Das war Montag, der 12. September 2016
Was viele Menschen heute bewegte, war die Frage: Kann es in Syrien tatsächlich Frieden geben? Zumindest eine neue Waffenruhe trat heute in Kraft. Um 18 Uhr schwiegen in den meisten Landesteilen die Waffen. Nach mehr als fünf Jahren des Tötens und Zerstörens wünschen sich wohl die meisten Menschen auf der Welt, dass das Grauen bald ein Ende findet.
Aber es gab noch andere Nachrichten an diesem Tag. Das interessierte unsere Leser außerdem:
Und so geht ein weiterer Tag zu Ende. Aber keiner Sorge: Morgen gibt es eine Neuauflage. Die Chancen stehen jedenfalls ziemlich gut. Und auch wir werden wieder dabei sein. Klicken Sie doch mal wieder vorbei! Gute Nacht.
Polizei rettet Baby bei 30 Grad aus Auto
Immer wieder werden Babys in Autos eingeschlossen oder sogar wissentlich dort zurückgelassen - auch bei hohen Außentemperaturen. In diesem Fall war es jedoch ein Versehen:
Die 21 Jahre alte Mutter hatte in Rheinland-Pfalz ihr knapp drei Monate altes Baby im Auto eingeschlossen.
Sie hatte den Säugling auf dem Rücksitz angeschnallt, die Hintertür geschlossen und dann vorn einsteigen wollen, teilte die Polizei mit.
Der Fahrzeugschlüssel sei aber versehentlich im Fahrzeug gewesen und die Zentralverriegelung habe sich aktiviert.
Das Kind war eingesperrt. Die verzweifelte Mutter wählte den Notruf.
Glückliches Ende: Polizeibeamte schlugen die Scheibe der Beifahrertür ein und übergaben den Säugling dem Rettungsdienst.
Das Baby sei leicht überhitzt, aber wohlauf gewesen.
Anti-Korruptionsbeauftragter mit Millionen erwischt
Das ist relativ peinlich. Oder doch nur ein gewaltiges Missverständnis?
Mehr als 120 Millionen Euro Bargeld sind in Russland in der Wohnung eines hochrangigen Anti-Korruptionsbeauftragten gefunden worden: Dmitri Sachartschenko sei unter dem Vorwurf der schweren Korruption und des Amtsmissbrauchs in Untersuchungshaft genommen worden, teilte der Kreml mit. Der Beschuldigte leitete die Abteilung zum Kampf gegen Wirtschaftskriminalität im Innenministerium.
Jugendliche aus überhitzem Reisebus in Klinik
Der Sommer schlägt unbarmherzig zurück, diesmal im Herbst:
Mehrere Jugendliche hatten in einem überhitzten Reisebus mit Kreislaufproblemen zu kämpfen.
Das Ganze ereignete sich in einem Stau auf der A3 bei Ratingen im Rheinland, wie die Feuerwehr mitteilte.
In dem mit rund 50 Fahrgästen besetzte Bus war die Klimaanlage ausgefallen.
Zwei 15-Jährige wurden in Krankenhäuser gebracht.
Den anderen Jugendlichen und ihren Betreuern sei es bereits besser gegangen, als sie den Bus verlassen hatten, wie ein Sprecher mitteilte.
Mainzer AfD-Politiker muss nach Angriff operiert werden
Der rheinland-pfälzische AfD-Fraktionschef Uwe Junge muss nach einem Angriff am Gesicht operiert werden. Eine Jochbeinfraktur sei erst bei einer zweiten Untersuchung festgestellt worden, sagte ein Sprecher der AfD-Landtagsfraktion. Junge war am 30. August in Mainz von vier bisher unbekannten jungen Männern angegriffen und verletzt worden. Laut Polizei schlug ihm ein Angreifer mit der Faust ins Gesicht und trat nach ihm.
Niederländische Polizei setzt Adler gegen Drohnen ein
Lowtech gegen Hightech. Natur gegen Technik. Adler gegen Drohnen:
Im Kampf gegen Drohnen setzt die niederländische Polizei auf Vögel.
Adler sollen die unbemannten Fluggeräte im Falle einer Gefahr vom Himmel holen.
Dies könnte beispielsweise bei Staatsbesuchen der Fall sein.
Oder wenn die Drohnen zu nah an Flughäfen heran fliegen.
Der Trick: Die Adler sehen die Drohnen als Beute an und schnappen sie sich in der Luft.
