Das war Montag, der 3. August 2015
Liebe Leser, das war heute. Und heute war Montag, der 3. August 2015. Die gute Nachricht: Es gibt auch ein Morgen, schon in wenigen Stunden. Dann begrüßt Sie an dieser Stelle Fabian Maysenhölder. Und falls ich nicht noch jemanden auftreiben kann, der genauso heißt, werde ich das wohl sein. Ich mach mich dann mal auf die Suche. Schlafen Sie gut, bis morgen!
Diese Themen haben Sie heute besonders interessiert:
Stichflamme im ICE
Mit dem Schrecken sind rund 40 Zugpassagiere im Stuttgarter Hauptbahnhof davon gekommen.
Aus der Klimaanlage eines ICE war eine Stichflamme hervorgezüngelt.
Aus einem Waggon rauchte es stark, der übrige Bahnverkehr wurde aber nicht behindert.
Kosovo macht Weg für Sondertribunal frei
Das Parlament im Kosovo hat sich internationalem Druck gebeugt und mit einer Verfassungsänderung den Weg für ein Sondertribunal geebnet. Das Gericht soll Gräueltaten von Albanern an Serben im Kosovo-Krieg Ende der 1990er Jahre ahnden.
85 Parlamentarier stimmten für die Vorlage, 5 votierten dagegen. Die Opposition im Parlament mit 120 Sitzen boykottierte die Abstimmung.
Es soll um Morde, Verschleppungen, Vertreibungen, sexuelle Gewalt und die Zerstörung von Kirchen gehen.
Die Verbrechen sollen Rebellen der inzwischen aufgelösten Kosovo-Befreiungsarmee (UCK) in der Zeit von 1998 bis Ende 2000 begangen haben. UCK-Veteranen protestierten vor dem Parlament gegen das Tribunal und riefen "Verräter".
Batman-Mörder: Jury schließt mildernde Umstände aus
Dem Kinomörder von Aurora droht weiter die Todesstrafe. Die Geschworenen im Prozess gegen James Holmes haben entschieden, dass mildernde Umstände gegen den 27-Jährigen nicht überwiegen und deshalb ein Todesurteil möglich sein kann.
Jetzt müssen die Geschworenen noch einmal in Beratung gehen, an deren Ende ein Todesurteil oder eine lange Haftstrafe stehen kann.
Die Verteidigung forderte die Einweisung in die Psychiatrie, weil der Täter krank sei.
Holmes hatte vor drei Jahren bei der Premiere eines "Batman"-Filmes zwölf Menschen erschossen.
Ausgebüxter Bulle nimmt Rollerfahrer auf die Hörner
Sonntagnachmittag, 16.45 Uhr, auf der Landstraße zwischen Raithaslach und Guggenhausen. Ein Rind steht auf der Straße. Der herannahende Rollerfahrer sieht den Bullen, bremst ab, wendet. Das Rind beschleunigt, folgt ihm, nimmt das Zweirad sanft auf die Hörner. Der 43-Jährige kommt von der Straße ab, landet im Gebüsch - leicht verletzt. Sachschaden: rund 1000 Euro. Das Rind flüchtet in einen Wald. Ein Jäger erschießt es: Das tragische Ende eines unbedeutenden Zwischenfalls im Straßenverkehr.
Die ISS passiert den Mond
Ich hab' es Ihnen ja vorher schon gesagt - und bald ist es so weit: Heute um 21:50 Uhr und um 23:26 Uhr ist die Internationale Raumstation über Deutschland zu sehen. Zur Einstimmung ein Bild, das die Nasa heute veröffentlicht hat: Die ISS vor dem Mond.
Marokkaner erstickt bei Fluchtversuch in Koffer
Immer wieder hört man tragische Geschichten von Menschen, die versuchen, aus ihrer Heimat zu fliehen. So auch diesmal: Ein Marokkaner ist bei seiner illegalen Einreise nach Spanien in einem Koffer erstickt. Der 27-jährige hatte sich in einem Koffer im Kofferraum des Autos seines Bruders versteckt. Der habe während der Fahrt festgestellt, dass sein Bruder nicht mehr atmete, und daraufhin die Schiffsbesatzung gerufen. Versuche, den Mann wiederzubeleben, sind gescheitert. Der ältere Bruder wurde den Angaben zufolge festgenommen und der fahrlässigen Tötung beschuldigt.
