlich aussagekräftig, oder?
Das sind die reichsten Deutschen
Ich bin es nicht, Sie vermutlich auch nicht, aber wer dann? Die reichsten Deutschen kommen aus der Familie Schaeffler. Kennen Sie nicht? Dann lesen Sie mal hier weiter.
Aktion: "Schrei nach Liebe" zurück in die Charts
Kennen Sie das Lied "Schrei nach Liebe"? Damit haben "Die Ärzte" Anfang der 90er-Jahre gegen den aufkeimenden Rechtsextremismus angeschrien - und der Song soll jetzt wieder in die Charts.
Mittels der Webseite "Aktion Arschloch" versuchen Aktivisten, die Single wieder in die Charts zu bringen - per Download. Darüber berichtet der "Stern" online. Alternativ kann man sich das Lied auch in Endlosschleife auf seinem Streamingdienst anhören.
Laut dem Bericht ist das Lied bereits in die Google-Play-Musik-Charts eingestiegen.
Was die Band dazu sagt, ist unklar. Klar ist aber, dass sie sich konstant gegen Rechts ausgesprochen und engagiert hat.
Helmut Schmidt noch immer auf Intensivstation
Es geht ihm den Umständen entsprechend gut - aber Altkanzler Helmut Schmidt liegt immer noch auf der Intensivstation.
"Er ist eigentlich stabil", sagte ein Sprecher der Hamburger Asklepios-Klinik St. Georg.
Der 96-Jährige bekomme weiterhin blutverdünnende Medikamente, was eine genaue Überwachung erfordere.
Wahrscheinlich bleibe er bis Freitag auf der Intensivstation.
Nach der OP am Mittwoch waren die Ärzte jedenfalls sehr zufrieden.
Schlagzeilen zur Mittagspause
Putin und Medwedew gemeinsam im Fitness-Studio
Der russische Präsident versteht es, sich zu inszenieren - Wladimir Putin möchte das Volk und seine Fans im Westen offenbar mit seiner Fitness beeindrucken. Man beachte die Gewichte, die der Präsident stemmt - und die Abwesenheit von Schweißflecken! Und Streit mit Premierminister Medwedew? Quatsch! Die beiden trainieren doch gemeinsam. Da muss doch alles harmonisch sein. Oder?
Moskauer Flughafen wegen Brand evakuiert
3000 Menschen müssen den Moskauer Flughafen Domodedowo verlassen - der Grund: ein Feuer.
Im unteren Geschoss des Gebäudes war es am frühen Morgen vermutlich zu einem Kabelbrand gekommen, verletzt wurde aber niemand.
Der Brand war nach anderthalb Stunden gelöscht, manch ein Flug verspätete sich leicht.
Der Flughafen ist mittlerweile - nach Passagieraufkommen - vor Scheremetjewo der größte Flughafen der russischen Hauptstadt.
Budapest-Flüchtlinge im Interview mit n-tv
Easyjet vermeldet Passagierrekord
Es läuft gut bei Easyjet - oder sollte man sagen "fliegt gut"? Jedenfalls hat die Billigfluggesellschaft Grund zur Freude. Im August sind so viele Menschen mit ihr geflogen wie noch nie in einem Monat.
Daher hebt Easyjet jetzt seine Gewinnerwartung für das Gesamtjahr an. Die Chefetage erwartet nun ein Vorsteuerergebnis von 900 bis 950 Millionen Euro.
Im August waren sieben Millionen Passagiere befördert worden.
Carsten Lueb berichtet aus Budapest
Malaysia-Airlines-Maschine: Landung wegen Toiletten
Defekte Toiletten sind immer ein Problem, ganz besonders aber, wenn sie an Bord eines Passagierflugzeugs ihren Dienst versagen. Das ist nun schon zum zweiten Mal in kurzer Zeit passiert.
Eine Maschine der Malaysia Airlines musste wegen defekter Toiletten außerplanmäßig in Indien zwischenlanden. Die stillen Örtchen mussten repariert werden.
Ein Flugzeug der Lufthansa musste am Montag aus dem gleichen Grund in Ankara Station machen. Die Maschine flog von Bangkok nach Frankfurt.
Schaf von 42 Kilo Wolle befreit
Ein Merino-Schaf hat jahrelang in freier australischer Wildbahn gelebt und sich einen sehr, sehr dicken Pelz wachsen lassen. Nun ist das Schaf geschoren. 42 Kilo Wolle kamen herunter, jetzt sieht das Schaf wieder aus wie ein Schaf. Und wie bei jedem Friseur-Besuch mit Radikal-Schnitten fehlt ihm jetzt irgendwie ein bisschen Charakter. Nun sieht es wieder aus wie jedes andere. Aber schauen Sie sich einfach die Bilder an.