Videos des Tages
Feuer bei Meuterei in französischem Gefängnis
So etwas kennt man eigentlich nur aus weit entfernten Regionen dieser Erde: Bei einer Meuterei in einem französischen Gefängnis ist ein Feuer ausgebrochen. Am Gefängnis von Vivonne in der Nähe der westfranzösischen Stadt Poitiers waren dichte Rauchschwaden zu sehen, wie der französische Sender France Info berichtete. Gefangene seien an den Schlüsselbund eines Wärters gekommen und hätten Zellentüren geöffnet - sie hätten aber keine Geiseln genommen.
Begriff "Moobs" für großen Männerbusen anerkannt
Ein Kuriosum hat es ins altehrwürdige Oxford English Dictionary geschafft:
Das angesehene Wörterbuch hat den Begriff "Moobs" neu aufgenommen.
Das Wort leite sich vom Slangwort "Boobs" her (zu deutsch: Titten), und beschreibe ungewöhnlich große männliche Brüst.
Weil die Wortschöpfung bereits seit längerem zur Umgangssprache in Großbritannien gehört, hatte das seit 1884 existierende Lexikon jetzt ein Einsehen.
Video zeigt Evolution in Aktion
Wollen Sie mal der Evolution bei der Arbeit zusehen? Dann schauen Sie sich dieses Video der Harvard Universität an. Hauptdarsteller ist ein Bakterium. Es wird an den Rändern einer durchsichtige Wanne ausgesetzt, die mit eine gallertartigen Nährlösung gefüllt ist. Der Clou: Die Bakterien sehen sich mit einer zur Mitte zunehmenden Konzentration von Antibiotikum konfrontiert. Nur die Evolution erlaubt es ihnen, diese nach und nach zu überwinden - in nur elf Tagen.
Kreml-Kritiker sucht Putin-Rivalen für nächste Wahl
Michail Chodorkowski sehnt sich offensichtlich nach einem Machtwechsel in Russland:
Der Kreml-Kritiker sucht nach einem Rivalen für Wladimir Putin bei der nächsten Präsidentenwahl.
Das Projekt heißt "An Stelle von Putin", sagte Chodorkowski bei einer Videokonferenz aus London, wo er im Exil lebt.
Damit wolle er seinen Landsleuten bei der Suche nach Alternativen zum derzeitigen Staatschef helfen.
Er selbst wolle sich nicht um das Präsidentenamt bewerben, betonte der Ex-Oligarch.
Moschee von Orlando-Attentäter angezündet
Spirale des Hasses: Die Moschee, die auch der Orlando-Attentäter Omar Mateen regelmäßig besucht hat, ist durch Brandstiftung beschädigt worden. Videos zeigten eine Person, die in der Nacht zum Montag um das Gebäude in Fort Pierce im US-Bundesstaat Florida strich, sagte David Thompson von der Polizei. Direkt danach sei das Feuer ausgebrochen: "Hinweise offenbaren, dass das Feuer absichtlich gelegt wurde."
Mateen lebte in Fort Pierce. Er erschoss im Juni in einem Nachtclub in Orlando 49 Menschen und wurde von der Polizei getötet.
Mann schießt nach Streit auf Nachbarn
Nachbarschaftsstreit eskaliert: Ein 33 Jahre alter Mann hat nach einem Streit im niedersächsischen Lohne einen 29-Jährigen durch einen Schuss verletzt und sich anschließend in einer Wohnung verbarrikadiert. Die Polizei rückte mit Spezialeinheiten aus, der Zugriff erfolgte um 17.15 Uhr, berichtete die Nordwest Zeitung. Der Schütze ließ sich widerstandslos festnehmen. Das Opfer wurde lebensgefährlich verletzt und mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.
Polizei fängt Pony und Esel mit Gürtel
Packende Flucht von zwei tierischen Freunden: Mit einem Gürtel haben Polizisten in Hessen ein entlaufenes Pony und einen ausgebüxten Esel wieder eingefangen. Allerdings habe sich der Esel "sehr unkooperativ" verhalten und riss sich wieder los, teilte die Polizei mit. Das Pony folgte ihm "offenbar motiviert vom Widerstand". Einige Zeit später habe das Pony wieder geschnappt werden können und sei in die Sicherheit einer Kleingartenanlage geführt worden. "Der Esel folgte schließlich bereitwillig", hieß es. Das Gartentor sicherten die Beamten schließlich mit Handschellen.