Russland könnte neun Prozent des BIP verlieren
Russland könnte nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) wegen der Sanktionen des Westens und der von ihm gegen den Westen verhängten Sanktionen mittelfristig bis zu 9 Prozent seiner realen Wirtschaftsleistung einbüßen.
"Zusammen mit den schon vorher vorhandenen strukturellen Schwächen belasten die externen Schocks die russischen Wachstumsaussichten sicherlich", heißt es in einer Stellungnahme.
Laut IWF haben Sanktionen und Gegensanktionen nach der Besetzung der Krim das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zunächst nur um 1,5 Prozent reduziert.
Kumulativ könnte sich das BIP aber um 9 Prozent reduzieren.
Gletscher schmelzen im Rekordtempo
Weltweit schmelzen die Gletscher seit Beginn des 21. Jahrhunderts in Rekordtempo. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des "World Glacier Monitoring Service".
"Die Eisdicke der beobachteten Gletscher nimmt derzeit jedes Jahr zwischen einem halben und einem ganzen Meter ab, das ist zwei- bis dreimal mehr als der entsprechende Durchschnitt im 20. Jahrhundert", sagte Studienautor Michael Zemp.
Gletscher in verschiedenen Regionen der Welt seien so stark aus dem Gleichgewicht geraten, dass sie auch ohne fortschreitenden Klimawandel weiter Eis verlieren würden.
Besonders betroffen ist die Alpenmregion.
Baukräne stürzen um - 20 Verletzte
Zwei umstürzende Baukräne haben in der niederländischen Stadt Alphen am Rhein im Westen des Landes etwa 20 Menschen verletzt. Die Kräne wurden bei Renovierungsarbeiten an einer Klappbrücke eingesetzt und transportierten zum Zeitpunkt des Unglücks "ein Stück Straße" durch die Luft, das dort eingesetzt werden sollte. Zunächst sei ein Kran umgestürzt, daraufhin der zweite.
Fünf Häuser wurden bei dem Unglück in einer Einkaufsstraße beschädigt. Unter anderem seien auch zwei Geschäfte betroffen gewesen.
Zur Schwere der Verletzungen der etwa 20 Betroffenen liegen keine Angaben vor.
Die Kräne standen auf zwei Lastkähnen auf dem Fluss.
Indien: 25 Abgeordnete bekommen Hausverbot
Lautes Brüllen, Herumlaufen, hochgehaltene Plakate: Seit zwei Wochen kann das indische Unterhaus nicht arbeiten, weil Oppositionspolitiker die Sitzungen stören. 25 von ihnen bekommen nun Hausverbot.
Parlamentspräsidentin Sumitra Mahajan hatte genug und warf 25 der Politiker wegen "massiver Störung" hinaus.
Die Politiker haben eine Woche lang Hausverbot.
Die Störungen haben einen Grund: Die Opposition fordert damit den Rücktritt von Regierungsmitgliedern, die wegen zwei Skandalen in der Kritik stehen. Als die jetzige Regierungspartei BJP in der Opposition saß, nutzte sie die gleiche Taktik, um die Regierung an der Arbeit zu hindern.
Deutscher stirbt bei Segelflug-Unfall
Beim Absturz seines Segelflugzeugs ist ein Deutscher in den französischen Alpen ums Leben gekommen.
Der Leichnam des 53-Jährigen wurde in der Nähe der Gemeinde Modane im Département Savoyen im Wrack des Segelfliegers entdeckt.
Der Mann war am Sonntag von einem Flugplatz in der Gemeinde Serres-la-Bâtie-Montsaléon gestartet. Als er nicht wie vorgesehen am Abend zurückkehrte, wurde er vermisst gemeldet.
Das Flugzeugwrack wurde heute nahe Modane unweit der Grenze zu Italien entdeckt. Zwischen dem Flugplatz und der Absturzstelle liegen mehr als hundert Kilometer Luftlinie Distanz.
Robert Downey Jr. als Salz-und-Pfeffer-Gemälde
Kunstwerke werden aus allen möglichen Farben mittels aller Arten von Techniken hergestellt. Soeben bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass es sich wie beim Kochen verhält - wahre Künstler brauchen nur Pfeffer und Salz:
Mauritius sucht nach MH370-Trümmern
Nach dem Fund eines Flugzeug-Wrackteils auf La Réunion will auch die Nachbarinsel Mauritius verstärkt nach weiteren Trümmern suchen. Ministerpräsident Xavier-Luc Duval rief andere Inselstaaten im Indischen Ozean dringend dazu auf, ebenfalls zu helfen. Zwei Flugzeuge suchten seit dem Nachmittag das Meer rund um Mauritius ab. Auch ein Schiff werde eingesetzt. Zudem seien Fischer aufgerufen, besonders achtsam zu sein. Die Insel liegt nur 200 Kilometer von La Réunion entfernt.