Mehr dazu? Hier entlang.
Verletzung - Reus fällt gegen Polen und Schottland aus
Rückschlag für Marco Reus: Der Dortmunder Ausnahme-Kicker ist verletzt und kann nicht gegen Polen und Schottland für Deutschland auflaufen.
Der 26-Jährige habe eine Fußverletzung, hieß es seitens des DFB. Ein "Endglied der linken Großzehe" ist angebrochen.
Klingt schmerzhaft, ist es auch. Wie lange die Verletzung ihn nun außer Gefecht setzt, ist noch unklar.
Mehr dazu hier.
Delfinjagd-Saison in Japan beginnt
Einmal im Jahr treiben japanische Fischer Delfine in die Bucht von Taiji, um sie dort niederzumetzeln. Nun ist es wieder so weit, die Jagd hat begonnen. Noch musste kein Delfin sterben - den Fischerbooten gelang es noch nicht, die intelligenten Tiere an die Küste zu treiben. Ein Dutzend ausländischer Tierschützer protestierte gegen die Hatz.
Everest-Film eröffnet Venedig-Festival
Schlagzeilen am Morgen
Landkreistag: Kein Mindestlohn für Asylbewerber
Der Deutsche Landkreistag hat sich getroffen und über Arbeitsmöglichkeiten für Flüchtlinge diskutiert - und die sollen keine 8,50 Euro pro Stunde bekommen, fordert die Versammlung.
"Wir sprechen uns dafür aus, dass für einen Zeitraum von zumindest drei Monaten die Beschäftigung von Asylbewerbern auch zu einem Entgelt unterhalb des Mindestlohns möglich sein sollte", sagte Hauptgeschäftsführer Hans-Günter Henneke der "Rheinischen Post".
Unternehmen seien grundsätzlich bereit, Asylbewerber und Flüchtlinge zu beschäftigen. Allerdings fehlten diesen oftmals die nötigen Sprachkenntnisse, so Henneke. Die Aussetzung des Mindestlohns würde einen "guten Beitrag zur Integration leisten".
Dagegen hat sich der DGB schon zuvor starkgemacht: "Einzelne Beschäftigungsgruppen vom Mindestlohn ausnehmen zu wollen und das als Beitrag zur Integration zu bezeichnen, ist der reine Zynismus", sagte Vorstandsmitglied Stefan Körzell.
Flüchtlinge stürmen Bahnhof in Budapest
Die Lage in Budapest scheint sich stark zuzuspitzen. Die Flüchtlinge stürmen den Bahnhof, die Polizei zieht sich zurück, twittert der Korrespondent von n-tv, Dirk Emmerich, von vor Ort.
Hier lesen Sie mehr dazu.
Guatemala: Haftbefehl gegen Präsidenten
Guatemalas Präsident Otto Perez muss sich von der Freiheit verabschieden. Die Staatsanwaltschaft seines Landes hat einen Haftbefehl gegen ihn erlassen.
Einen Rücktritt hat der 64-jährige Ex-General vorher ausgeschlossen. Er bestreitet die gegen ihn erhobenen Korruptionsvorwürfe.
Am Sonntag ist seine Amtszeit aber sowieso vorbei. Dann wählen die Guatemalteken ein neues Staatsoberhaupt. Perez darf laut Verfassung nicht mehr antreten.
Update 9:39 Mittlerweile ist Perez zurückgetreten.
Traktoren-Kolonnen rollen nach Paris
Die französischen Bauern sind auf dem Weg nach Paris - denn sie sind sauer.
Sie fordern mehr Hilfen vom Staat, der Milchpreis ist ihnen zu niedrig. Ein Problem, das auch viele deutsche Milchbauern haben.
Der französische Bauernverband erwartet mehrere Tausend Landwirte und gut 1500 Traktoren.
Australien lockt Japaner mit "Giga-Selfie"
Das Selfie ist vermutlich das erfolgreichste Massenphänomen der vergangenen Jahre, weit abgeschlagen dürften diese Schlösser folgen, die jedes Paar an jedwede Brücke kettet. Wie dem auch sei, Australien denkt das Selfie konsequent weiter und versucht japanische Touristen mit dem "Giga-Selfie" zu beeindrucken. Wie die "Süddeutsche Zeitung" online berichtet, postiert sich der Selfie-Willige an einem bestimmten Punkt und löst dann per App eine weit entfernte Kamera aus, die ihn und das Panorama vollständig abbildet - besser also als jeder Selfie-Stick. Anschließend kann man das Selfie dann herunterladen. "Die Giga-Selfie-Kampagne wird dafür sorgen, dass in Japan mehr über Australien gesprochen wird", zitiert die Zeitung einen Tourismus-Manager.