Schlagzeilen zum Feierabend
Mehrere Kilo Sprengstoff aus Kaserne verschwunden
Manche Dinge sollte man auch nicht einfach so rumliegen lassen: In der Schweiz sind aus einer Kaserne mehrere Kilogramm Sprengstoff verschwunden. Bei einer Routinekontrolle in der Kaserne von Aarau sei der Verlust aufgefallen, teilte die Schweizer Armee mit. Solche Vorfälle seien extrem selten, zitierte die Schweizer Nachrichtenagentur SDA einen Armeesprecher. Na, da bin ich ja beruhigt ...
Polizeihund stellt Vater und Sohn auf Diebestour
Es ist es an und für sich eine tolle Sache, wenn Vater und Sohn Zeit miteinander verbringen. Aber in diesem Fall ist der Erziehungsberechtigte zu weit gegangen:
Mit seinem zwölfjährigen Sohn ist ein Vater in Essen auf Diebestour gegangen.
Ein Polizeihund stellte das Duo - und biss den Jungen in den Arm, wie die Polizei berichtete.
Das Duo war auf das Gelände eines Schrotthändlers eingestiegen.
Die beiden sollten ihre gemeinsame Aktivitäten künftig anders gestalten. Oder einfach mal ein vertrauliches Vater-Sohn-Gespräch führen - über die Nachteile eines Diebeslebens.
Weiterer Verfassungsschutz beobachtet "Identitäre"
Haben Sie schon mal etwas von der "Identitären Bewegung" gehört? Es handelt sich dabei um eine Gruppe, die gegen "unkontrollierte Massenzuwanderung" sowie einen "Verlust der eigenen Identität durch Überfremdung" agitiert. Allerdings wird die Luft für die Gruppe immer dünner:
Die Bewegung wird nun auch in Sachsen-Anhalt vom Verfassungsschutz beobachtet.
Die Gruppierung sei als eine verfassungsfeindliche Bestrebung eingestuft worden, teilte das Innenministerium in Magdeburg mit.
Zuvor hatten schon das Bundesamt für Verfassungsschutz und mehrere andere Landesämter die Beobachtung aufgenommen.
Sechs Jahre Haft für Feuerwehrmann nach Brandanschlag
Es ist erschreckend, wenn gerade jene Menschen, die uns beschützen sollen, zu Tätern werden: Wegen eines Brandanschlages auf ein von syrischen Flüchtlingen bewohntes Haus im nordrhein-westfälischen Altena hat das Landgericht Hagen einen Feuerwehrmann zu sechs Jahren Haft verteilt. Gegen einen Freund des 26-Jährigen verhängte das Gericht fünf Jahre Haft. Beide Männer hatten gestanden, den Brand im Oktober 2015 auf dem Dachboden des Hauses gelegt zu haben.
Mehr dazu lesen Sie hier.
Präsident der Philippinen fordert Abzug von US-Truppen
Statt zu helfen, machten sie alles nur schlimmer, sagt der Präsident der Philippinen, Rodrigo Duterte, über mehr als 1000 im Anti-Terror-Training aktive US-Soldaten:
Die US-Soldaten sollen daher den Süden der Philippinen verlassen.
Die Region ist seit Jahren von islamistischen Terrororganisationen gebeutelt.
Und die US-Präsenz mache alles nur noch schlimmer, meinte Duterte bei einer Rede.
"Ich will keinen Streit mit den USA, aber sie müssen gehen", sagte er.
Die Anweisung des Präsidenten über den Truppenabzug zeige, dass er eine neue Richtung mit einer "unabhängigen Außenpolitik" einschlage, sagte sein Sprecher Ernesto Abella.
Schicksal fiktiver Frau bringt 177.000 Euro an Spenden
Dass eine fiktive Geschichte zu Tränen rühren kann, ist jedem bekannt. Aber dass das Schicksal einer erdachten Figur die Menschen zum Geldspenden animieren kann, war mir neu:
Eine Figur aus einer Rundfunk-Seifenoper des britischen Senders BBC löste eine derartige Spendenbereitschaft aus.
Das Schicksal von Helen Titchener aus der Radioserie "The Archers" berührte ganz Großbritannien.
Helen wird von ihrem Mann jahrelang psychisch fertiggemacht, bis sie schließlich zum Messer greift.
Vom Vorwurf des versuchten Mordes wird sie jedoch freigesprochen.
Helens Schicksal führte zu heftigen Debatten in den sozialen Netzwerken. Eine Spendenaktion im Internet unter dem Titel "The Helen Titchener Rescue Fund" sammelte mehr als 177.000 Euro ein - das Geld soll nun an einen Verein gehen, der sich für die Opfer häuslicher Gewalt einsetzt.
