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Der TagLandkreistag: Kein Mindestlohn für Asylbewerber

03.09.2015, 08:59 Uhr

Der Deutsche Landkreistag hat sich getroffen und über Arbeitsmöglichkeiten für Flüchtlinge diskutiert - und die sollen keine 8,50 Euro pro Stunde bekommen, fordert die Versammlung.

  • "Wir sprechen uns dafür aus, dass für einen Zeitraum von zumindest drei Monaten die Beschäftigung von Asylbewerbern auch zu einem Entgelt unterhalb des Mindestlohns möglich sein sollte", sagte Hauptgeschäftsführer Hans-Günter Henneke der "Rheinischen Post".

  • Unternehmen seien grundsätzlich bereit, Asylbewerber und Flüchtlinge zu beschäftigen. Allerdings fehlten diesen oftmals die nötigen Sprachkenntnisse, so Henneke. Die Aussetzung des Mindestlohns würde einen "guten Beitrag zur Integration leisten".

  • Dagegen hat sich der DGB schon zuvor starkgemacht: "Einzelne Beschäftigungsgruppen vom Mindestlohn ausnehmen zu wollen und das als Beitrag zur Integration zu bezeichnen, ist der reine Zynismus", sagte Vorstandsmitglied Stefan Körzell.

Quelle: ntv.de