Libor-Skandal: Gericht spricht Ex-Banker schuldig
Der frühere Investmentbanker Tom Hayes ist als Hauptverdächtiger im sogenannten Libor-Skandal wegen Zinsmanipulationen schuldig gesprochen worden. Er muss für 14 Jahre ins Gefängnis.
Der heute 36-Jährige soll in den Jahren 2006 bis 2010 als Star-Investmentbanker der Schweizer Großbank UBS den wichtigen Referenzzins massiv beeinflusst haben.
Er hatte die Vorwürfe zunächst eingeräumt, sie dann aber vor einem Londoner Gericht wieder bestritten.
Die Jury am Southwark Crown Court wertete die Vernehmung bei der Polizei als glaubwürdig. Sie sah pure Gier als Motiv.
Teure Uhr bringt Putin-Sprecher in Erklärungsnot
565.000 Euro - so viel soll die Armbanduhr wert sein, die Dmitri Peskow, der Sprecher von Wladimir Putin, bei seiner Hochzeit am Wochenende getragen hat. Das schreibt der russische Oppositionspolitiker und Antikorruptionskämpfer Alexej Nawalny in seinem Blog - und wirft die Frage auf, woher das Geld für die Uhr stamme.
Peskow versuchte daraufhin, Spekulationen über Korruption einzudämmen. "Geschenke von einer Ehefrau an ihren Mann" könnten ja wohl kaum etwas mit Korruption zu tun haben, sagte er.
Seine Ehefrau, die Eistänzerin Tatjana Nawka, bestätigte das Geschenk - gab jedoch an, der genannte Preis sei übertrieben.
Laut Vermögenserklärung ein Nawka ein jährliches Einkommen von 132.000 Euro.
Reinigungsarbeiter finden Leichenteile in Müllsäcken
Bei Reinigungsarbeiten sind im Mittellandkanal in Hannover Überreste einer männlichen Leiche in Plastiktüten gefunden worden. Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsbehörde entdeckten die ersten beiden Tüten in der Nähe einer Brücke und alarmierten die Polizei.
Die Beamten rückten daraufhin mit einem Boot aus, sperrten den Kanal ab und suchten weiter. Dabei wurden sie rund einen Kilometer entfernt erneut fündig.
Auch dort wurde eine Plastiktüte mit sterblichen Überresten gefunden. Außerdem fanden die Polizisten auch Kleidung in einer der Tüten.
Informationen zur Identität des toten Mannes gibt es noch nicht. Mit Spürhunden und einer Drohne soll die Umgebung nun weiter abgesucht werden.
Schlagzeilen zum Feierabend
Spiele übertrumpfen alle anderen Apps
Für Spiele auf dem Smartphone geben die Deutschen deutlich mehr Geld aus als für andere Apps. Von April bis Juni seien in Google Play und im App-Store von Apple 75 Prozent des Umsatzes mit Spielen erwirtschaftet worden, teilte der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) mit.
Deutschland sei im europäischen Vergleich der zweitgrößte Markt für Spiele-Apps nach Großbritannien, teilte der Verband weiter mit.
Weltweit liege Deutschland auf Platz sieben.
Viele deutsche App-Entwickler sind außer auf dem Heimmarkt besonders in den USA erfolgreich: Mehr als ein Viertel des Umsatzes deutscher Spiele-App-Unternehmen werde dort erwirtschaftet.
Mutter auf der Ladefläche: Polizei stoppt Seniorentransport
Ein schöner Urlaub am Bodensee sollte es werden, den die 72-jährige Frau mit ihrer 98-jährigen Mutter machen wollte. Das Problem: Das schwäbische Meer ist vom heimischen Bautzen rund 700 Kilometer entfernt. Und die betagte alte Dame kann nicht mehr so gut sitzen. Was also tun? Das hier:
Die 98-jährige Frau lag ungesichert - aber bequem - auf der Ladefläche des Kastenwagens, den die Tochter fuhr.
Kontakt hielten die beiden über ein Babyfon.