Ex-Fremdenlegionär sprengt Bargeld-Automaten
Diese brachiale Vorgehensweise verblüfft nicht wirklich, wenn man die Vorgeschichte des Mannes kennt:
Ein ehemaliger Fremdenlegionär soll Fahrkartenautomaten gesprengt haben, um an Bargeld zu kommen.
Bei fünf Automaten in mehreren Bundesländern schlug der einschlägig vorbestrafte 35-Jährige zu.
Er soll knapp 6000 Euro erbeutet haben. Die Schadenshöhe wird auf rund 160.000 Euro geschätzt.
Bei der Festnahme am Samstagabend in einem Hotel im Frankfurter Bahnhofsviertel habe er Campinggaskartuschen, Stemmeisen und andere Gegenstände bei sich gehabt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit.
Schichtwechsel
Über den Autor
Bei mehr als 30 Grad Celsius verabschiedet sich mein Kollege Johannes Graf in den wohlverdienten Feierabend. An seiner Stelle würde ich jetzt direkt einen Kopfsprung in das nächstgelegene Gewässer machen. Aber das sei ihm überlassen - ich hingegen habe die Freude und das Privileg, Sie in dieser zweiten, heißen Tageshälfte durch den Nachrichten-Dschungel zu begleiten. Mein Name ist Kai Stoppel, ich begrüße Sie. Los geht's!
Hobbyermittler findet neue Hinweise auf MH370
Wo ist die Boeing-777 der Malaysia Airlines niedergegangen? Und was ist ihr zugestoßen?
Ein US-amerikanischer Hobbyermittler will neue Wrackteile gefunden haben und hat diese nun den Behörden übergeben.
Das Besondere: Eines der Teile weist erstmals auch Brandspuren auf.
Nun wird geprüft, ob es wirklich MH370-Teile sind und aus welchem Bereich der Maschine sie stammen könnten.
Mehr dazu lesen Sie hier.
Bayer bricht Rekord im Maßkrugtragen
Es ist eine eigene Disziplin, die keiner so beherrscht wie Matthias Völkl: Maßkrugtragen auf einer Distanz von 40 Metern:
Der Bayer hat 27 mit Bier gefüllte Krüge getragen und schadlos abgestellt.
Angetreten war er mit 29 Maß. Aber zwei fielen beim Abstellen um.
"Das ist der offizielle Weltrekord", sagt Notar Martin Schwab. Jetzt will Völkl das ins Guinness-Buch eintragen lassen.
Jutta Limbach ist tot
Eine Eilmeldung: Die ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts, Jutta Limbach, ist tot. Sie wurde 82 Jahre alt.
Mehr dazu lesen Sie hier.
So fühlt sich AfD-Mann Poggenburg in der Moschee
Es ist André Poggenburgs erstes Mal in einer Moschee - n-tv Moderator Constantin Schreiber hat ihn zu dieser Erfahrung überredet. Und hier ist ein erster Eindruck der Begegnung:
Die komplette Sendung gibt es am Dienstag bei n-tv.
Und was sagt Trump zu Clintons Lungenentzündung?
Gefundenes Fressen für Rivalen Trump?Nanu, so kennen wir Donald Trump ja gar nicht. Zur Erkrankung seiner Rivalin Hillary Clinton sagt er:
Nichts.
So verspricht er es zumindest. Seine Kampagne wolle "respektvoll" mit dem Thema umgehen.
Wer in Trumps Wahlkampfteam diese Regel breche, werde rausgeschmissen, heißt es laut CNN.
Nachtrag: Auf Donald Trump ist eben doch (kein) Verlass. Kurze Zeit nach der Meldung oben kommt Trumps Statement zur Erkrankung Clintons. "Ich hoffe, dass es ihr bald besser geht", sagt der Präsidentschaftskandidat der Republikaner Fox. "Irgendwas geht vor sich - ich hoffe, dass sie bald wieder auf den Beinen und zurück im Rennen ist", sagt Trump. "Natürlich ist das Ganze ein Problem." Er glaube nicht, dass die Demokraten nach einem neuen Kandidaten suchten. "Aber was auch immer passiert, ich bin bereit."
OSZE schickt keine Wahlbeobachter auf die Krim
Am Wochenende wird in Russland gewählt, die OSZE beobachtet das Ganze. Wobei... das Ganze?
Die Organisation teilt nun mit, dass sie die annektierte Schwarzmeerhalbinsel ausklammern wolle.