Missgeschick am Morgen
EU will Schlepper auf Mittelmeer jagen
Schlepper sind die skrupellosen Profiteure eines Geschäfts mit der Hoffnung - sie kassieren groß bei den Flüchtlingen ab, schicken diese aufs Mittelmeer und überlassen sie ihrem Schicksal. Das will die EU ändern.
Nach Informationen des "Spiegel" soll die Mission EUNAFVOR ausgeweitet werden. Künftig sollen Soldaten gezielt nach Schleusern auf gestoppten Flüchtlingsbooten suchen und Boote zerstören.
Auch die deutsche Marine soll sich beteiligen - dafür wäre ein Bundestagsmandat notwendig. Laut dem Bericht bereiten Auswärtiges Amt und Verteidigungsministerium dieses gerade vor.
Bislang sieht die Mission nur vor, dass Kriegsschiffe Flüchtlinge aus dem Mittelmeer retten.
Experte: Ostdeutschland holt nicht mehr auf
Heute in vier Wochen ist der 25. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung. "Blühende Landschaften" versprach Kanzler Kohl damals den Ost- wie den Westdeutschen. Doch es folgte die Ernüchterung. Noch immer hofft aber so mancher, dass der Osten doch noch aufholt. Von der Hoffnung solle man sich lieber verabschieden, rät Joachim Ragnitz vom ifo Institut. "Alles spricht dafür, dass Ostdeutschland in den nächsten 25 Jahren nicht aufholen kann", sagte er gestern bei einem Vortrag in Tutzing. "Wir sollten von der ohnehin illusorischen Vorstellung einer 'Angleichung der Lebensverhältnisse' Abstand nehmen", sagte er. Seit 1995 hole der Osten nicht mehr auf, seitdem verharre das Pro-Kopf-BIP im Osten bei 75 Prozent des West-Durchschnitts.
Hier lesen Sie mehr dazu.
13 Millionen Kinder gehen wegen Kriegen nicht zur Schule
Die Gewalt im Nahen Osten und in Nordafrika führt zu großem Leid, viele Menschen verlieren ihr Leben, viele andere ihre Heimat. Die Kinder könnten zudem ihre Zukunft verlieren: 13 Millionen Schüler in Nordafrika und dem Nahen Osten können derzeit nicht den Unterricht besuchen. "Wir stehen kurz davor, eine gesamte Generation von Kindern im Nahen Osten und in Nordafrika zu verlieren", sagt Unicef-Regionaldirektor Peter Salama daher, der den Bericht "Bildung unter Beschuss" vorstellte. Dieser trägt den Hauptgrund für das Wegbleiben der Schüler im Titel: Häufig werden Schulen direkt angegriffen. Außerdem dienen die Gebäude als Unterkünfte für Vertriebene.
Das wird heute wichtig
Eigentlich ist es ja auch ganz gemütlich, wenn es morgens erst später hell wird. Man wird nicht gleich von grellen Sonnenstrahlen belästigt, sondern wacht ganz entspannt auf ... ach, wem mache ich hier etwas vor. Ich vermisse den Sommer! Das wird heute wichtig:
Natürlich das Thema Flüchtlinge: Heute stellt unter anderem das Statistische Bundesamt die Zahlungen an Asylbewerber im vergangenen Jahr vor.
In Brüssel wird Ungarns Premier Viktor Orban erwartet - beim Treffen mit EU-Parlamentspräsident Martin Schulz dürfte es auch um Flüchtlinge gehen.
Bundeskanzlerin Merkel besucht die Schweiz. Dort bekommt sie unter anderem eine Ehrendoktorwürde verliehen, die ihr bereits 2009 anerkannt wurde.
Eine UN-Untersuchungskommission legt einen neuen Bericht zu Verbrechen im syrischen Bürgerkrieg vor.
Die Ratsmitglieder der EZB treffen sich und entscheiden über die Zinsen.
Bundestrainer Joachim Löw tritt am Mittag wieder vor die Presse, am späten Nachmittag trainieren die Spieler dann zum letzten Mal vor dem Spiel gegen Polen am Freitag.
Es grüßt Volker Petersen, packen wir's an!
Das Wetter mit Björn Alexander
Der Tag bringt im Süden und Osten häufiger Regengüsse, die teils kräftig und von Gewittern begleitet sein können. Von der Eifel bis herauf an die Nordsee startet der Tag hingegen öfter freundlich oder sonnig und trocken. Später allerdings sind auch dort wieder Schauer möglich, stellenweise mit Blitz und Donner. Die Temperaturen bewegen sich nur wenig und erreichen 15 Grad auf den Bergen, 17 Grad in Nordfriesland, 19 Grad in Köln oder Nürnberg und bis 23 Grad in Frankfurt an der Oder.
Schlagzeilen aus der Nacht