Einen Strich durch die Rechnung machte den beiden die Polizei - denn sowas ist natürlich verboten. Eine Fahrt im Liegen ist nur in speziellen Krankentransportfahrzeugen mit entsprechender Sicherung erlaubt.
Jim Knopf: Herr Ärmel sagt weiter "Neger"
"Das dürfte vermutlich ein kleiner Neger sein", sagt Herr Ärmel, als die Bewohner von Lummerland das fehlgeleitete Postpaket finden, in dem Jim Knopf sitzt. Heute würde das so niemand mehr schreiben - das Wort "Neger" gilt als rassistisch. Dennoch hat sich der Stuttgarter Verlag Thienemann-Esslinger dazu entschieden, diese Version auch in der Jubiläumsausgabe von Michael Endes "Jim Knopf" zum 55. Geburtstag zu erhalten. Zum einen, weil sich Autor Ende (1929-1995) nicht mehr äußern könne; zum anderen, da das Wort "Neger" nur in dieser einen Szene vorkomme, die vor allem dazu diene, den Fotografen Herrn Ärmel als Besserwisser darzustellen.
23 Tote bei Absturz eines Kampfjets in Syrien
Im Nordwesten Syriens sind beim Absturz eines Kampfflugzeugs mindestens 23 Menschen getötet worden. Die Militärmaschine der Regierungstruppen sei im Zentrum der von Rebellen gehaltenen Stadt Ariha abgestürzt, heißt es.
Die tief fliegende Maschine sei wegen eines "technischen Problems" über der Stadt Ariha in der Provinz Idlib abgestürzt, als sie gerade ein Viertel im Zentrum bombardiert.
Sechs Menschen befänden sich noch unter den Trümmern, ohne dass klar sei, ob sie noch lebten.
Insgesamt habe es rund 70 Verletzte gegeben, berichteten Rettungskräfte und Einwohner.
Russischer Geheimdienst tötet 14 Islamisten
Spezialeinheiten des russischen Geheimdienstes FSB haben nach amtlichen Angaben 14 Islamisten im Nordkaukasus getötet. Dort haben radikale Islamisten ein Kalifat ausgerufen. Die Zentralregierung in Moskau bekämpft die Islamisten mit aller Härte. Menschenrechtler und Regierungskritiker werfen den russischen Geheimdiensten vor, dabei außer gegen militante Islamisten auch gegen Dissidenten vorzugehen.
In der Mitteilung heißt es, unter den Getöteten sei auch Adam Tagilow, der für die Kämpfe in der tschetschenischen Hauptstadt Grosni verantwortlich sei, bei denen im Dezember 2014 über 20 Soldaten und Polizisten getötet worden seien.
Heute seien in Naltschik, der Hauptstadt von Kabardino-Balkaria, sechs Rebellen getötet worden. Sie sollen in den internationalen Terrorismus verwickelt gewesen sein.
"Füchse"-Team wegen Darminfekt im Krankenhaus
Au Backe, die hat es allesamt erwischt: Ein Großteil der Mannschaft des Handball-Bundesligisten Füchse Berlin hat sich wegen eines Magen-Darm-Infektes im Berliner Krankenhaus Charité untersuchen lassen.
"Wir wollen jedes Risiko ausschließen. Vor einigen Jahren hatten wir einen Fall von Salmonellen-Vergiftung im Team", sagte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning
Derzeit sei kein Mannschafts-Training möglich, sagte er weiter.
Außer Fredrik Petersen und Petar Nenadic sowie den beiden Jugendspielern Fynn-Ole Fritz und Angelo Grunz litten alle Füchse-Spieler an dem Magen-Darm-Virus.
ISS heute über Deutschland zu sehen
Heute Abend schon was vor? Falls nicht, ziehen Sie sich an einen dunkle Ort unter freiem Himmel zurück und blicken Sie um 21.50 Uhr und um 23.26 Uhr nach Westen. Denn dann ist von Deutschland aus mit bloßem Auge die Internationale Raumstation ISS zu sehen.
Auf den Seiten der Nasa können Sie nachschauen, wann die ISS an welchem Ort zu sehen ist.
Schichtwechsel
Über den Autor
Es ist wieder an der Zeit: Johannes Graf hat sich getraut, das klimatisierte Büro zu verlassen und in den sonnig-heißen Nachmittag hinauszutreten, den ich gerade gegen das klimatisierte Büro getauscht habe. Fabian Maysenhölder meldet sich zum Dienst, bis zum späten Abend an dieser Stelle Ihr Begleiter.