Grund: Die Krim sei nach übereinstimmender Meinung der Mitglieder nicht Teil des zu beobachtenden Gebiets, so ein Diplomat in der Zeitung "Iswestija".
Allein die OSZE wird nach Angaben Petersens die russische Wahl mit etwa 370 Beobachtern überwachen. Dazu kommen noch mehrere Hundert Wahlbeobachter anderer europäischer Institutionen, aber auch aus der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS).
Samsung-Aktie sackt nach Akku-Gau ab
Wer ein Samsung Galaxy Note 7 besitzt, soll es schleunigst ausschalten und umtauschen. Wer dem nicht nachkommt, dessen Gerät wird sogar aus der Ferne deaktiviert. Das kommt an der Börse nicht so arg gut an:
Der Kurs sank um bis zu 7 Prozent.
Die Taktik von Samsung war eigentlich, vor dem iPhone 7 mit dem Gerät rauszukommen und damit dem Apple-Flaggschiff das Wasser abzugraben. Das war dann aber ein ziemlicher Fehlschlag.
Ein Analyst von Bernstein Research sagte "CNN Money": "Wenn ein Kunde ein Smartphone kaufen will, kauft er sich jetzt ein iPhone 7, nicht ein Note 7."
Kaum zu glauben, aber wahr
Schlagzeilen zur Mittagspause
Wer seinen Job nicht mag, ist öfter krank
Die AOK hat den Zusammenhang zwischen Unternehmenskultur und Krankenstand unter die Lupe genommen. Hier die Ergebnisse:
Bei einer schlecht bewerteten Unternehmenskultur fehlte demnach im vergangenen Jahr fast jeder Dritte (31 Prozent) mehr als zwei Wochen im Betrieb.
In der Gruppe derer, die ihre Unternehmenskultur positiv erleben, war dies nur jeder Sechste (16,9 Prozent).
Was heißt "gute Unternehmenskultur"? Besonders wichtig ist Arbeitnehmern, dass Arbeitgeber hinter ihnen stehen (78 Prozent) und dass sie für gute Arbeit gelobt werden (69 Prozent).
Hamburger Unternehmer stirbt nach Raubüberfall
Der Hamburger Unternehmer Ernst Burmeister ist tot.
Burmeister, der im Februar für 4 Millionen Euro 1,5 Prozent der Anteile an der Aktiengesellschaft des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV gekauft hatte, starb an den Folgen eines Raubüberfalls.
Am Freitagabend verschafften sich zwei Maskierte Zutritt zum Haus des 79-Jährigen in Stade und attackierten ihn mit Schlägen.
Burmeister kam ins Krankenhaus und wurde das Wochenende über behandelt. Am Sonntag starb er.
Main-Donau-Kanal nach Brückencrash wieder frei
Wie konnte es dazu kommen, dass das Flusskreuzfahrtschiff "Viking Freyja" im Main-Donau-Kanal bei Erlangen gegen eine Brücke fuhr? Die Antwort auf diese Frage ist noch nicht gefunden. Aber:
Wenigstens geht der Verkehr auf dem Kanal weiter, er ist wieder für die Schifffahrt freigegeben.
Die "Viking Freyja" liegt nun etwas abseits in einer Bucht, sie wird noch untersucht.
Wenn alles geklärt ist, wird das Schiff wohl repariert - entweder vor Ort oder in einer Werft.
Österreich verschiebt Wiederholung der Präsidentenwahl
Das ist schon ein bisschen peinlich: Eben erreicht uns die Eilmeldung, dass die Präsidentenwahl in Österreich am 2. Oktober verschoben werden muss. Offenbar sind Briefwahlunterlagen verschickt worden, bei denen die Umschläge nicht richtig verklebt waren. Es handelt sich bei dem nun verschobenen Wahlgang um eine Wiederholung - der vorherige Urnengang wurde nach Anfechtung durch die FPÖ vom Verfassungsgericht aufgehoben.
Mehr zu der ganzen Geschichte gibt es hier.
Global der wärmste Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen
Klimawandel? Wir stecken ganz offenbar mittendrin:
Dieser Sommer ist global gesehen der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen, so das Deutsche Klima-Konsortium.
In Deutschland waren die Temperaturen allerdings nicht besonders außergewöhnlich.
Bemerkenswert waren jedoch mehrere Starkregen mit mehr als 100 Litern Regen pro Quadratmeter und Stunde im Frühsommer.
