Der TagLandkreistag: Kein Mindestlohn für Asylbewerber
Der Deutsche Landkreistag hat sich getroffen und über Arbeitsmöglichkeiten für Flüchtlinge diskutiert - und die sollen keine 8,50 Euro pro Stunde bekommen, fordert die Versammlung.
"Wir sprechen uns dafür aus, dass für einen Zeitraum von zumindest drei Monaten die Beschäftigung von Asylbewerbern auch zu einem Entgelt unterhalb des Mindestlohns möglich sein sollte", sagte Hauptgeschäftsführer Hans-Günter Henneke der "Rheinischen Post".
Unternehmen seien grundsätzlich bereit, Asylbewerber und Flüchtlinge zu beschäftigen. Allerdings fehlten diesen oftmals die nötigen Sprachkenntnisse, so Henneke. Die Aussetzung des Mindestlohns würde einen "guten Beitrag zur Integration leisten".
Dagegen hat sich der DGB schon zuvor starkgemacht: "Einzelne Beschäftigungsgruppen vom Mindestlohn ausnehmen zu wollen und das als Beitrag zur Integration zu bezeichnen, ist der reine Zynismus", sagte Vorstandsmitglied Stefan Körzell.