Sarg jagt Spaziergänger Angst ein
Stellen Sie sich vor, Sie gehen an einem lauen Sonntagabend mit ihrem Hund spazieren - und plötzlich entdecken Sie auf einem Parkplatz einen schwarzen Sarg. Genau das ist einem Hundehalter in Zirndorf in Mittelfranken passiert. Was soll das?
Die Polizei rückte an und sah nach: In dem Sarg lag ein 26-jähriger Mann. Lebendig.
Er sei Anhänger der "Grufti"-Szene und habe sich den Sarg vor einiger Zeit gekauft und schlaftauglich umgerüstet. Jetzt habe er eben einmal wieder darin übernachten wollen.
Der Mann versprach, seinen Sarg künftig nicht mehr öffentlich zu benutzen.
Schlammschlacht schreckt Wacken-Fans nicht
Knöcheltief standen Besucher des Wacken-Festivals dieses Jahr im Schlamm. Für alle, die die Bilder noch nicht kennen, hier noch einmal ein paar Eindrücke:
In der Nacht zum Montag lief nun der Vorverkauf fürs nächste Jahr an. Heute Mittag waren schon 65.000 der 75.000 Tickets weg. So ein bisschen Matsch kann harte Metal-Fans eben nicht schocken.
Badeverbot in Holland nach Invasion von Leuchttieren
Irgendwie sieht es ja schön aus, so ein Noctiluca scintillans. Doch einigen verdirbt diese Spezies gerade die Ferien:
An der holländischen Küste weht die rote Warnflagge: Badeverbot.
Grund sind Schwärme von Noctiluca scintillans, einer Art von Meeresleuchttierchen.
Die rötlich leuchtenden Einzeller sind zwar nicht giftig, können aber Irritationen der Haut und der Atemwege verursachen.
Haus in Madrid kollabiert unmittelbar nach Räumung
Das ist für 36 Menschen in Madrid gerade nochmal gut gegangen:
Alarmiert von Rissen in den Wänden schalteten Bewohner eines mehrgeschossigen Hauses die Feuerwehr ein.
Die räumte das Haus unverzüglich.
Kurz darauf stürzte das Gebäude ein. So sah das dann nach dem Einsturz aus:
Mullah Omars Familie lehnt neuen Taliban-Chef ab
Der Machtkampf bei der afghanischen Rebellengruppe Taliban geht weiter:
Mullah Abdul Manan, Bruder des vor zwei Jahren gestorbenen Ex-Taliban-Chefs Mullah Omar, sagt: "Unsere Familie hat niemandem die Gefolgschaft erklärt."
Die Angehörigen von Mullah Omars sind verärgert, weil sie glauben, der neue Chef, Mullah Achtar Mansur, habe schon seit zwei Jahren im Namen ihres Familienmitglieds geherrscht: "Täuschten sie uns, in dem sie falsche Erklärungen in seinem Namen herausgaben, um die eigenen Interessen zu fördern?", fragt Mullah Omars Sohn Jakub.
Mansur ist auch umstritten, weil vielen Taliban seine Nähe zu Pakistan und die Befürwortung von Friedensgesprächen mit Kabul sauer aufstoßen.
Merkel distanziert sich von Range
Nochmal die Affäre um netzpolitik.org: Kanzlerin Angela Merkel geht nun - wenn auch etwas verklausuliert - auf Distanz zu Generalbundesanwalt Harald Range:
Regierungssprecherin Christiane Wirtz richtet aus, Merkel billige die distanzierte Haltung von Justizminister Heiko Maas "ausdrücklich".
Merkel wolle jetzt eine rasche Klärung des Falls.
Gerade wenn die Pressefreiheit betroffen ist, müssten Behörden eine "besonders sensible Abwägung" vornehmen, fügte Wirtz hinzu.
Schlagzeilen zur Mittagspause
Durch "Finchen" und "Bonimir" presst sich Saharaluft
Es ist heiß. Und es wird noch heißer.
Zwischen Hoch "Finchen", das inzwischen über Osteuropa liegt, und Tief "Bonimir" westlich von Irland dringt heiße Saharaluft weit nach Norden vor.
Die ganze Woche über liegen die Höchsttemperaturen in Deutschland bei über 30 Grad.
Hitzehöhepunkt wird wohl der Freitag mit bis zu 38 Grad.