Ermittler rätseln über kopflosen Wolf in Südbrandenburg
In einem Maisfeld zwischen Pinnow und Staakow in Südbrandenburg ist ein gruseliger Fund gemacht worden:
Und zwar lag dort ein kopfloser Wolf. Er war bereits stark verwest, der Kopf ist abgetrennt worden.
Der Kopf tauchte auch nach längerer Suche nicht auf. Jetzt soll der Kadaver im Wolfinstitut in Berlin untersucht werden.
Einen ähnlichen Fall gab es in Brandenburg bereits im Jahr 2014. Der Fall wurde nie aufgeklärt.
Apropos Wolf: Haben Sie gestern den "Polizeiruf" gesehen? Da ging es auch um Wölfe, hier geht es zur Besprechung des Kollegen Julian Vetten.
Vielen Vermietern ist die Mietpreisbremse schnuppe
Per gesetzlicher Mietpreisbremse wollte die Regierung die in Städten teils rasante Entwicklung eindämmen. Der Deutsche Mieterbund hat jetzt den Erfolg überprüft:
Laut einer Untersuchung lagen in Berlin, Hamburg, München und Frankfurt zwischen 67 und 95 Prozent der Mietangebote über den entsprechenden Miet-Obergrenzen.
Die Obergrenzen würden demnach zumeist deutlich überschritten - um durchschnittlich 30 bis 50 Prozent.
Die meisten Mieter gingen gegen die überhöhten Mieten nicht vor.
Der Deutsche Mieterbund fordert Nachbesserungen.
Würden Sie für eine Million Euro ein Jahr auf Sex verzichten?
"Wir Deutschen und das Geld" heißt ein neues Buch. Darin sind Ergebnisse einer Yougov-Umfrage: Würden Sie für eine Million Euro verzichten auf ...
... Sex: 39 Prozent
... den Führerschein: 27 Prozent - Autofahren ist "uns Deutschen" also wichtiger als Sex?!
... drei Jahre Lebenszeit: 7 Prozent
... einen der fünf Sinne: 2 Prozent
Wie sehen Sie das?
Auf Facebook können Sie mehr zum Thema sagen und mit anderen darüber diskutieren. Bitte schön, hier geht's lang!
Frau wirft Hundewelpen im Zug in den Mülleimer
Diese Geschichte ist nichts für Menschen, die ein Herz für Tiere haben:
Im ICE von Fulda nach Göttingen gebar die Schäferhündin einer Reisenden vier Welpen. Die Besitzerin "entsorgte" drei davon im Zug-Mülleimer - eines der Tiere lebte noch.
Nachdem sie in Kassel-Wilhelmshöhe ausgestiegen war, warf sie den vierten, lebendigen Welpen in den Müll. Die Polizei kam, nachdem eine Schaffnerin Alarm geschlagen hatte.
Auf dem Bahnhof gebar die Hündin einen weiteren Welpen. Die Besitzerin beteuerte, für dieses Tier zu sorgen. Als sie in einen Regionalzug nach Thüringen stieg, ließ sie den Welpen allerdings auch zurück. Auf der Fahrt in dem Regionalzug kam ein weiterer Welpen zur Welt. Sein Schicksal ist ungewiss.
Die Frau hat nun Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz am Hals. Hier geht es zur ausführlichen Fassung der Geschichte.
Der Tiger aus der Esso-Werbung ist tot
Er war Großbritanniens ältester Tiger, jetzt ist Tango tot. Im Alter von 22 Jahren ist das Tier, das viele aus der Werbung für die Tankstellenkette Esso kennen, gestorben.
Türkei gestattet Verwandtenbesuch für Öcalan
Der Chef der verbotenen PKK, Abdullah Öcalan, darf zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder Familienbesuch empfangen - Öcalan sitzt seit 1999 auf der Gefängnisinsel Imrali in Haft.
Zum islamischen Opferfest darf Bruder Mehmet kommen. Der letzte Familienbesuch war im Oktober 2014.
Zuletzt hatten kurdische Aktivisten mit einem Hungerstreik Druck ausgeübt. Sie verlangten Informationen über den Zustand Öcalans.
Seit dem gescheiterten Militärputsch hat die türkische Regierung den Kampf gegen die PKK intensiviert. Auch die PKK hat mehrere Anschläge verübt.
Schlagzeilen am Morgen
Das ist die angeblich schönste Frau der USA
Wie sie immer ausflippen, die Amerikanerinnen, wenn ihnen etwas Außergewöhnliches widerfährt. "So amazing" alles. Vor allem wenn man an einer Miss-Wahl teilnimmt und auch noch gewinnt. Die 21-jährige Savvy Shields aus Arkansas besteigt nun den Thron der Miss America. Und es ist einfach unglaublich. Die schönste Frau des Landes! Was das für Gefühle sind! Wow! Amazing!
Chinesen bauen höchste Brücke der Welt
Es scheint alles zu halten: In China ist das Grundgerüst der wohl weltweit höchsten Brücke fertiggestellt worden. Die Beipanjiang-Brücke, die in der Provinz Guizhou gebaut wird, spannt sich 565 Meter hoch über ein Flusstal. Hier spektakuläre Bilder des Baus:
Juncker beschneidet Privilegien von Vorgänger Barroso
Ex-Spitzenpolitikern steht die Welt offen. Oft winken lukrative Jobs, für die sie sich ihrer guten Kontakte bedienen können. So ähnlich hat sich auch José Manuel Barroso sein Leben nach der EU-Kommissionspräsidentschaft eingerichtet. Das missfällt Nachfolger Jean-Claude Juncker:
Juncker entzieht laut "Süddeutscher Zeitung" Barroso den privilegierten Zugang zur EU-Kommission, der dem Portugiesen eigentlich zusteht.
Der Schritt sei eine Reaktion auf Barrosos Engagement bei der US-Investmentbank Goldman Sachs, das Empörung ausgelöst hatte.
Für Ärger hatte das vor allem in Frankreich gesorgt: Dass ein Ex-Spitzenmann der EU ausgerechnet bei einer großen Bank aus den USA anheuere, sei "skandalös", so die Sozialisten.
Unbekannter zieht AfD-Wahlkampfhelfer Flasche über den Kopf
In Berlin-Kreuzberg wird der "Kampf" in "Wahlkampf" offenbar besonders betont:
Ein 58-jähriger Mann war am Sonntagnachmittag gerade dabei, Wahlplakate für die AfD aufzuhängen, da kam ein Radfahrer von hinten angefahren. Der Unbekannte schlug dem AfD-Helfer eine Flasche auf den Kopf.
Dann flüchtete der Täter unerkannt. Ärztliche Behandlung war laut Polizei nicht nötig.
Anstatt Hilfe zu bekommen, musste der AfD-Mann Beschimpfungen von Passanten hinnehmen. Erst als die Polizei mit mehreren Einsatzkräften anrückte, beruhigte sich die Situation.
Kommenden Sonntag wählen die Berliner das Abgeordnetenhaus und die Bezirksverordnetenversammlungen neu.
Delfin macht Kieler Förde unsicher
Die Ostsee bei Kiel hat eine neue Attraktion:
In der Kieler Förde ist ein Delfin unterwegs. Die Menschen sind aus dem Häuschen.
Die Wasserschutzpolizei ruft nun Schaulustige zur Rücksichtnahme auf. Der Meeressäuger fühle sich leicht bedrängt.
Außerdem sind offenbar Menschen im Schleusenbereich baden gegangen, um dem Delfin nahezukommen. Das solle man ebenfalls unterlassen, es behindere den Schiffsverkehr.
Hier ein Video:
Was bringt eine Zuckersteuer?
Wie bringt man die Menschen davon ab, zu viel Zucker zu sich zu nehmen? Indem man dafür sorgt, dass stark zuckerhaltige Produkte teurer werden - so die Idee von Verbraucherschützern. Eine Steuer soll her. Wie finden das die Deutschen?
51 Prozent sind gegen einen Preisaufschlag für stark gesüßte Produkte, so zumindest das Ergebnis einer YouGov-Befragung. 40 Prozent sind dafür.
Bei sehr süßen Getränken sieht es ähnlich aus: 49 Prozent sind dagegen, 44 Prozent dafür.
In Großbritannien wird eine solche Zuckersteuer 2018 eingeführt. Foodwatch will das auch für Deutschland. Ernährungsminister Schmidt von der CSU ist dagegen.
Und Sie, was denken Sie?
Ex-Rocker-Chef Hanebuth urlaubt in Hannover
Menschenhandel, Erpressung, Freiheitsberaubung, Zuhälterei, Geldwäsche - die Liste der Taten, die die spanische Justiz Rockerboss Frank Hanebuth zur Last legt, ist lang. Jetzt ist der Niedersachse wieder in der Heimat:
Hanebuth hält sich derzeit in Hannover auf. "Ich bin eine Woche auf Urlaub", sagte der Ex-Hells-Angels-Präsident der "Neuen Presse".