Manch einen stellt die Hitze vor ein richtiges Dilemma:
Hacker kapern generalbundesanwalt.de
"Unsere Homepage ist gehackt worden", sagt Frauke Köhler, Sprecherin der Bundesanwaltschaft. Was ist passiert?
Auf www.generalbundesanwalt.de sind alle Pressemitteilungen verschwunden.
Wer die Hacker sind und wie sie eindringen konnten, ist noch unbekannt.
Auch ob es sich um eine Reaktion auf die Ermittlungen gegen netzpolitik.org handelt, ist unklar.
Rüdiger beleidigt angeblich Zuschauer
Dass am Rand von Fußballspielen ein rauer Umgangston gepflegt wird, ist bekannt. Doch was sich angeblich Antonio Rüdiger geleistet haben soll, ist doch ein bisschen sehr unfein:
Der verletzte Nationalspieler soll während des Testspiels des VfB Stuttgart gegen Manchester City einen Zuschauer beleidigt haben.
Als der Fan um ein Foto mit ihm bat, habe ihn Rüdiger als "Hurensohn" beschimpft, berichten die "Stuttgarter Nachrichten".
Es läuft eine Anzeige gegen Rüdiger. Der prüfe jedoch seinerseits rechtliche Schritte, so ein VfB-Sprecher: "Der Sachverhalt stellt sich aus Sicht des Spielers völlig anders dar."
Kim erhält Friedenspreis - Stiftung in Erklärungsnot
Kim Jong Un ist mit dem "Preis für Frieden, Gerechtigkeit und Menschlichkeit" der indonesischen Organisation Sukarno ausgezeichnet worden. Nun kommen bei Kim Jong Un die Wörter Frieden, Gerechtigkeit und Menschlichkeit nicht jedem als erstes in den Sinn.
Die Stiftung wehrt sich gegen Kritik: Vorwürfe hinsichtlich Menschenrechtsverstößen seien "unwahr" und "westliche Propaganda".
Kim erhalte den Preis "für seinen Kampf gegen neokolonialistischen Imperialismus".
Kim steht mit dem Sukarno-Preis in einer Reihe mit illustren Trägern wie Mahatma Gandhi und Aung San Suu Kyi.
Charlize Theron adoptiert ein Mädchen
Die südafrikanische Schauspielerin Charlize Theron ist zum zweiten Mal Mutter geworden - zum zweiten Mal durch eine Adoption.
Das Mädchen August wird sich künftig mit dem 2012 adoptierten, heute dreijährigen Jackson vertragen müssen.
Einen Papa gibt es aktuell nicht. Seit einigen Wochen ist Theron nicht mehr mit Schauspielerkollege Sean Penn zusammen.
Khedira verletzt sich schwer - zwei Monate Pause
Juventus Turin und die deutsche Fußball-Nationalmannschaft müssen etwa zwei Monate auf Sami Khedira verzichten.
Die "Gazzetta dello Sport" berichtet, beim Testspiel gegen Olympique Marseille habe sich der 28-Jährige am Oberschenkel verletzt. Nach nur einer halben Stunde musste er vom Platz.
Khedira fehlt damit wohl im italienischen Supercup, zum Auftakt der Serie A und auch bei den ersten beiden Länderspielen der Saison: am 4. September gegen Polen und drei Tage später gegen Schottland.
Ob es für die Partien gegen Irland und Georgien (am 8. und 11. Oktober) reicht, wird man sehen müssen.
NPD Trier macht sich zum Gespött
Am Wochenende ging ein Video der NPD Trier durchs Netz, in dem sich die stramm nationalen Herrschaften herrlich und natürlich unbeabsichtigt selbst parodieren. Lustig sind aber auch die vielen, vielen Parodien der Parodie. Beispiel?
Die NPD Trier hat das Originalvideo übrigens wieder von ihrer Seite genommen.
Griechische Ärzte behandeln nur noch gegen Bares
Wer in Griechenland zum Arzt muss, muss Bargeld einstecken:
Seit heute behandeln die Kassenärzte nur noch gegen Bares.
Damit protestieren die Ärzte gegen die Schulden des griechischen Trägers für Gesundheitsleistungen.
Seit Februar hat es kein Geld mehr gegeben. "Das sind acht Millionen Euro pro Monat", sagt Kassenarzt-Funktionär Giorgos Eleftheriou.
Heute hat nach einem Monat übrigens die Athener Börse wieder aufgemacht. Hier der Bericht über die - erwarteten - Verluste.
Der Mann, der auf dem Wasser Motorrad fährt
Knapp 1,9 Millionen Menschen haben sich dieses Youtube-Video schon angesehen. Was so faszinierend daran ist? Sehen Sie selbst:
Schlagzeilen am Morgen
Amnesty: Polizei von Rio mordet ungestraft
Eigentlich ist es ja die Aufgabe der Polizei, Morde aufzuklären. Wenn man einem Bericht von Amnesty International (AI) Glauben schenkt, ist die Rolle der Ordnungshüter in Rio de Janeiro nicht ganz so eindeutig:
Die Polizei sei für 16 Prozent der Tötungsdelikte verantwortlich.
In den vergangenen fünf Jahren töteten Beamte demnach über 1500 Menschen.
Die Polizei handele nach dem Prinzip "erst schießen, dann fragen", so AI. Es soll auch Exekutionen geben.
Chinas Behörden beschlagnahmen Viagra-Schnaps
Wenn das mal keine explosive Mischung ist: In China sind zwei Hersteller dabei aufgeflogen, wie sie Schnaps mit den Viagra-Inhaltsstoffen Sildenafil und Tadalafil vermischten. 5300 Flaschen des sogenannten "Kung-Fu-Alkohols" und 1200 Kilo der Chemikalien wurden sichergestellt. Haben Sie Fragen?
Wo liegt das Problem? Nun ja, das ist nun mal selbst in China verboten. Die Wirkung dürfte ziemlich heftig sein.
Wieso machen die das? Der Kunde wünscht es so: In China gibt es eine lange Tradition des Brauens von Getränken mit angeblich aphrodisierender Wirkung. Oft werden Tierpenisse beigemischt.
Was passiert jetzt mit den Asservaten? Tja, strengen Sie Ihre Fantasie an ...
Falls Sie sich noch etwas detaillierter für den Viagra-Schnaps interessieren, hier geht's zum Artikel.
"Hassposting-Jäger" flieht vor Morddrohungen
Ein Österreicher hatte es sich zum Ziel gesetzt, rassistische Hasspostings im Netz Einhalt zu gebieten und zur Anzeige zu bringen. Doch nun muss er sein Projekt aufgeben:
Der Mann war durch Medienberichte bekannt geworden - und damit selbst zur Zielscheibe geworden.
Neonazis bedrohten ihn mit dem Tod: Er sei ein "Verräter", den man "am nächsten Baum aufhängen" solle.
Als Vorsichtsmaßnahme hat der Tiroler Österreich jetzt verlassen, berichtet der "Standart".
Kunden sauer: Jessica Albas Sonnencreme wirkt nicht
Jessica Alba und Uschi Glas haben etwas gemeinsam. Was?
Beide müssen sich ordentlich etwas anhören für ein Kosmetikprodukt, das in und mit ihrem Namen verkauft wird.
Der Fall Glas dürfte ja bekannt sein. Darum geht es bei der 34-jährigen Alba: "The Honest Company", eine Öko-Marke, die Alba mitgegründet hat, vertreibt eine Sonnencreme.
Das Problem: Sie schützt angeblich nicht vor Sonnenbrand. Nutzerinnen und Nutzer zeigen im Netz Fotos wie dieses:
Athlet der Special Olympics wird vermisst
Die Polizei stuft die Lage als kritisch ein: Andi Gusmari ist wie vom Erdboden verschluckt. Wer ist das und was ist passiert?
Gusmari ist ein albanischer Athlet und Teilnehmer der Special Olympics World Games in Los Angeles.
Seit Samstagabend fehlt von ihm jede Spur, er wurde zuletzt auf dem Campus der University of Southern California gesehen.
Gusmari hat eine Sprachbehinderung und kann zudem kein Englisch.
Der Fall Inga wird Stoff einer Dissertation
Seit Anfang Mai ist Inga verschwunden. Jetzt wird ihr Schicksal Gegenstand einer wissenschaftlichen Arbeit:
Ein sächsischer Polizist plant eine Untersuchung zum Einsatz sogenannter Mantrailer-Hunde.
Ihn interessiert die Frage, ob solche speziell ausgebildeten Suchhunde auch den Spuren gesuchter Menschen folgen können, wenn diese sich mit dem Auto auf Autobahnen bewegen.
Wie das genau nachgewiesen werden soll, ist fraglich: Von Inga fehlt, trotz des Einsatzes von Mantrailer-Hunden, bislang jede Spur.