Er will seinen 52. Geburtstag feiern und dann wieder zurück nach Spanien fliegen.
Dort wird gegen ihn ermittelt. Er hat strenge Meldeauflagen und musste sich den Heimaturlaub genehmigen lassen.
Hier geht es zur ganzen Geschichte.
Bastelt Kim schon am nächsten Atomtest?
Vergangene Woche hat Kim Jong Un die Welt mit dem zweiten Atomtest dieses Jahr aufgeschreckt. Geht er jetzt noch weiter?
Die südkoreanische Regierung meldet unter Berufung auf Geheimdienstinformationen, die Vorbereitungen auf einen weiteren Test des Nordens seien abgeschlossen.
Es soll ein bislang ungenutzter Tunnel auf dem Testgelände von Punggye-Ri im Nordosten des Landes verwendet werden.
Ein Regierungssprecher in Seoul sagte, die südkoreanische Armee sei in ständiger Gefechtsbereitschaft, um auf "weitere Atomtests, Abschüsse ballistischer Raketen oder Provokationen an Land" zu reagieren.
Clinton muss wegen Krankheit Reise absagen
Gefundenes Fressen für Rivalen Trump?Au weia, Hillary. Das macht wirklich keinen guten Eindruck im Wahlkampf:
Nach all der Aufregung um ihren Zusammenbruch bei der 9/11-Gedenkfeier in New York kommt die nächste Hiobsbotschaft. Clinton muss eine geplante Reise nach Kalifornien absagen.
Wahlkampfauftritte in San Francisco und Los Angeles wurden abgesagt.
Clinton leidet - angeblich schon seit Freitag - an einer Lungenentzündung.
AfD erzielt in Niedersachsen nur schwaches Ergebnis
Bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern vor wenigen Tagen landete die AfD bei deutlich über 20 Prozent. Spannend war daher, wie die Partei bei der Kommunalwahl in Niedersachsen abschneiden würde:
In allen Landeskreisen und kreisfreien Städten kommt die AfD insgesamt auf 7,8 Prozent. Wahlsieger ist die CDU mit 34,4 Prozent. Sonst: SPD 31,2 Prozent, Grüne 10,9 Prozent, FDP 4,8 Prozent und Linkspartei 3,3 Prozent.
In manchen Gegenden war die AfD aber stärker: In Delmenhorst etwa lag sie bei 15,1 Prozent.
Spannend auch Hannover: Hier verlor Rot-Grün erstmals seit 1989 die Ratsmehrheit.
Hier finden Sie eine ausführlichere Meldung über das Wahlergebnis in Niedersachsen.
Das wird heute wichtig
Einen schönen guten Morgen, einen wunderbaren Start in den Tag wünsche ich. Hier sind die Themen, die uns heute - neben allem Unerwartetem - beschäftigen dürften:
Ab Dämmerung soll in Syrien eine Waffenruhe in Kraft treten. Wie werden sehen, ob sie hält.
War das jetzt der Startschuss zu einem grandiosen Endspurt - oder doch nur ein weiteres Kapitel im Abgesang der Großen Koalition? In Berlin debattieren sie eifrig über die Interpretation des Koalitionsgipfels.
In Niedersachsen gab es Kommunalwahlen. Es gibt bald erste Ergebnisse.
Die Bertelsmann Stiftung veröffentlicht eine neue Studie. Es geht um Kinderarmut.
In Kroatien wurde gewählt. Wie ist es ausgegangen?
Wenn Sie Anregungen, Beschwerden, sonst irgendwas haben (ich bin aber kein Arzt!), dann gerne schreiben: johannes.graf (at) nama.de
Das Wetter mit Björn Alexander
Neue Woche, neues Hoch. So war es in den vergangenen Wochen. Und an diese Tradition knüpfen wir auch heute an. Hoch KARL sorgt nämlich für viel Sonne. Einzelne Schauer und Gewitter sind nachmittags und abends höchstens mal Richtung Schwarzwald, Allgäu und Alpen möglich. Die Temperaturen: häufig 29 bis 32 Grad. Auch auf den höheren Bergen werden es sommerliche 25 bis 27 Grad. Nur an den (wenigen) Küstenabschnitten, die im Seewind liegen, frische 22 Grad. Morgen wird es dann sogar nochmals heißer. Bis zu 33 Grad sind drin, stellenweise vielleicht sogar etwas mehr. Auch Mittwoch und Donnerstag ist es oft sommerlich. Danach wird es von Westen her wechselhafter und kühler.
Schlagzeilen aus der Nacht