Mourinho und Wenger haben sich nichts zu sagen
Kein Mensch verliert gern. Besonders ungern verliert aber Chelsea-Trainer José Mourinho. Und wenn eine Niederlage dann auch noch eine lange Siegesserie beendet, kann der Portugiese richtig gemein werden. Schauen Sie mal, was nach dem verlorenen FA-Supercup-Finale gegen den FC Arsenal passierte, als er Rivale Arsene Wenger begegnete:
Das 0:1 war der erste Sieg Wengers gegen Mourinho im 14. Duell.
Ursula von der Leyen reitet in Aachen ein
"Die Frau kann einfach alles", raunt der Kollege neben mir und kichert in sich hinein. Worum geht's?
Die "Bild"-Zeitung berichtet, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen werde an der Eröffnungsfeier der Reit-EM in Aachen am 11. August mitwirken.
Auf einem Pferd, versteht sich.
Sie soll dabei "anspruchsvolle Figuren tanzen".
Waldbrände in Kalifornien erreichen bedrohliches Ausmaß
Es könnte wirklich schlimm werden in den Wäldern von Kalifornien. Gigantische Brände breiten sich aus. Die Katastrophe wird schon mit den verheerenden Feuern von 2008 verglichen:
160 Kilometer nördlich von San Francisco haben sich die Flammen schon auf einer Fläche von 190 Quadratkilometern ausgebreitet.
12.000 Menschen mussten ihre Häuser sicherheitshalber verlassen. Es sind 5000 Gebäude bedroht.
Insgesamt toben derzeit 21 Wald- und Buschbrände, viele davon sind durch Blitzschlag entfacht worden.
Den Stand der Dinge haben die Kollegen hier zusammengetragen.
Trump hat es nicht so mit dem Steuernzahlen
Das wird sicher super bei den Wählern ankommen: Donald Trump will ungern seine Steuerdaten veröffentlichen. Das kann man ja irgendwie auch verstehen. Aber was er dann noch dazu sagt, ist weniger politisch korrekt:
Er sei Geschäftsmann und versuche immer, "so wenig wie möglich zu zahlen", sagte der Milliardär im Fernsehsender CBS.
Und: "Ich hasse es, wie unsere Regierung unser Geld verschwendet."
Nun ja, er wird vermutlich nicht in die Verlegenheit kommen, zu beweisen, dass er es besser kann.
Das wird heute wichtig
So, noch einmal einen schönen guten Morgen. Es wird Ihnen auch so gehen, man kommt nach einem sonnigen Sommerwochenende immer so schwer in Tritt. Aber das wird schon. Vielleicht hilft Ihnen ja unser Tagesprogramm:
Heute macht die Athener Börse gut einen Monat nach ihrer Schließung wieder auf.
Beim Außenministertreffen des Golf-Kooperationsrats in Doha kommt es auch zu einem Gespräch zwischen Sergej Lawrow und John Kerry.
In Celle startet ein Prozess gegen zwei IS-Kämpfer aus Wolfsburg. Sie sind 2014 für ein paar Monate in Syrien gewesen.
Heute legt die Commerzbank Zahlen vor. Danach gibt es eine Telefonkonferenz mit dem Finanzvorstand.
Über den Autor
Sie haben es heute übrigens nach langer Zeit einmal wieder mit Johannes Graf zu tun. Wenn was ist, gerne per Twitter oder Mail (johannes.graf at nachrichtenmanufaktur.de) schreiben. Aber: Seien Sie nett zu mir, dann bin ich auch nett zu Ihnen.
Schlagzeilen aus der Nacht
Das Wochenende ist rum, es ist viel passiert. In der Nacht unter anderem dies hier:
Nigerias Armee meldet, fast 180 Geiseln aus den Fängen der Boko Haram befreit zu haben.
Die Ermittlungen gegen netzpolitik.org schlagen noch immer hohe Wellen. Die "Süddeutsche" berichtet, mehrere Ministerien waren vorab eingeweiht.
Noch-Fifa-Präsident Joseph Blatter bestätigt gegenüber dem IOC jetzt noch einmal: Als Boss des Weltfußballverbands war's das.
In Kalifornien gibt es schlimme Waldbrände. Die Nationalgarde ist im Einsatz.
Im RTL-Sommerdschungelcamp setzt sich Barbara Engel durch. Viel spannender ist aber, was da sonst so geschah. Kollege Volker Probst hat's für Sie angeschaut.